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Auf den Spuren des Hirschs – Havelquellwanderung

Ist sie es oder ist sie es nicht? Obwohl die Havel von der Gegend unserer zweiten Wahlheimat bis in unsere erste Heimat fließt, wissen wir so erstaunlich wenig über diesen Fluss. Wir wissen zwar schon, dass wir, wenn wir wollten, unser kleines Kajak in Blankenförde ins Wasser lassen könnten und wir irgendwann auch im Wannsee rauskommen würden. Doch wo die Havel entspringt, wusste ich bis letztes Jahr gar nicht und bis heute hatte ich nur eine leichte Ahnung. Es ist auch nicht so einfach mit der Havel, denn sie hat eine echte und eine falsche Quelle. So hat sie eine Quelle, wie wir uns alle Quellen eben vorstellen. So eine kleine Pfütze mit Loch, aus dem es sprudelt. Uns sie hat eine Quelle, die sich nicht als solche zu erkennen geben möchte – so ein bisschen wie in Uganda die Nilquelle. Die Quelle ist nämlich ein See, der Bornsee. Wir nehmen uns also vor, beides einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Und wer könnte uns dafür besser den Weg weisen als der Hirsch. Die …

Lissabon Reisetipps

Lissabon Reisetipps – vier Tage Lissabon und Umgebung

Vier Tage Lissabon und Umgebung in der Adventszeit – nichts für Weihnachtsromantiker. Weihnachtsmärkte findet man auch in Lissabon, wo eine festliche Beleuchtung nicht fehlen darf, aber ansonsten ist Lissabon einfach nur Lissabon. Eine historische Stadt, in deren engen Gassen man sich verliert, in der man durch ihre hügelige Lage auf und ab geht und abends seine Beine spürt, eine Stadt, über der ein herrlicher Glanz liegt, aber in der es auch hier und da bröckelt. Ich war tatsächlich total überrascht und fasziniert, eine so ungemachte „Hauptstadt“ innerhalb Europas vorzufinden. Vieles ist authentisch. Was den Touristen reizen mag, mag sicherlich auch manch Einwohner stören. Südeuropäische Städte leben normalerweise, sind laut, trubelig und hektisch. Lissabon jedoch ist eine Stadt, die lebt und zugleich in sich ruht. Von Anfang an fühle ich mich hier nicht gestresst, sondern spüre eine gewisse Langsamkeit. Die Hügel schlucken, der Tejo schluckt und und auch wir schlucken, als wir Lissabon wieder verlassen. Stationen: Lissabon – Sintra – Cascais (Dieser Beitrag wird noch erweitert.) Gereist im Dezember 2013. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte?  Wenn ich …

Auf dem Victoriasee

Eigentlich wollten wir die 8 Uhr-Fähre von Bukakata nach Luku schaffen. Als wir eine Stunde zuvor unser Guest House in Nyendo verließen, versuchte uns der Hausherr von den Vorzügen eines Taxis zu überzeugen. Denn als Muzungu fährt man kein Matatu. Wir lehnten ab und begaben uns in die Hand der Boda Boda Fahrer, die uns zum Matatuplatz brachten. Als wir dort ankamen, schaute ich erstaunt. Hier gab es keine Kleinbusse, sondern nur PKWs. Schnell begriffen wir, hier fallen die Matatus eben eine Nummer kleiner als gewöhnlich aus. In normale PKWs bekommt man ja schließlich auch zehn Personen unter. Zu acht fahren wir zum Glück los. Wären wir doch nur sieben geblieben! Der achte Fahrgast war eine Frau, die sich durchaus der anstehenden Feiertage bewusst war und somit etwas für ihr Aussehen tun wollte. An diesem wunderbaren Morgen des Heiligabend fällt ihr nun unterwegs ein, noch Hennafarbe für ihre Haare kaufen zu müssen. Der Zeiger meiner Uhr nimmt Fahrt auf, während wir eingequetscht im Matatu-PKW mit Warten verbringen. Nach 20 Minuten hat die Dame endlich ihren Einkauf …

