Autor: Lars Dörfel

Abenteuer Afrika – Europa bis Kapstadt

Gegen die Bedenken ihrer Familie und Freunde machte sich Barbara Bitschnau im Oktober 2010 im Alter von 23 Jahren auf, um mit drei Gefährten – die sie auf einer Internetplattform kennen gelernt hatte – einmal quer durch Afrika zu reisen. Von diesem Abenteuer berichtet sie in ihrem Buch Abenteuer Afrika – Europa bis Kapstadt. Anstelle einer chronologischen Erzählung sortiert die reisebegeisterte Autorin ihre Erinnerungen jedoch nach Themengebiete und geht dabei von den Vorbereitungen, über die Nahrungsmittel bis hin zu den Krankheiten auf alle interessanten Begebenheiten ein, die sie auf ihrer Reise erfahren hat. Dabei gelingt es ihr, ihre Geschichte als eine Mischung aus Reisetagebuch und Ratgeber in kurzen lebhaften Abschnitten zu erzählen und in dem Leser die Lust zu wecken, selbst einmal Afrika zu bereisen. Somit ist „Abenteuer Afrika – Europa bis Kapstadt“ sowohl für diejenigen zu empfehlen, die selber eine Reise nach Afrika planen, als auch für alle diejenigen, die auf erfrischende Art und Weise Einblicke in andere Kulturen gewinnen wollen. [SC] Barbara Bitschnau | interconnections, Freiburg 2012 | 144 Seiten | 15,90€ | …

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Der Nikolaus ist da

100% City Guide hat uns 3 Geschenk-Boxen zu den Städten New York Berlin London für Euch in den Stiefel gesteckt. Die Boxen bestehen aus City-Guide, Download-Code für iphone oder Android-App, Traveljournal und drei Postkarten. In welcher der drei Städte würdet ihr jetzt gern zum Weihnachtsshopping sein? Der jeweils erste Einsender  zu jeder Stadt erhält die jeweilige Reisebox. Also einfach eine E-Mail an reisen@puriy.de senden und bitte einen der drei Städtenamen in die E-Mail schreiben.

Worldtronics Festival im HKW Berlin

Zum sechsten Mal fand vom 28. November bis zum 1. Dezember das Worldtronics Festival im HKW statt. Vorab, wir freuen uns jedes Jahr sehr auf die Parties und Konzerte, die den Blick über den Tellerrand öffnen und die Musiktrends aus anderen Teilen der Welt vorstellen. Umso bedauerlicher ist es, dass es in der Regel nicht so viele Berliner in das etwas abgelegene HKW zieht. Zugegeben, auch wir waren dieses Mal nur am Abschlussabend dabei. Aber dafür waren wir erfreut, dass das Publikum die Moombahton-Größen Nadastrom & Sabo, Schlachthofbronx, Zuzuka Poderosa & Jen Lasher, DJs Boyfriend & Disgraceland und The Very Best honorierten und ausgelassen bei deren Beats feierten. Die vielseitig zusammengesetzte Mischung des Line Ups repräsentierte eindrucksvoll, wie sich das Eigenleben des Moombahtons über Ländergrenzen hinweg entwickelt hat. Dass auch Deutschland dem ganzen nicht nachsteht, bewiesen sicherlich anschaulich die als Highlight des Abends geltenden Jungs der Münchner Schlachthofbronx. Und dass sie inzwischen einen festen Platz in der Musikszene eingenommen haben, daran ließen sie keinen Zweifel. So fielen immer wieder Namen wie Buraka Som Sistema, mit …

Afrika Patt Problemm

An einem windigen, lauen Abend in Sidi R’bat (Marokko) fiel mir im La Dune Guest House dieses Buch aus dem Jahr 1998 von dem Besitzer unserer Unterkunft in die Hände. Als leidenschaftlicher Afrikainteressierter begann ich flüchtig reinzulesen und wollte das Buch gar nicht weglegen. Doch dass Vorwort und Zwischenzeilen etwas täuschten, merkte ich erst, als ich das Buch bereits in Deutschland gekauft und in der Buchmitte angekommen war. Ich erwartete ein Buch von einem Afrikakenner, ja vielleicht -liebhaber und bekam zunehmend die Ignoranz des Autors zu spüren, die nicht immer nur am (Nicht-)Erlebten sondern auch häufig an der Wortwahl, die mich zunächst begeisterte, festzumachen war. Wer politisch korrekt mit dem schwarzen Kontinent umgehen möchte, für den ist dieses Buch nicht zu empfehlen. Begriffe wie Neger, Bimbo, Franzokken müssen verdaut werden. Selbst über diese Begriffe las ich zunächst mit Spannung hinweg, bis, ja bis mich der zweite Teil der Wohnmobild-Reise vollends enttäuschte. Eine ausführliche Lobhymne auf Südafrika, Namibia, Gambia, Simbabwe und die Seychellen wurde nunmehr in epischer Breite gesungen, welche den übrigen Ländern keine Chance mehr …

