Alle Artikel in: Allgemein

Mein Hong Kong – Tipps von Kaja Reschke

Kaja hat es schon immer in die Ferne gezogen und in Hong Kong hat sie die Möglichkeit bekommen, sich beruflich weiterzuentwickeln. Mit ihrem Blog Kajas Corner möchte sie andere Menschen für Hong Kong begeistern und einen Einblick in mein Expat-Leben geben. Du lebst seit Anfang 2015 als Expat in Hongkong. Worin besteht für Dich der Reiz an der Stadt? Hong Kong ist so unglaublich vielfältig. Auf der einen Seite ist Hong Kong die Stadt mit den meisten Hochhäusern weltweit und auf der anderen Seite gibt es über 30 Strände und unzählige Wanderwege. Die Kombination aus Großstadtflair mit Shopping Malls, internationalen Küchen und ruhiger Natur fasziniert mich. In Hong Kong kann man einfach alles gleichzeitig haben! Viele Touristen kommen nach Hongkong und haben wenig Zeit. Welche Top-Sehenswürdigkeiten empfiehlst Du für den Kurzbesuch? Auf jeden Fall sollte man auf den Victoria Peak fahren. Die Aussicht über Hong Kong ist dort fantastisch! Und dann unbedingt die alten Verkehrsmittel nutzen, z.B. einmal mit der Star Ferry von Kowloon nach Hong Kong Island fahren. Vom Wasser aus hat man einen tollen Ausblick über den …

Genua, Italien, puriy

Genua – should I stay or should I go?

Ich stehe unter der wehenden Wäsche in einer engen Gasse Genuas, in die kaum ein Sonnenstrahl fällt. Aus einer Seitenstraße tönt Straßenmusik. Ich weiß nicht, wo genau ich bin, habe wieder die Orientierung verloren. Das passiert in Genua schnell. Ich bin gekommen, um zu gehen – ähnlich ergeht es vielen, die Genua besuchen. Meist ist es ein Aufenthalt auf kurze Zeit oder wenige Stunden. Von einem der größten Häfen im Mittelmeerraum stechen zahlreiche Touristen an Bord riesiger Kreuzfahrtschiffe in See oder setzen mit einer Fähre nach Sardinien, Korsika oder Sizilien über. Damit tun sie es auf weniger abenteuerlichen Art dem berühmtesten Sohn der Stadt, Christoph Kolumbus, gleich, der in der ligurischen Hauptstadt 1451 zur Welt kam. Nicht nur Kolumbus zog aus, die Welt zu entdecken, sondern viele Genueser suchten ihr Glück ebenso in der Ferne – die da u.a. Buenos Aires hieß. Wer kennt sie nicht, die bunten Wellblechhäuser von La Boca in der argentinischen Hauptstadt? Auch ich bin gekommen, um heute Nachmittag bereits zu gehen. Nur ein Tag bleibt mir für Genua. In dem Moment, in …

Müritz, puriy

In einem Tag um die Müritz – 100 km mit Rad

Da ist sie, die frische Seeluft, die steife Brise, die im Norden immer ein Stück heftiger weht. Als wir den geschützten Wald, den wir größtenteils an der Ostseite der Müritz durchfuhren, am Ortseingang von Waren verlassen, kämpfen wir gegen die Sturmböen an. Dunkle Wolkenschichten schieben sich über uns hinweg, während neben uns am Uferweg das Wasser in Wellen an Land schwappt. Wir haben den größten Binnensee Deutschlands (auf deutschem Gebiet) erreicht – die Müritz. Leichter Nieselregen stäubt uns einen Hauch Frische ins Gesicht, doch uns dürstet es eher nach Wärme. Wir suchen das Kietzspeichercafé auf, um bei Kaffee und Kuchen zu entscheiden, ob wir die Müritzumrundung an dieser Stelle fortsetzen – unsere Radtour um die Müritz an einem Tag. Etwa ein Drittel liegt hinter uns, aber erst jetzt sehe ich die Müritz das erste Mal auf dieser Tour vor mir: Von Blankenförde sind wir über Granzin, Speck, Federow bereits nach Waren geradelt. 32 km in knapp zwei Stunden mit wenigen Fotostopps. Das klingt nicht viel, ist auch nicht viel, aber meine Erkältung der letzten Woche …

Jerusalem, Klagemauer, puriy

Reise nach Jerusalem

Welcome to hell – begrüßt uns Snir lachend, als wir mit unseren Rädern mitten in Jerusalem stehen. Es ist der Anfang unserer nächtlichen zweistündigen Radtour durch die Stadt, die Juden, Muslimen und Christen gleichermaßen heilig ist. Ein wenig kommt die Hölle in diesem Zusammenhang doch befremdend daher. Und doch deutet Snirs verschmitztes Lächeln darauf hin, diese Metapher gründlich zu durchdenken. Im Tal der Hölle (Ge Hinnom) wurden früher zur Königszeit Kinderopfer gebracht, klärt Snir uns schnell auf. Wir radeln weiter zum alten Bahnhofsgebäude, vor dem eine Bühne aufgebaut ist und getanzt wird. Es ist ein Platz, an dem man auch zum Shabbat ausgehen kann, ergänzt Snir. Wo Tel Aviv viel Haut zeigt und rund um die Uhr Party ist, zeigt sich Jerusalem sehr bedeckt. Und so verwundert der Blick aus dem Autofenster bei der Fahrt in die Innenstadt nicht, der bei der Nachmittagshitze Frauen in stoffreicher Bekleidung auf den Gehwegen freigibt. Dicke Nylonstrumpfhosen kleben an den Damenbeinen. Der dunkle Rock schwingt bis zur Wade während die Ärmel der Shirts bis zum Handgelenk reichen. Eine Perücke oder ein Tuch …

