Alle Artikel in: Allgemein

Krummer Wald

Von krummen Wäldern in Polen und einsamen Dörfern und Seen in der Uckermark

„Ich wollte doch nur an einen See.“ Und dann stand ich im Garten eines einstigen Gutshauses, dem gerade wieder etwas Leben eingehaucht wird. Gegenüber liegt ein verlassener Kornspeicher, den sich die Natur gerade zurückerobert und vor mir ein verwunschener See. Manche Orte entdeckt man zufällig. Dieser war, als wir auf der Terrasse des Rosencafés in Radekow saßen, der einzige blaue Fleck auf der Landkarte, der uns Abkühlung vor der Hitze versprach. Überhaupt suche ich häufig nach dem Blauen auf der Landkarte und entdecke dann das Grüne und Braune drum herum. Ein Schloss-See hieß es, soll es sein. Nur wenige Minuten später befinden wir uns auf der knorrigen Allee, die direkt in das etwas verlassen anmutende Örtchen Damitzow führt. Von verlassenen Dörfern in der Uckermark Gleich am Ortseingang wartet auch schon die sehnsüchtig erhoffte Badestelle mit einem kleinen Parkplatz. Doch irgendetwas zieht mich weiter in den Ort hinein. Vom Dorfteich höre ich das Quaken der Frösche und Kröten, aus den Bäumen zwitschert es und so ganz kann ich mich nicht entscheiden, welchen Eindruck ich von diesem …

Von Regatta, Ksecontest und Schweinepipi

Zwei Nächte auf See liegen hinter uns, fast schon ein Katzensprung nach all den langen Etappen. Vor uns erscheint Raroia, ein neues Südseeparadies mit historischer Note. Hier landeten 1947 Thor Heyerdal und seine Kumpanen mit ihrer „Kontiki“ von Peru aus nach 101 Tagen auf See und versuchten damit zu beweisen, dass Polynesien von Amerika aus…

Pazifik

Mit Surfbrett und Kajak an der Pazifikküste von Costa Rica

Meine Lider arbeiten gegen die Schwere an, die sich in den letzten 29 Stunden meiner Anreise wie Blei über meinen Körper gezogen hat. Doch genau jetzt will ich wach sein. Es sind erst sieben Wochen vergangen, als ich stundenlang in den rauen Pazifik schaute und mich an den tosenden Wellen erfreute, nicht ahnend, dass ich schon bald wieder dem Klang seiner rauschenden Wassermassen lauschen würde. Und nun erscheint das tiefe Blau des Ozeans unter mir, das in das türkisfarben auf dem dunklen Sand ausläuft. Geräuschlos und sanft bewegt sich das Meer rhythmisch unter mir. Das Motorengeräusch mag musikalisch nicht ganz zu dem passen, was sich mir bei meinem Blick durch die kleine, zerkratzte Scheibe der Air-Natura-Maschine bietet. Ankunft in Nosara – unter uns das Meer Als plötzlich kleine farbige Punkte im Wasser auftauchen, weiß ich, dass wir endlich da sind. Surfer paddeln eifrig durch das Wasser und sind der Wegweiser zu unserem Ziel. Dieses liegt auf der Nicoya Halbinsel, die ich vor 15 Jahren das letzte Mal besuchte. Mein damaliger Badeort, Tamarindo, soll inzwischen gut besucht sein sich vom …

Amanu

Wir sind immer noch im Pazifikatoll, dem schönen Amanu, und veröffentlichen diesen Bericht über Funk, hier gibt es kein Internet, also folgen Fotos später. So viele Boote hatte Amanu, das kleine paradiesische Atoll, sein Lebtag nicht gesehen! Die etwa 100-köpfige Dorfbevölkerung ist ausser Rand und Band, die Segler machen etwa ein fünftel der Bevölkerung aus….

