Mompox

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Wer Südamerika liebt, liebt Kolumbien. Wer Kolumbien liebt, liebt Südamerika. Denn Kolumbien bietet all das, was es sonst auf dem gesamten Kontinent zu sehen gibt: Hohe Andengipfel, kristallklares Karibikwasser, moderne und doch historische Großstädte sowie weite Llanos Ebenen und Dschungel am Amazonas mit vielseitiger Fauna und Flora… Kultur, Archäologie und Musik. Kolumbien ist wie ein Miniaturbild von Südamerika. Wenn Du einmal hier gewesen bist, willst Du nicht mehr gehen oder musst einfach zurückkommen. Das Risiko für Touristen ist, sich in ein großartiges Land zu verlieben. Das habe ich! Als ich 2010 in den Flieger stieg, wusste ich, dass ich zurückkehren werde. Gerade wegen dieser Vielfalt, die Kolumbien mit seiner Natur und Kultur Reisenden bietet, zog es mich 2011 und 2013 zurück und ist daher noch immer mein absoluter Reisetipp.

Denn meine erste Reise führte mich nur nordwärts über das wunderschöne koloniale Städtchen Villa de Leyva mit seinen einstöckigen Ziegeldachhäuschen und jahrhundertealtem Kopfsteinpflaster sowie das Abenteuer und Outdoor-El Dorado San Gil nach Santa Marta. Hier gefiel es mir auf Anhieb. Zumindest 2009 war die Küstenstadt noch nicht aufpoliert wie die Schwesterstadt Cartagena, aber man merkte bereits, dass etwas in Bewegung ist. Als ich 2013 zurückkehrte, fand ich tatsächlich einen gut restaurierten, touristenfreundlichen Stadtkern wieder, in dem sich charmvolle Restaurants, Cafés und Unterkünfte aneinanderreihten. Santa Marta ist eine Großstadt mit karibischem Leben in einer traumhaft bestechenden Landschaft – vor mir die Karibik, im Rücken die Sierra Nevada, die mit ihren nur 45 km entfernten jeweils 5.775 m hohen Gipfeln Pico Cristóbal Colón und Pico Simón Bolívar zum höchsten Küstengebirge der Welt zählt. In der 1525 gegründeten Stadt (und damit erste spanische Stadt auf amerikanischem Festland) kann man sein “Basislager” für die Erkundung der nordöstlichen Region Kolumbiens einrichten: Wandertouren in die Nebelwälder der Sierra Nevada vom nahe gelegenen Minca aus, Strandtage im Tayrona Nationalpark mit seinen ausgedehnten und ursprünglichen Karibikstränden, die über dem relaxten Ort Palomino bis nach Riohacha und weiter reichen, Tauchen im 30 Minuten entfernten Taganga oder einen mehrtägigen Treck zu einer der größten wiederentdeckten präkolumbischen Stätte Südamerikas – Ciudad Perdida (Buritaca 2000 oder Teyuna). Unterwegs trifft man auf die hier lebenden und geschützten Kogis, die von den Taironas abstammen.

Mit dem Bus vier Stunden westlich von Santa Marta liegt die Perle der Karibik: Cartagena. Sicherlich zählt sie zu den schönsten Kolonialstädten Südamerikas und wird nicht zuletzt auch aus diesem Grund am häufigsten besucht. Im komplett ummauerten alten Stadtzentrum der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt tümmeln sich die kolumbianischen und internationalen Touristen. Hier befinden sich die reizvollen, restaurierten Häuser, die Kathedrale und zahllose Paläste im andalusischen Stil. Im weniger prachtvollen, aber dennoch ebenso schön restaurierten Getsemaní, dem Viertel der kleinen Leute und Handwerker, findet man die Infrastruktur für den etwas kleineren touristischen Geldbeutel mit vielen Hostels, Cafés, Kneipen und der allgegenwärtigen Musik, die aus jedem Haus schallt. Neben Sightseeing, Kultur und Nachtleben bietet auch Cartagena vor allem Strand! Auch wenn mich die Stadtstrände von Bocagrande, der Landzunge mit riesigen Hotelkomplexen, nicht reizte, so sind doch Ausflüge bspw. zur Isla Barú ihren Preis wert.

Wenn man einmal im Norden ist, sollte man den Abstecher nach Mompóx auf dem Weg nach Süden wagen. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe-Städtchen liegt zwar auf keiner der üblichen Touristenrouten, ist aber mit seiner Insellage und den hübschen Kolonialhäusern absolut sehenswert. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Nur das Quietschen des Ventilators (und auf den STraßen der Motorenlärm der zahlreichen Mopeds) ist zu hören. Es gibt neben den Kirchen keine großen Sehenswürdigkeiten, sondern die Stadt selbst ist die Sehenswürdigkeit – mit seinen Häusern, seiner Lage, seinen Menschen. Tagsüber hört man es aus den gekühlten Zimmern ächzen “hace mucho, mucho, mucho caliente”. Und so findet auch das Travellerleben hier noch einmal eine Spur mehr auf Sparflamme statt. Mompóx zählt zu den heißesten Städten Kolumbiens, das glaubt man sofort. Wenn man dann doch einmal die kühlenden Mauern verlässt, dann nur, um die wunderschöne Cienaga de Pijiño am Rio Magdalena, dem längsten Fluss Kolumbiens, mit ihrer vielseitigen Fauna zu erkunden.

Apropos Fauna und Flora: Schon der deutsche Forscher Alexander von Humboldt war vom Artenreichtum und von der Pflanzenvielfalt Kolumbiens beeindruckt. So fasziniert wie Humboldt war auch ich von Anfang an. Und wo kann man die üppige Vielfalt am besten erleben? Im Urwald, am Amazonas! Und da trieb es mich auf all meinen Reisen hin. Dreimal flog ich die Urwald- und Grenzstadt Leticia an, die der Ausgangspunkt für Touren im Urwald ist. Einmal ging es den Rio Yavari flussaufwärts zum Camp Palmari (auf brasilianischer Seite). Urwaldwanderungen, Kajakausflüge durch bizarr anmutende überschwemmte Gebiete, Baden, Vogelbeobachtung… Die Tage vergingen im Flug. Ein anderes Mal fuhren wir den Amazonas flussaufwärts, um im auto- und mopedfreien Städtchen Puerto Nariño unser “Lager” aufzuschlagen. Auch von hier wanderten wir in den Urwald, besuchten indigene Dörfer, schwammen mit pinken und grauen Delfinen und genossen die allabendliche lautstarke Rückkehr der Papageie aus den umliegenden Wäldern. Überhaupt, einfach in der Hängematte wiegen und dem “Urwald Sound System” lauschen, auch das ist schon himmlisch. Denn Urwald ist etwas für die Sinne: Sattes Grün für die Augen und ein Orchester an tierischen Melodien. Und genau dies kann man auch wunderbar genießen auf einer Schifffahrt den Amazonas flussabwärts – von Tabatinga nach Manaus. Hier ist man zum Nichtstun verdammt und somit völlig auf das Leben auf dem Schiff und das vorbeiziehende Setting fokussiert. Zwischen Frühstück, Mittag und Abendessen liegt lediglich das Ruhen, Schauen, Unterhalten und Lesen. Highlight sind die Stopps mit dem Beladen der riesigen Pirarucus. Schiffe fahren auch von Santa Rosa, Leticias peruanisches Schwesterdorf, nach Iquitos. Nur in der Weihnachtszeit lässt solch ein Boot auf sich warten und so nahmen wir auf dieser Strecke notgedrungen das teurere und weniger romantische, aber fixe Schnellboot. Die Sinne kommen hier leider nicht zum Einsatz, bei mir war es nur der Brechreiz. Aber dennoch, wer schnell vom Dreiländereck weiterkommen will, für den mag dies eine Alternative sein.

