Alle Artikel in: Allgemein

Strand von Tel Aviv

Tel Aviv – ein Spiel von Licht und Schatten

Meer und Himmel verschwimmen an diesem Morgen vor meinen Augen, als ich den Vorhang meines Fensters öffne. Das Mittelmeer ist nur vage in dem grau-weißen Ausschnitt zu erkennen. Doch schnell findet mein Auge Ablenkung in der Bewegung am Strand. Und da bewegt sich um 7 Uhr morgens schon einiges. Läufer, Inlineskater, Surfer, Stand-Up-Paddler, Kanuten tümmeln sich am und im seichten Wasser von Tel Aviv. Und als sich die Sonne endlich ihren Weg durch die diesigen Luftschichten gebahnt hat, kommt das Spiel mit Licht und Schatten hinzu. Überhaupt, das Spiel von Licht und Schatten findet an diesem Tag immer wieder Platz auf meinem Spaziergang durch die Stadt – als ich im Südwesten der Stadt in Neve Tzedek ein kühles Plätzchen hinter dem Suzanne Dellal Centre for Dance and Theater suche. Im überschaubaren Gründungsstadtteil Tel Avivs, der „Oase der Gerechtigkeit“ übersetzt heißt, verliert man sich schnell zwischen den kleinen Boutiquen, Schmuckläden, Cafés und Gallerien. Überall gibt es einen Blickfang nicht nur in den Häusern, sondern auch auf deren Wände. Graffitis und Malerei findet man besonders in der …

Graffiti in Bogota, Kolumbien

Bogotá oder wenn Kunst Mauern einreißt

Goldmuseum? Haben wir schon. Botero Museum? Auch. Monserrate? Claro. Es ist nicht ganz einfach, uns in Bogotá etwas Neues zu zeigen, das auch von touristischem Interesse ist. Nachdem wir bei unseren letzten Besuchen die Stadt immer allein erkundeten, haben wir uns nun zur Abwechslung professionelle Begleitung von Natura Travel gesucht. Wir wollen hinter die Fassaden schauen, die eher im schlichten rotbraunen Backstein gehaltene Stadt neu entdecken. Nein, nicht alles ist einfallslos dahingebaut. Eine meiner liebsten Altstädte in ganz Lateinamerika liegt im Herzen der kolumbianischen Hauptstadt – die Candelaria. Mit ihren wundervollen farbigen Kolonialhäusern, die die Straßen zwischen dem Plaza de Bolívar und dem Hausberg Monserrate säumen, ist sie der Touristenmagnet schlechthin und entzückt auch uns jedes Mal wieder. Cesar und Nataly kommen bei unserer Aufzählung des bereits Gesehenen ganz schön ins Staunen. „Dann machen wir eben etwas, was Ihr so noch nicht gemacht habt – wir schauen uns Bilder an“, meint Cesar. Kunst geht immer! Wir beginnen unseren Streifzug nicht in der Candelaria, wie viele andere Graffiti Touren Bogotás, sondern in Chapinero, einem der ältesten …

Die Gärten der Königin

Die Zivilisation hat uns wieder. Nach zwei Wochen fast völliger Einsamkeit und Ruhe sind wir im quirligen Trinidad gelandet. Von Santiago aus segeln wir die Nacht durch bis Cabo Cruz, wo wir direkt am Kap ankern, geschützt durch ein wunderschönes Riff. Doch kaum ist der Anker gefallen, Smutje mit Brille und Flossen ins glasklare Wasser…

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Die Gärten der Königin

Die Zivilisation hat uns wieder. Nach zwei Wochen fast völliger Einsamkeit und Ruhe sind wir im quirligen Trinidad gelandet. Von Santiago aus segeln wir die Nacht durch bis Cabo Cruz, wo wir direkt am Kap ankern, geschützt durch ein wunderschönes Riff. Doch kaum ist der Anker gefallen, Smutje mit Brille und Flossen ins glasklare Wasser…

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Die Gärten der Königin

Die Zivilisation hat uns wieder. Nach zwei Wochen fast völliger Einsamkeit und Ruhe sind wir im quirligen Trinidad gelandet. Von Santiago aus segeln wir die Nacht durch bis Cabo Cruz, wo wir direkt am Kap ankern, geschützt durch ein wunderschönes Riff. Doch kaum ist der Anker gefallen, Smutje mit Brille und Flossen ins glasklare Wasser…

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Die Gärten der Königin

Die Zivilisation hat uns wieder. Nach zwei Wochen fast völliger Einsamkeit und Ruhe sind wir im quirligen Trinidad gelandet. Von Santiago aus segeln wir die Nacht durch bis Cabo Cruz, wo wir direkt am Kap ankern, geschützt durch ein wunderschönes Riff. Doch kaum ist der Anker gefallen, Smutje mit Brille und Flossen ins glasklare Wasser…