Strausberger Platz

Unter mir wohnt Karl Marx

Ein sanftes Grundrauschen anfahrender Autos tönt durch die gut abgedichtete Fensterscheibe hinauf in meine Wohnung. Es ist ein sonniger Morgen, an dem man jeden Sonnenstrahl einfangen und die frische Luft in das vom Winter gezeichnete Gemäuer hineinlassen möchte. Ich öffne das Fenster und lausche dem Plätschern des Springbrunnens, der sich unter die Geräuschkulisse mischt. Imposant tösen 43 Wasserfontänen aus dem „Schwebenden Ring“. Die mittlere Wassersäule sprudelt fast 18 m hoch in den blauen Himmel. Es gibt schlechtere Ausblicke, denke ich mir, während das Plätschern den restlichen Lärm fast wegdrückt. Der ewige Kreis Ein halbes Jahr schaue ich nun fast jeden Morgen hinunter auf die haltenden Autos und Radler. An manchen Tagen versuchten junge Leute mit Akrobatik und Jonglieren die Wartezeit derer zu verkürzen. Autofahrer mögen das Unerwartete. So war es nicht verwunderlich, dass der Handstand Geld einbrachte, jonglierende Bälle und Keulen jedoch nichts. Dichte und Modetrends der Radfahrer ändern sich mit der Jahreszeit. Quietschgelbe Warnwesten und Helme haben vor allem in den dunklen Monaten Hochkonjunktur. Mit den wärmenden Sonnenstrahlen mehren sich die Radler an der Ampel. …

San Agustillenio

San Agustinillo – Menschen, die auf’s Meer starren

Rote Flaggen wehen im Wind, als ich an diesem Morgen durch den kühlen Sand an das Meer trete. Surfbretter lehnen an den Holzstämmen, die die Sonnenüberdachung stützen. Doch sie wollen erst später am Tag eingesetzt werden. Links und rechts begrenzen Felsen die Bucht von San Agustinillo. Sanft werden sie vom grau-blauen Wasser umspielt. Wellen tösen in der Brandung. In diesem kurzen Moment des Morgens gibt es nur mich, den Strand und das Meer. Als nur wenige Augenblicke später im Osten die Sonne den Himmel orange färbt, finden sich weitere Touristen am Strand ein, um zu meditieren, Yoga zu machen, zu laufen oder zu spazieren.   Nur eine Nacht trennt das quirlige Stadtleben Oaxacas vom Meeresrauschen des Pazifiks. Mein Bus windete sich rasant durch die Dunkelheit in der Sierra, die hin und wieder von der zaghaften Beleuchtung einiger Behausungen und Siedlungen am Wegesrand durchbrochen wurde. Wie eine leuchtende halbierte Orangenschale lag der Mond im Himmel und wich nicht von meiner Seite. Dann schüttete der Bus eine Handvoll Passagiere in der Kleinstadt Pochutlo aus. Der Busbahnhof war nicht einmal beleuchtet. Silhouetten …

Neues von der INTI auf See

Geschafft! Auf die Stunde genau fällt nach 14 Tagen auf See der Anker vor Rikitea auf der Insel Mangareva der Gambier Gruppe. Freudig winkend werden wir von den Booten begrüsst, die wir schon aus Rapa-Nui kennen, gefolgt von einer Wiedersehensparty bei uns an Bord. Mit ziemlicher Schlagseite fallen wir glücklich in unsere Kojen. Die grössten…

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Neues von der INTI auf See

Geschafft! Auf die Stunde genau fällt nach 14 Tagen auf See der Anker vor Rikitea auf der Insel Mangareva der Gambier Gruppe. Freudig winkend werden wir von den Booten begrüsst, die wir schon aus Rapa-Nui kennen, gefolgt von einer Wiedersehensparty bei uns an Bord. Mit ziemlicher Schlagseite fallen wir glücklich in unsere Kojen. Die grössten…

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Neues von der INTI auf See

Nach einer Sausefahrt durch schönen stabilen Wind wird es wieder ruhiger und ruhiger, bis der Wind zu guter Letzt dann ganz abflaut. Auf einer nahezu spiegelglatten See treiben wir dahin, um uns herum kreisen Vögel um die vielen aus dem Wasser springenden Fische zu erhaschen. Wir fühlen uns an Thor Heyerdahl und seine Kontiki erinnert…

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