Kolumbien ist (auch) ein Andenstaat. Um Berge kommt der Reisende nicht herum. Allein bei der Landung in Bogotá fällt der Blick auf die hügelige Landschaft. Egal, wohin man von der Hauptstadt reist, zunächst geht es immer erst einmal durch und über Gebirgszüge.

Und auch an Unesco-Weltkulturerbe-Stätten ist Kolumbien reich. Neben den erwähnten Städten Mompóx und Cartagena trägt auch San Agustín diese Auszeichnung. San Agustin liegt in der Nähe der Quelle des Rio Magdalenas. Bekannt ist dieser Ort für seine mit einfachsten Werkzeugen hergestellte Felsskulpturen und mystische Figuren von 100 bis 1200 nach Chr. Mehrere archäologische Parks kann man entweder zu Fuss oder auf dem Pferd bewundern. Früher eher beschwerlich, heutzutage jedoch durch Straßenbaumaßnahmen enorm erleichtert ist die Strecke durch die landschaftlich reizvolle in Nebel gehüllte Umgebung nach Popayan. Die weiße Stadt besticht wieder durch ihre koloniale Architektur.

Nicht nur architektonische Highlights schaffen es, die UNESCO zu überzeugen. Kolumbiens bekanntester Export-Schlager setzte wohl seine besonderen Reize. So zählt Kolumbiens “Kaffee-Kulturlandschaft” seit 2011 zum UNESCO Welterbe. Als bekennende Kaffeeliebhaberin, die es immer häufiger in Kaffee-Destinationen wie u.a. Äthiopien und Panama treibt, stand somit auch der Besuch im Kaffeedreieck auf der Reiseroute. Von Armenia aus fuhren wir in das kleine, aber touristisch beliebte Salento. Natürlich war eine Kaffeetour obligatorisch. Wir entschieden uns für die unkonventionelle Variante, die das La Serrana anbietet. Wir erhalten ungefähre Wegbeschreibungen und treffen an einer Kreuzung auf Pedro Burgos, der eine kleine Kaffeefarm “Reserva Café Sachamama” mit seiner Frau Maryori im Quindio Flusstal betreibt. Bei dieser Führung geht es mehr als um Kaffee. Es geht auch um das Verständnis für die Natur. Und so nehmen wir uns viel Zeit, während uns Pedro jede einzelne Pflanze zeigt und erklärt. Monokultur ist für Pedro nicht. Denn das gesamte Ökosystem muss funktionieren, um einen köstlichen organischen Kaffee am Ende genießen zu können. Auf seinen 6 ha wachsen 500 Kaffeepflanzen. Bei den kommerziellen Wettbewerbern sind es 1.600 pro ha. Bevor wir uns seine Farm genauer ansehen, serviert uns seine Frau noch ein köstliches Mittagessen. Am Ende zahlt jeder soviel, wie er glaubt, geben zu müssen. Auch Ausreiten kann man in Salento wunderbar. Ein Ziel in der Nähe ist bspw. auch Cocora mit seinen berühmten Wachspalmen. Vom Markt in Salento fahren täglich mehrmals Willys zu diesem Ort, von dem aus man schöne Wanderungen unternehmen kann.

Wer genug von Natur hat, kann ein relativ normales großstädtisches Leben in Bogotá, Medellin oder Calí finden. Kultur und Partys gibt es hier zuhauf. In Calí sind es die legendären Salsa Partys, die uns bspw. ins Tin Tin Deo lockten. Den typischen Salsa Caleña lernten wir zwar nicht in der Kürze der Zeit, aber zu den Rhythmen reicht bereits der schlichte Salsa Cubana, nur man fällt eben auf. In Medellin locken die vielzähligen Museen und abends sicherlich auch den einen oder anderen die Kneipen im In-Viertel Poblado. Wir flohen dennoch wieder in die Natur. Und hätten es bereut, wenn wir uns nicht die Zeit genommen hätten. Das Umland von Medellin ist idyllisch und topt alles, als wir endlich den Blick über den riesigen gefluteten Teil der Landschaft erhaschen. Mich erinnert die Region um Guatapé an den Lake Bunyoni in Uganda. Eine riesige Seenlandschaft, aus der tausend kleine Hügelinseln herausragen. Wir sind sofort fasziniert. Kaum zu glauben, dass es sich hierbei um eine geflutete Landschaft handelt, um einen riesigen Stausee. Es ist und bleibt der schönste Stausee, den ich je gesehen habe.

Vielfältige Ausflugsmöglichkeiten bietet auch die Hauptstadt des Landes. Aber als absoluter Liebhaber der 9 Millionen Metropole rate ich jedem, die Stadt zunächst in vollen Zügen zu erkunden. Denn 9 Millionen hört sich mehr nach Moloch an, als Bogotá wirklich ist – zumindest für den üblichen Touristen. Denn der hält sich in der Regel nur in zwei Teilen der Stadt auf: dem historischen Altstadtkern Candelaria und den modernen nördlichen Gegenden wie Chapinero, Zona Rosa, Zona T, Parque 93… Wem die Stadt selbst mit ihren 2.640 Metern noch nicht hoch genug ist, der sollte es nicht vermissen, den Ausblick über die Hochebene der Anden, der Sabana de Bogotá, vom “Stadtberg” Monserrate (3.152 Meter) zu genießen. Hier führen unweit der Candelaria eine Seilbahn (Teleférico) und eine Kabelbahn (Funicular) hinauf. Aber auch die eigenen Füße können einen auf einem gut ausgebauten Wanderweg auf den Gipfel tragen. Die Kirche auf dem Monserrate mit dem Schrein des „Gefallenen Jesus“ ist ein beliebtes Wallfahrtsziel besonders für Kolumbianer.

