Alle Artikel in: Bolivien

Tiwanaku

Tiwanaku – das zeremoniale Zentrum der Vorinkazeit unweit von La Paz {DIARY}

Nach einer mit Feuerwerk begleiteten Nacht, die Feierlichkeiten der Amtseinführung Evo Morales‘ dauerten noch an, schleppte ich mich heute Morgen auf eine Tour, die sich auf die Spuren der Vorinkazeit begeben sollte. Zunächst hieß es eine Stunde durch La Paz cruisen, um die anderen kulturinteressierten Touris einzusammeln. Ich war leider die erste gewesen, so dass ich wirklich alle anderen Hostals mit abklappern musste. Als wir für 15 min auf dem Plaza D Murillo auf weitere Argentinier warteten, sah ich, wie vor dem Präsidentenpalast Verabschiedungen im Gange waren und die teuren Karossen vorfuhren, um die Staatsmänner einzuladen und zum Flughafen zu bringen. Währenddessen nahm die Garde die Fahnen wieder ab und alles wurde gefilmt von TV Bolivia. Der Weg vom Stadtrand nach Tiwanaku dauerte etwas länger als eine Stunde. Unter den ca. 40 anderen Touristen, die mit mir fuhren, konnte ich nur noch einen Nicht-Argentinier ausmachen – ein Brasilianer – der ebenso wie ich wahrer Exot in der Gruppe war. Mich suchte das gleiche Schicksal heim, wie schon bei der Besichtigung des Machu Picchus – Strömender Regen. Also wieder Regenponcho …

Amtseinführung Evo Morales

Viva la EvoLucion! {DIARY}

Ich dachte eigentlich, ich würde nicht viel aus La Paz zu berichten haben. Nach meinem täglichen Sprachunterricht standen in dieser Woche Café- und Museumsbesuche und ’ne ganze Portion Erholung an. Sieben Wochen bin ich unterwegs, fast die Hälfte meiner Reise liegt hinter mir. Und so brauchte ich auch mal einen Ort, an dem ich zur Ruhe komme. Ich bin am Regierungssitz Boliviens. Es gab keinen Tag, an dem ich nicht den Plaza D Murillo überquerte. Doch dass ich während meines Aufenthaltes noch einmal El Presidente persönlich sehen würde, daran hätte ich nie gedacht. Der Regierungspalast und die unzähligen Überreste der Wahlplakate sind das höchste, was ich von Evo zu Gesicht bekommen würde. Doch Evo winkend auf dem Balkon seines Palastes, das stellte ich mir nicht vor. Und ich nur 10 Meter unterhalb, genau in dem Moment nur mit einer kleinen Kamera ausgestattet. Neidisch mein Blick auf dem neben mir stehenden Argentinier, der Evo im Großformat abbilden konnte. Aber Stimmung kann eine Kamera nicht einfangen. Die erlebt man eh nur in Echtzeit. Als ich heute Morgen …

Bergarbeiter in La Paz

No hay! oder Wo geht es zur nächsten Demonstration? {DIARY}

Am Samstag war es nun soweit. Die letzte gemeinsame Etappe stand Lars und mir bevor. Jetzt heißt es erst einmal über eine Woche Großstadt und Abschied von der Stille der Natur. Die vierstündige Fahrt von Copacabana nach La Paz führte durch eine atemberaubende Landschaft. Nach einer Stunde Fahrt immer mit Blick auf den türkisfarbenen Titicacasee erreichten wir den Ort San Pedro de Iquina. Das Wasser ist hier nur mit Fähren zu überwinden. Dabei werden Passagiere und Bus separiert. Während der Bus ganz schnell auf die Fähre gehievt wurde, standen wir an, um Tickets für die Überfahrt mit dem Motorboot zu erwerben. Auf der anderen Seite erwartete uns das Dorf San Pablo de Iquina. An dieser Stelle kommen Titicacasee und Lago de Huynaymarka zusammen. Die Fahrt verlor nicht an Reiz. Da preise noch einmal jemand die Küstenstraße von Chapmans Peak in Südafrika an. Die Landschaft wechselte nach einer weiteren Stunde fast unbemerkt in pures Altiplano. An den Straßenrändern befand sich sogar Schneematsch und die Temperaturen auch im Bus wurden empfindlich kalt. Hier oben muss das Leben sehr hart sein. Man befindet …

Bolivien, Copacabana

Copacabana {DIARY}

Strand, türkisfarbenes Wasser, von Bergen umrahmt, viele Menschen – das ist Copacabana. Was fehlt ist 24 Stunden Sonnenschein – oder zumindest einmal einen ganzen Tag kein Regen. Wir sind im Norden Boliviens, nicht in Brasilien. Da hätten wir wohl auch mehr Glück mit dem Wetter und könnten das strahlende Wasser auch betreten. Die Fahrt von Puno nach Copacabana gibt schon einen wunderbaren Vorgeschmack auf das, was uns in der Kleinstadt erwartet. Die Straße windet sich entlang am riesigen See. Führt vorbei an Buchten und man möchte sich am liebsten in die Fluten schmeissen. Doch bei max.12 Grad ist das eher ein sehr kühles Unterfangen. Die tief liegenden Wolken spiegeln sich im klaren Wasser des Sees, das zu 80 % Trinkwasser ist und auch Länder wie Chile, Argentinien und Brasilien mit Trinkwasser versorgt. Eigentlich liegen ja auch nicht die Wolken tief, sondern wir sind einfach sehr hoch – auf 4000 m. Jeder Gipfel wirkt mini, weil er nur noch als Spitze aus diesem Hochland herausragt. Die Grenzüberschreitung von Peru nach Bolivien fraß eine gute Stunde. Mehrere …