In der Spur, neben der Spur – Aktiv im Tannheimer Tal

„Jetzt seid Ihr fit für Olympia.“ Dieses Urteil hört man gern vom Olympia-Zweiten. Und zugleich weiß ich, dass Papa vor 33 Jahren nicht ganz so viel falsch gemacht hat, als er mich auf meine kleinen orangen Plastikski mit Federzugbindung stellte, in der Hoffnung, damit eine Wintersportleidenschaft zu entfachen. Und tatsächlich kann man mich auch heute noch immer wieder mit schönen Winterlandschaften entzücken, die ich mit Langlaufski erobern kann. Was im Sommer das Kajak – wenn ich nur das Plätschern der Paddel höre und auf Augenhöhe mit dem Wasser bin, wo ich die Natur umso intensiver wahrnehme, ist im Winter der Skilanglauf durch verschneite Wälder, wo man nur das Knirschen der Ski hört und die eisige Luft spürt. Und genau solch eine Winterlandschaft haben wir in Tannheim entdeckt – so quasi, im kleinen Mekka für Skilangläufer. Es ist mein erstes Mal in den Alpen und auch mein erstes Mal, das ich eine Skistunde nehme – und das bei einem, der meisterlich Ski fährt – Peter Schlickenrieder. In Vorbereitung auf den Ski-Trail Tannheimer Tal, der wieder vom …

Hotel Schwarzer Adler – Schlafen ihm schönsten Hochtal Europas

Als wir am Schwarzen Adler nach knapp zweistündiger Fahrt vom Innsbrucker Flughafen mit kurzem Stopp in Seefeld ankamen und das Hotel betraten, saßen schon einige Gäste in der Lobby und genossen die Atmosphäre am offenen Kaminfeuer. Der Schwarze Adler beschreibt sich selbst als „ein 4-Sterne Hotel für Leib und Seele – Lust & Laune das für alle Generationen ob Jung und Alt, für Singles und Familien“. Der Schwarze Adler zählt bestimmt nicht zu den kleineren Hotels in Tannheim, aber durch das Personal und der detailverliebten antiken Inneneinrichtung versprüht das Haus einen familiären Charme. Unser erster Eindruck wird prompt auch bestätigt, alle Generationen sind in der Lobby und im Restaurant vertreten und der familiäre und bodenständige Umgangston des Personals passt zu dem, was wir von echten Tirolern erwarten. Das Zimmer: Unser Zimmer lag im dritten Stock, Nummer 303. Von unserem großen Fenster hatten wir einen schönen Blick direkt auf die Kirche St. Nikolaus und das Zentrum des kleinen Ortes. Das Schlagen der Glocken war am Morgen ein treuer Begleiter. Unser Zimmer war  liebevoll mit Holzmobiliar und …

Hier, wo die Erde endet und das Meer beginnt…

Tosend schiebt sich der Schaum von rechts nach links und umschmiegt die Steine in der Brandung. Noch einmal spritzt es hoch, im Sekundentakt schauen wir gebannt auf diesen natürlichen Springbrunnen im Boca do Inferno nahe unserem Hotel. Wir wollen längst schon wieder auf der Strecke sein, doch immer wieder warten wir auf eine noch höhere Welle. Wir stehen dort, wo sich die Wellen brechen. Weiter nördlich, nur 1,5 Stunden von hier entfernt, sollen sich die Wellen aktuell 20 Meter hoch auftürmen, sagte man uns im Farol Design Hotel. Es ist für mich unvorstellbar, wie sich solch eine Walze aufs Land zubewegt und alles zu überrollen droht und dann doch rechtzeitig bricht. Von Cascais fahren wir auf der Küstenstraße, die durch den Nationalpark Sintra führt. Schnell bietet sich links und rechts der Straße eine Dünenlandschaft an, die sich in Hügeln und Felsen verliert. Auf einer der senkrechten Steilklippen, die fast 100 m hoch aus dem Meer ragen, endet das Festland des europäischen Kontinents. Weiter westlich liegen nur noch Inseln und Amerika. Motoradfahrer genießen hier die kurvige Strecke. Wir erfreuen uns …