Havanna- mi amor

Nun sind wir schon wieder auf dem Absprung, unsere zwei Monate Kuba sind vorbei. Es geht knapp 800 Meilen südwärts Richtung Panama. Doch zuvor noch ein Eindruck einer Stadt, der uns bestimmt nicht so schnell wieder loslassen wird. HAVANNA – eine magische Stadt, die uns sofort in ihren Bann zieht! Faszinierend und erschreckend, quirlig und…

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Havanna- mi amor

Nun sind wir schon wieder auf dem Absprung, unsere zwei Monate Kuba sind vorbei. Es geht knapp 800 Meilen südwärts Richtung Panama. Doch zuvor noch ein Eindruck einer Stadt, der uns bestimmt nicht so schnell wieder loslassen wird. HAVANNA – eine magische Stadt, die uns sofort in ihren Bann zieht! Faszinierend und erschreckend, quirlig und…

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Havanna- mi amor

Nun sind wir schon wieder auf dem Absprung, unsere zwei Monate Kuba sind vorbei. Es geht knapp 800 Meilen südwärts Richtung Panama. Doch zuvor noch ein Eindruck einer Stadt, der uns bestimmt nicht so schnell wieder loslassen wird. HAVANNA – eine magische Stadt, die uns sofort in ihren Bann zieht! Faszinierend und erschreckend, quirlig und…

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Minca, Kolumbien

Minca – ein Dorf im höchsten Küstengebirge der Welt

Von meiner Hängematte schaue ich vom Hang hinab auf das Meer, dieses verschmilzt im Schein der untergehenden Sonne mit dem dahinter liegenden Lichtermeer. Ich bin nicht mitten drin, sondern ca. 17 km Kilometer von dem entfernt, was man das Herz der Karibik nennen könnte. Den vibrierenden Rhythmus Santa Martas habe ich hinter mir gelassen, als ich heute Mittag in die Sierra Nevada fuhr. Die Dörfer dünnten sich auf der 50 minütigen Fahrt immer mehr aus. Die Straße wurde holpriger, als uns unser Taxifahrer mit seinem auseinander fallenden Chevrolet den Berg hinauf fuhr. Auf einer Höhe von über 630 Metern kamen wir zum Halten. Ein kleines Taganga in den Bergen, ein paar kleine Tiendas, einfache Restaurants und Hospedajes – ein bisschen Aussteiger Flair. Auch wir steigen für zwei Tage aus und werden zum Zuschauer, der über dem Leben der Großstadt inmitten der Natur thront. Karibik war gestern, jetzt gehen wir von der Stadt über in Land und Fluss und kombinieren dieses mit Bergen. Wir sind im höchsten Küstengebirge der Welt und haben doch immer noch die …

Kongo

Kongo – das Sinnbild für Afrika

Interview mit Dominik Mohr von Follow the Shadow Welches afrikanische Land hat Dich besonders begeistert und weshalb? Für manch einen klingt es jetzt zwar verrückt, aber die Demokratische Republik Kongo hat mich wirklich beeindruckt. Auch wenn andere Länder wie Madagaskar zu meinen Lieblingen gehören, so ist der Kongo für mich Sinnbild für Afrika. Als ich nach Afrika aufbrach, wollte ich einmal erfahren wie die Menschen ohne Touristen leben und überleben. Es gibt hier keinen Bonus als Reisender, eher ist das tägliche Leben sogar noch schwieriger. Dafür sind die Menschen herzlich, interessiert und sie helfen einem wo es geht. Ein wirkliches Traumland für jeden abenteuerlustigen Afrikareisenden. Und man kann sich sicher sein: Die Erlebnisse sind einzigartig und nicht gestellt. Siehst Du Unterschiede zum Reisen in Afrika verglichen zu Reisen auf anderen Kontinenten? Ich sehe große Unterschiede, was Individualreisende betrifft. Pauschaltouristen, mit vorgefertigten Routen, einer Reiseleitung und wahrscheinlich auch eigenem Transport, bereisen Afrika genau wie jeden anderen Kontinent. Für beide Gruppen gilt aber das gehobene Preisniveau. Auch wenn es der ärmste Kontinent ist, die Nationalparks, schneller Transport und …

Mein erster Marathon, der Rennsteiglauf

Mein erster Marathon und dann gleich der Rennsteiglauf! Und die Thüringer haben auch noch gut anderthalb Kilometer oben drauf gepackt, als ob ein regulärer Marathon schon nicht  lang genug ist. Eigentlich wollte ich im Januar diesen Jahres beim Ski-Marathon am Rennsteig starten, doch dieser musste aufgrund von Schneemangel abgesagt werden. Umso schöner, dass ich diesen doch eigentlich traurigen Umstand zu verdanken habe, dass ich bei meinem dritten Start am Rennsteig nun auf die Marathonstrecke umsattelten konnte. Christoph vom Organisationsteam lud mich einige Monate nach der Absage des Ski-Marathons mit den Worten „na, einen Halbmarathon machst mir nicht, der Marathon, das ist der wahre Rennsteiglauf“ ein. Natürlich hatte ich in keiner Sekunde mit einem Start über die Marathondistanz geliebäugelt. Konnte ich mich in der Vergangenheit doch immer darum drücken, da ein Marathon regelmäßiges und umfangreiches Training erfordert. Doch nach kurzer Bedenkzeit sagte ich Christoph zu und startete unmittelbar  in die verbliebenen 5 ½ Vorbereitungswochen. Ca. 26 Trainingskilometer pro Woche legte ich in dieser Zeit zurück, was bei meinen fleißigen Lauffreunden nur ein müdes Lächeln entlockte bzw. …