Zu einen der Must-have-seen-Dinge der Stadt zählt das Goldmuseum in der Candelaria. In einem dreistündigen Rundgang mit Audioguide erfährt man hier so ziemlich alles über die Metallvorkommen, insbesondere Gold, nach Regionen, Zeiten, Verwendung sortiert. Der Besuch des Museums ist sicherlich am Ende einer Reise fast noch sinnvoller, wenn man durch seine Vorkenntnisse das Gesehene besser einordnen kann. Zugegeben wird man irgendwann, bei mir war das nach ca. 1,5 Stunden, von der Informationsfülle erschlagen. Besonders die regionale Einordnung gefiel mir sehr gut, aber genau hier wiederholen sich irgendwann die Infos, da die meisten Völker eben ähnlichen Gebrauch von ihrem Gold gemacht haben und dieses zu ähnlichen Gegenständen verarbeitet haben. Ein weiteres Museum, das auf dem Plan eines jeden Kunstliebhabers stehen sollte, ist das Botero Museum, in dem nicht nur Werke von Botero zu bestaunen sind. Besonders gern für einen Drink bin ich auf dem Plazoleta del Chorro de Quevedo in der Nähe der Universität. Hier mischen sich inzwischen auch größere Touristengruppen unter die Studenten. Kneipe an Kneipe, vor der winzigen Kirche sitzt man und lauscht einem Studenten bei seiner Rede. Der Rest ist Musik und Unterhaltung. Überhaupt, zahlreiche Kirchen und Klöster zieren die Stadt, deren Kern der Plaza Bolívar bildet. Dieser monumentale Plaza ist von drei großen Gebäudekomplexen dominiert: von der 1823 vollendeten klassizistischen Kathedrale, dem Sitz des Kongresses „Capitolio Nacional“ mit einer mächtigen Säulenhalle und dem Sitz des Bürgermeisters „Alcaldía de Bogotá“. An der Nordseite des Platzes befindet sich der mächtige Justizpalast, der an die dramatischen Ereignisse von 1985 erinnert, bei denen Guerilleros den Palast mit Geiseln besetzt hatten, woraufhin der Palast zerschossen wurde.

Die Stadt ist grün! Nicht nur die zahlreichen Bäume an den Straßen und die vielen Parks (z.B. der riesige Simón-Bolívar-Park, einer der größten städtischen Parks der Welt) weisen darauf hin. Auch in Sachen Umwelt macht Bogotá auf sich aufmerksam. Immer sonn- und feiertags werden die Septima und einige weitere Routen für den Autoverkehr gesperrt. Dann erobern Räder, Inliner, Skateboards und Fussgänger die sonst so befahrenen Straßen. Die Ciclovia ist wie ein großes Fest. Verschiedene Getränkestationen und Reparaturstände säumen die Straßen. Wir mieteten uns ebenso Räder und bekamen einmal mehr das Gefühl für einen Teil der Stadt – zumindest vom Parque 93 im Norden bis zum Plaza Bolivar.

Kolumbien scheint in den letzten Jahr besonders in deutschsprachigen Ländern als Reiseziel für Individualreisende nach vielen Jahren der Missachtung auf Grund der politischen Situation wieder auf der Agenda zu sein. Generell empfanden wir die Sicherheitslage im Land gut und wurden auch von Polizei und Militär immer sehr offen und interessiert aufgenommen. (MB)

Stationen: Bogotá - Cali – Cartagena – Ciudad Perdida - Guatape - Isla Barú - Medellin – Mompox - Letitcia – Palomino - Popayan – Puerto Nariño - San Gil – San Agustin – Salento – Santa Marta – Taganga – Tayrona Parque – Villa del Leyva -  Zipaquira | Reiseführer

Hostal Sue, Calle 16 no. 2-55, und Carrera 3, Bogotá, Colombia, www.suecandelaria.com

Es gibt zwei Hostels namens Sue, die in Laufdistanz in der Candelaria liegen.
Das in Calle 16 ist sehr klein und eng, mit einem ebenso kleinen Aufenthaltsraum und winzigen Garten. Ein Bad reicht selbst bei der Größenordnung nur schwer aus. Daher gehen immer wieder Gäste zum Waschen in das benachbarte Platypus Hostel. Ansonsten ist die Atmosphäre sehr familiär. Das Hostel in der Carrera 3 verfügt über einen größeren Innenhof und Aufenthaltsraum. Schön, aber leider in meiner Nacht hier zu laut und zu unfreundliches Personal.

Hostal Fátima, Calle 14 No. 2-24, Bogota, Colombia, www.hostalfatima.com
Nach zweimal Sue konnte es nur noch besser werden. Und Fatima war ein stückweit besser, wenngleich auch etwas in die Tage gekommen. Um einen überdachten Patio gehen auf zwei Etagen die Zimmer ab. Hier hat man genug Raum, sich zu unterhalten oder eben im Gemeinschaftsraum Bekanntschaften zu schließen, der etwas abseits von den Zimmern gelegen ist und somit den Lautstärkepegel hier etwas dimmt. Außerdem sehr gut gelegen in einer Seitenstrasse von der Carrera 3. Von hier aus ist es ein Steinwurf entfernt zum Plazoleta del Chorro de Quevedo, wo man nette kleine Kneipen findet, in denen Studenten abends ein Bierchen trinken.

Hotel Aragon, Carrera 3 No. 14-13, Bogotá, Colombia
Mit dem Hotel Aragon scheint man es nicht gut zu meinen, liest man im Vorfeld Kritiken über diese Unterkunft (zumindest im Jahr 2009). Unfreundlichkeit und fehlende Atmopshäre wird ihm attestiert. Und so kam ich mehr aus Zufall in diesem Hotel unter, als ich eine völlig durchgedröhnte Nacht im gegenüberliegenden Hostal Sue hinter mir hatte, in dem Schlafen nur Nebensache ist oder besser Tagesaufgabe und man schief angeschaut wird, wenn man tatsächlich nachts sein Bett aufsucht. Also waren meine Sinne schon gänzlich getrübt und die Ruhe im Aragon, der Preis und die Zimmergröße eine Wohltat. Günstiger als in den Hostels in der Umgebung schläft es sich hier wunderbar. Daher mein Tipp, für preisbewusste Leute, die auf Hostel-Parties verzichten wollen.

JW Marriott Hotel Bogota, Calle 73 #8-60 · Bogotá, Kolumbien, www.marriott.de/hotels/travel/bogjw-jw-marriott-hotel-bogota/
Sicherlich nur für wenige eine Option, denn dieses Hotel ist eines der teuersten Hotels der Stadt. Hier verbrachten wir drei Nächte. In dem Haus der Luxusklasse wurden uns quasi alle Wünsche von den Lippen abgelesen und man hat uns rund um die Uhr verwöhnt. Das tollste ist die wirklich wundervolle Pool- und Saunalandschaft, gerade an verregneten Tagen. Dieses Hotel hält durchaus, was seine 5 Sterne versprechen.

