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Bohol – von Koboldmakis und Schokoladenhügeln

Koboldmaki

Als ich durch die Scheibe der Fähre schaue, ist es dunkel. Ich sehe kein Meer, spüre aber jede Welle, die meinen Magen schon ergreift. Es ist spät geworden, als sich die Fähre endlich in Bewegung setzt. Erst läuft ein Gebet über dem Bildschirm, dann folgen die Sicherheitshinweise. Ich weiß nicht, wem ich mehr vertrauen soll – den etwas zerrupften Sicherheitswesten unter dem Sitz meines Vordermanns oder im Zweifel doch lieber Gott. Nach zwei Stunden erscheinen Lichter am Horizont. So etwas wie eine Skyline von Tagbilaran zeichnet sich am Horizont ab und somit auch der sichere Hafen. Um 22.30 Uhr schwanke ich etwas müde über den Pier und steuere geradezu den ersten Tricyclefahrer an. Zu Nisa Traveller’s bitte! Der Erste kennt das schon mal nicht, also den nächsten gefragt. Es ist eine entspannte Fahrt im offenen Wagen beim lauen Fahrtwind, ich bin angekommen – Tagbilaran, mit uns kann es etwas werden.

Die Hügellandschaft von Chocolate Hills

Nach der ersten Verliebtheit folgt am nächsten Morgen schon der Kater – mich ergreift ein Reiseblues. Ich will einfach nur noch liegen bleiben und weiß doch, dass ich weiter muss. So quäle ich mich mit letzten Kräften aus dem Bett. Am Dao Busbahnhof stolpere ich durch Zufall in einen Bus nach Carmen, der sofort losfährt. Mich fragt niemand nach meinem Ziel und ich verrate es auch keinem. Trotzdem zupft meine Sitznachbarin nach 1,5 Stunden ganz aufgeregt an meinem Shirt. „Chocolate Hills“, zeigt sie nach draußen. Schön, wenn einem das Fahrtziel ins Gesicht geschrieben ist, ich springe auf und quetsche mich durch die Menschenmasse, die im Gang Platz genommen haben.

„Water, Water!“ tönt es draußen auf der Straße. Ich brauche das angeblich, weil der Aufstieg zur Aussichtsplattform sehr beschwerlich ist, wie mir mehrfach Verkäufer versichern. Natürlich ist er so anstrengend, dass es ohnehin am besten wäre, ein Tricycle zu nehmen. Ich lehne dankend ab, freue ich mich ja immer über ein Stück weit Bewegung. Bevor sich die Straße hinaufwindet, wird noch eine Eintrittsgebühr von 60 Pesos erhoben. Inzwischen habe ich das Gefühl, dies ist der Standardpreis für alles. Dann laufe ich allein die Straße nach oben, von der aus sich immer mehr der Blick auf die aufgewölbte Landschaft öffnet. Zehn Minuten später bin ich auf dem Parkplatz, von dem noch Stufen zur Plattform hinaufführen. Tricycle- und Van-Fahrer warten hier gelangweilt vor dem Restaurant. Die Schokoladenhügel lassen sich von hier schon wunderbar bestaunen. Von oben hat man natürlich einen noch besseren Rundumblick, aber doch stören ein wenig die Absperrungen. Während ich das Objektiv auf die Landschaft richte, bin ich umringt von Selfiesticks und Mädchen, die sich von ihrem Freund abbilden lassen – vor der herrlichen Kulisse versteht sich. Lauter kleine, grasgrüne Beulen prägen die Umgebung – die zu dieser Jahreszeit keineswegs schokoladig wirkt. In 1-2 Monaten färbt sich die Landschaft braun – und verteidigt den seltsamen Namen Chocolate Hills. Doch bis dahin strahlen die Hügel bis zum Horizont im saftigen Grün.

Kaum bin ich wieder auf den Landstraße, nimmt mich ein Van mit zurück. Es geht wieder über die idyllische Palmen- und Bananenpflanzen gesäumte Landstraße, die sich durch die Hügellandschaft windet. Ich verschlafe Loboc und finde mich in Tagbilaran wieder. Nicht dass ich die River Cruise auf dem Loboc River machen wollte, gern hätte ich tatsächlich unter dem dichten Blätterdach am Fluss genächtigt. Aber auf eine Massen-Bootstour bekommt mich auf dieser Reise niemand mehr. Vielmehr wollte ich ins Philippine Tarsier Santuary zwischen Corella und Sikatuna und hätte dafür hier umsteigen müssen. Also suche ich im Terminal von Tagbilaran einen Jeepney in diese Richtung.

