Alle Artikel in: Allgemein

Ski Club Hina Maupi’haa

Nun liegen wir schon über eine Woche in Tonga vor Anker, wettern immernoch einen Sturm ab, der uns davon abhält, weiter ins südliche Tonga oder nach Fiji zu segeln. Der Wind faucht um unser Boot herum und wir finden Zeit, die letzten Stationen Revue passieren zu lassen. Als erstes unseren Törn von Bora-Bora nach Mopelia (Maupi’haa).

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Anderswo

Wir sind im Westpazifik angekommen! Nach 1400 Seemeilen rutschen wir über die Datumsgrenze, verlieren mal eben so 23 Lebensstunden und schlagen tags darauf in Niuatoputapu auf. Diese Insel liegt etwas abseits der gängigen Routen am nördlichsten Rand des Königreich Tonga und so wundert es uns nicht, dass wir die einzigen Yachten sind, als wir im Morgenlicht in die Lagune einfahren.

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Dänemark

Kurz mal nach Dänemark – maritim, hyggelig und grün

Regen prasselt auf die Scheibe nieder und beendet an diesem Tag die wochenlang andauernde Hitze- und Dürreperiode im Nordosten Deutschlands. Ich fahre nach Dänemark und Schweden, was heute so einfach klingt, war mir noch vor knapp 30 Jahren nicht möglich. Kindheitserinnerungen begleiten mich auf der morgendlichen Fahrt. Eine diffuse Skandinavien-Sehnsucht machte sich damals breit – wenn die Fähre ihre aufgeschäumten Spuren im Meerwasser hinterließ und mir Bilder von den fernen Ländern auf der gegenüberliegenden Seite der Ostsee in den Kopf zauberte. Heute nehme ich die A19 bis zum Ende, um im Fährhafen an Bord der Hybridfähre Berlin zu gehen, eine der beiden Fähren von Scandlines, die in nur1 Stunde 45 Minuten von Rostock auf die dänische Seite übersetzen. In Gedser starte ich meinen Mini-Roadtrip durch Dänemark mit Abstecher nach Südschweden. Mein Weg führt mich zunächst nach Lolland in das beschauliche Dörfchen Bandholm, dann in den Norden von Seeland, von wo aus ich dann mit der Scandlines-Fähre von Helsingør nach Helsingborg übersetze. Ein maritimer Reisestart – auf der Fähre Es ist nicht trubelig auf der Fähre, die alle zwei …

Grumsiner Wald, Uckermark

Waldbaden und Wandern im Weltnaturerbe Grumsiner Wald

„Ich bin noch nie besorgter aus dem Wald gekommen, als ich hineinging.“ Roland Schulz, unser heutiger Naturführer, grinst uns zufrieden an und ergänzt: „Oder kommt ihr schlecht gelaunt aus dem Wald?“ Er untermauert seine Aussage mit kürzlich gelesenen Studien, die besagen, verbringt man mindestens zwei Tage im Monat im Wald, stärkt dies das Immunsystem. Waldspaziergänge sind somit die beste Medizin und Waldbaden im Trend. Und so wollen wir alle unser Immunsystem an diesem Nachmittag stärken, als wir in der gleißenden Mittagshitze unter das kühlende Blätterdach des Grumsiner Buchenwaldes verschwinden. Wanderung im Grumsiner Buchenwald Ich folge unserem Naturführer durch das hohe Gras und lausche dem Zwitschern der Grauammer. Kurz hält er inne, möchte wissen, woher wir seien. Dabei schaut er hinauf in die Baumkronen, um sich dann mir zuzuwenden. „Du gehörst zu den 50 % aus Berlin?“ Ja, höre ich mich sagen und spüre den Blick des kritischen Naturführers auf meinen nackten Beinen. Ich wandere gern und trage dabei auch meist eine lange Hose, doch nachdem ich im April bereits den 10,5 km langen orange ausgeschilderten Urwaldpfad durch die …

Iran

Abschied vom Iran

Ein letztes Mal lege ich das Kopftuch über meine Haare, streife die Ärmel meiner Tunika über mein Handgelenk. Dann steige ich mit den mittäglichen Rufen des Muezzins in das Auto, das mich zum Flughafen bringt. Die Klänge berühren und rühren zugleich. Trotzdem habe ich keine Tränen in den Augen, weil ich mit Sicherheit weiß, dass ich wiederkommen werde. Ich schweige, wie ich es oft auf meiner letzten Fahrt tue, weil der Anfangsgedanke meiner Geschichten oft in den Abschiedsmomenten entsteht, der das Hier und Jetzt in die Vergangenheit katapultiert. Eine unterhaltsame Fahrt zum Flughafen Ich lasse die Fassaden der Großstadt, die häufig mit einem Bild des Ayatollah Khomeini und Khamenei-Konterfei geziert sind, an mir vorüberziehen. Flaggen wehen theatralisch. Selten sah ich im Iran eine Fahne lasch am Pfosten hängen. Als wehte in der Höhe eine versteckte Windmaschine über das Land, in dessen Straßen es sonst windstill ist. Ist das alles real? Oder doch nur ein Film, der sich in meinem Kopf abspielt. Vielleicht, weil ich es selbst nicht fassen kann. Vor mir sitzt ein hipper, gutaussehender junger Mann, der …

Nana!