Sehenswertes:
Museo Botero, Calle 11 # 4 – 14, Bogota, Colombia | Museo del Oro, Parque de Santander, Bogota, Colombia | Plazoleta del Chorro de Quevedo, Carrera 3 | Cerro de Monserrate (Mit der Seilbahn in 4 Minuten auf eine Höhe von 3152 Metern) | Ave. Jimenez  | Plaza Bolivar | Zona Rosa und Parque 93 (wenn man es mal modern mag) 

Essen:
Cafe Sue (Carrera 3) | Restaurante Vegetariano Boulevard Sesamo (Avenida Jiménez No. 4-64) | Mora Mora  | Café La Esquina | Café El Maná (El Chorro de Quevedo) | Juan Valdez | Crepes & Waffles | und mehr für Vegetarier: www.bogota-dc.com/rest/bog-res5.htm

 

Partytipp: Im Teatro Metropol finden regelmäßig Konzerte und Partys statt.

Tipp: Tagesausflug zur Catedral de Sal de Zipaquirá | An Sonn- und Feiertagen früh aufstehen, Rad ausleihen und die Ciclovia  miterleben (von 7 bis 14 Uhr). | Im Centro Cultural Gabriel Garcia Marquez spanischsprachige Bücher shoppen.

Hostel Jovita, Cra 5 No. 4 – 56 – San Antonio, Cali-Colombia, www.jovitashostel.com
Nettes Hostel in der Neighbourhood San Antonio. Tagsüber verschlafen, erwacht dies nachts. Begrünter Innenhof, schöner Altabu, aber dunkle Räume und dafür überteuert. Daher wechselten wir ins Iguana Hostel.

Iguana Hostel, Avenida 9N No. 22N-22, Cali, Colombia, www.iguana.com.co
Das Iguana Hostel befindet sich im beschaulichen Viertel Calís in Santa Monica und wird von Schweizern betrieben. Die Zimmer hier sind ihren Preis wert. Endlich wieder luftig mit Fenster, süßem Garten, Aufenthaltsraum und Salsa Basisstunde inklusive. Wir fühlten uns super wohl.

Partytipp: Im Tin Tin Deo haben wir eine heisse Salsa gefeiert und die Nacht durchgetanzt.

 

 

Hotel Villa Colonial, Getsemaní, Calle de las Maravillas no. 30-60, www.hotelvillacolonial.com
Die Preise explodieren in Cartagena in der Weihnachtszeit, mehr als noch anderenorts. So freute ich mich über das noch im Rahmen gebliebene Hotel Villa Colonial. Ein Hotel ist eben ein Hotel. Daher kann ich nur sagen, nichts um mit anderen in Kontakt zu kommen. Während ich abends auch mal auf der Terrasse ausspannte, tönten aus den Zimmern die Fernseher. Frühstück war nicht inklusive, hierfür konnte man aber zum Gato Negro (‪Calle San Andres 30-39, Getsemani, Cartagena) in der Nachbarschaft gehen.

Essen: Dulcería, Cra. 2 #6-53, Boca Grande, Cartagena, Colombia | El Bistro | Ceiba Juice Bar, Getsemani, Calle del Guerrero , Cartagena, Colombia | Lunatico Café, Calle Media Luna, Getsemani, Cartagena, Colombia | That’s amore, Calle 30 #10-74, Cartagena, Bolivar, Colombia

 

 

Sehenswertes: Castillogrande Castillo San Felipe de Barajas | Ausflug zur Isla Barú, hier ist besonders der Playa Azul zu empfehlen.

 

 

Der Tipp eines kolumbianischen Pärchens in unserem bevorzugtem Bio-Eisladen caramello in Berlin-Friedrichshain brachte uns an diesen schönen Ort. Man kommt von Medellin schnell und bequem in ca. 90 Minuten mit einem lokalen Bus nach Guatapé. Hier wurde ein Gebiet geflutet, um die Strom- und Wasserversorgung zu sichern und gleichzeitig entstand eine einmalige (Stau-)Seenregion, die vom Fels El Peñon überragt wird. Nicht nur wohlhabende Medelliner, die die Region als Tages- oder Wochenendausflug nutzen, verleihen diesem Ort ein typisch kolumbianisches Flair. Abseits der sonstigen Backpacker-Routen entdecken ihn auch langsam Individualreisende – was auch durch die neu entstanden Hostels gestärkt wird. Wir kamen im Hostal El Encuentro unter. Sehr schön am Ortsausgang direkt an einem See gelegen verfügt das Hostal über eine eigene Badestelle, einen Rad- und Kajakverleih und liegt an einem Berghang mit bestem Seeblick.

Unterkünfte: Hostal El Encuentro – www.hostalelencuentro.com // Lake View Hostel - www.lakeviewhostel.com

 

Sehenwertes: Fels El Peñon, Touren auf dem Mountainbike, Wanderungen, Ausritte mit Pferden, Tour zur Finca La Manuela von Escobar, Seilbahn über dem See, Motorbootfahren, Schwimmen im Rio Bizcocho, Angeln, Kanu- und Kajakfahren, Klettern…

Hostel Mahatu, Calle 7, no 1-40, Leticia, Colombia, www.mahatu.org
Das Hostel Mahatu bietet zwei Unterkünfte. Da die neuere etwas ausserhalb gelegene kein Zimmer mehr frei hatte, fuhr mich der Besitzer Gustavo zum alten Gebäude, das zentral in der Stadt liegt und nur über vier Zimmer, kleiner Küche, Bad und einen schönen, üppigen Garten zum Relaxen verfügt. Ich konnte nicht über unseren Aufenthalt meckern, wenngleich Gustavs Informationen zum Boot nach Iquitos falsch gewesen sind. Als Informationsquelle nicht ganz so verlässlich.

The Amazon Bed & Breakfast, Calle 12 # 10-30, Leticia, Amazonas, www.amazonbb.com
Ein weiteres Mal in unserem absoluten Lieblingsplatz Kolumbiens, Leticia, gönnten wir uns vor der Bootsfahrt nach Manaus noch einmal etwas Luxus. Leider hatten wir nicht viel davon, teuer und schön, aber durch die ganze Organisation unserer Bootsfahrt fielen wir abends lediglich ins Bett. Aber wunderschöner Garten, liebevoll und stilvolle Zimmer, gutes Frühstück, aber eben etwas teuer.

Essen: Panaderia Caldas | El Santo Angel

 

Tipp:
Reserva Natural Palmariwww.palmari.org Tolles Camp auf brasilianischem Terrain. Gute Unterkünfte, tolles Essen und schöne Aktivitäten. Für mindestens zwei Übernachtungen ein guter Trip. Mit dem Motorboot ca. 4 Stunden von Leticia/ Tabatinga.

 

Hotel Poblado Plaza, Carrera 43 a No 4 sur 75 Avenida El Poblado, Medellín, Colombia www.pobladohoteles.com
Hier haben wir bei booking.com den Tagesdeal im Doppelzimmer für 50 Euro inkl. Frühstück im Poblado Plaza Hotel gebucht. Laut Reiseführer Luxusklasse, aber wohl eher etwas in die Jahre gekommen. Nett war das üppige Frühstücksbuffet und der Whirlpool auf der Dachterrasse. Die Salsa-Königin Cecila Cruz ist hier wohl auch einst untergekommen.