Tivoli Oriente – wohnen im modernen Lissabon

Die Lage außerhalb vom Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe zum Park der Nationen, dem ehemaligen Expo 98 Gelände, macht das Tivoli Oriente zu einer interessanten Alternative außerhalb des Stadtzentrums. Es liegt somit inmitten einer architektonischen interessanten Umgebung eines jeden Lissabon-Besuches. Im Gegensatz zum historischen Stadtzentrum bewegt man sich hier im modernen Lissabon. Mit seinen 13 Stockwerken bietet das Haus einen hervorragenden Blick auf den Tejo. Von unserer Junior Suite im 11. Stock genossen wir auch den Blick auf den Bahnhof Gare do Oriente, der quasi Teil des Gebäudekomplexes ist.   Das Zimmer: Bei unserer Ankunft erfuhren wir, dass wir ein Upgrade auf eine Junior Suite im 11. Stock bekommen. Die 40 Quadratmeter große Suite verfügt über einen guten Blick über den Park und auf den Fluss. Die Junior Suite ist in einen Vorraum sowie in ein Bade-, Schlaf- und Wohnzimmer unterteilt. Im Wohnzimmer gab es neben einer Couch einen großen Schreibtisch sowie ein Fenster, das man leicht öffnen konnte. Die Suite war gut ausgestattet und verfügt z.B. über W-Lan (für uns kostenlos), Hotelsafe, Espresso-Maschine (1 Euro pro …

Die Wände der Jurte

Was raschelt da im Häuschen, ähm Jurte? Seit nunmehr einer Stunde knuspert da jemand an der Innenwand unserer Jurte und hindert mich am Schlafen. Genau das sind die Momente, in denen das von 100 Rückwärtszählen einfach nicht funktioniert. Also, wieder aufstehen, Licht anmachen, nachschauen, was los ist. Beim fünften Mal klappt es auch tatsächlich. Genüsslich klettert ein Mäuschen aus einer Tüte. Selber schuld. In einer Steppenlandschaft sollte man in seiner Hütte auch nicht einfach die Lebensmittel so offen auf dem Boden rumstehen lassen. Also lösten wir das leicht zugängliche Lebensmitteldepot auf und schlossen es in einen Schrank. Damit dachten wir, dem Spiel endlich ein Ende zu bereiten. Doch so einfach ist die Welt nicht für eine Maus. In der nächsten halben Stunde wiederholte sich die Szene, nur dass das Mäuschen nun von Schuhtüte zu Schuhtüte zog. Am Geräuschpegel änderte das nichts. Und so hielt sie uns mit ihrem Rascheln weiterhin auf Trab. Irgendwann machte sich die Maus noch nicht einmal mehr die Mühe, vor uns auszureisen, als wir das Licht anknipsten. Das letzte Mal, das …

Leichtes Reisegepäck mit dem Fast-Hiking-Schuh Terrex Fast R Mid GTX

Im letzten Spätsommer erhielt ich den Fast-Hiking-Schuh Terrex Fast R Mid GTX von adidas pünktlich kurz vor dem Start zu unserer Transsib-Reise. Hier konnte ich den Schuh nicht nur auf der Insel Olchon im Baikalsee und der chinesischen Mauer testen, sondern auch auf längeren Städtetouren durch Moskau und Peking. Auch bei Touren im feuchten Herbst in Deutschland war der wasserdichte mittelhoch geschnittene Schuh mit seiner Gore-Tex-Membran ein zuverlässiger Begleiter. Der Schuh kombiniert Leichtigkeit mit Stabilität und schont so auch das Reisegepäck, ohne die Vorteile eines stabilen und robusten Wanderschuhs missen zu müssen. Die Sohle wurde zusammen mit dem Reifenexperten Continental entwickelt und der Fersenbereich ist dreidimensional geformt. So bietet der Schuh die notwendige Bodenhaftung und den perfekten Sitz zum kontrollierten Lauf – auch bei nassem oder eisigem Untergrund (z.B. aktuell in den verschneiten Alpen getestet). Fazit: Mit dem Fast-Hiking-Schuh Terrex Fast R Mid GTX ist man für die Outdoor-Abenteuer nah und fern bestens gerüstet. Auch bei kurzen Läufen bergab überzeugten mich seine Leichtigkeit und Stabilität. Die auffällige Farbwahl ist definitiv ein Hingucker, war aber anfangs für …

La Graciosa oder die Grazie beim Planet der Affen

“Planet der Affen” Science-Fiction-Film mit Charlton Heston von 1968. Angeblich teilweise gedreht auf Lanzarote. Nach vier Tagen auf See sind wir hier genau richtig um ein paar Runden Schlaf nachzuholen und uns ordentlich zu entspannen. Was wollen wir mehr? Auf der Insel läuft der Alltag langsam ab, Siesta inbegriffen, und von Hektik keine Spur. Die…

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