Alle Artikel in: Uganda

Berichte aus Uganda

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Auf dem Victoriasee

Eigentlich wollten wir die 8 Uhr-Fähre von Bukakata nach Luku schaffen. Als wir eine Stunde zuvor unser Guest House in Nyendo verließen, versuchte uns der Hausherr von den Vorzügen eines Taxis zu überzeugen. Denn als Muzungu fährt man kein Matatu. Wir lehnten ab und begaben uns in die Hand der Boda Boda Fahrer, die uns zum Matatuplatz brachten. Als wir dort ankamen, schaute ich erstaunt. Hier gab es keine Kleinbusse, sondern nur PKWs. Schnell begriffen wir, hier fallen die Matatus eben eine Nummer kleiner als gewöhnlich aus. In normale PKWs bekommt man ja schließlich auch zehn Personen unter. Zu acht fuhren wir zum Glück los. Wären wir nur sieben geblieben, hätten wir von Glück reden können. Doch der achte Fahrgast war eine Frau. Und an diesem wunderbaren Morgen des Heiligabend fiel ihr unterwegs ein, noch Hennafarbe für ihre Haare kaufen zu müssen. Der Zeiger meiner Uhr nahm Fahrt auf, während wir eingequetscht im Matatu-PKW mit Warten verbrachten. Nach 20 Minuten hatte die Dame endlich ihren Einkauf und Plausch beendet. Nun konnte es wirklich losgehen. Unser …

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Unterwegs in der Inselwelt Ugandas – im Lake Bunyonyi

„Rutinda, Rutinda, Rutinda…“ tönt es aus einem Matatu. Wir hatten Glück. Es war Montag und Markttag. Obwohl bisher nur ein Fahrgast im Wagen saß, sollte es auch gleich losgehen, signalisierte uns der Abkassierer. Wir ließen uns nicht lange bitten und saßen neben Fahrer, Abkassierer und dem bisher einzigen Fahrgast zu fünft in dem Sammeltaxi. Zu unserem Erstaunen setzte sich das Matatu auch gleich in Bewegung, was wir bisher noch nie in Afrika erlebt hatten. Die Bewegung bezog sich leider nicht nur auf die Räder sondern auf das gesamte Fahrgestell. Für viele bedeutet Matatu Problem (siehe das aus dem Swahili stammende Wort „Matata“ = Problem) und das hatten wir tatsächlich! Die 7 km lange Strecke von Kabale zum Lake Buyoni schlängelte sich serpentinenartig um die bergige Landschaft und stellte das Matatu und uns vor eine besondere Herausforderung. Ich bin schon viele Matatus gefahren, aber dieses Exemplar war ein ganz Spezielles. Das Gute war, der Fahrer konnte nicht wie sonst gewohnt rasen, das Schlechte war, der Wagen befand sich in einem fürchterlichen Zustand und verstand sich als rollender …

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Mein Kind in Afrika

Reise und tue Gutes. So ungefähr war wohl bei mir vor acht Jahren der Gedanke gereift, irgendetwas oder irgendjemanden in Afrika oder Lateinamerika unterstützen zu wollen. Ich wollte etwas zurückgeben, nachdem mich jede einzelne Reise bereichert hatte. Außerdem war es mit Ende zwanzig Zeit für ein Kind – ein Patenkind. Land, Geschlecht, Alter – egal. Am Ende war es reiner Zufall, dass sich Janets Weg mit dem meinigen kreuzte. Eine wunderbare Begegnung, die noch heute nachklingt, mit jedem Brief, den ich an Janet schreibe, mit jedem Geschenk, das ich ihr zum Weihnachtsfest schicke. Nicht zuletzt ist es aber ein Projekt, für das Janet Modell steht. Es ist ein Projekt, von dem mehrere etwas haben. Nicht nur Janet, nicht nur ich, sondern die Gemeinschaft… Wie läuft so eine Begegnung ab, die nur wenige Monate nach Aufnahme einer Patenschaft in Kamuli stattfand? Am Morgen des 5. Dezember 2005 war es soweit. Nach nur einem Brief war bereits viel Neugierde gewachsen, wie würde es wohl sein, plötzlich dem Patenkind gegenüberzustehen? Ein Kind, das ich nur von einem Foto kannte. …

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Mitgebracht. Souvenirs aus Afrika

  Sommerzeit = Reisezeit. Rucksäcke und Koffer fliegen wieder rund um die Welt und kehren mit zahlreichen Souvenirs gefüllt in die Heimat zurück. Manche begeistern nur in dem Moment, in dem man sie erstanden hat, andere lassen uns noch Jahre später gern an die Reise zurückdenken. In meiner kleinen Fotoreihe „Mitgebracht“ stelle ich Euch sinnvolle und weniger sinnvolle Mitbringsel meiner Reisen vor. Einige sind schon weggetrunken, weggegessen oder einfach kaputt und schafften es somit nicht auf das Bild. Alle anderen findet ihr hier. Den Anfang meiner Souvenirreihe macht AFRIKA. Summer time = travel time. Backpacks and suitcases are flying around the world and return home filled with numerous souvenirs. Some only enthuse in the heat of the moment when you purchase them, others let us still reminisce about a trip years later. In my little photo series „Mitgebracht“, I introduce to you more or less meaningful souvenirs from my trips. Some are already drunk up, eaten up or merely broken, but you can find the ones that survived in the pictures here. My series of souvenirs starts with AFRICA. 1. Äthopischer Schal …