Alle Artikel mit dem Schlagwort: Reisen

Pamir Highway, Tadschikistan

Auf dem Pamir Highway – Khorog und der Wakhan-Korridor

„Der Präsident kommt!“ Kurzes Schweigen unterbricht die Worte von Nico, der seit drei Monaten als Tourismus Consultant für die Pamir Eco Culture Tourism Assocciation (PECTA) in Khorog arbeitet. „Die Grenze nach Afghanistan wurde geschlossen und somit findet morgen auch nicht der Cross-Border-Market in Ishkashim statt.“ Wir versuchen unsere Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Gegen präsidiale Kräfte kann man wenig tun. Auch nichts gegen natürliche. Denn kurz hinter Khorog gab es vor ein paar Tagen Erdrutsche. Die direkte Verbindung nach Murghab ist somit gekappt. Unser Weg sollte ohnehin auf der szenisch schöneren Südroute direkt am Hindukusch entlangführen. Dennoch sind die Vorfälle, die hier Alltag sind, immer wieder eine Katastrophe, da es in dem Land, das von Gebirgszügen durchzogen ist, kaum Alternativrouten gibt und schnell Ortschaften abgeschnitten werden. Natürlich hatten wir uns sehr auf den Besuch des samstäglichen Wochenmarkts gefreut, der irgendwo im Niemandsland zwischen Tadschikistan und Afghanistan auf einer Insel im Fluss bei Ishkashim stattfindet. Khorog – unterwegs in der grünen Hauptstadt von Berg-Badachschan Nach unserer zwölfstündigen Fahrt nach Khorog genießen wir erst einmal die lauen Abendstunden …

puriy-reiseblog-barcelona-umland-3

Barcelonas Umland – Fünf Tipps für aktive Ausflüge

Von wegen in Barcelona liegt man nur auf der faulen Haut am Strand herum oder macht Party in der Stadt. Das Umland Barcelonas lässt sich ausgezeichnet aktiv erkunden. Wie? In meinen fünf Tipps für aktive Ausflüge verrate ich Euch, wo sich Klettern, Segeln, Höhlenerkunden, Wandern oder Quad fahren lohnt. {1} Klettern in Vallcebre (Via Ferrata) Ich wandere zwar gern in den Bergen, aber klettern in schwindelerregenden Höhen kam mir bisher nicht in den Sinn. Doch ist man einmal in dem hübschen Bergdorf Vallcebre, kommt man nicht an den Klettersteigen der Vía ferrata vorbei. Und da es hier drei verschiedene Schwierigkeitsstufen gibt, habe auch ich die Möglichkeit, trotz temporärer Höhenangst, die sich bei mir in den letzten Jahren immer stärker und unvorhersehbarer bemerkbar macht, mich am Felsen auszuprobieren. Zunächst bedarf es einer 20 minütigen Wanderung dem Cami del Camps del Tabac entlang, der durch einen Fluss und märchenhaften Wald führt, um das Klettergebiet zu erreichen. Dann sind wir plötzlich mittendrin und der Blick auf die Klettersteige für die Mittelstufe und Fortgeschrittenen werden sichtbar. Die nach außen geneigte …

Weltblick_Afrika_Naturvielfalt

Afrika und seine Naturvielfalt

Interview mit Melanie Schillinger von www.goodmorningworld.de Welches afrikanische Land hat Dich besonders begeistert und weshalb?   Mich hat Kenia ziemlich vom Hocker gehauen! Die Landschaft dort – vor allem in den verschiedenen Nationalparks – ist einfach atemberaubend schön. Typisch afrikanisch und mit allem, was man sich so bei dem Begriff „Safari in Afrika“ vorstellt. Besonders beeindruckt hat mich auch die Vielfältigkeit der Natur. Der Tsavo West Nationalpark ist zum Beispiel überwiegend grün und ganz dicht bewachsen, während der Tsavo Ost Nationalpark eher nur spärlichen Bewuchs hat und ziemlich trocken und staubig ist. Dort findest Du auch die typisch rote Erde… Außerdem gibt’s in Kenia traumhaft schöne Strände! Siehst Du Unterschiede zum Reisen in Afrika verglichen zu Reisen auf anderen Kontinenten? Afrika ist deutlich teurer als zum Beispiel Asien. Besonders die Preise für eine Safari können Dir ganz leicht die Tränen in die Augen treiben. Auch finde ich es in Afrika viel schwerer individuell unterwegs zu sein als an vielen anderen Orten. Das alles sollte Dich aber auf keinen Fall von einer Reise nach und durch Afrika abhalten, denn die …

airbnb_quito_header

Zu alt für Hostels?

