Wann? 30.10.2012 - 19:30 - 21:00
Wo? Instituto Cervantes Berlin
Am 30. Oktober ist im Instituto Cervantes die abschließende kollektive Arbeit eines dreiwöchigen Künstlerprojekts zu erleben. Dieser Abend markiert den Höhepunkt der künstlerischen Zusammenarbeit der visuellen Künstlerin Kari Mayo und der drei brasilianischen Künstler, aus denen das Berliner Kollektiv Agora besteht: Marcela Donato, Renata Har und Caique Tizzi.
Die Zusammenarbeit ist Ergebnis einer dreiwöchigen Resendenz der mexikanischen Künstlerin Kari Mayo beim Kollektiv Agora in Berlin. Das Projekt Agora, ein interdisziplinäres Netz ansässig in Neukölln, vereint Künstler aus verschiedener Horizonten und Disziplinen, mit dem Ziel, den städtischen Raum und seine Bewohner als Schauplatz zu entdecken und so einen metaphorischen Übergangsritus in den Straßen von Berlin zu schaffen.
Das Konzept des Übergangsritus wurde von dem Soziologen Arnold van Gennep entwickelt, um die Übergangsphase von Jugend zur vollständigen Aufnahme in die Gesellschaft darzustellen.
Der Autor erwähnt in seiner Theorie drei Phasen des Ritus: Trennung, Übergang und Wiedereingliederung. In diesem Stück reflektieren und adaptieren die Künstler diese drei von Van Gennep beschriebenen Phasen, um einen neuen narrativen und poetischen Ritus zu schaffen, der das Publikum direkt involviert.
Das Stück “Ein Ritus” wurde während des Aufenthalts Kari Mayos entworfen. Durch Gespräche und Diskussionen fanden die Künstler ein gemeinsames ideologisches Terrain unter Einbeziheiung der Stadtbewohner, indem sie als pittoreskes Hauptelement den Schuh auswählten.
Symbolisch gesehen ist der Schuh ein Objekt mit widersprüchlichen Bedeutungen, von der Bescheidenheit, über die Autorität bis zur Macht. Der Barfüßige hingegen wird mit der Freiheit in Bezug gesetzt.
Hunderte von Schuhpaaren werden über Nacht an verschiedenen Stellen Berlins deponiert und überbringen den Fußgängern, die sie finden, einen mysteriöse Einladung zur Teilnahme an der Schaffung eines gemeinsamen Kunstwerks, welches am Dienstagabend im Instituto Cervantes seinen Höhepunkt erfährt.
Das Konzept und das Formate von “A rite” erfordert die starke Beteiligung der Berliner, die Arbeit sucht die Interaktion, um den Künstler aus dem Mittelpunkt zu nehmen und das Publikum zum Antriebsmotor der Ideen zu machen.
Auf diese Wiese gelingt es Kari Mayo und dem Kollektiv Agora, eine Brücke zwischen dem dem eigenen und dem öffentlichen Kreis zu errichten. „A rite“ erforscht den Begriff von Wegen, der Präsenz, der Neugier und des Schicksals.
Weitere Informationen:
www.a-rite.tumblr.com
www.agoracollective.org
www.karimayo.com
Kontakt: Céline Huerta (+44 755 7948 138) – celinukas@gmail.com
