Jahr: 2015

In den Himmel tauchen – Reisegeschichten von 5 Bloggerinnen

Kommt und taucht mit mir gemeinsam in den Himmel. Denn es ist vollbracht. Ein neues Projekt ist geboren und hat ein Buch hervorgebracht. Ein Werk von Bloggerinnen, die Geschichten lieben. Gemeinsam mit den lieben Kolleginnen Claudia, Elke, Nicole und Simone habe ich in den letzten Wochen aus der Ferne an unserem ersten gemeinsamen Buch „In den Himmel tauchen“ gewerkelt. Jetzt ist es fertig und ab sofort bestellbar unter Amazon Neobooks Weltbild Thalia Ebook Hugendubel Buecher.de Worum geht es? In unserem ersten gemeinsamen Buch möchten wir den Anfängen huldigen. Getreu dem Motto try something new – versuche etwas Neues, erzählen wir von 25 ersten Malen. Vermutlich, weil man auf Reisen eher vom Gewohnten abweicht, manchmal auch zwangsläufig. Die erste Hochzeit in Sibirien, der erste Törn mit einem Dreimaster, ein gälisches Tänzchen, eine Fahrt im VW-Bulli. Verzweifelte Versuche auf einem Surfbrett. Es wird lustig bis – im wahrsten Sinne des Wortes – atemberaubend bei der Gipfelbesteigung eines 5000ers. Es gibt skurrile Begegnungen, etwa mit einem Insel-Guru auf den Seychellen. Eine seltsame Nacht in der Wildnis. Angst? Wird irgendwie beiseite …

Spanisch lernen in Quito

Es ist wie immer auf Reisen, nicht nur mein Körper braucht ein paar Tage, um anzukommen, sondern auch meine Sprachkenntnisse müssen immer wieder auf’s Neue aus dem Schlaf geweckt werden. Reist man zu zweit, ist das noch schwerer. Daher habe ich mich nach meinen unzähligen Spanischstunden in der Volkshochschule und zwei Spanischwochen in Spanien und Bolivien erneut für Sprachunterricht entschieden. Zurück auf die Schulbank, heißt es in den ersten Tagen meines Quito-Aufenthaltes. Ich hätte eigentlich überall mein Spanisch aufbessern können, doch nach meiner letzten Reise nach Südamerika wusste ich, nicht nur die Kolumbianer sprechen „schönes“ Spanisch, sondern auch die Quiteños. Langsam und deutlich formuliert Luis, mein Lehrer, jeden Satz. Er tut das nicht, weil ich seine Schülerin bin. Auch wenn ich Gesprächen zwischen den Lehrern lausche, verstehe ich 90 Prozent, diese Quote würde ich an der Küste und anderswo nicht erreichen. Ein weiteres Entscheidungskriterium, das für Quito spricht, ist eindeutig der Preis. 8 bis 10 USD pro Einzelstunde sind fast nicht zu toppen und das bei guter Qualität. Jeden Morgen von 8.30 bis 12.30 Uhr …

Martinique

Karnevalsrhythmen schallen vom Ufer herüber, über uns thront eine gewaltige Festung. Wir sind in Fort-de-France, der Hauptstadt Martiniques. Auf dem Strassen ein buntes Treiben, an jeder Ecke werden Strapse und neonfarbene Dessous, Playboyohren, Perücken, Glitter und andere Karnevalsaccesoires verkauft. Jung und alt ist bunt unterwegs, Omi hat sich die Haare pink gefärbt, Opi trägt eine…

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Der Rausch des Amazonas – von Tubing, Canyoning und mehr