Ich bin einfach zu alt für Hostels! Es war nicht der Anfang sondern das Ende einer viermonatigen Reise, als ich in meiner vorletzten Nacht zu dieser Erkenntnis kam. In meiner ersten Nacht schaute ich über all die kreischenden Mädels, Türknaller, Badblockierer hinweg – gehört das doch einfach dazu und ist der ewig bekannte Einstieg meiner Reisen. Doch am Ende war ich unerholter als nach jedem Bürotag zuhause und irgendwie auch einfach reisemüde. Vielleicht hatte ich auch einfach einen schlechten Tag, als ich nach einer ermüdenden Reise Bogotá erreichte und nur ins Bett fallen wollte, das aber noch nicht geräumt war. Vielleicht hätte es auch ungeräumt bleiben sollen, dann hätte ich mir eine andere Unterkunft suchen müssen. Aber so sollte ich mich zwei weitere Stunden am späten Abend gedulden, bis der „Blockierer“-Typ seine sieben Sachen packte. Endlich fiel ich ins Bett, als ein junger Brite die grandiose Idee hatte, eine riesige Lautsprecherbox anzuschleppen und diese direkt vor meiner Tür zu platzieren. Die nächsten Stunden bis 6 Uhr morgens sollte daraus schlechtester Dancefloor hallen, der sich durch …

Unser Jahr 2014, puriy.de

17 Reisen, 50 Betten – Stationen eines puriystischen Jahres

Dieses Jahr haben wir wieder in vielen fremden Betten geschlafen. Und damit meine ich nur rein privat. In 12 Monaten waren das 17 Reisen an 107 Tagen, an denen wir in 50 Betten schliefen. Unser höchstes Bett: Flame Tower in Baku Unser wackeligstes Bett: Cruise Santa Cruz vor Galapagos Unser unbequemstes Bett: Schutzhütte Cotopaxi in Ecuador An unseren bisherigen Reiserändern hat sich auch 2014 nichts verändert. Dieses Jahr haben wir uns mehr im Süden und Westen umgesehen: Nördlichster Punkt: Kap Arkona (Deutschland) Südlichster Punkt: Kap der Guten Hoffnung (Südafrika) Westlichster Punkt: Galapagos (Ecuador) Östlichster Punkt: Abşeron (Aserbaidschan) Doch mehr Statistik gibt es nicht – sondern vielmehr das, was nebenbei noch passierte. Was wir neben unseren Nächten in der Welt so erlebten, haben wir noch einmal zusammengefasst. Januar / Februar Ich war noch nie in den Alpen. Das sollte sich Anfang dieses Jahres ändern. Ich wollte endlich mal dort Ski fahren, wo es auch wirklich Schnee gibt. Leider taute der Schnee in Österreich unter unseren Füßen weg – so dass die heiß ersehnte erste Schneeschuhwanderung in meine Leben nicht so idyllisch durch verschneite Wälder führte. Aber die Loipen Richtung Vilsalpsee …

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wohin die Reise geht

So war das eigentlich alles nicht geplant. Ich schaue in das Päckchen von meiner Mutter, in das sie liebevoll Weihnachtsgebäck und Stollen gelegt hat. In einer Woche ist Advent und ich bin (wieder mal) nicht da – nicht am 1., nicht am 2., nicht am 3. Ich fliehe gen Süden. So richtig gen Süden – einmal über Afrika hinweg an die Spitze des Kontinents. Dem Weihnachtstrubel wird man dort auch nicht gänzlich entkommen. Das weiss ich aus meiner Erinnerung. Denn genau vor 14 Jahren war ich schon einmal am Kap – auch in der Vorweihnachtszeit. Es ist eine kleine Rückkehr in die Vergangenheit, die mich erwartet. Inzwischen hat sich dort sicherlich vieles verändert. Schließlich ist Kapstadt dieses Jahr auch Welt-Design-Hauptstadt und Woodstock, wo ich damals mein Praktikum machte, ein Kreativzentrum bzw. In-Viertel. Ich folge bei dieser Reise einer Einladung, sie war eigentlich wirklich nicht geplant. Dies ist auch der Grund dafür, dass ich jetzt so verstohlen in dieses Weihnachtspäckchen schaue. Und eigentlich wollte ich auch nur eine Woche verreisen. Aber da ich schon mal in der …

Baku, Aserbaidschan

Ankunft im Feuerland Aserbaidschan

Immer wieder streckt er seinen Kopf in die Höhe. Mein Pass scheint nebensächlich zu sein. Bitte einmal in die Kamera lächeln, doch wo befindet die sich eigentlich? Ich solle ihm einfach ein Lächeln schenken. Ohnehin habe ich doch einen so schönen Namen. Die Schlange hinter mir ist lang, doch der Immigration Officer im Glaskasten hat sich wohl eine besondere Freundlichkeit deutschen Damen gegenüber auf die Fahne geschrieben. Und so setzt er in Zeitlupe seinen Stempel in meinen Pass und überreicht mir diesen mit einem Augenzwinkern. Schnell suche ich die Toilette auf, wo sich eine aserbaidschanische Mutti mit Kopftuch mit einem zwanzigteiligen Teeservice über alle Waschbecken ausgebreitet hat und dieses gemütlich abwäscht und trocknet. Nur noch meinen Rucksack schnappen und diese Schiebetür durchschreiten, dann bin ich da – in Aserbaidschan. Ich schiebe meine Welt beiseite und tauche wieder in eine neue ein. Mein Auge wird die nächsten Minuten trotz enormer Müdigkeit nicht ruhen. Mein Gehirn wird Schablonen herauskramen, nur um diese wieder zu verwerfen, denn für das, was mich erwartet, gibt es noch keine Schablone. Ich …