Die kleinen Primaten mit den Kulleraugen – zu Besuch bei den Koboldmakis

Geduldig und apathisch zugleich kauere ich auf dem viel zu kleinen und niedrigen Sitz, während sich in der nächsten dreiviertel Stunde der gesamte Bus füllt, bis er übervoll ist. Nur vom Fahrer ist keine Spur. Ich weiss nicht, ob es einen Fahrplan gibt, habe aber die Hoffnung, dass die Abfahrtzeit bei 13 Uhr liegen könnte. Es ist 12.59 Uhr – ohne Scherz – da taucht an der Fahrertür ein älterer Mann auf, der schwupsdiewups durch das Fenster auf den Fahrersitz klettert – anders geht es auch nicht, denn dieser Bus hat weder eine Fahrer- noch eine Beifahrertür und bevor er sich von hinten nach vorn zwängt, ist das die wesentlich galantere Lösung. Um punkt 13 Uhr tritt er auf’s Gaspedal – es folgt stop and go. Es wird sich mir nie erschließen, weshalb man sich 5 m weiterfahren lässt, um dann den Bus erneut anzuhalten.

Nach einer halben Stunde verlasse ich den Bus gemeinsam mit einem Pärchen aus Shanghai, das noch begeistert den Bus ablichtet. Nach einer zehnminütigen Wanderung durch den Wald erreichen wir das Philippine Tarsier Sanctuary. Mir wird Aline als Guide zur Seite gestellt und so starten wir die Privatführung, die aus dem Zeigen der vier handgroßen Koboldmakis besteht. Informationen? Fehlanzeige. Aber man soll hier ja ohnehin schweigen. So konzentrieren wir uns wieder auf das Wesentliche, und das ist Fotografieren. Drei der vier Koboldmakis sitzen auf dem Boden. Auch sehen sie sehr müde aus, aber kein Wunder, sind ja nachtaktive Primaten. Sie lieben ein ruhiges Leben und sind sehr empfindlich gegen Geräusche oder das Eindringen anderer Koboldmakis in ihr recht großes Revier. Nicht selten reagieren sie auf solche Störungen mit Selbstmord. Auf Bohol kann man an mehreren Plätzen Tarsiere sehen, doch ich entschied mich für das Sanctuary, weil die kleinen, vom aussterben bedrohten Primaten hier noch am „natürlichsten“ leben. Nur auf einem Hektar werden Besucher zugelassen. Man weiss nie, wie viele Tarsiere man dort zu Gesicht bekommt. Die meisten Reisegruppen fahren wohl die Tarsier Conservation Area bei Lobos an, da man dies noch besser mit den Chocolate Hills kombinieren kann. Hierzu hatte ich jedoch viel Kritik im Vorfeld im Umgang mit den Tarsieren gelesen.

Da die Strecke bei Sikuna nicht sonderlich befahren ist, rechne ich dieses Mal mit 1-2 Stunden Wartezeit. Doch nach 10 Minuten kommt schon das erste Moped und macht Zeichen. Ich lehne ab. Beim zweiten Moped, das konkret vor mir hält, will ich zumindest mal nach dem Preis fragen und kurz darauf genieße ich den frischen Fahrtwind um meine Nase.

Panglao mit dem Mofa  – auf der Suche nach dem perfekten Strand

Am Abend nehme ich ein Tricycle hinüber nach Panglao Island. Eine halbe Stunde werden mir Avancen vom Fahrer gemacht. Frau allein? Das geht nicht. Das habe ich hier fast täglich zu spüren bekommen, auf eine lieb gemeinte Art. Am nächsten Morgen wird mein Tisch ganz selbstverständlich für zwei eingedeckt. Den zweiten Kaffee trinke ich auch, meine ich scherzhaft und genieße den Blick von der Anhöhe, auf der die Bohol Bee Farm liegt. Unter mir schwappt im gleichmäßigen, langsamen Rhythmus das Meer. Es ist Ebbe – wie immer morgens. Das Wasser reicht nur bis zur Wade. Ich schaue die Küste entlang nach Südwesten, wo der Sand weiß schimmert. Da will ich hin.

Zum Tauchen bin ich ohnehin zu spät dran, auf Inselhopping habe ich auch keine Lust, also miete ich mir ein Mofa. Mittags bin ich dann on the road und spüre den Fahrtwind um die Nase. Langsam frage ich mich, warum ich das nicht schon früher gemacht habe, da man somit viel flexibler ist. Gestern eingequetscht im Bus, sah ich die vielen schönen, vom Erdbeben etwas beeinträchtigte Kirchen wie die von Baclayon, Loco oder Bilar nur durch die zerkratzte Busscheibe. Gern hätte ich hier und da gestoppt, doch war das nicht möglich.