Ein Pfeifen weckt mich aus dem Traum. Plötzlich bin ich wieder ganz bei mir, ich paddle wild mit den Armen in den Strudeln des Flusses, um das rechte Ufer anzusteuern. Dabei war ich doch erst vor 20 Minuten in das kühle Andenwasser mit meinem aufgeblasenen Reifen gestiegen. Immer stromabwärts durch Stromschnellen im rasantem Wasser ließ ich mich auf dem ausgedienten Reifen treiben. Die Sichtbarkeit war gleich null. Viel Schlamm und Geröll aus den Bergen trägt der Rio Napo, sie schenken ihm seine dreckige braune Farbe. Wir scherzen über Anacondas und Kaimane und steigen dennoch tapfer zu fünft in unsere Gummigefährte. Und dann richte ich meinen Blick gen Himmel. Grüne Baumwipfel gigantischer Riesen zieren die Ränder. Kalte Strudel massieren sanft meine Haut. Ich lasse mich Richtung Coca treiben, von dort weiter an die peruanische Grenze, wo ich irgendwann Iquitos erreiche und in den Amazonas fließe. Von dort geht es ins Dreiländereck Kolumbien, Peru, Brasilien, bis ich über Manaus irgendwann den Atlantik erreiche. Was wäre wenn? Wenn ich den Pfeifton ignorieren und einfach weiter schwimmen würde? Unser Ziel …

Etosha Village – Glamping an einem besonderen Platz

Mit Tierstimmen im Ohr, dem Sternenhimmel über meinem Kopf und dem sandigen Duft des afrikanischen Buschs in der Nase schlafe ich ein. An diesem ungewöhnlichen Platz am Rande des Etosha Nationalpark ist auch das Dach über unserem Kopf nicht ganz konventionell. Glamping nennt man das wohl, wenn die einfache Hülle eines Zelts mit dem Komfort einer Chalet miteinander verschmelzen. Luxus, der unbezahlbar ist – Afrika, so nah zu erleben. Wir campen im Buschland, ohne auch nur irgendwelche Campingartikel mit uns zu führen. Wie das geht? Im Etosha Village ist alles möglich, oder fast alles. Ob Vollverpflegung, Halbverpflegung, Selbst-Catering, ob Dach überm Kopf oder offen, ob Air Condition oder frische Luft, ob selbstorganisiert die Umgebung erkunden oder doch lieber geführt. Individuell und doch auch eine Gemeinschaft, so funktioniert das Etosha Village. Camp Nur 2 km vom Andersson Gate entfernt liegt in einem Mopane-Wald das Etosha Village. Es passt sich mit seinen 40 Zelten nicht nur in die bloße Landschaft ein, sondern auch kulturell in die Umgebung. Denn Etosha Village trägt seinen Namen nicht ohne Grund. So …

In Etosha kommt alles in die Pfanne

Vor unserem Geländewagen bewegt sich etwas. Aus dem Gebüsch stolziert eine Riesentrappe auf unseren Weg. Wir versuchen unsere Enttäuschung etwas zu unterdrücken. Auch als Ismail, unser Guide, noch einmal hält, um uns den Steckbrief einer Oryxantilope vorzutragen. Wir sind im Etosha-Nationalpark, dem „großen weißen Platz“, doch noch hat sich die Landschaft nicht ihr strahlend weißes Kleid übergeworfen. Und so großartig im Sinne von vielseitig erscheint mir auch das Tierreich noch nicht mit seinen Riesentrappen und Antilopen in der ersten Stunde unseres Game Drives. Ismail betont immer wieder, dass es Regenzeit ist. Auch wenn wir nur vereinzelte kleine Schlammflecken finden, reichen diese schon aus, die Tierwelt Etoshas vor uns versteckt zu halten. Denn nur in der Trockenzeit suchen die Tiere zahlreich die Wasserstellen auf und sammeln sich in der weiß schimmernden Etosha-Pfanne, von der wir jetzt noch 20 km entfernt sind. Denn Etosha ist mehr als die berühmte salzige Lehmpfanne, die für wenige Monate im Jahr aus Regenwasser gespeist wird. Über 22.275 km² erstreckt sich der gesamte Nationalpark, wobei nur knapp 5.000 km² auf die „Pfanne“ …

