Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mecklenburg

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Die Farben des Herbstes

Jede Jahreszeit hat für mich eine Farbe: Der Winter ist weiß – wie sehr freue ich mich das ganz Jahr schon darauf, in die Loipe zu gehen. Und ohne Zuckerüberzug ist auch Weihnachten nur halb so schön. Der Frühling ist grün – überall sprießt es, die Bäume schlagen aus und das Leben erwacht. Eine wunderbare Zeit für erste Radtouren und Spaziergänge und das erste Anbaden. Apropos, der Sommer ist blau – denn nie halte ich mich so oft an den Gewässern Norddeutschlands auf wie in dieser Jahreszeit. Und am meisten genieße ich das, wenn auch der Himmel mitspielt und meine Sommerfarbe aufgreift. Und dann haben wir den Herbst, wahrlich eine undankbare Jahreszeit, die alles tot macht, was eben noch Freude bereitet hat. Blatt für Blatt entkleiden sich die Bäume, die Wiesen und Felder sind längst abgemäht. Nur Decke und Teetasse scheinen jetzt noch die liebsten Begleiter zu sein, in einer vermeintlich farblosen Zeit. Man möchte einfach nur fliehen. Flüge werden gecheckt, die nächste Reise geplant. Hauptsache weg schwirrt dann durch meinen Kopf. Doch auch der …

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Immer nah am Wasser. Mein Sommer 2013

Der Sommer steht im Zeichen des Wassers. Mein Leben spielt sich größtenteils im, am und um Seen, Flüssen und Meeren ab. Dabei reise ich in der Regel nicht weit, sondern versuche die kleinen Oasen vor der Haustür zu nutzen. Denn Deutschland ist auch schön und aus diesem Grund zieht es mich schon seit vielen Jahren im Sommer regelmäßig nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Auch in diesem Jahr! Der Sommer begann mit einem mächtigen Knall, in einer ganz intensiven und vor allem brütend heißen Woche. Wir segelten mit Freunden, die nur einen Monat später zu ihrer Weltumsegelung aufbrachen, ein letztes Mal auf dem Wannsee und beobachteten vom Boot aus, wie eine riesige Wildschweinfamilie am Ufer entlang trottete. Unsere Segler sind inzwischen mit ihrer INTI in See gestochen, zurück ließen sie die kleine Berta, ihr erstes Segelboot, auf dem sie das Handwerk lernten, um die Welt zu Wasser zu entdecken. Und nun stehen wir mit dem kleinen (nun unseren) Boot da und setzen ein erstes Stichwort auf unseren Zettel. To do Nr. 1 für 2014 Capitano werden und …

Kakeldütt

Was machen eigentlich Reiher so? Gedanken in einer Mittsommernacht

Zugegeben, das war ne ziemlich intensive und nette Woche. Der Sommer ist da und das nicht nur kalendarisch. Der Sommer war wirklich da, plötzlich mit voller Wucht. Und nach Feierabend hieß es dann, die Zeit voll zu nutzen. Und dabei gewann ich so einige neue Erkenntnisse. Am heißen Montagabend zum Beispiel lernte ich, dass einer meiner Lieblingsregisseure mit dem wunderbaren Ösi-Humor auch schlechte Filme ohne überhaupt einen Humor dreht. Am noch heißeren Dienstagabend während ganz Berlin zum Portisheadkonzert nach Spandau tingelte hüpfte ich mit Häschenkostüm durch eine Altbauwohnung im Prenzlauer Berg. Babysitten bei über 30 Grad macht besonders mit Kostümierung Spaß. Irgendwann wird man etwas gaga. Am Mittwoch, dem heißesten Abend, ging es mit Freunden auf dem Wannsee segeln. Die Freunde verlassen uns bald auf eine Weltreise im Segelboot und hinterlassen meinem Freund gemeinsam mit einem anderen Freund das kleine Segelboot. Wie es ist, ein Segelboot ohne Segelschein zu besitzen, das ist eine andere Geschichte. Der Segelschein ist dann auf dem Plan für 2014. Es war eine  laue Nacht und wunderschön, vom Boot aus in …

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Es war einmal Meck-Pom

Mich treibt es nicht nur in die Ferne, sondern auch in der direkten und unmittelbaren Umgebung suche ich nahezu wöchentlich die Natur auf. Das heißt mehr oder weniger auch, in den Sommermonaten immer freitags das Zelt zu schnappen, um dann gen Norden nach Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern zu fahren. Meck-Pom ist wie Reisen. Immer wieder gab es die letzten Jahre Neues zu entdecken. Immer wieder schlugen wir woanders unsere Zelte auf. Bis wir einen Flecken entdeckten, der uns immer wieder anzog. Und so häufte es sich, dass wir anstatt ganz mobil unterwegs zu sein, immer mehr genau an diesen einen Ort zurückkehrten. Da können wir uns doch dann gleich etwas Fixes nehmen! Fix war allenfalls unsere Idee von einem Bauwagen. Nach einigen Monaten des Grübelns über diese Option, verwarfen wir sie letztendlich. Ein Aufenthalt in der Mongolei brachte uns letztendlich auf die nächste Idee, ein kleines Häuschen, dass man auch in der Winterzeit bewohnen könnte, inmitten der Natur. Am besten mit Kamin, denn der Ofen in der mongolischen Jurte brachte ein besonderes Maß an Romantik. Doch …