Sehenswerte:
Botero Museum und -platz, der Rest war etwas enttäuscht.

 

Casa Amarilla, Carrera 1 #13-59, Mompox, Bolívar, Colombia, http://lacasaamarillamompos.com
In historischen Gemäuern mit herrlichem Blick über die Dächer der Kolonialstadt Mompox liegt diese bei Reisenden beliebte Herberge. Sicherlich ist bei den Temperaturen in dieser Kleinstadt ein Zimmer mit Klimaanlage zu empfehlen, das aber gleich mit deftigen Preisen zu Buche schlägt.

Sehenswertes:
Hier zählt die Stadt an für sich, in der Müßiggang groß geschrieben wird, und der historischen Stadtkern. | Unbedingt sollte man eine Bootstour auf dem Fluss machen. Hier ist Vogelbeobachtung und Sichten von Affen genauso Bestandteil wie ein Bad im Fluss und ein Spaziergang auf der gegenüberliegenden Seite.

La Sirena Eco Hostel, Palomino Beach, La Guajira, Palomino, Colombia, http://www.ecosirena.com

Mit Abstand die schönste und ruhigste Anlage an diesem Strandstreifen, aber zu leider gepfefferten Preisen, wenn man vom Hängemattenplatz absieht. Das Gelände ist weitläufig und so hat jede Hütte sehr viel Privatsphäre. Dennoch sind die Hütten sehr einfach gehalten, mehr als Bett und ein Regal stehe nicht drin, dafür zahlt man dann inklusive Frühstück und Abendessen 100 EUR. Durchaus die teuerste Hütte, die ich je bezahlt habe.

Finca Escondida, Brigada No. 2, La Guajira, Palomino, Colombia, http://www.chillandsurfcolombia.com
Hier nächtigt man günstiger als im benachbarten La Sirena, aber gibt dafür ein Stück Privatsphäre ab. Denn hier haben wir es wieder mit der “offenen Bauweise” zu tun, bei der die Wände nach oben hin Luft haben und man die Nachbarn beim nächtlichen Toilettengang genauso wie bei ihren anderen Bettaktivitäten hört. Im angeschlossenen Restaurant findet man immer etwas für den kleinen und großen Hunger.

Hostel Caracoal, Calle4, No. 2-21, Popayan, www.hostelcaracol.com
Hostel Caracol hat nur wenige Zimmer und zielt vor allem auf Reisende ab, die sich etwas länger im Ort aufhalten. Dadurch herrscht eine recht angenehme, relaxte  Atmosphäre. Leider haben auch hier die Räume wie so oft in Kolumbien keine Fenster. Deprimierend, wenn man erkrankt und ans Zimmer gebunden ist. Ansonsten sehr liebevoll mit dem Blick fürs Detail (Schließfächer für Laptops mit Steckdose). Das Hostel roch noch recht frisch, hat es erst im Oktober 2011 eröffnet.

Hotel Real Santo Domingo, Calle 4 # 2 – 39, Popayán, Colombia, www.hotelrealsantodomingo.com
Als einzige Gäste fühlte man sich in dem 21 Zimmer etwas verloren. Zudem waren in den meisten Zimmern noch nicht die Plastikbezüge von Möbeln und Flat Screen TV entfernt. So neu war dieses Hotel. Auch Gastronomie gab es noch nicht, aber all das soll inzwischen gefolgt sein und da das Hotel gut gelegen ist, eine echte Empfehlung, wenn man mal keinen Bock auf Hostels hat.

Hotel Lomas del Paiyü, Calle 7, no 2-26, Puerto Nariño, Colombia, http://hotellomasdelpaiyu.turismo.co
Das Hostel in der Straße zum Mirador verfügt über eine Vielzahl an Zimmern unterschiedlichster Qualität. Wir entschieden uns für das Zimmer mit eigenem Balkon zur Straße. Hier verbrachten wir einige relaxte verregnete Stunden in den Hängematten und das ist in dieser Stadt Gold wert.

Cabañas del Friar, Puerto Nariño, Amazonas (altodelaguila@hotmail.com)
Wunderschön außerhalb der Ortschaft gelegen, aber dennoch fußläufig und mit Boot gut zu erreichen, liegt das Anwesen von Hector José Rivera hinter dem Internat. Leider regnete es viel und vor allem das letzte Stück zu der Anlage und auf dem Gelände waren total verschlammt. Daher haben wir uns am Ende doch für das Hotel Lomas del Paiyü entschieden. Aber wir hatten mit dem netten und etwas verrückten Besitzer viel Spaß, als wir ihn besuchten und er uns “seine” Tiere zeigte.

Hotel Casa Selva, Cra. 2 No. 6-72, Puerto Nariño, Amazonas, Colombia, http://casaselvahotel.com
Das teuerste Hotel der Ortschaft. Der Unterschied liegt in den verarbeiteten Materialien “Steine” statt Holz. Ansonsten sind die Zimmer auch eher einfach und nicht unbedingt ihren Preis wert.

Essen: Restaurante Marian (wenn man einmal erklärt hat, wie man sich sein vegetarisches Essen vorstellt, dann flutscht es auch die nächsten Male – Bohnen, Reis, Platano und Huevos und einen schönen großen Carambola- oder Cupuaçu-Saft | Granja La Avenida (Einkaufsladen mit angeschlossener Terrasse, die Glücksspieler aller Art beherbergt. Hier gibt es immer einen Kaffee und was zum Schauen inklusive.)

Tipp:
Tour in La Selva | Mirador | Ausflug zum Lake Tarapoto (auf dem Weg sieht man graue und pinke Delfine)

 

El Maco, www.elmaco.ch

Wunderschön gelegen befindet sich diese Finca, ca. 1,5 km vom Ort San Agustin entfernt inmitten der Natur. In hübschen, individuellen Hütten lebt man gestreut auf einem schön bewachsenem Gelände. Als wir 2011 dort waren, wurde gerade ein Erweiterungsbau mit Teich, Whirlpool und Yoga-Raum gebaut. Wir haben in der Cabaña und dem Casita “El Sol” gewohnt. Die Anlage befindet sich zwischen Stelenpark und Ort. Beides ist bequem auch zu Fuß zu erreichen – wenngleich mit Rucksack etwas beschwerlicher.

Sehenswertes:
Ortsbesichtigungen | Tagestour in die Berge | Reiten | Stelenpark und Museum – Unesco Weltkulturerbe: Parque arqueológico San Agustin

 

Essen: Café El Hogar (mit vielen französischen Leckereien)

 

 

http://www.youtube.com/my_videos_edit?video_id=Ic04-RR0Jwc&video_referrer=watch&ns=1&feature=mhsn

 

La Serrana, www.laserrana.com.co
Eine hübsche kolumbianische Hacienda in amerikanischer Hand außerhalb von Salento gelegen aber mit einem Fußmarsch gut zu erreichen.

