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Mallorca die Zweite: Ironman 70.3 vom Seitenrand

In der Wechselzone beim Thomas Cook Ironman 70.3 Mallorca 2014

Als Andreas Raelert nach 1,8 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen im Ziel sein Startnummernband mit der Nummer 1 dem  Sieger Andreas Dreitz umlegt und damit der Leistung des Siegers Respekt zollt, spüre ich die Magie der Triathlonfamilie. Im Wettkampf harte Konkurrenz um die Top-Platzierung und nach dem Zielspurt wird die Leistung des Gegners mit einer Umarmung anerkannt.

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Sieger Andras Dreitz nach3:51:38

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Andras Dreitz Glücklich nach seinem Sieg

Hier stand ich nun zum zweiten Mal in meinem Leben auf Mallorca. Bei meinem ersten Besuch vor knapp zwei Monaten erkundete die Insel mit Rad. Diesmal durfte ich den Thomas Cook Ironman 70.3 in Alcudia erleben.  Mit 3.500 Teilnehmern ein Weltrekord und somit der größte 70.3 Triathlon.

Vor dem Rennen, die Spannung ist zu spüren
Drei Tage im Zeichen des Triathlons, doch diesmal von der Seitenlinie. Natürlich war die innere Aufregung trotzdem groß und der Kopf wollte sowieso gern starten. Gleich am ersten Tag traf ich auf Micheal Realert, neben dem ich vor einigen Jahren beim Volkstriathlon in Waren gestartet war und mich gut 150 Meter an seine Fußspitzen heften konnte.  Was für ihn damals eine Rad-Trainingsfahrt aus Rostock  mit eingebautem Wettkampf war, war für mich Hobbytriathlet Herausforderung auf höchster Stufe. Kurz gab er mir ein kurzes Update zu seinem Radunfall, dem Heilungsprozess, seinen Wettkampfplänen mit dem klaren Ziel Hawaii.

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Posieren mit Michael Raelert

Überall im Ort wird gelaufen und Rad gefahren. Einige Teilnehmer vergessen beim Schaulaufen bestimmt, das etwas Ruhe für den morgigen Wettkampftag ratsam wäre. Aber was kann es schöneres geben als einen anstehenden Wettkampf unter Top Bedingungen, nicht zu heiß trotzdem aber bei strahlendem Sonnenschein und im glasklaren, blauen Meer.

Da unsere Reisegruppe aus u.a. Sportjournalisten, Lauf-Bloggern und einer zweifachen Ironman-Hawaii Altersklassensiegerin besteht, wird das sportliche Rahmenprogramm schnell nach unserer Ankunft im Hotel Playa de Muro Village ebenso sportlich fixiert. Die erste Laufeinheit startet wenige Minuten später. Schwimmtraining im Indoorpool und zum Durchatmen ein kurzer Sprung ins Mittelmeer darf natürlich auch nicht fehlen.

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Unsere Reisegruppe beim Laufen

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Schwimmtrainerin mit Christine Waitz

Etwas später nimmt sich Renndirektor Pascal Morillon etwas von seiner kostbaren Zeit und führte uns hinter die Kulissen des Wettkampfes. Er öffnet uns die Pforte in den abgesperrten Bereich bereits am Vorabend des Wettkampfes. „Sein Team ist so gut abgestimmt“, sagt er lächelnd, so dass er ungestört mit uns die Wechselzone abschreiten kann –  und diese ist nicht gerade klein. Mit 550 Metern ist sie eine der längsten Wechselzonen im Triathlonzirkus. Die ca. 3.000 Rennmaschinen machen sie zu einem Hochsicherheitsbereich ähnlich einer Schweizer Bank. Liegt doch manch ein Rad jenseits der 10.000 Euro, kann man sich leicht errechnen, was für Werte hier über Nacht gelagert und gesichert werden müssen. „5.000 Euro wäre der ungefähre Schnitt“, bestätigt der Renndirektor unsere Nachfragen.

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Er macht uns mit dem Reglement und Besonderheiten der Wechselzone vertraut und  erklärt wie sie organisatorisch diese Menge an Teilnehmern sicher zum Ziel führen. Denn neben den Profis kämpft auch die große Masse an Altersklasseathleten um gute Zeiten, Ruhm, Ehre und ein unvergessliches Erlebnis. Überrascht bin ich auch vom problemlosen Einchecken der Räder. Überall sind zwar Athleten an den letzen Vorbereitungen an Rad und Wechselbeuteln, doch gibt es keine Warteschlangen beim Check-In der Rennmaschinen, wie ich sie mancherorts bei wesentlich kleineren Triathlons schon erlebt habe.

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Andreas Realert und Bart Aernouts

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Andreas Realert beim Zielinterview

Der Wettkampf – eine klare Sache bei den Frauen und Männern

Der Wettkampf der Profis selbst ist spannend aber schon nach dem Radfahren entschieden. Nach seinem Sieg bei der Challenge Fuerteventura läuft Andreas Dreitz seinen Vorsprung sicher ins Ziel und holt so seinen zweiten Saisonsieg. Spannend wird es noch um Platz 2 und 3. Zwar können die beiden Verfolger Andreas Raelert und der Belgier Bart Aernouts gemeinsam etwas Zeit gutmachen, doch reicht es für die beiden am Ende nicht für den Sieg. Mit 3:51:38 gewinnt Dreitz mit guten zwei Minuten Vorsprung vor Bart Aernouts, der Andreas Realert auf den letzten Metern in einem harten Duell auf dem verlängerten Zielsprint davon eilt. Bei den Frauen ist das Ergebnis mit ca. 9 Minuten Vorsprung noch eindeutiger. Die Vorjahressiegerin Lisa Hütthaler aus Österreich gewinnt in 4:18:50 vor Sofie Goos (Belgien) und Liz Blatchford (Großbritannien). Besonders schön sind zum Abschluss des Wettkampftages die glücklichen Gesichter der Altersklasseathleten, die erschöpft und meist mit einem Lächeln auf dem Gesicht die Ziellinie erfolgreich überschreiten.

Abschließend geht es am darauffolgenden Tag noch nach Palma – für mich eine Premiere. Gemeinsam verlieren wir uns in den Gassen der Altstadt, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht.

Fazit:

  • Drei Tage voller Spannung rund um den Thomas Cook Ironman 70.3 Mallorca gemeinsam mit tolle Sportskollegen
  • Der Triathlon ist nicht nur der größte seiner Art sondern auch auf den Punkt perfekt organisiert.
  • Wer etwas Sommerfeeling im deutschen Frühling sucht: auf Grund der problemlosen und recht schnellen Anreise aus Deutschland ist der Wettkampf ein lohnenswerter Stopp zum Saisonauftakt; gern auch mit der ganzen Familie.
  • Wenn es zeitlich passt und ich nicht zu viel Winterspeck aufgebaut habe, bin ich im kommenden Jahr gern als Aktiver dabei, schauen wir mal 😉
  • Zur Vorbereitung auf dem Rad lohnt sich die Vorsaison auf Mallorca hervorragend, ich habe dies Ende Februar selbst erlebt. Für eine gezielte Triathlon Vorbereitung auch gern ein Vorbereitungscamp.

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Während meiner Reise wurde ich durch Thomas Cook unterstützt. Alle Ansichten sind meine eigenen.

1 Kommentare

  1. Ich finde die sportlichen Leistungen schon immer atemberaubend. So einen Event zu organisieren und im Fluss zu halten aber definitiv auch!

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