Kambodscha zwischen Erinnerung und Aufbruch
Noch ist von Phnom Penh wenig zu sehen, nur Container und Kräne ziehen am Ufer des Mekongs vorüber. Frachtschiffe und kleine, bunte Boote sind auf dem schlammig braunen Mekong unterwegs. Dann taucht unter Schaumwolken, die sich aus dem Dunst des Himmels lösen, eine Skyline aus Glas und Stahl auf. Nichts von dem, was ich sehe, gleicht der Stadt, die ich vor 26 Jahren erkundete. Phnom Penh – eine Stadt, zwei Ankünfte Der junge Sin Ron fährt mich in seinem blauen Remork durch Phnom Penh. Er lächelt viel. Unsere wenigen gemeinsamen Worte reichen nicht weit, also lächle ich zurück und schaue hinaus: Mopeds, Marktstände, alte Fassaden und dazwischen immer wieder neue Hochhäuser. Der Verkehr schiebt sich um uns herum, während ich nach einem Anhaltspunkt für meine Erinnerung suche. Dann sehe ich die Kuppel des Zentralmarkts. Phsar Thmey wurde 1937 in der französischen Kolonialzeit eröffnet. Von der Halle gehen vier Flügel ab, in denen Händler ihre Waren anbieten. Ich kenne dieses markante Gebäude noch von meinem ersten Besuch. Heute sehe ich es nur durch die Häuserschlucht. Unser …

