Wann? 08.12.2012 - 01.04.2013 - ganztags
Indien hat viele Geschichten zu erzählen. Es gibt das ewige Indien, eine alte Zivilisation mit großen Epen, dem Ramayana und dem Mahabharata, sogar älter als die Ilias und die Odyssee. Dann gibt es das neue Indien, ein junges Indien, ein Indien in Bewegung. Auf einer Reise durch seine jüngste Kunstgeschichte im Rahmen der „Days of India“ sind Gemälde, Drucke und Skulpturen seiner wichtigsten Künstler des späten 20. Jh. zu entdecken – so von Arpita Singh, Bhupen Khakhar, Francis Newton Souza, K.K. Hebbar, Maqbool Fida Husain, Ram Kumar oder Tyeb Mehta. Es ist eine Auswahl aus der Sammlung der Lalit Kala Akademi, der Nationalen Kunstakademie Indiens, unter dem Titel „MODERNS“ – Werke aus der Zeit Mitte der 50er bis Mitte der 80er Jahre des 20. Jh.. Arbeiten gerade aus dieser Periode zeitgenössischer Kunst auszusuchen war eine ganz bewusste Entscheidung, denn sie spiegeln die produktivsten Phasen und Entwicklungsstufen der Kunst der nachkolonialen Zeit in Indien wider.
Der aktuelle Boom in der zeitgenössischen Kunst Indiens findet heute international und vor einem internationalen Publikum statt – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Kunst, aber auch auf die Künstler. Die Werke von Künstlern zu zeigen, die maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der indischen Gegenwartskunst haben, aber einem breiten Publikum noch sehr unzugänglich sind, stellt eine große Herausforderung dar und ist gerade für eine Institution wie die Lalit Kala Akademi eine wichtige Aufgabe. In den Arbeiten wird deutlich, wie neue Techniken und Inhalte aufgenommen wurden oder erst entstanden, wie diese Zeit zu radikalen Veränderungen in der Kunst und der Kunstszene Indiens führte.
Ausstellungssäle Bastion Kronprinz
