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Sogar die Krähen in Malawi sind schwarz/weiß

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Interview mit Nadine Hudson von HudsonFamily

Welches afrikanische Land hat Dich besonders begeistert und weshalb?
Malawi. Weil das Reisen in Malawi wie eine Überraschungstüte war. Weil wir nie wussten, wie wir weiter kommen. Einfach mal am Straßenrand stehen und warten. Aber auf was? Und wann wird es kommen? Und wenn dann was kam, fuhren wir einmal auf einer Ladung Weisskohl mit, einmal in einer Ambulanz zusammen mit einer Verletzten, dann wieder auf dem Dach einer Ambulanz und einmal in einem geflochtenen Korb, der uns über einen Fluss brachte. Und weil wir in Malawi die Geschichten ganz vieler Leute miterleben und mitfühlen durften. Die Weißen mit dem teuren Hotel und dem Alkoholproblem, sich über ihre Angestellten beklagend, die stehlen und kiffen. Die Schwarzen, die sich über ihre weißen Arbeitgeber beschweren, weil sie schlecht behandelt werden. Wir lebten mit beiden Seiten und verstanden, dass es eben kein schwarz/weiß gibt. Sondern Schicksale, Meinungen, Tragödien und doch auch Hoffnung, Glück und Liebe. Und interessanterweise sind sogar die Krähen in Malawi schwarz/weiß.

Siehst Du Unterschiede zum Reisen in Afrika verglichen zu Reisen auf anderen Kontinenten?
Ja, klar. Die Farben sind stärker, die Abgründe tiefer. Und immer und überall hört man Musik, trifft man singende, tanzende Menschen.

Welches afrikanische Land würdest Du jemandem, der noch nicht dahin gereist ist, empfehlen und weshalb?
Im Norden Afrikas Marokko, weil es einfach zu bereisen ist, weil die Leute sehr nett sind, weil es wunderschön ist… und für die, die tiefer eintauchen möchten, evt. Kenia. Das ist schwierig so zu sagen, das kommt ganz drauf an, was einem Reisenden wichtig ist.

Was empfiehlst Du jemandem, der eine Reise nach Afrika plant?
Nicht zu planen… (außer wegen der Gesundheit, das würde ich gut planen. Mein Mann hatte damals eine ganz schlimme Malaria, und ich habe heute noch die Bilharziose im Blut aus Malawi).

Mit was verbindest Du Afrika?

  • Leben
  • Herausforderung
  • Spontanität

Nadines Reisen im Überblick:

  • Tunesien und Algerien bis zum hinunter zum Hoggargebirge (individuell, im Mitshubishi mit meinen Eltern und Geschwistern): 1980
  • Kenia (individuell, Mietauto, mit meiner Stiefmutter aus Somalia, meinem Vater, ihrer Tochter und einer Freundin): 1990
  • Südafrika, Swaziland, Mozambique, Zimbabwe und Malawi (individuell, mit dem öffentlichen Verkehr und Autostopp, mit meinem Mann): 1999
  • Marokko (individuell, mit dem öffentlichen Verkehr, mit unseren Kindern, dann 2 und 3): 2004
  • Ägypten (individuell, mit dem öffentlichen Verkehr und einer Felucca, mit unseren Kindern, dann 10 und 11): 2012

*Und das Bild? In den Eastern Highlands in Zimbabwe, wo wir getrekkt sind und in einer Höhle übernachtet haben, da einen Israeli getroffen haben, der für uns kochte (wir hatten mal wieder überhaupt nichts dabei…).

WARUM EIGENTLICH NICHT AFRIKA?

Zur Reihe „Warum eigentlich nicht Afrika?“:
Einführung:  Zum Artikel
Interview mit Antje Gerstenecker von Mee(h)rErleben:  Zum Interview!
Interview mit Martin Moschek von BikeTourGlobalZum Interview
Interview mit Daniela  Skrzypczak von ReiseknipseZum Interview
Interview mit Dirk Loew von planetenreiterZum Interview
Interview mit Johannes Klaus von reisedepeschenZum Interview
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