Die Lage und die Gebäude sind traumhaft. Die Zimmer weil sie direkt an den Gemeinschaftsraum grenzen recht hellhörig – vor allem in der Weihnachtszeit, wenn das Hostel ausgebucht ist mit nahezu ausschließlich 20 jährigen Amerikanern.

Wir wechselten in ein anderes Gebäude La Camelias. Dieses Häuschen mit drei Zimmern, eigener Küche und eigenem Wohnzimmer ist absolut empfehlenswert. Super schöne große Fensterfront, die einem die Natur förmlich ins Zimmer bringt. Außerdem legendär: die wöchentlichen Dinner! Wir hatten das Vergnügen, das Weihnachtsessen mitzuerleben, und das war fantastisch!

Tipps:
Ausflug mit dem Willy nach Cocora zu den Wachspalmen | Ausritt mit Alvaro Giraldo | Kaffeetour mit Pedro ins Sacha Mama-Land | Café Jesús Martín

 

Macondo Hostel, Carrera 8 No. 10-35, San Gil, Colombia
Im Macondo Hostel wirkte alles sehr relaxt und teilweise sogar verschlafen auf mich, obwohl es ausgebucht war. Weniger Partypeople sondern mehr outdoor begeisterte Gäste, die nach ihren Erlebnissen (z.B. Rafting-Tour) abends fertig ins Bett fallen. Das Macondo ist inzwischen umgezogen, so dass eine Beschreibung des Hostels nicht lohnt.

Sehenswertes:
Parque El Gallineral www.gallineral.sangil.com.co | Barichara: Im wahrsten Sinne des Wortes ist Barichara genau das, was sein Name in der Chibcha-Sprache bedeutet: Ein Ort zum Ausruhen. Ein lohnenswerter Tagesausflug von San Gil in diesen Ort lädt zum Ausruhen und Wandern ein.

Aluna – casa y cafe, Calle 21, Carrerra 5-72, Centro Histórico, http://alunahotel.com
Diese Unterkunft ist mein absoluter Tipp in Santa Marta. Ich war hier Ende 2009, als dieses Haus frisch eröffnet wurde und danach auch noch roch. Relaxte Atmosphäre mit schönen, großen Zimmern, begrüntem, schattigem Hinterhof, Dachterrasse und einem kleinen Café, in dem leider das Frühstück separat berechnet wird. Aber ansonsten wirklich alles empfehlenswert. Anmerkung: Auch 2013 fand ich das Hostel so entspannt und schön wie vor 3,5 Jahren vor.

Sehenswertes: Quinta de San Pedro Alejandrino, Av del Libertador, Santa Marta, Colombia | Ausflug zur CIudad Perdida

 

 

Essen: Crepes expresso, Carrera 2 no. 16 57, Magdalena, 57, Santa Marts | Restaurante Marisol, Peatonal calle 19 N 3 -56 | Parque de los novios, Santa Marta | Cafe + Bar de Jugos, Cra 3 #16-34 Callejon del Correo, Centro Historico, Santa Marta | Juan Valdez, Parque Bolivar, Santa Marta | Carambolo, Calle 19 no. 3-105, Santa Marta

 

Tayrona Parque

Cabo Juan de Guía

Dieser hintere Strandabschnitt verfügt über einen großen Platz für Zelte sowie über zwei überdachte Einheiten für Hängematten. Der teurere (30,000 COP) Ort befindet sich auf einem Fels im Meer. Sehr romantisch gelegen, schläft man hier in einem überdachten Rondell, das aber nicht vor dem nächtlichen Wind schützt. Zudem wird auf dem Rondell die Fläche noch als Doppelzimmer vermietet – mit eigener Dusche. Das Abwasser dieser Dusche lief zwischen den Ritzen der Decke über mir ab und weckte mich morgens eiskalt. Nicht so angenehm. Der preisgünstigere Hängemattenplatz am Cabo Juan de Guía liegt direkt neben der Restaurant-Area. Daher testete ich ihn nicht aus. Ich war vor Weihnachten hier und das Restaurant war immer bis auf den letzten Platz belegt, dass ich mir den Gestank und die Lautstärke hier ersparen wollte. Zu anderen Jahreszeiten ist dieser Platz sicherlich ausreichend, aber eben nicht, wenn die Kapazitäten am Überquillen sind. Dies äußert sich auch im sanitären Bereich: kein Wasser, zwei überdreckte Toiletten.

Arrecife
Gleich der erste Ort am Meer im wunderschönen Tayrona-Park nach einem 45 minütigen Fussmarsch. Leider ist hier das Baden aufgrund der starken Unterströmungen verboten, so dass für viele dieser Ort nicht zum Verbleiben einlädt. Wer morgens von der Hängematte in das Meer plumpsen möchte, ist hier nicht gut aufgehoben. Wer in High Season-Zeiten trotzdem ein Stück Ruhe sucht, ist mit diesem Ort besser beraten, als mit dem 45 Minuten entfernten Cabo Juan de Guía. Die Hängemattenareale sind etwas vom Restaurant abseits gelegen, ausreichend sanitäre Anlagen vorhanden und Schließfächer wie auch am Cabo Juan de Guía für Wertsachen und mehr.

Hotel Oso Perezoso, Calle 17, 2-36, Taganga, www.hotelosoperezoso.com
Aufgrund der Ferienzeit und den ausgebuchten Unterkünften landete ich im Oso Perezoso, das klein, aber mit viel Liebe eines amerikanischen Pärchens betrieben wird. Auf 3 Etagen liegen die 7 Zimmer und auf dem Dach ein Hammock-Platz, das kleine Tsunami Café und genug Raum zum Abhängen. Sehr angenehme Atmosphäre, nicht das übliche Partygegröll. Aber eben kein Garten wie das La Casa de Felipe oder direkt am Meeresstrand.
Hospedería La Roca Plaza Mayor, Villa de Leyva, www.larocahospederia.com
Direkt am Plaza Mayor gelegen mit schönen grünen Innenhöfen ist das Hotel eine gute Wahl, verglichen zu dem, was man in den Hostels in Bogota zu diesem Preis bekommt. Für ein Einzelzimmer zahlte ich 40.000, aber es ist trotzdem ein Hotel. Ich schien zu diesem Zeitpunkt der einzige Gast zu sein.

Hostal La Villa
In einer Seitenstraße des Plaza Mayors befindet sich dieses kleine schlichte und dunkle Hostal zum guten Preis von 10.000 für ein Einzelzimmer. Außenbad und nicht abschließbare Zimmertür, kein wirklicher Aufenthaltsraum, aber eines sehr nette „Gastmama“.