Saquisili – Buntes Markttreiben in den Anden

Die Autolawine, die sich morgens zäh nach Quito windet, lassen wir hinter uns. Seit zwei Stunden sind wir nun auf der Avenida de los Volcanos – hier auch die Panamericana – unterwegs. Aufgeregt zeigen wir nach links hinüber zum Pasochoa, dann wieder nach rechts zum Corazon und Illinizas, Gipfel, die wir vor vier Monaten erklommen haben. Nur einer will sich heute im Dunst der Wolken gehüllt nicht zeigen – „unser“ Cotopaxi. Es geht zurück in die Region, die in uns noch immer emotionale Gefühlsausbrüche hervorruft. Es geht zurück in die Region Cotopaxi. Doch dieses Mal haben wir nicht unsere Wanderschuhe angezogen, sondern tragen nur leichtes Gepäck. Immer donnerstags machen sich in den frühen Morgenstunden weniger Touristen, sondern Einheimische verschiedener Stämme auf den Weg zum 20.000 Einwohner zählenden Ort Saquisili, in dem sie auf mehreren Märkten ihre Waren verkaufen. Aber eigentlich ist die ganze sonst verschlafene Stadt an diesem Tag ein einziger Markt. Dieser zählt zu den größten in Ecuador und ist verglichen zu dem großen Bruder in Otavalo doch auch viel authentischer. Zwischen den hohen Gipfeln wird …

Trinidad und ein Blick zurück in Kubas Vergangenheit

Vor genau einem Jahr reiste ich durch Kuba. Über viele Orte habe ich bereits ausführlich geschrieben. Doch einen besonderen Ort, der voller Geschichte sprüht und jeden Besucher in eine andere Zeit zurückversetzt, habe ich bisher ausgespart – TRINIDAD. Weshalb? Weil ich fand, dass keine Beschreibung dem Gefühl gerecht wurde, das man hat, wenn man dort durch die Straßen läuft. Ich habe es jetzt dennoch versucht und meinen Beitrag könnt Ihr als Bloggerempfehlung bei Neckermann Reisen nachlesen. zum Weiterlesen klickt auf > auf neckermann-reisen.de {Ihr findet meinen Beitrag in der linken Spalte etwas versteckt}

Zu alt für Hostels?

Ich bin einfach zu alt für Hostels! Es war nicht der Anfang sondern das Ende einer viermonatigen Reise, als ich in meiner vorletzten Nacht zu dieser Erkenntnis kam. In meiner ersten Nacht schaute ich über all die kreischenden Mädels, Türknaller, Badblockierer hinweg – gehört das doch einfach dazu und ist der ewig bekannte Einstieg meiner Reisen. Doch am Ende war ich unerholter als nach jedem Bürotag zuhause und irgendwie auch einfach reisemüde. Vielleicht hatte ich auch einfach einen schlechten Tag, als ich nach einer ermüdenden Reise Bogotá erreichte und nur ins Bett fallen wollte, das aber noch nicht geräumt war. Vielleicht hätte es auch ungeräumt bleiben sollen, dann hätte ich mir eine andere Unterkunft suchen müssen. Aber so sollte ich mich zwei weitere Stunden am späten Abend gedulden, bis der „Blockierer“-Typ seine sieben Sachen packte. Endlich fiel ich ins Bett, als ein junger Brite die grandiose Idee hatte, eine riesige Lautsprecherbox anzuschleppen und diese direkt vor meiner Tür zu platzieren. Die nächsten Stunden bis 6 Uhr morgens sollte daraus schlechtester Dancefloor hallen, der sich durch …

Swakopmund und das Rauschen des Meeres

„Dieses Gebäude war mal ein deutsches Hotel.“ Seit 20 Minuten sitze ich nun im Flur dieser Arztpraxis. Plötzlich spricht mich eine junge Dame auf Englisch an und erzählt mir etwas über die Geschichte dieses Hauses. Etwas peinlich berührt ist sie schon, als sie aus meiner Antwort erkennt, dass ich Deutsche bin. Deutsch lernen sie in der Schule, aber so richtig praktizieren tut sie es nicht, anders als viele hier in dieser Ex-Kolonie, entschuldigt sie sich und versucht sich in ein paar deutschen Sätzen. Ich glaube, ihre Erleichterung zu spüren, als ich ihr sage, wie seltsam ich es ohnehin empfinde, so viel deutsche Geschichte in Afrika zu finden. Als sei das Eis gebrochen, fragt sie mich neugierig „Ist das beim Quadfahren passiert?“ und zeigt auf meinen Arm. „Weshalb?“ erwidere ich. „Na Quad- und Sandboarding-Unfälle sind doch irgendwie immer der Grund, wenn sich Touristen in diese Arztpraxis verirren anstatt den Tag am Meer zu verbringen.“ Sie hat Recht, ich wäre jetzt gern in den Dünen mit Board unterwegs, habe mich seit Wochen darauf gefreut. Und dann kam …