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Bolivien Reisetipps

Bolivien Reisetipps – wo die Luft dünn wird

Fast sechs Wochen Bolivien bildeten das Herzstück meiner Reise von Kolumbien nach Buenos Aires und daraus kommt auch heute mein Bolivien Reisetipps. Ich lernte ein reserviertes Land kennen, das mich besonders mit seiner Naturvielfalt zu begeistern wusste. Ich durchquerte Bolivien vom Norden in den Süden und dann nach Osten. Der zum Greifen nahe Himmel auf der Hochebene, dem Altiplano, ist ein Bild, das meine Erinnerung am meisten prägt. Unweigerlich denkt man bei Bolivien an Berge, die Anden, und an den glasklaren, höchstgelegenen (kommerziell schiffbaren) See der Welt, den Titicaca-See. Aber auch Urwald, Pampas, Tiefebenen zählen mit ihrer Artenvielfalt zu den absoluten Highlights meiner Reise. Nahezu jeder, der nach Bolivien reist, fährt zudem zum größten Salzsee der Welt, dem Salar de Uyuni. Wie froh war ich, als auch ich ihn nach einer etwas schrägen Tour noch zu sehen bekam und im Salzhotel schlief. Die Schönheit und der Reichtum dieses Landes stehen im Kontrast zur Armut, die sich neben vielen Situationen auf den Straßen Boliviens nicht zuletzt auch in meinem Besuch in der Silbermine des Cerro Rico verdeutlichte. Potosí …

San Antonio de Areco

Gaucho City

Um 6 Uhr halte ich es nicht mehr aus, will die frische Luft in unser Zimmer lassen, reiße die Balkontür auf, um den Vögeln und Grillen zu lauschen. Obwohl mir Schlaf noch gut täte, kann ich nicht mehr schlafen, nur ruhen. Es gibt positive Geräusche, die sich nicht in Lärm steigern lassen, und genau diesen lausche ich nun. Ein ausgiebiges Frühstück am Küchentisch der Gastgeberin rundet den perfekten Morgen ab. Wie gern hätte ich öfter solche Morgen erlebt. Wir schaukeln uns nach dem Früstück in der Hängematte in den Tag. Nur ein Pool würde das Ambiente noch perfektionieren, denn die Temperaturen steigen bereits unentwegt. Wir ganz europäisch, machen uns in der größten Hitze auf den Weg zum Plaza von San Antonio de Areco, zum Rio. Die Straßen sind wie zu erwarten leergefegt. Nichts Neues. Aber am Fluss tut sich etwas, kündigt sich das Wochenende bereits an. Mit Autos sind sie vorgefahren, wie bereits in Rosario zu beobachten war. Direkt bis ans Ufer bringen sie diese lärmenden Höllendinger. Und was sollte man bei einer solchen Hitze …

Sue – eine Frau in Bogotá

Es ist 23 Uhr. Draußen auf den Straßen Bogotás herrscht buntes Treiben. Fast genauso bunt sind auch die Kerzchen, die in der heutigen Nacht angezündet werden. Denn es ist Nacht der Kerzen. Vom Flughafen zum Hostel war dadurch schon nahezu kein Durchkommen gewesen. Und auch die feucht-heiße Luftdusche, die mir sonst den Begrüßungscocktail meiner Reisen liefert, schien bereits in Feiertagslaune zu sein. Ich befinde mich auf 2.640 m Höhe. Nicht alles was tropisch klingt ist auch tropisch. Tropisch ist nur die Musik, die in mein Taxi hineinschallt. Von den Tropen ließ sich wohl auch das junge Reisevolk inspirieren, das wie ich das Hostel Sue in Candelaria als Stützpunkt seiner Nächte oder viel mehr auch der Tage gewählt zu haben scheint. Die Feierlaune ist auf dem Höhepunkt, als ich mich nach Ruhe dürstend schlaftrunken und völlig erschöpft in das Gästebuch eintrage. Es besteht kein Zweifel, was mein Körper dringend benötigt. Zwischen dunklen, fensterlosen und stinkenden Mehrbettzimmern liegt mein kleines noch dunkleres Einbettzimmer, von dem ich mir eine Nacht voll Ruhe erhoffte. Ein Bett und ein karges Licht …