Essen:
Café y Pastellería La Galleta, Carrera 10, Villa de Leyva, Colombia | Restaurante El Portal de la Villa, Villa de Leyva, Colombia

 

Reiseführer mit denen wir reisten:

  • Kolumbien, Reisekompass. Nah dran Sebra; Auflage: 4. Auflage (16. Februar 2009), 616 Seiten – gut ist der etwas ausführlichere Teil über den kolumbianischen Amazonas | zu Amazon
  • Kolumbien: Reiseführer für individuelles Entdecken, Reise Know-How Verlag Rump (14. Mai 2012), 576 Seiten | zu Amazon
  • Lonely Planet Kolumbien (Februar 2013)
  • Offizielles Tourismusportal
HIER EIN REISEFÜHRERTEST FÜR EUCH.



ENGLISH VERSION

Colombia – the country that lingers

Everyone who loves South America loves Colombia, too. Everyone who loves Colombia loves South America, too, because Colombia offers everything you can normally just find on the whole continent: high Andean peaks, crystal clear Caribbean water, modern yet still historical cities as well as broad Llanos lowlands and jungle near the Amazon with its versatile fauna and flora… With the culture, archaeology and music, Colombia is like a miniature image of South America. Once you are here, you don’t want to leave anymore or youjust have to come back. There is a risk for the tourists though: to fall in love with this magnificent country. I certainly did! When I boarded the plane in 2010, I knew that I would come back. And exactly because of this variety Colombia provides with its nature and culture, I went back in 2011 and in 2013.

My first trip only led me northbound to Santa Marta via the beautiful colonial town Villa de Leyva with its one-storeyed tiled roof houses and the centuries-old cobblestone as well as the adventure and outdoor-El Dorado San Gil. I liked Santa Marta immediately. At least in 2009, the seaside town wasn’t polished up like the twin town Cartagena yet, but you could see that something was in motion already. When I went back in 2013, I actually discovered a well restored, tourist friendly town centre, where restaurants, cafés and accommodations full of charm string together. Santa Marta is a big city full of Caribbean life and with a wonderfully impressive scenery – the Caribbean in front of me, the Sierra Nevada behind me, which is the highest coastal area of the world with its peaks Pico Cristóbal Colón and Pico Simón Bolívar, both 45 kilometres away and 5.775 metres high. You can establish your base camp for the exploration of Colombia’s North-eastern region in the city, which was founded in 1525: hiking tours starting in the nearby Minca to the fog forests of the Sierra Nevada, days at the beach in the Tayrona Nationalpark with its vast and natural Caribbean beaches that reach from the laid-back place Palomino to Riohacha and further, diving in Taganga, which is only 30 minutes away, or a multi-day trek to one of the biggest, rediscovered pre-Colombian site of South America – Ciudad Perdida (Buritaca 2000 or Teyuna). On your way there you encounter the protected Kogis who live here and descend from the Taironas.

It takes four hours by bus to get to the pearl of the Caribbean located to the west of Santa Marta: Cartagena. It certainly ranks among the most beautiful colonial cities of South America and this is one of the main reasons why Cartagena has the most visitors. Within the completely walled town centre of the UNESCO World Heritage city, Colombian and international tourists are bustling. This is where the lovely restored houses, the cathedral and the numerous Andalusian-style palaces are located. In the less marvellous, but still equally beautiful and restored Getsemaní, the neighbourhood of the ordinary people and the craftsmen, you can find an infrastructure for low-budget activites with lots of hostels, cafés, bars and the omnipresent music that echoes from every house. Next to sightseeing, culture and nightlife, Cartagena also offers beaches. Event though the city beaches of Bocagrande, a headland with huge hotel complexes, didn’t tempt me, trips to Isla Barú for example are worth the money.

Once you are in the North, you should definitely take the chance and make a detour to Mompóx on your way southwards. This UNESCO World Heritage town is not located on the typical tourist routes, though, but with its island position and the pretty colonial houses it is absolutely worth seeing. Time stands still here. The only thing you can hear is the squeaking of the ventilator (and the engine noise of the numerous mopeds on the streets). There are no big sights next to the churches, but the town itself is a sight worth seeing – with its houses, its location, its people. During the day, you can hear a groaning coming from the cooled rooms: “hace mucho, mucho, mucho caliente”. And just like that, the traveller life is slowing down a little bit as well. Mompóx ranks among Colombia’s hottest cities and you believe that immediately. However, if you do leave the cool houses after all, then only to discover the beautiful Cienega de Pijiñov with its verstile fauna, located near the Rio Magdalena, Colombia’s longest river.

Speaking of flora and fauna: The German scientist Alexander von Humboldt was already impressed by Colombia’s abundance of species and variety of plants. I was just as fascinated as Humboldt at the beginning. And where is the best place to experience the abundant variety? In the jungle near the Amazon! All my trips led me there. I headed for the town Leticia in the jungle and near the border three times, which was the starting point for many tours through the primeval forest. Once, we went up the river Rio Yavari to Camp Palmari (on the Brazilian side). Hiking tours in the jungle, kayaking through bizarrely flooded areas, bathing, bird watching… The days passed by so quickly. We drove up the Amazon another time and set up our “camp” in the car- and moped-free little town Puerto Nariño. We hiked into the primeval forest from there as well, visited indigenous villages, swam with pink and grey dolphins and enjoyed the noisy return of the parrots from the surrounding forests every evening. Anyway, just rocking in the hammock and listening to the “sound system of the jungle” is quite heavenly already. The primeval forest is something for the senses: deep green for the eyes and an orchestra of animal noises. You can also enjoy that on a boat trip down the Amazon – from Tabatinga to Manaus. You are damned to do nothing here and therefore focus on the life aboard and the setting drifting past. Between breakfast, lunch and dinner there is nothing to do but rest, look, chat and read. The stops for loading the huge Pirarucus are the highlight. The ships also depart from Santa Rosa, Leticias Peruvian sister village, going to Iquitos. The boats only keep you waiting during Christmas time, so we had to take the more expensive and less romantic but fast speedboat for this route. The senses are not called into action here, but for me it was nausea. Nevertheless, who wants to get ahead from the tri-border region quickly, this might be an alternative.

Colombia is an Andean country, too. The traveller cannot avoid the mountains. You can already see the hilly landscape at touchdown in Bogotá. It doesn’t matter where you travel to from there, you always have to pass mountain ranges.

Colombia is also abundant in UNESCO World Heritage sites. Next to the already mentioned towns Mompóx and Cartagena, San Augustín has this distinction, too. San Augustín is located near the spring of the river Rio Magdalena. This place is famous for its rock sculptures and mystical figurines, fabricated with simple tools from 100 to 1200 A.D. You can admire numerous archaeological parks either by foot or on horseback. The route through the scenically appealing, befogged environment to Popayan was difficult in the past, but is easier now because of street works. The white city impresses with its colonial architecture, too.