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Heimatgefühl oder da, wo ich herkomme

Zugegeben, erst das viele Reisen bringt mich häufig in die Verlegenheit, die Frage nach meiner Heimat zu beantworten. Viel zu lange zögerte ich, meinen Wohnort als Heimat zu bezeichnen. Heimat ist das, wo man herkommt. Doch wo komme ich eigentlich her? Wo fängt Heimat an, wo hört Heimat auf. Wann wird aus Wahlheimat Heimat? Ich lebe nunmehr länger in meiner Wahlheimat als in der Heimat, in der ich geboren wurde und aufwuchs. Irgendwann wurde dennoch aus einer Thüringerin eine Berlinerin – und doch schlägt mein Herz für beides. 18 Jahre wuchs ich am südlichen Ausläufer des Thüringer Waldes auf, in den sanft welligen Hügeln, in denen die Sonne immer ein bisschen weniger schien als im Rest des Landes. Nichts Spektakuläres, sondern normale ländliche Idylle – doch mir fehlten schon immer Wasser und Großstadt. Was ich in meiner Kindheit schätzte, das Herumtollen auf Wiesen und in Wäldern, lockte ab dem Teenager-Alter nicht mehr. Wenn man mich fragte, was ich mal studieren wollte, wusste ich dies nicht mit Sicherheit zu sagen, doch eins war sicher, ich wollte …

Der Glanz von San Remo

Es ist die Frage nach Autos, die mir Lars immer als erstes stellt, wenn er mich nicht auf meinen Reisen begleitet. Er macht sich normalerweise nicht viel aus Autos, ich noch viel weniger. Als würde ein Auto etwas über die Seele eines Landes verraten. Fiat oder Porsche? Oder liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen? Ich ertappe mich selbst dabei, als ich auf meiner Fahrt von Genua nach San Remo aus dem Fenster schaue – Porsche, Ferrari, Mercedes SLK, Volvo huschen an uns vorbei. Kleine geschwinde Flecken, die dem pastellenen Bild der apricotfarbenen Häuserfassaden in der sanften Berglandschaft Liguriens ein wenig die Aufmerksamkeit stehlen. Sind diese Vorboten auf einen Jetset-Ort, den wir besuchen wollen – San Remo? Als wir die Stadt an der Riviera di Ponente erreichen, suche ich nach Klischees. Es ist die Vespa, die hier durch die Straßen knattert und italienisches Gefühl vermittelt, es ist die mächtige Spielbank, die unweit des Strandes über der Stadt thront und es sind die imposanten Villen der einstigen Adligen und Reichen, die sich an die Uferpromenade reihen. Und dann ist …

La Guajira – am nördlichsten Punkt Südamerikas Teil 2

Noch einmal überqueren wir die Bahnschienen. Dann begleitet uns ein langes Pfeifen. Am Horizont taucht ein Zug mit über 150 Waggons auf. Es ist der ewige Zug, der scheinbar kein Ende hat, der den endlichen Bodenschatz von La Guajira abtransportiert. Wir haben uns um 8 Uhr von Cabo de la Vela auf den Weg in den Norden der Halbinsel La Guajira gemacht. Es ist eine Fahrt ohne Wege. Hier bedarf es einen Allrad-Antrieb. Hier wissen wir, dass wir uns nun endgültig in ein sehr abgeschiedenes Gebiet hervorwagen. In ein Gebiet, das den nördlichsten Punkt des Festlands Südamerikas darstellt. Immer wieder passieren wir sandige Strecken zwischen den Kakteen, dann wieder steiniges, kurviges Terrain. Unsere Körper kämpfen gegen das Geruckel der imaginären Straße an. Ein wenig erinnert die Fahrt an die Mongolei. Stille macht sich im Auto breit. Längst haben Boygroups der 90er Jahre die landestypischen Vallenato-Gesänge abgelöst. Bei jedem Stopp ziehen wir uns zum Schutz gegen die gnadenlose Sonne Tücher über den Kopf. Es ist heiß, sehr heiß.   Gegen 11.30 Uhr halten wir an einem …

Santiago de Cuba

Seit ein paar Tagen ist es türkis, einfach unglaublich türkis. Hier und da mal der grüne Tupfer einer Miniinsel mit Mangroven, ein Fetzen weisser Strand aber dann wieder türkis, endloses Türkis. Wir schlängeln uns durch die Jardines de la Reina, ein 3800 Quadratkilometer grosser Meerespark voller Riffe und unbewohnter kleiner Inseln. Das Ganze steht unter…

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