Je näher ich an den Alona Beach herankomme, desto mehr reihen sich die Resorts aneinander. Immer mehr weiß ich es zu schätzen, 7 km entfernt vom Trubel zu sein. Kurz halte ich, doch die vielen Läden und Schilder lassen El Nido-Gefühle aufkeimen, nur noch schlimmer.

Ich fahre weiter über Danao und dann doch wieder zurück – immer auf der Suche nach dem perfekten Strand: puderweiß und wenige Menschen. Dort, wo ich den Dumaluan Strand vermute, biege ich ein. 50 PHP Eintritt und 50 PHP Parkgebühr für den Roller. Das ist nicht viel, aber je mehr Leute an mir vorbeisausen, desto unwohler ist mir dabei. Ich drehe um. Der Bohol Beach Club ist hinter einem großen, geschlossenen Tor versteckt, also nehme ich die nächste Einfahrt. Ein Wärter winkt mich durch und meint, auf meine Frage, ob ich hier zu einem schönen Strand käme, weiß ist der Strand von South Palms allemal. Na denn. Als ich durch den Palmengürtel laufe, bemerke ich durchaus die Schilder mit der Aufschrift „nur für Gäste“. Dennoch hält mich niemand auf. Und dann liegt er vor mir – puderzart, schneeweiß und kaum jemand da. Eine völlige Ruhe liegt über dem Meer, die nur das Heulen der Motoren von ein paar Booten durchdringt. Ich laufe den Sandstrand ab und lasse mich dann doch irgendwo beim Beach Club zwischen den Palmen nieder. Das Wasser ist glasklar. Seesterne funkeln vom Boden herauf und vereinzelt auch Seeigel. Ich bleibe hier und vergesse ein wenig die Zeit. Ich bin 2,5 Wochen unterwegs gewesen, nie habe ich Ruhe für solche Momente gefunden. Selbst auf Palawan lag ich nie länger als eine Stunde an einem Strand. Die Reise fühlt sich an, als ob ich überall nur mal kurz Schnuppern darf, immer dann, wenn es beginnt schön zu werden.

Was man sonst noch wissen sollte?

Anreise

Die Insel Bohol ist recht einfach zu erreichen. Die Hautstadt Tagbilaran verfügt über einen Flughafen, den AirAsia, Philippine Airlines und Cebu Pacific aus Manila anfliegen, die meisten jedoch werden wahrscheinlich über die Nachbarinsel Cebu mit Fähre anreisen, so wie ich es auch getan habe. Vom Hafen in Cebu fahren zahlreiche Fähren verschiedener Fährgesellschaften (z.B. OceanJet, SuperCat 2Go, Weesam) nach Tagbilaran.  Ich hatte bei beiden Überfahrten 2Go gewählt. Die Überfahrt dauert 2 Stunden. Tickets kann man Hafen direkt oder bei Agenturen in der Stadt erwerben. Bei mir lag der Ticketpreis zwischen 400 und 550 PHP (ca. 10 EUR). Zudem wird eine Hafengebühr von 20 PHP fällig. Auf der Überfahrt Cebu-Tagbilaran konnte ich meinen Rucksack einfach mit auf die Fähre nehmen, hier gibt es Gepäckfächer im Passagierraum. Auf der Rückfahrt jedoch musste ich meinen Rucksack gebührenpflichtig (100 PHP) abgeben, nur dass er dann von Gepäckträgern in dieses Fach gelegt wurde. Aber man bestand darauf, da man angeblich nur 1 Gepäckstück selbst mit an Bord nehmen darf. Auf der Website von 2Go findet man alle nötigen Infos zu Ticketpreisen und Abfahrtszeiten. Man kann von Cebu aus auch mit Starcraft and Weesam Express Tubigon auf Bohol ansteuern, dies ist jedoch etwas weiter weg von den Sehenswürdigkeiten. Die Fahrt ist jedoch kürzer und günstiger.

Herumkommen

Am Hafen selbst stehen Tricycle-Fahrer, die auf die ankommenden Gäste warten. Ich kam ca. 23 Uhr an und benötigte ca. 10 Minuten mit dem Tricycle (80 PHP) in die Nähe der Kathedrale im Zentrum. Mit Tricycles kann man sich gut auf kurzen Strecken in und außerhalb der Hauptstadt bewegen.

