Jahr: 2012

Der Ort, von dem die Filme sind

Wir verlassen am späten Vormittag Marrakesch und suchen unseren Weg raus gen Ourzazate. Vor uns tun sich bereits schneebedeckte Berge auf, in die wir bald hineinfahren werden, aber die wir nicht überfahren. Wir lassen den Toubkal westlich liegen. Vor Marrakesch ist der Bauboom genauso entfacht wie auch in der Stadt. Die Straßen sind zunächst noch leer und füllen sich bald, wenn wir uns die Serpentinen hochschrauben. Zunächst fahren wir in Oasen-Tälern entlang, die der Karge der hohen Berge ihr sattes Grün entgegensetzen wollen. Doch bald bewegen auch wir uns in die Büschellandschaft hinein, die eine Kakteenreiche Landschaft abwechselt. Rote Lehmbauten, die Ton in Ton mit ihrer Umwelt eins werden, bilden von nun an Ortschaften. Ich habe ein Déjà-vu und das heißt Bolivien. Nur die sich ewig hinziehende Hochebene erreichen wir hier nicht so recht, stattdessen immer wieder Hügel an Hügel, oder Berg an Berg. Langsam bewegen wir uns in unserem Suzuki nur vorwärts, während Jeeps und Touristenbusse an uns vorbeiheizen. Wir sind hier auf touristischen Pfaden, daran besteht kein Zweifel. Selbst die erste angesteuerte Raststätte …

In der Medina

Die Muezzingesänge wecken uns gegen 5 Uhr morgens. Dominanter als die arabische Romantik sind jedoch die intensiven Vogelgesänge. Die zwei Stunden Zeitverschiebung tun ihr übriges, mich früh genug aufstehen zu lassen. Der Hof erwacht sowieso gegen 7 Uhr. Wir lassen es uns im Hof und auf der Dachterrasse gutgehen, bevor wir durch die Souks gen Place Djamaa al-Fna starten. Man lässt sich treiben und wird getrieben zum Hauptplatz des Ortes. Wer sich verläuft ist selber schuld, verliert sich vielleicht zu sehr in eigenen Verhandlungsgeschicken und ehe er sich versieht, hat er die Orientierung verloren. Heute steht das übliche Touristenprogramm auf dem Plan. Wir gehen in die südliche Medina und zunächst verlieren wir die sonst so zahlreichen vorhandenen Touristen aus den Augen. Die Ecke wird dubioser, in Lateinamerika schon längst zu dubios, um sie offenherzig mit Fotoapparat gewappnet und Geld in der Tasche zu durchschreiten. Aber hier trifft man ein paar Ecken weiter am Bab Agnaou – dem wohl schönsten Tor der Stadtmauer – oder den Saadiergräbern die europäischen Besucher wieder. Der Ansturm ist verhalten verglichen …

Auf dem Weg nach Marrakesch

Die Muezzins wiegen uns auch sanft in den Morgen. Langsam erwacht das Riad. Wir frühstücken hier und lassen es im schönen Innenhof ruhig angehen. Ein kleiner Franzosenjunge unterhält uns wunderbar und wir fragen uns, wer hier wen die ganze Zeit verarscht, denn irgendwie scheint er nicht zu merken, dass wir so gar kein Französisch können. Bevor wir die Route nach Marrakesch einschlagen fahren wir noch kurz gen Norden auf der Route weiter nach Taghazout. Noch bekannter unter Surfern als der unsrige Ort. Und wo Surfer ein Territorium erobern, tut es sobald auch die gesamte Infrastruktur. Neben Havaiannas an zahlreichen Ecken gibt es auch eine Handvoll netter Cafés mit Blick über den Fischerstrand. Boote werden aus dem Wasser in schwerer Arbeit gehievt, Fisch verkauft unter zufriedenen Touristenblicken. Wir fahren in Richtung Tamaraght zurück und halten auf dem Weg noch einmal am Strand. Weit und breit ist nur eine Handvoll Menschen. Der Himmel lockert nur langsam seine Wolkendecke. Wir spazieren ein wenig entlang. Das Autobewacherbakschisch ist auch hier obligatorisch. Dezent, unaufdringlich – so präsentiert sich Marokko an unserem …

SKS Törn Gran Canaria

  Im Januar 2012 macht Smutje Buttje seine ersten Atlantikerfahrungen vor den Kanaren und “nebenbei” noch seinen SKS Schein. Mit Segelreisen Hering geht’s für eine Woche mit einer Bavaria 46 aufs Meer. Manöver in der Düse, ankern, kochen und schlafen im Würfelbecher, segeln mit gut Wind und Welle und als Belohnung ordentlich Vino Coto. Der…

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