Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mittelmeer

Strand von Tel Aviv

Tel Aviv – ein Spiel von Licht und Schatten

Meer und Himmel verschwimmen an diesem Morgen vor meinen Augen, als ich den Vorhang meines Fensters öffne. Das Mittelmeer ist nur vage in dem grau-weißen Ausschnitt zu erkennen. Doch schnell findet mein Auge Ablenkung in der Bewegung am Strand. Und da bewegt sich um 7 Uhr morgens schon einiges. Läufer, Inlineskater, Surfer, Stand-Up-Paddler, Kanuten tümmeln sich am und im seichten Wasser von Tel Aviv. Und als sich die Sonne endlich ihren Weg durch die diesigen Luftschichten gebahnt hat, kommt das Spiel mit Licht und Schatten hinzu. Überhaupt, das Spiel von Licht und Schatten findet an diesem Tag immer wieder Platz auf meinem Spaziergang durch die Stadt – als ich im Südwesten der Stadt in Neve Tzedek ein kühles Plätzchen hinter dem Suzanne Dellal Centre for Dance and Theater suche. Im überschaubaren Gründungsstadtteil Tel Avivs, der „Oase der Gerechtigkeit“ übersetzt heißt, verliert man sich schnell zwischen den kleinen Boutiquen, Schmuckläden, Cafés und Gallerien. Überall gibt es einen Blickfang nicht nur in den Häusern, sondern auch auf deren Wände. Graffitis und Malerei findet man besonders in der …

Blick auf die Three Cities von Valletta

20 minutes away – Himmlisches Valletta

Nicht einmal fünf Minuten sind wir in der Luft, da tönt es durch die Kabine unseres Flugzeuges: „Jetzt sind wir im Himmel.“ Tatsächlich fühlt es sich ein bisschen wie Himmel an, nachdem wir den vorösterlichen Stress in der Abfertigungshalle in Tegel hinter uns gelassen haben. Plötzlich schweben wir in Zuckerwatte und alles ist vergessen. Die lange Schlange mit riesigen Rollkoffern deutete bereits beim Check-In darauf hin, dass hier nicht der Kurz- oder Geschäftsreisende abhebt. Familien und Paare erobern das kleine Idyll, das nur 90 km vor Italien liegt. Kurz nachdem wir Sizilien überflogen haben, taucht die erste Insel Maltas auf – ein karges Stück Land mit ein paar Häusern. 31.000 Menschen teilen sich die zweitgrößte Insel Maltas Gozo mit Touristen. Dann taucht ein kleines fast unbewohntes Inselchen unter uns auf – Comino – umringt vom türkisfarbenen Meer. Und plötzlich ist da eine Insel, die an ihren Rändern versucht, den Naturraum zu befestigen – so bebaut ist sie. Fast wie ein Playmobilland erscheint die Hauptinsel von oben, als hätte ein Kind sich unkontrolliert ausgetobt. Malta hat …

Marsaxlokk_Header

Bo(o)te der See – Bilder aus Marsaxlokk

Als wir auf die Bucht zufahren, kommt in die beige-hellbraune-Apricot Welt Maltas plötzlich Farbe. Die türkisfarbene Bucht, die sich am Ende der Straße auftut, ist gesät von zig kleinen Fischerbooten, die liebevoll in blaue, weiße, rote, gelbe und grüne Töne getüncht sind. Ein paar Touristen verlassen mit mir den lokalen Bus und laufen zielstrebig mit ihren Fotoapparaten an die Strandpromenade, um diese Boote, auch Luzzus genannt, für immer einzufangen. Es ist kein hektisches Getümmel, vielmehr versucht man sich, in die Ruhe dieses Ortes einzupassen und als unauffälliger Beobachter zwischen Meer und Land auf den Steg zu postieren. Ein paar Marktstände säumen die Promenade, auf der Tische und Stühle auffordern, länger als die Dauer eines Spaziergangs zu verweilen. Vom Café de Paris aus schaue ich den Fischern beim Knüpfen ihrer Netze zu. Ich habe das Gefühl, dass ich hier zum ersten Mal richtig zur Ruhe finde, dass ich endlich in Malta angekommen bin. In der Geschichte war Marsaxlokk der Haupthafen der Phönizier und Römer auf Malta. Die Bauweise der bunt bemalten hölzernen Fischerboote geht möglicherweise auf die Phönizier …