Alle Artikel in: Allgemein

Costa-Rica, Tenorio Volcano National Park, Rio Celeste

Rio Celeste: Wandern an Costa Ricas blauem Fluss

Kolibris flattern vor der Trinkstelle im Garten auf einer Stelle. Im Baumgeäst ruht ein Faultier. Aus dem grünen Dickicht brüllt es aus der Ferne. Wir sind in dem kleinen Ort Bijagua, der sich nur 15 km vom Parkeingang des Parque Nacional Volcano Tenorio und zwischen den Ausläufern der inaktiven Vulkane Miravalles und Tenorio befindet. Zehn Minuten bleiben mir, um meinen Rucksack im Zimmer zu verstauen, bevor wir  uns auf einen kurzen Spaziergang über das Gelände der Tenorio Lodge zu begeben. Ich ziehe die Vorhänge beiseite und lasse mich aufs Bett fallen. Es braucht keine Bewegung in diesem Moment, um Natur zu entdecken. Die Natur ist da, umgibt mich hinter der Glasscheibe und dem offenen Gitternetzfenster. Einen Moment innehalten. Während vor mir Wolken und Nebel die Berge umspielen und die Natur sich ihr prächtigstes Grün übergezogen hat, frage ich mich, wie ich es eigentlich in der Stadt noch aushalte. Was manchen das Meerblau ist, ist für mich das Grün. Je dichter und kräftiger mich das Blattwerk einhüllt, desto tiefer atme ich durch. Der Sound der Natur begleitet meine Nächte. Kurz vor …

Brandenburg, Uckermark, Boitzenburg

Seen der Uckermark

Wenn man mich derzeit fragt, was ich am Wochenende so mache, erwidere ich häufig: „Ihr findet mich in der Uckermark.“ Was mir in den letzten Jahren die Mecklenburger Seenplatte (und das beschauliche Dörfchen mit dem süßen Namen Kakeldütt) war, ist mir nun wieder das Gebiet zwischen Prenzlau, Fürstenberg, Zehdenick und Templin. Die Uckermark ist inzwischen zum (Zweit-)Wohnsitz vieler Berliner avanciert und so verwundern auch nicht die vielen B-Autokennzeichen auf den Straßen und Hinterhöfen. Manch ein Uckermärker ruft uns schon zu, dass hier die „Buletten“ alles wegkaufen. Knapp 600 Seen locken die Großstädter in die eiszeitlich geprägte Jungmoränenlandschaft, die alles andere als langweilig und monoton daherkommt. Schroff, wild und doch wunderschön, zieht sie viele Naturliebhaber aller Altersgruppen in den Bann. Wenn ich durch duftende Wiesen spaziere und auf holprigen Feld- und Waldwegen entlangfahre, die fast immer irgendwo etwas Unentdecktes preisgeben, wähne ich mich sofort auf einer kleinen Reise. Die Großstadt ist dann weit weg. Den Entdeckerdrang kann man in der Uckermark wunderbar ausleben. Wer träumt am Ende eines Ausflugstages nicht von einem Haus am See? Vielleicht ist es auch ein bisschen Nostalgie, die in …

Inselhopping im Paradies

Immer noch schlendert die langsame Inticrew durch die unglaublich schöne Inselwelt der Tuamotus. Wir können uns garnicht sattsehen an diesen kleinen, paradiesischen Atollen mit ihren freundlichen Menschen, allerdings haben wir etwas beschleunigt und in den letzten zwei Wochen nicht nur eine sondern ganze vier Inseln besucht. Auf den ersten Blick ähneln sich die Inseln zwar mit ihren palmengesäumten Aussenriffen, der tiefblauen Lagune und dem kleinen Dörfchen am Pass, doch ist man einmal da sind sie alle einzigartig.