Für die Fahrt zu den Chocolate Hills nahm ich einen Bus von Southern Star, der 50 PHP kostete. Die Fahrt dauert von Tagbilaran 1,5 Stunden. Es kann sehr eng werden. Der Busbahnhof selbst liegt am Stadtrand bei der Island City Hall. Von hier fahren Busse, Jeepneys und Vans verschiedene Orte auf der Insel an. Auf dem Rückweg von den Chocolate Hills hielt ein klimatisierter Van, der natürlich etwas teurer war und 90 PHP kostete, dafür aber mit einer Stunde Fahrtzeit schneller.

Zum Philippine Tarsier Sanctuary zwischen Corella und Sikatuna nahm ich einen Jeepney für 20 PHP. Die Fahrt dauerte ca. 30 Minuten. Auf dem Rückweg nahm mich ein Moped mit.

Nicht zuletzt kann man Bohol wunderbar mit eigenem Moped erkunden. Ich nahm mir nur auf Panglao ein Mofa für 400 PHP, aber bereute es, nicht schon vorher ausgeliehen zu haben. Das Ausleihen ist sehr einfachen bedarf keines Vorweisens eines Führerscheins.

Unterkünfte

Als ich so spät in Tagbilaran ankam, suchte ich mir für eine Nacht etwas im Zentrum. Das Nisa Traveller’s Hotel fand ich sehr sympathisch und ist eine günstige, supernette und gut ausgestattete Unterkunft, in der ich mich sehr wohl fühlte. Ein Zimmer mit Bad kostet 800 PHP.

Auf Panglao habe ich in der Bohol Bee Farm genächtigt. 7 km vom bekannten Alona Beach entfernt liegt die organische Farm, auf der man Führungen machen und im angeschlossenen Restaurant leckere Speisen, die mit Zutaten aus dem hauseigenen Garten zubereitet wurden, speisen kann. Es gibt Unterkünfte in Hütten und im mehrstöckigen Haupthaus, von dem man auch ab dem 2. Stockwerk Blick über das Meer hat. Aus dem Stadtzentrum von Tagbilaran zur Bohol Nee Farm kostet die Tricycle-Fahrt 200 PHP.

> HOTEL BUCHEN IN PANGLAO
> HOTEL BUCHEN IN TAGBILARAN

Things to See

  • Philippine Tarsier Sanctuary bei Corella: tägl. 9.00 – 16.00 Uhr geöffnet, Eintritt: 60 PHP
  • Chocolate Hills: Blick vom Aussichtspunkt bei Carmen: kostenlos
  • River Cruise auf dem Loboc River: Mit den einheimischen Bankas (Auslegerboote) bzw. schwimmenden Restaurants kann man den Fluß befahren und mit Blick auf die üppige, tropische Vegetation an den Ufern des Loboc Rivers. Eine Bootsfahrt auf dem Fluss beginnt entweder an der Loay-Brücke in dem Ort Loay oder eben in dem Ort Loboc. Mit Buffet kostet das ganze 450 PHP. Dauer: 1.5-2 Stunden.
  • Loboc Eco-Tourism Adventure Park: Zipline über dem Fluss und dem Blätterdach der Bäume. Eintritt: 350 PHP. 8.30 – 17.30 Uhr
  • Higdanayan Cave: eine Tropfsteinhöhle mit einem unterirdischem See auf Panglao, Eintritt 20 PHP
  • Bohol Bee Farm: Gutes, organisches Essen im Restaurant mit Führungen, die die Produktion von Rafia und Coco-Fiber (Decken) und die Bienenzucht erklären sowie zeigen, was alles angebaut wird
  • Es gibt viele Strände, ich habe mich am Ende für einen Nachmittag am schönen und nahen Dumaluan Strand entschieden. Hier waren kaum Touristen und der Sand war puderweich und das Wasser glasklar,
  • nicht unbedingt mein Tipp, aber wer Gesellschaft und ein bisschen Feieratmosphäre mag, den zieht es sicherlich an den Alona Beach auf Panglao. Hier gibt es eine ausgeprägte touristische Infrastruktur und man kann Bootsausflüge zu benachbarten Inseln, Schnorchel- und Tauchtouren buchen.
  • nicht unbedingt mein Tipp, morgendliche Delfintouren vor Pamilacan Island. Diese sollen eher ein Jagd der Delfine gleichen und würde ich nicht empfehlen.
  • Strände:- Anda Beach: an der Ostküste.
    – Clarin Beach: bei Loay an der Südküste.
    – Balban Beach: bei Dimiao an der Südküste.
    – Imelda Beach: ca. 40 km von Tagbilaran bei Damiao.
    – Alejawan Beach: bei Jagna.
    – Canuba Beach: bei Jagna
    – Lintuan Beach: bei Loon (nördlich von Tagbilaran City) mit ruhigem Wasser und nur flach abfallendem Meeresgrund.
    – Santa Fé Beach: bei Alburquerque mit feinem Sandstrand 13 Kilometer östlich von Tagbilaran City.
    – Laya Beach: Palmen gesäumt ca. 9 Kilometer östlich von Tagbilaran City in in Baclayon
    – Duero Beach: mit weißem Sandstrand und Palmen 77 km von Tagbilaran City im Osten
    – Kaingit Beach: in einer ruhigen Bucht am nördlichen Stadtrand von Tagbilaran City.

