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Ushuaia – Die südlichste Stadt {DIARY}

Ushuaia

Wir verabschieden uns von Buenos Aires, das Abenteuer kann beginnen. Wir fliegen in die südlichste Stadt. Mit einer Stunde Verspätung heben wir um 8.40 Uhr ab. Wir lassen den Hochsommer schon wieder hinter uns und fliegen dem Frühling entgegen. Es wird kalt werden, doch wie kalt, das weiss ich nicht. Und hell wird es werden. Es sind die weißen Nächte eben auf südlich. Das muss einfach gute Laune verbreiten. Ich habe so gar keine Vorstellung von dem, was uns erwartet, und bin bereits beim Landeanflug ziemlich angetan. Als wir die Wolkendecke durchbrechen erblicke ich schneebedeckte Gletscher, an denen wir nur ein haarbreit vorbeigleiten. Zu wenig Platz ist zwischen Gebirgskette und Meer. Die Landung ist eine Herausforderung. Kleine Inseln im Beagle Kanal, türkisfarbenes Wasser und eine etwas in die Jahre gekommene Stadt. Welcome to Ushuaia!

Den geschäftigen Flughafen lassen wir bald hinter uns, genießen die Frische, die in der Luft liegt. Nancy holt uns ab. Wir haben in einem kleinen B&B vorgebucht. Und das ist ein echter Volltreffer. Eine Ecke weg vom Stadtzentrum, hoch oben am Berg, befindet sich As Nancy. Sie vermietet fünf Zimmer und tut dies mit Leib und Seele. Sie lässt uns nicht zur Ruhe kommen und versucht uns gleich das gesamte Angebot von Ushuaia zu unterbreiten. Ob Boot, National Park, Gletscher, ob mit Pinguinen oder ohne – Nancy hat alles. Nur wollen wir gerade nicht. In Nancys Küche werden wir noch einige Male sitzen und uns heimisch fühlen. Der erste Eindruck von der Stadt ist er trist, gar etwas morbide. Der Regen setzt ein, als wir die Straßen betreten und mit ihnen scheinen die Menschen verschwunden zu sein. Die leeren Straßen und die etwas heruntergekommenen Wohnhäuser hinterlassen ein seltsames Gefühl vom Ende der Welt oder vielmehr vom generellen Ende. Ein kleiner Lichtblick ist El Bambú, ein vegetarischer Snackladen, der nur Take away macht, weil er kein Klo besitzt. Wir setzen uns trotzdem auf einen Hocker und geniessen das köstliche Essen des gebürtigen Taiwaner. Den restlichen Tag verbingen wir mit dem Erkunden des Ortes.

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