mein Argentinien, mein Lateinamerika
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Mein Argentinien

Steve vor dem südlichen Eisfeld

Interview mit Steve Hänisch.

Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Argentinien gesehen haben und warum?
Die Landschaft Patagoniens ist einfach atemberaubend, daher liegen meine drei Empfehlungen allesamt im Süden. Ushuaia gilt als südlichste Stadt der Welt und als perfekter Einstieg für Outdoorabenteuer mit dem Tierra del Fuego Nationalpark. Weiter im Norden findet ihr dann El Chaltén, die Trekkinghauptstadt Argentiniens wartet mir grandiosen Wanderrouten und Campingspots auf – der Monte Fitz Roy ist das Wahrzeichen dieser Gegend. Bariloche liegt im Seengebiet und damit im nördlichen Patagonien – der perfekte Ort für Radtouren, Wanderungen und Wassersport – zudem das Wintersportmekka Südamerikas.

Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf?
Die Grenzquerung Argentinien-Chile und die anschließenden zwei Wochen per Anhalter auf der Carretera Austral. Das besondere an diesem Abenteuer: in der entlegensten Region dieser beiden Länder ist eine Überquerung der Grenze nur zu Fuß möglich. Mit vollem Gepäck und Campingausrüstung ging es 14 km durch undefiniertes Gebiet – umgeben von Geltschern, Wäldern und einsamen Seen. Die letzte Etappe legt man in einer vierstündigen Bootsquerung zurück.

Was war Deine größte Enttäuschung?
Salta – dieser Ort im Norden hat eigentlich recht viel zu bieten und ist auch recht schön. Ich kam jedoch nach einer einwöchigen Tour durch Bolivien und den Norden Chile’s dort an, es hatte um die 40 Grad. Nach den unvergesslichen Eindrücken der Uyuni Tour war die Motivation, sich auch hier ähnliches anzusehen, leider nicht mehr enorm hoch.

Mein Hostel-Tipp:
Hostel Achalay in Bariloche war in jeglicher Hinsicht mein Favorit in Argentinien: Pablo, der Eigentümer ist einfach Klasse – zudem sind die Zimmer nett und das Essen überragend (zum Frühstück gibt es jeden Tag selbstgemachtes Brot, mehrmals in der Woche werden gemeinsame Abendessen angeboten).
Adresse: Morales 564, Bariloche, Argentina

Mein Restaurant-Tipp:
Für richtig gutes Steak in der Hauptstadt empfehle ich Las Cabras in Palermo. Im Gegensatz zu vielen anderen Steak-Restaurants isst man hier günstig und viel – das Hauptklientel sind Einheimische, was schon für sich spricht. Allerdings lässt man sich meist nach Ankunft auf eine Warteliste setzen (Wartezeit war meist um die 30 Minuten).
Adresse: Fitz Roy 1795 Buenos Aires, Capital Federal, Argentina

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
Trinken – an gutem Malbec führt kein Weg vorbei in Argentinien. Der vollmundige Rotwein ist günstig und passt perfekt zum Asado (BBQ).
Essen – Empanadas sind auch in Argentinien ganz beliebt und äußerst lecker. Meine Empfehlung, da man diese an jeder Ecke relativ schnell und günstig bekommt (probiert unbedingt die Empanadas mit Roquefort!).

Was empfiehlst Du jemandem, der eine Reise nach Argentinien plant?
Der beste Tipp ist, die Landessprache zu lernen. Das Reiseerlebnis ist soviel werthaltiger, wenn man mit den Einheimischen kommunizieren kann, das Reisen fällt einfacher und der Spaßfaktor ist höher. Als Deutscher lernt sich Spanisch relativ einfach (für mich war es einfacher als Latein oder Französisch) und man erzielt schnell Erfolge.
Wenn Ihr es vorher nicht geschafft habt, denkt über einen mehrwöchigen Kurs vor Ort nach. Rosario ist hierfür ein guter Ort – „Spanish in Rosario“ eine empfehlenswerte Schule.

Gereist
– von Dezember 2012 bis Juni 2013
– 6 Monate (mit Abstechern nach Uruguay und Chile)
– allein

Mehr Tipps von Steve zu Argentinien findet Ihr auf seinem Blog Back-Packer.org
sowie in seinen Videos zu Südamerika und Guides zu Südamerika.

Steve vor dem Fitz Roy mit Laguna de los tres

Steve vor dem Fitz Roy mit Laguna de los tres

puriy war auch bereits in Argentinien unterwegs. Mehr zur Argentinien-Reise findet Ihr unter Reisebericht Argentinien.

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Was empfehlt Ihr für einen Argentinien-Trip?

1 Kommentare

  1. Hallo,, ich wohne seit 12 Jahren in der Ecke und empfehle jedem, der in Buenos Aires ist, nicht unbedingt dem allgemeinen Trott hinterherzulaufen. Die 10 Millionen Metropole hat weitaus mehr zu bieten, als die Lonely Planet „Abenteuer“ Insider Infos nur in Deutsch, da könnt ihr sicher sein, dass ihr dort keine anderen Touristen treffen werdet, hab ich in einem Spezialreiseführer niedergeschrieben. Dazu gibt es abenteuerliche Flussüberfahrten durch das Rio Parana Delta nach Uruguay, die genauso viel kosten wie die üblichen Trips oder sogar billiger sind. Ihr könnt bei Chefköchen in der Wohnung essen oder Buenos Aires unterirdisch entdecken. Der beste Flohmarkt ist nicht in San Telmo. Ist gibt noch 40 mehr in der Stadt, auf denen keine Touristen rumlaufen.
    Das eBook heisst: ReiseKnigge: Buenos Aires – Wie Sie auf außergewöhnliche Art und Weise Buenos Aires entdecken. könnt ihr ja googeln. Ich hoffe, der Tipp hilft jedem die Stadt auf andere Art zu entdecken. Es lohnt sich, das könnt ihr sicher sein. Ich denke das ist doch unser aller Ziel, mal was Anderes zu sehen und zu erleben.
    Grüsse aus Südamerika
    martin

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