Monate: Mai 2018

Iran

Abschied vom Iran

Ein letztes Mal lege ich das Kopftuch über meine Haare, streife die Ärmel meiner Tunika über mein Handgelenk. Dann steige ich mit den mittäglichen Rufen des Muezzins in das Auto, das mich zum Flughafen bringt. Die Klänge berühren und rühren zugleich. Trotzdem habe ich keine Tränen in den Augen, weil ich mit Sicherheit weiß, dass ich wiederkommen werde. Ich schweige, wie ich es oft auf meiner letzten Fahrt tue, weil der Anfangsgedanke meiner Geschichten oft in den Abschiedsmomenten entsteht, der das Hier und Jetzt in die Vergangenheit katapultiert. Eine unterhaltsame Fahrt zum Flughafen Ich lasse die Fassaden der Großstadt, die häufig mit einem Bild des Ayatollah Khomeini und Khamenei-Konterfei geziert sind, an mir vorüberziehen. Flaggen wehen theatralisch. Selten sah ich im Iran eine Fahne lasch am Pfosten hängen. Als wehte in der Höhe eine versteckte Windmaschine über das Land, in dessen Straßen es sonst windstill ist. Ist das alles real? Oder doch nur ein Film, der sich in meinem Kopf abspielt. Vielleicht, weil ich es selbst nicht fassen kann. Vor mir sitzt ein hipper, gutaussehender junger Mann, der …

Nana!

Nach über einem Jahr verabschieden uns von Französisch-Polynesien! INTI liegt randvoll mit Proviant in der Lagune von Bora-Bora und reckt aufgeregt ihren Bug gen Westen. Morgen geht es los! Unglaubliche Eindrücke konnten wir sammeln in dieser einzigartigen Inselwelt mitten im grössten aller Ozeane.

The post Nana! appeared first on Radio Pelicano Segelyacht INTI.

Tofo, Mosambik

Strandtage in Tofo

Mühevoll hievt der Fischer in der gleißenden Hitze einen knapp 1 m großen Fisch aus seinem Boot und lässt ihn erschöpft in den Sand fallen. Mit ein paar geübten Handgriffen zückt er das Messer, um den Fisch an Ort und Stelle auszunehmen. Die Fischer von Tofo schieben unter Schweiß Boot für Boot durch den heißen Sand zwischen die Sonnenliegen des Casa Barry. Wir sind die einzigen Gäste neben den Fischern, die in der Mittagszeit den Schatten der Strohdächer über den Liegen nutzen. Und so wechseln wir von Liege zu Liege, bis wir die Äußerste erreicht haben, als am Horizont immer mehr Fischerboote auftauchen, die auch noch unter den Sonnenschirmen Platz finden wollen. Wenn die Männer die Fische prepariert haben, legen sie diese in eine Box, die sie dann zum Markt tragen. Nur 500 m entfernt sitzen dort lässig die Marktfrauen in ihren bunten Gewändern und rufen mir „Sister, come, look“ zu. Nicht den Fisch wollen sie an die Frau bringen, sondern vielmehr ihre bunten Stoffe. In Tofo herrscht eine entspannte Atmosphäre. Obwohl dieser Ort das touristische Zentrum Mosambiks ist, merkt man ihm dies nicht …

Emahlathini Guest Farm

Gastfreundschaft mitten in der Natur – Eine Nacht auf der Emahlathini Guest Farm

Regen tropft nieder während das abendliche Konzert der Zikaden in die Dunkelheit hineinschallt. Wir stehen nach einer fünfstündigen Autofahrt von Johannesburg im weitläufigen Garten der Emahlathini Guest Farm. Um uns herum zeichnen sich im Licht der Dämmerung Gebirgszüge ab. Nach einer Fahrt durch das platte Land von Mpumalanga, das sich erst hinter Ermelo abwechslungsreich gestaltet, ist selbst das, was sich im gedimmten Licht vor dem Auge abzeichnet, schon paradiesisch. Die letzten 18 km von Piet Retief zur zur Guest Farm waren zudem anstrengend. Tiefe Schlaglöcher ließen die einstige Teerstraße in Grenzrichtung zu einer huckeligen Piste werden, der man nur im Schneckentempo und Schlängellauf Herr werden konnte. Eukalyptuswälder schlossen den Weg ein und schickten ihren Duft durch die Öffnung der Scheibe. Eng bewachsen und zugleich in Reih und Glied boten die Wälder genügend Sicht, aber strahlten zugleich Monotonie aus. Hin und wieder tauchten Menschen am Straßenrand auf. Einfache Behausungen aus Wellblech, Lehm und Stroh bildeten kleine Siedlungen im Gebüsch  und durchbrachen den Anblick der immergleichen Wälder. Willkommen auf der kleinen Farm Nun begrüßt uns die Hausherrin Elise freudig. Mit einem …