In eigener Sache…

Wir habe die letzten Tage das langsame Internet dazu genutzt, um ein paar Verbesserungen auf unserer Internetseite vorzunehmen. Wir wurden darauf hingewiesen, dass Leute gerne Spenden würden, aber keinen Paypal Account besitzen. Wir haben daher eine Spendenseite eingerichtet auf der jetzt auch eine normale Bankverbindung zur Verfügung steht. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für all die…

San Cristóbal

San Cristóbal – Freude und Melancholie in der Sierra Madre de Chiapas

Unser Bus schiebt sich in der einsetzenden Dämmerung in einer Autokolonne stadteinwärts nach San Cristóbal. In den Pfützen spiegeln sich die Lichter der Straßenstände und Autos wider. Als ich in die Avenida Insurgentes trete, ist da kein Taxifahrer, der sich für uns interessiert. Stattdessen hat der Regen die Straße in eine Schlammpiste verwandelt, durch die sich kein Fahrzeug mehr zu fahren traut. Kaffeeduft legt sich in die nassen Straßen, deren farbige Häuserfassaden mit Ziegeldächern gleich ein heimeliges Gefühl hinterlassen. Kaffee lässt mich immer ankommen, gerade nach einer langen Busfahrt. Und hier scheint die erste Adresse mexikanischer Kaffeekultur zu sein. Das ist die beste Voraussetzung, um zu bleiben. Anreise von Palenque, wenn es mal wieder länger dauert Wir waren morgens planlos zum Busbahnhof von Palenque gefahren, in der Hoffnung, irgendwann einen Bus nach San Cristóbal zu bekommen. Als wir dann an den Ticketschalter traten, sahen wir aus dem Augenwinkel, dass nur drei Minuten später ein Bus nach San Cristobal abfahren würde und genau zu diesem spurteten wir flink. Es ging gleich los, die Filmbeschallung lief sofort …

Berliner Platte Marzahn

Berliner Platte – 8 Tage Marzahn

Nicht schön, aber praktisch. So ist die Welt der Berliner Plattenbauten. Besonders im Kampf gegen den Wohnungsnotstand im Nachkriegsdeutschland waren sie häufig eine Lösung. Doch bieten sie auch ein wunderbares Bild an Konformität – manch einer spricht von einer abstrakten, tristen und seelenlosen Architektur. Was einst in der DDR aufgrund seiner niedrigen Miete und seines Komforts sehr begehrt war, ist heute oft Zentrum sozialer Probleme. Von diesen weiss meine Schwester regelmäßig in ihren Anekdoten aus dem Arbeitsalltag einer Sozialpädagogin in diesem Einsatzgebiet zu berichten. Ja, spricht man von Berlin, hat man meist das Zentrum vor Augen. Die Weltstadt, zu der sich Berlin in den letzten Jahren gemausert hat, hört für viele im Osten an den Grenzen Prenzlauer Berg und Friedrichshain auf. Und zugeben, was soll man eigentlich auch da draußen hinterm Eastgate? Bis zum 15. Oktober lockt die IGA 2017 unter dem Motto „Ein MEHR aus Farben“ zu einem erlebnisreichen und überraschenden Festival schönster internationaler Gartenkunst und grüner urbaner Lebenskultur nach Marzahn. Und auch sonst lohnt ein Besuch der Gärten der Welt, von Wuhletal und Kienbergpark mit Kienberg und der Kienbergpromenade in Marzahn …

TamTam in Raroia

Raroia, ein Atoll der Tuamotus und, falls irgendwie bekannt nur durch die Anlandung der „Kontiki“ im Jahre 1947. Wieder einmal liegt so ein irrer Korallenring mitten in den Weiten des Pazifiks, hebt sich, gesäumt von Palmen, aus tausenden von Metern Wassertiefe mal gerade so an die Oberfläche. Typisch für diese Inselgruppe, die auch die „Gefährlichen…

Von Stürmen, Pampelmusen und Fremdenlegionären

Dieser Artikel ist nicht auf unserer Webseite angekommen. Scheint irgendwo im Äther verschwunden zu sein. Er liegt über einen Monat zurück, also zeitlich vor dem Aktuellen. Der vierte Morgen auf See bricht an, der Nachthimmel gibt uns noch ein beeindruckendes Schauspiel, bevor die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg über den Horizont finden. Der Mond erstrahlt in…