Not only the architectural highlights succeed in convincing the UNESCO. Colombia’s most famous export hit possibly put its specialcharms. Thus, Colombia’s “cultivated coffe landscape” is a UNESCO World Heritage since 2011. As a professed coffee lover, who travels to coffee-destinations like Ethiopia or Panama with increased regularity, I just had to include a visit to the coffee triangle in my route. From Armenia we went to the small, but touristically popular Salento. A coffee tour was mandatory of course. We chose the more unconventional variant the La Serrana offers. We receive vague directions and meet Pedro Burgos at a crossing, who runs the small coffee farm “Reserva Café Sachamama” together with his wife Maryori in the Quindio river valley. It’s about more than just coffee on this tour. It’s also about understanding of nature. So we take a lot of time while Pedro shows and explains every single plant. Monoculture is nothing for him. The whole ecosystem has to function in order to enjoy a delicious organic coffee in the end. There are 500 coffee plants growing on his six hectare big property. The commercial competitors have 1.600 plants per hectare. Before we have a closer look around on his farm, his wife serves a delicious lunch. At the end, everyone pays as much as they think they should give. Salento is great for going horseback riding, too. A destination nearby is, for example, Cocora with its famous carnauba palms. There are Willys going there from the marketplace in Salento a few times a day and you can start nice hiking tours from there, as well.

Who is tired of nature can find a relatively normal big city life in Bogotá, Medellin or Calí. There are numerous cultural activities and parties. It’s the legendary salsa parties in Calí that led us to the Tin Tin Deo for example. We didn’t learn the typical Salsa Calena in that short amount of time, though, but the simple Salsa Cubana was enough for the rhythms. It’s just that you attract attention that way. In Medellin, it’s the numerous museums and in the evening probablyalso the bars in the neighbourhood of Poblado that attract the visitors. However, we escaped into nature again and would have regretted it if we wouldn’t have taken that time. The surroundings of Medellin are idyllic and beat everything, as we finally catch a glimpse of the huge flooded part of the countryside. This region surrounding Guatapé reminds me of Lake Bunyoni in Uganda. A thousand small hills emerge from that enormous seascape. We are fascinated immediately. It’s hard to believe that this is a flooded landscape, a huge water reservoir. It is and will remain the most beautiful one I have ever seen.

The country’s capital offers diverse possibilities for excursions,too. But as an absolute admirer of the nine million metropolis, I advise everyone to discover the city to the full. Because nine million sounds more like a juggernaut than Bogotá really is – at least to the usual tourist, who normally just stays in two parts of the city: the historic centre Candelaria and the modern northern areas like Chapinero, Zona Rosa, Zona T, Parque 93… For whom the city isn’t high enough with its 2.640 metres shouldn’t miss the view over the Andes’ high plateau Sabana de Bogotá, which can be enjoyed from the “city hill” Monserrate (3.152 metres). There is a ropeway (Teleférico) and a cable car (Funicular) going up there not far from the Candeleria. But you can also go up the peak by foot on a well-constructed hiking trail. The church on top of the Monserrate with its shrine of the “Fallen Jesus” is a popular place of pilgrimage, particularly for Colombians.

The gold museum in the Candelaria ranks among the city’s must-have-seen-things. Within a three-hour tour with audio guide, you get to know everything about the metal deposits, especially gold, sorted by region, time and usage. It probably makes more sense to visit the museum at the end of a trip, as you can pin down the seen with your previous knowledge. Frankly, you get way too many information after a while. For me it was after 1,5 hours. I liked the regional classification very much, but that’s the part where the information becomes repetitive, as most of the peoples used their gold for similar things or made similar items out of it. Another museum every art lover should go to is the Botero museum, where you can admire works of Botero and other artists. I like going for a drink on the Plazoleta del Chorro de Ouevedo near the university. This is where bigger tourist groups mix with the students by now. It’s bar next to bar and you can also listen to a speech by one of the students in front of the church. The rest is music and entertainment. Numerous churches and convents adorn the city and the Plaza Bolívar forms the centre. This monumental place is dominated by three big building complexes: by the classicistic cathedral, finished in 1823, by the office of the congress “Capitolio Nacional” with an enormous columned hall and by the office of the mayor “Alcaldía de Bogotá”. The mighty palace of justice is located on the northern side of the place and is evocative of the dramatic incidents in 1985, when the Guerilleros took hostages, whereupon the palace got shot to pieces.

The city is green! Not only the numerous trees by the side of the road and the many parks (e.g. the big Simón-Bolívar-park, one of the biggest city parks of the world) point to that. Also regarding the environment, Bogotá attracts attention. On Sundays and Holidays, the Septima and a few other routes are closed for the motor traffic. That’s when bikes, in-line skates, skateboards and pedestrians capture the normally very busy road. The Ciclovia is like a big party. Different concession stands and repair services edge the roads. We rented some bikes as well and got once more the feeling for a part of the city – at least from Parque 93 in the North to Plaza Bolivar.

After many years of disregard because of the political situation, Colombia as a travel destination for individual travellers seems to be back on many people’s agenda, especially in German-speaking countries. We perceived the safety situation in the country generally as good and were always welcomed openly and interestedly by the police and the military.

 

Stations: Bogotá – Cali – Cartagena – Ciudad Perdida – Guatape – Isla Barú – Medellin – Mompox – Letitcia – Palomino – Popayan – Puerto Nariño – San Gil – San Agustin – Salento – Santa Marta – Taganga – Tayrona Parque – Villa del Leyva – Zipaquira


 

  • Wachspalmen bei Salento

    Wachspalmen bei Salento

  • Popayan

    Popayan

  • Popayan

    Popayan

  • El Peñon bei Guatape

    El Peñon bei Guatape

  • Seenlandschaft bei Guatape

    Seenlandschaft bei Guatape

  • Grenze zwischen Kolumbien und Brasilien

    Grenze zwischen Kolumbien und Brasilien

  • Bogota

    Bogota

  • Bogota Streetart

    Bogota Streetart

  • Cali

    Cali

  • Cartagena

    Cartagena

  • Cartagena

    Cartagena

  • Camp im Amazonas

    Camp im Amazonas

  • Medellin

    Medellin

  • Cartagena

    Cartagena

  • Auf dem Amazonas

    Auf dem Amazonas

  • Grenzübergang Kolumbien/ Brasilien

    Grenzübergang Kolumbien/ Brasilien

  • Blick auf Salento

    Blick auf Salento

  • In den Straßen Salentos

    In den Straßen Salentos

  • Kaffee aus der eigenen Produktion

    Kaffee aus der eigenen Produktion

  • San Agustin

    San Agustin

  • San Gil

    San Gil

  • Santa Marta

    Santa Marta

  • Taganga

    Taganga

  • Tayrona

    Tayrona

  • Villa de Leyva

    Villa de Leyva

  • Villa de Leyva

    Villa de Leyva

  • Villa de Leyva

    Villa de Leyva



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veröffentlicht: Freitag, 21. Juni 2013
Autor(in): Mad B - Madlen Brückner