Italia_HEADER

Italienische Wochen und was der April so bringt

Ich bin versucht, da weiterzumachen, wo ich im Frühling des letzten Jahres aufgehört habe. Der April ist fest für Bella Italia reserviert. Und so verwundert es nicht, dass ich nach Gardasee, Padua und Ravenna nun nach Ligurien reise. Standen die bisherigen Erkundungen mehr unter einem kulturellen Zeichen, widme ich mich dieses Mal mehr den aktiven Möglichkeiten, die sich einem an der italienischen Riviera bieten – Genua, Sanremo, Finale Ligure und Beigua Regional Park sind nur einige Stationen, die mich auf Rad und zu Fuß erwarten. Und wie ich Italien bisher kennengelernt habe, wird es wie immer auch eine kulinarische Reise. Und wenn Ihr die Reise mitverfolgen wollt, dann könnt Ihr das unter den Hashtags tun #Liguria und #LetsGoLiguria. Und so gespannt, wie ich dieses Mal auf den italienischen Sonnenschein bin, war ich auch letztes Jahr: Frühling 2014 in Italien Neuer Monat, neue Ziele. Der Zeiger steht auf Süden – nicht nur, aber auch. Es geht an und ins Mittelmeer – oder so ähnlich. Dabei steht dieses Mal der kulturelle Aspekt und somit auch Geschichte im Mittelpunkt meiner Reisen. So beginne ich …

BE_Header_Mexico_670

ITB is calling – oder gleich die ganze Welt

„I am meat addicted“ schallt es mir in Halle 20 entgegen. Es ist Freitagnachmittag, meine zwei letzten Gesprächspartnerinnen sitzen mir gegenüber und wie ich sehe, es geht ihnen ähnlich wie mir. Nicht dass ich als Vegetarierin meat addicted wäre, aber Hunger und Durst habe ich auch. Die Konzentration lässt bei meinem Gegenüber genauso nach wie bei mir. „Adventure, Culture and Meat, Meat, Meat.“ Wir lachen ein bisschen zögerlich, vielleicht ein wenig zu verhalten für den Geschmack der Marketingchefin. „You don’t like meat?!“ stellt sie nach einigen Minuten des Herumspäßelns fest. Dass es vegetarische Currys in ihrer Stadt gäbe, ergänzt sie. Aber hier in Berlin habe sie noch kein Steak gegessen, die beiden Damen sind definitiv auf Fleischentzug. Dem sollen oder wollen wir Abhilfe schaffen und so packen wir unser Smartphone aus, um ihnen die Adressen der nahe gelegenen Maredos und Block Houses zu verraten. Nachdem das auch erledigt war, gingen wir nicht minder erledigt in die Halle 17 – nach Tirol. Hier erwartete uns ein schönes Get-together und ein Wiedersehen mit vielen Gleichgesinnten, die von nicht minder …

HEADER

Der Hoffnungshafen vor Viñales

Hinter der Höhle Cueva de Indio geht es weiter, immer weiter bis zum Hafen der Hoffnung. Puerto Esperanza ist nicht das klassische Touristennest. An der Höhle kehren die Touristenbusse um, die unseren Höhlenbesuch gerade kräftig verhageln. Dabei hatte ich mich mit Magenproblemen gerade so mit dem Rad hierher geschleppt. Um 11 Uhr wird uns jedoch mitgeteilt, wir sollten um 16 Uhr zurückkehren, dann seien die Touristenladungen weg und der Weg wieder für unseren Höhlenbesuch frei. Zugegeben, wir sind etwas erstaunt. Wir wollten doch einfach nur relaxt die Gegend um Viñales erkunden und erwarteten nicht gleich solche Anstürme wie auf dem Machu Picchu. Wo geht denn die Straße hier weiter, fragen wir die Kassiererin. Nach Puerto Esperanza – direkt am Meer – seien es nur 15 km. Ohne Magenprobleme wäre das doch ne nette Radtour, mit diesem Handicap jedoch drehen wir um und schauen uns stattdessen erst einmal die 180 m lange Mural de la Prehistoria an der Felswand des Mogotes Dos Hermanas an. Hierfür braucht es keine Eintrittsschranke, denn von weitem ist diese schon sichtbar. …