Nach über einem Jahr verabschieden uns von Französisch-Polynesien! INTI liegt randvoll mit Proviant in der Lagune von Bora-Bora und reckt aufgeregt ihren Bug gen Westen. Morgen geht es los! Unglaubliche Eindrücke konnten wir sammeln in dieser einzigartigen Inselwelt mitten im grössten aller Ozeane.

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Tofo, Mosambik

Strandtage in Tofo

Mühevoll hievt der Fischer in der gleißenden Hitze einen knapp 1 m großen Fisch aus seinem Boot und lässt ihn erschöpft in den Sand fallen. Mit ein paar geübten Handgriffen zückt er das Messer, um den Fisch an Ort und Stelle auszunehmen. Die Fischer von Tofo schieben unter Schweiß Boot für Boot durch den heißen Sand zwischen die Sonnenliegen des Casa Barry. Wir sind die einzigen Gäste neben den Fischern, die in der Mittagszeit den Schatten der Strohdächer über den Liegen nutzen. Und so wechseln wir von Liege zu Liege, bis wir die Äußerste erreicht haben, als am Horizont immer mehr Fischerboote auftauchen, die auch noch unter den Sonnenschirmen Platz finden wollen. Wenn die Männer die Fische prepariert haben, legen sie diese in eine Box, die sie dann zum Markt tragen. Nur 500 m entfernt sitzen dort lässig die Marktfrauen in ihren bunten Gewändern und rufen mir „Sister, come, look“ zu. Nicht den Fisch wollen sie an die Frau bringen, sondern vielmehr ihre bunten Stoffe. In Tofo herrscht eine entspannte Atmosphäre. Obwohl dieser Ort das touristische Zentrum Mosambiks ist, merkt man ihm dies nicht …

Smaland, Schweden

Ankommen, Abschalten, Auspowern – Ein Wochenende in Småland

Es sind die ersten zaghaften Boten des Frühlings, die an diesem warmen Aprilwochenende die Überreste des Winters beiseiteschieben. Die Sonne schickt ihre wärmenden Strahlen auf die noch zugefrorene Fläche der rund 5000 Seen, die Småland schmücken. Neben den auffällig vielen Gewässern sind es noch die Kiefernwälder und roten Holzhäuser, die diese Region prägen. Småland ist ein Paradies für Outdoor-Fans, die gern ihre Freizeit inmitten der Natur verbringen. In diese legt sich die unaufgeregte Ruhe des Landlebens und ein Freiheitsgefühl, die die hier aufgewachsene Astrid Lindgren in ihren Geschichten auf wunderbare Weise eingefangen hat. Kiefern umringen die Anlage auf der Anhöhe, die in der ersten Nacht unsere Herberge ist. Die Holzbauten fügen sich unauffällig in die Natur ein. Hier ist nichts, was den Ausblick oder die Ästhetik stören kann. Die grenzenlose Weite legt sich unter das schützende Dach der Baumwipfel. In der Dämmerung und Nacht spürt man die Ausmaße der Einsamkeit, sie tastet sich sanft durch die Gehörgänge und streichelt die reizüberfluteten Sinne. Von der Aussichtsplattform, die auch als Startpunkt für Zipline genutzt wird, überschauen wir die dunklen Silhouetten …

Ilha de Mocambique

Ilha de Moçambique – Die vergessene Insel im Indischen Ozean

Gesang, der immer wieder durch jugendliches Gekicher abgelöst wird, dringt von dem kleinen Platz hinauf auf die Dachterrasse der Casa Gabriel. Von der Brüstung beobachte ich das Treiben auf den Straßen. Junge Insulanerinnen in kurzen Kleidern bewegen ihre Körper grazil und sexy zu den Melodien ihrer Lieder. Zwischen den Mädchen springen immer wieder Jungen hindurch, die einem aus Stofffetzen zusammengeschusterten Ball hinterher eilen. Eine andere Jungengruppe sitzt auf der kleinen Mauer, die die Straße vom Strand trennt. Auf dem Sand stehen Strohhütten und ein einfaches Waschhaus aus Beton, das der Staat den Bewohnern „geschenkt“ hat sowie  auch den nahen Markt und Fischmarkt, die nahezu ungenutzt bleiben. Schönheit und Leid auf kleinstem Raum Mein Blick schweift über die Dächer der niedrig gelegeneren Makuti Town und die strahlend blaue Mossuril Bucht. Blitze leuchten am Himmel, ohne das übliche Grollen des Donners hinterherzuschicken. Zu fern sind noch die Gewitter, die sich über dem Festland entladen. Der Ruf des Muezzins schallt in die nahende Nacht. Stolz ragt die erst vor 30 Jahren erbaute grün-weiße Minarette auf der gegenüberliegenden Straßenseite in den Himmel. Zwischen …