Afrikamera

Es ist die Zeit der Filmfeste in Berlin. Und so räume ich einem besonders zu erwähnendem Festival, das sich dem zeitgenössischem Filmschaffen in Afrika widmet, viel zu wenig Platz in meinem Kalender ein. AFRIKAMERA findet vom 13. bis zum 18. November nunmehr das 5. Mal in Berlin statt. Diesjähriger Themenschwerpunkt ist „African Woman on and behind the screen“. Trotz des sehr interessanten Programms, das die Arbeit afrikanischer Filmemacherinnen, Produzentinnen und Drehbuchautorinnen vorstellt, entscheide ich mich bei meiner AFRIKAMERA-Premiere für den politischen Film „Robert Mugabe – What happened?“. Im gut besuchten Kino Arsenal wurde der Film über den simbabwischen Staatschef unter Anwesenheit des Regisseurs Simon Bright vorgestellt und im Anschluss daran auch noch ausführlich darüber diskutiert. Im Film zeigen Freunde und politische Weggefährten Mugabes ihre aufrichtige Bewunderung für den jungen Aktivisten, aber auch ihr zunehmendes Unverständnis für seine politische Taktik, die sich in Distanz und Gegnerschaft verwandelt. Ergänzt werden diese Interviews durch seltenes Archivmaterial. Was passierte, dass der Mann, den auch der simbabwische Regisseur einst bewunderte und unterstützte, zu einem autokratischen machtbesessenen Herrscher werden konnte? Der …

Handbuch für die gefährlichsten Orte der Welt

Wie vermeidet man, entführt zu werden? Welcher ist der richtige Sitzplatz in einem Schrottflieger? Wie trägt man eine Schutzweste? Diesen und weiteren Fragen rund ums Überleben in Krisengebieten widmet sich Rosie Garthwaite in ihrem sehr ungewöhnlichen Reisebuch, dem „Handbuch für die gefährlichsten Orte der Welt“. Rosie Garthwaite berichtet für Al Jazeera aus dem Nahen Osten und blickt auf intensive Erfahrungen als Kriegsberichterstatterin zurück. Ihre eigenen Erlebnisse und die Erinnerungen befreundeter Reporter, Filmemacher und NGO-Mitarbeiter hat sie in diesem Buch in Form von spannenden Essays, unterhaltsamen Anekdoten und Geständnissen gesammelt. Das Buch informiert grundsätzlich, welche Handlungen zu Missverständnissen führen können und wie man kritisches Fehlverhalten in Krisengebieten vermeiden kann. Zusätzlich liefert es ganz individuelle Tipps für das Überleben in gefährlicher Umgebung: Ob Wiederbelebung, Notfallkoffer packen oder Autos kurzschließen. Ob Nachschub an Verhütungsmitteln, der Nutzen von Knoblauchtabletten oder schallendes Gelächter bei Afghanen provozieren. Rosie Garthwaite liefert ein unverzichtbares Survival-Kit für Journalisten und wahre Abenteurer. Das Moleskine-Design macht das „Handbuch für die gefährlichsten Orte der Welt“ zu einem robusten, widerstandsfähigen Begleiter – ein unentbehrlicher Komplize mit wertvollen Tipps …

Reise durch Kolumbien

Wenn ich nicht schon ein großer Kolumbien-Fan wäre, ich würde es mit diesem Bildband werden. Wunderschöne Landschaften anhand ca. 200 Fotos in Szene gesetzt rufen Erinnerungen wach oder wecken zugleich die Sehnsucht nach mehr. „Willkommen in Kolumbien“ heisst es in einem ausführlichen Eingangskapitel über Land, Kultur, Geschichte und Gesellschaft, das aber auch auf Vorurteile, Sicherheitslage und Widersprüche eingeht. Ein guter Abriss, der auf die Bildgewalt der 136 Seiten hinarbeitet. Der Inhalt ist übersichtlich in die drei Kapitel „Küsten an Karibik und Pazifik“, „Bogotá und das Hochland“ sowie „Dschungel und Flüsse – das Amazonas-Tiefland“ gegliedert. Mein persönliches Highlight und somit das besondere Plus ist das letzte Kapitel, das sich einer Region widmet, die sich abseits der ausgetrampelten Touristenpfade befindet und somit auch häufig unerwähnt bleibt. Darüber hinaus berichtet der deutsche Reise- und Kulturautor Andreas Drouve in vier Specials über das Erbe der Kolonialarchitektur, die Erfolgsgeschichte des kolumbianischen Kaffees, die versunkenen Kulturen und die indigene Bevölkerung im Spiegel von Geschichte und Gegenwart. Texte und Fotografien zeigen die wahre Leidenschaft des Autors sowie des Fotografen Christian Heeb für …