* Ich reiste mit dem Lonely Planet Philippinen – dt. Ausgabe 2015 sowie dem Stefan Loose Travel Handbücher Philippinen 2014.

3 Kommentare

  1. Hallo Madlen,

    schöner Artikel. Wir sitzen auch gerade an unserem Artikel über Bohol, aber das wird wohl noch ein paar Tage dauern. Ein bisschen Urlaub muss auch mal sein. :)

    Wir waren von der Philipine Tarsier Sanctuary ehrlich gesagt ziemlich schockiert, vor allem weil der Besuch überall empfohlen wird. Es gab keine Einweisung, nur ein Schild am Eingang, was natürlich niemand gelesen hat. Die Touristen haben den Kleinen dann natürlich fröhlich ins Gesicht geblitzt und sind teiweise so nah ran gegangen, dass wir Angst hatten, sie schubsen die Tarsiers mit dem Objektiv gleich vom Ast. Die Guides hat das nicht weiter interessiert.

    Wir sind deshalb direkt am nächsten Tag in die vielgescholtene Tarsier Conservation Area gefahren, obwohl wir das aufgrund der vielen kritischen Stimmen nicht vor hatten. Nach den Erfahrungen in der Sanctuary wollten wir dann aber doch mit eigenen Augen sehen, ob es dort noch schlimmer zu ging und siehe da: Wir waren angenehm überrascht.

    Die Tarsiers waren dort deutlich weiter weg von den Besuchern, man konnte sie so auch nicht „aus Versehen“ berühren. Überall waren Hinweisschilder, dass man ruhig sein soll und Blitzen verboten ist. Wir hatten das Gefühl, dass dort viel mehr auf das Wohl der Kleinen geachtet wird als in der Tarsier Sanctuary. Man weiß zwar nicht, was hinter den Kulissen passiert, aber nach außen hin war der Eindruck wesentlich besser.

    Aber insgesamt war Bohol natürlich toll, vor allem die Chocolate Hills haben es uns angetan.

    Liebe Grüße aus Malapascua
    Sebastian & Jenny

    • Hallo Ihr Beiden,
      ich habe generell überlegt, ob ich die Koboldmakis besuchen soll. Aus diversen Gründen hatte ich ja schon auf das Schnorcheln/Tauchen mit Walhaien verzichtet. Das Philipine Tarsier Sanctuary las sich noch als beste Alternative. Ich war dort am Spätnachmittag allein mit der besagten Guide-Dame unterwegs und daher kann ich nicht sagen, wie sich die Guides verhalten, wenn Gruppen kommen. Ich selbst habe einen Abstand zum Koboldmaki gehalten und die Dame hat sie mir auch immer nur aus der Ferne gezeigt und darauf hingewiesen, dass ohne Blitz fotografiert werden soll, woran ich mich selbstverständlich gehalten habe. Weiter hinter mir war dann nur noch das Pärchen aus Shanghai, das ich aber nicht mehr gesehen habe, weil ich meine Tour schneller begonnen hatte. Die gescholtene Tarsier Conservation Area hatte ich nicht nur wegen der Nagativstimmen nicht besuchen wollen, sondern weil ich auch dachte, dass sich dort mehr Vans und Busse entladen. Wo mehr Besucher sind, ist natürlich auch mehr Stress für die Kleinen. Wie war das denn bei Euch?
      Sicherlich sollte man die Koboldmakis am besten ganz in Ruhe lassen…
      Danke, aber für Euren Einblick!
      Wie lange seid Ihr eigentlich noch auf den Philippinen unterwegs?
      Liebe Grüße nach Malapascua,
      Mad

  2. Nice article and great information about the island and getting there – thanks for sharing! :-) It looks like you found some of the more peaceful/beautiful beaches in the area….we went to Alona but wouldn’t really recommend it as it’s not a very pretty stretch of beach so where you visited looked far nicer! We also visited the Tarsiers and found the experience quite good. Most people were respecting the sanctuary rules, however we also decided not to do the whale sharks in the Philippines due to what we’d read about the mis-treatment of the animals. Anyway thanks for sharing this & happy/safe travels to you!

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