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{Diary} Auch ein blindes Huhn findet ein Korn

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Der zweite Tag im nachweihnachtlichen Taumel der Großstadt. Da zigste Mal geht es vorbei an der Station COLOMBIA. Jedes Mal versetzt es mir einen Stich in den Magen, nicht ins Herz. Das ist noch immer ohne Emotion. Wir schlafen an der Messe in einem Novotel. Immerhin können wir hier unsere Punkte von unseren Veranstaltungen einlösen. Somit zahlen wir nichts für diese Stadt, in die wir jetzt nie wollten.

Wir suchen das Museum Nacional Centro de Arte Reina Sofia auf. Eine lange Schlange wartet. Eine sehr lange Schlange wartet. Die Schlange wir sekündlich länger. Ich will verdammt noch mal hier nicht sein, will auch nicht in Euer kack Museum und in eine überlange Schlange stelle ich mich bei Regen schon gar nicht an, denke ich. Gerade ergebe ich mich dem Schicksal und gehe ans Ende der Schlange, als mich ein älterer Spanier fragt, ob ich Spanisch spreche. Ich bejahte couragiert, es könnte ja etwas umsonst geben. Ja, gibt es! Vier VIP-Tickets für das Museum. Und das Beste ist, wir können nun an der Schlange vorbeigehen und gleich durchlaufen. Super! Da sage mal einer, Spanier sind scheisse. Dieser Herr hat soeben die Ehre seiner Landsleute gerettet. Aber Iberia nehme ich aus. Neben Miró, Picasso, Dali gibt es unter anderem eine faszinierende Ausstellung des spanischen Künstlers José Val del Omar. Er scheint in die spanische Seele zu schauen und mir gleich mit aus dem Herzen zu sprechen. Düstere Videoinstallationen bohren sich in die freud- und friedvolle Nachweihnachtszeit. Ich ertrage diesen Konsumrausch nicht mehr. Tauche in eine kunstvolle Welt ab. Morgen wartet Südamerika. Morgen wartet die Sonne.

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