Reiseführertest Marrakesch

Was bringt Marrakesch als kurze (Wochenend-)Städtereise? Seit einigen Wochen gibt es von Berlin mit easyjet einen Direktflug in die Stadt mit dem klangvollen Namen. Die Möglichkeit, schnell und evtl. auch günstig reinzufliegen und etwas arabisches Leben in der Medina aufzusaugen, klingt verlockend. Ausgerüstet mit dem Cityguide „100% Marrakesch“ und dem Reiseführer „Marroko – Handbuch für individuelles Entdecken“ machte ich mich auf den Weg. Marokko ist für mich kein neues Ziel – vor gut 20 Jahren war ich bereits im Rahmen zweier Interrail-Touren in Marrakesch und über den Großen Atlas hinaus. Eine Wüstentour lag gerade auch nur wenige Monate hinter mir. Doch jetzt die Frage, was hält das Ziel Marrakesch für ein Wochenende bereit? Meine Erfahrungen Als ich im Flugzeug auf meinem iPhone die E-Mail meines Reisewagenanbieters las, dass das bestellte Auto nicht verfügbar sei, biss ich mir erst mal auf die Lippen. Mist, dachte ich. Aber am Flughafen wird es bestimmt einige kleine Boxen mit diversen Mietwagenfirmen geben. Angekommen – noch etwas an der Passkontrolle mit einem Mexikaner, der in Wien studiert, unterhalten – und …

Ein bisschen Wärme – „Capitães de areia“ von der Regisseurin Cecília Amado eröffnet die 4. Première Brasil

Rund 100 Filme werden in Brasilien jährlich produziert, die besten im Rahmen des Festivals von Rio de Janeiro gezeigt – und eine Auswahl von 13 Produktionen wird nun vom 7. bis 18. November dem Berliner Publikum vorgestellt. Heute  nun startete die 4. Première Brasil im Haus der Kulturen der Welt. Beim herbstlichen Wetter suchte ich nun meine persönliche 3. Première auf, die mit dem Titel „Capitaes de areia“ des Eröffnungsfilms ein bisschen Wärme vom Strand Salvadors da Bahia in den gut gefüllten Kinosaal brachte. Tatsächlich spielt die Kultur von Bahia im gesamten Film eine Rolle – ob beim Capoeira oder beim Praktizieren der afro-brasilianischen Religion Candomblé. Das 1937 von Brasiliens berühmtestem Autor Jorge Amado geschriebene gleichnamige Buch wurde nun von dessen Enkelin Cecília Amado verfilmt, die leider an diesem Abend nicht anwesend war. Es erwartete uns eine wunderbare, bildgewaltige Adaption seines Romans über das Leben und die Abenteuer einer Bande von Straßenkindern, die als Sandkapitäne bekannt sind. Diese leben in einer heruntergekommenen Lagerhalle am Hafen während sie auf den Straßen der Stadt stehlen, zocken, tanzen …

Grosse Abenteuer – Herausforderungen zwischen Grand Canyon und Mount Everest

Schon das nächste Abenteur geplant? Oder sind Sie noch auf der Suche? Inspiration bietet der neue Bildband „Große Abenteuer“ von Lonely Planet. Dass zwischen Grand Canyon und Mount Everest zahlreiche Herausforderungen und Entdeckungen auf Outdoor-Freunde warten, ist hinlänglich bekannt. Ob per Rad, zu Fuß, per Boot, kletternd, tauchend oder fahrend, man muss kein Held sein, um diese grandiosen Naturschauspiele und aufregenden Orte erleben zu können. Höhen und Tiefen, Eis und Schnee, Wasser – unorthodoxer könnte die Klassifizierung der möglichen Herausforderungen nicht erfolgen. Und dennoch macht sie neugierig. Pünktlich zu Weihnachten erscheint dieser gewichtige Bildband und Ratgeber, der Reiseanregungen für das neue Jahr unter den Christbaum bringt. Jede Tour wird auf zwei Doppelseiten vorgestellt mit faszinierenden Bildern und originellen Texten. Zudem bekommt der interessierte Leser übersichtlich ein paar konkrete Tipps zu Tourenlänge, bester Reisezeit, zu Ausstattung und erforderlicher Kondition mit auf den Weg. Und für diejenigen, die Erlebnisse lieber in der guten Stube mit den Abenteurern teilen, gibt es jede Menge Hintergrundinformationen und vergnügliche Geschichten rund um das zu Erlebende. Und vielleicht ist so manch eine Tour dabei, …