Wann? 21.11.2012 - 25.11.2012 - ganztags
Wo? Staatliches Museum für Völkerkunde München
In diesem Jahr zeigen wir Dokumentar- und Spielfilme aus allen Kontinenten sowie Werke der Dokufiktion, einst Grenzbereich und mittlerweile ein eigenes Genre der Filmszene. 17 Filme behandeln persönliche Schicksale und gesellschaftliche Umbrüche, große Themen und kleine Geschichten aus 14 verschiedenen Ländern. Die internationalen Schauplätze sind Bolivien, Nigeria, Kamerun, Iran und Rumänien sowie Papua Neuguinea und Australien.
Zur Eröffnung präsentieren wir den ersten abendfüllenden Film von Jens Wenkel. „Lagos – Notizen einer Stadt“ beschwört das vielfältige Bild einer Metropole, die durch ihre Unübersichtlichkeit fasziniert und die urbane Zukunft vorwegnimmt. Der Film ist eine Collage: Sechs Personen – Künstler, Prostituierte und Geschäftsleute – berichten vom Leben in Slums oder Limousinen. Jede erzählt aus ihrer ganz eigenen Welt. Erst aus den verschiedenen Perspektiven ergibt sich das Bild der Mega-City. Immer auf Augenhöhe mit seinen Darstellern, zeigt der Film, indem er bezeugt, und überzeugt, ohne zu behaupten – ein Dokumentarfilm im besten Sinne des Wortes, der in seinem Vorgehen und seiner Darstellungsart in besonderer Weise den Anspruch des Münchner Völkerkundemuseums repräsentiert.
Ein neuer Programmpunkt des EthnoFilmFests richtet sich speziell an Kinder und Familien: „Chandani und ihr Elefant“ erzählt die berührende Geschichte der Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Elefanten und thematisiert Familienbeziehungen in Südasien.
Unsere Klassikerreihe zeigt heuer ein Juwel der Filmgeschichte: „Tokosile – Die schwarze Schwester“ aus dem Jahr 1932. Der Film ist ein Paradebeispiel für das Genre des Missionsspielfilms. Schließlich präsentieren die „Young Professionals“ brandneue Filme, die am Münchner Institut für Ethnologie entstanden sind.
