Jahr: 2018

Griechenland, Thassos

Wandern auf Thassos – auf Maultierpfaden und Küstenwegen um Panagia

Weiße Flecken lugen aus dem dichten Grün hervor, als sich unsere Fähre auf die nördlichste Insel Griechenlands, Thassos, zubewegt. 21 Marmorsteinbrüche gibt es auf der Insel, 14 davon sind noch in Betrieb. In die Vereinigte Arabische Emirate, die USA oder nach Dubai wird der strahlend weiße Marmor exportiert – der Weißeste weltweit soll er sein. Erzmetalle und Silbervorkommen liegen wohl ebenso unter den bewaldeten Bergen. Reich ist die Insel, so reich, dass ihr die Wirtschaftskrise nichts antun konnte und auch der Tourismus nur ein Wirtschaftszweig unter anderen ist. Auf eine lange Tradition blickt auch die Olivengewinnung zurück, die ins 19. Jahrhundert hineinreicht, als  einige Klöster vom Berg Athos bedeutende Grundstücke auf Thassos erwarben und Klostergüter gründeten. Nur hier auf dem kalksteinhaltigen Boden wächst und gedeiht die Throumba-Sorte. Fallen andere Oliven nach der Reifung in ihrer dunklen Farbe schließlich ab, vertrocknen die Oliven dieser Sorte am Baum. In der Sotirelis Olive Oil Factory von Panagia kann man die über 100 Jahre alte Ölmühle der Familie Sotirelli besichtigen und mehr über die Produktion erfahren. Olivenhaine, Wälder, Berge und das türkisfarbene Meer – der mitteleuropäische Tourist …

Fidschi, hot like curry!

Entscheidungen stehen an. Wie geht es weiter? Wir wollen im Herbst für eine Zeit nach Deutschland, ein grosses Familienfest steht an, unsere Freunde mal wieder treffen, das Budget aufbessern, eine Pause vom Bootsleben machen. Doch wo lassen wir INTI in der nächsten Zyklonsaison? Reicht das schmale Budget überhaupt noch zum Weiterfahren? Sollen wir viel zu…

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Swasiland

Swasiland oder es kommt meist anders als man denkt

Der Grenzposten von Swasiland verschwindet im Rückspiegel. Die gut geteerte Straße, die uns in das kleine Königreich führt, das von Südafrika und Mosambik eingeschlossen ist, hat die löchrige und holprige Straße der südafrikanischen Seite abgelöst. Vor uns tut sich eine satte grüne Berglandschaft auf. Tiefliegende Wolken legen sich sanft auf die Kuppen. Hütten mit rundem und rechteckigem Grundriss finden sich am Wegesrand. Fleischereien und Autoreparatur Services ebenso. Worldvision unterhält hier laut ihrer zig Schilder Projekte. Fast immer hat es etwas mit Wasser oder Infrastruktur zu tun. Auf den Straßen von Swasiland Swasiland kommt ziemlich geordnet daher und doch sind es kleine Bretterbuden, die als Verkaufsstände dienen und die Menschen, die an der Straße stehen, die uns verraten, noch in Afrika zu sein. Ziel ist das Shewula Mountain Camp, das uns einmal durch die Hügellandschaft des Königreichs führt. Schneller als gedacht erreichen wir Simunye. Die letzten Kilometer führen uns durch den Hlane Royal National Park. Warnschilder zeigen hier die Gefahren, die uns zur Vorsicht raten. Elefanten und Löwen sollen die Straße passieren. Doch in der Mittagszeit …

Kesch-Trek, Graubünden

Meine Höhenwanderung auf dem Kesch-Trek

Volksmusik ertönt aus dem Radio des Postbusses auf unserer Fahrt von Davos über den 2383 m hohen Flüelapass. Spätestens jetzt bin ich da – in der Schweiz. Der Körper sackt in den Sitz, sucht sich ein letztes Stück Kraft und Ruhe, nachdem sich die Anreise durch eine Flugstornierung weniger entspannt gestaltete. Die nächsten Tage werden die Energiebatterien geladen und die Gedanken neu justiert. Mehr als 50 km zu Fuß warten auf mich – mit Höhen und Tiefen. Es ist der Beginn meiner viertägigen Höhenwanderung durch die Bündner Berglandschaft. Es ist die Rückkehr zum Minimalismus, alles was ich brauche, befindet sich in meinem kleinen 30 Liter Rucksack. Vor dem Flüela-Hospiz auf dem Flüelapass halten wir. „Vier Minuten“, ruft uns der Fahrer noch zu, bevor er in der Gastwirtschaft verschwindet. Die Zeit nutze ich, um Seen und imposante Bergkulisse zu fotografieren. Als wir kurz hinter dem Pass erneut zum Halten kommen und auf Empfehlung des Postautofahrers den inoffiziellen Einstieg auf dem Kesch-Trek nehmen, werden wir von unserem Bergführer Andy zur Disziplin ermahnt. Gleichmäßige Schritte sind das Erfolgsrezept einer solchen Wanderung, jeder Halt stört …

Karpathos, Griechenland

Karpathos – zwischen Badebuchten, schroffen Felsen und Bergdörfern

„6/8 voll ist der Tank“, schmunzelt mich der junge Mann von der Autovermietung Euromoto an. „3/4.“ entgegne ich. Er wiederholt 6/8 so vehement, dass ich dies nicht mehr infrage stelle. Ich frage ihn nach dem Schlüssel, den er unter der Fußmatte hervorzaubert. Eine Vertretung hat diese Autovermietung am Flughafen nicht, also macht man das eben auf diese Art. Karpathos ist eine Insel, von der kann ein Auto ohnehin nicht unbemerkt verschwinden. Mit der Übergabe lässt sich der Mann genauso viel Zeit wie bereits mit dem Treffen, zu dem er merklich zu spät kam. Ankommen ist auch immer einen Gang runterschalten, und genau das fällt mir im Leben doch oft schwer. Umso besser, wenn ich dazu gezwungen werde. Holprig bewege ich das Fahrzeug auf die Straße, die in die Hauptstadt der Insel, Pigádia, führt. Gleich hinter dem Flughafen liegen Strände. Auch wenn ich weiß, dass es sicherlich noch schöner kommt, fahre ich den Nissan an die Seite, steige einen kleinen Hügel hinauf und genieße den Panoramablick. Der Wind bläst kräftig und bringt die bunten Segel der Surfer …

Ski Club Hina Maupi’haa

Nun liegen wir schon über eine Woche in Tonga vor Anker, wettern immernoch einen Sturm ab, der uns davon abhält, weiter ins südliche Tonga oder nach Fiji zu segeln. Der Wind faucht um unser Boot herum und wir finden Zeit, die letzten Stationen Revue passieren zu lassen. Als erstes unseren Törn von Bora-Bora nach Mopelia (Maupi’haa).

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Anderswo

Wir sind im Westpazifik angekommen! Nach 1400 Seemeilen rutschen wir über die Datumsgrenze, verlieren mal eben so 23 Lebensstunden und schlagen tags darauf in Niuatoputapu auf. Diese Insel liegt etwas abseits der gängigen Routen am nördlichsten Rand des Königreich Tonga und so wundert es uns nicht, dass wir die einzigen Yachten sind, als wir im Morgenlicht in die Lagune einfahren.

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