Alle Artikel mit dem Schlagwort: südamerika

Mompox, Kolumbien

Mein Kolumbien

Tipps von Madlen. Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Kolumbien gesehen haben und warum? In Kolumbien ist für jeden etwas dabei. Die Abwechslung macht es. Daher liebe ich dieses Land zum Reisen so sehr. Berge? Voilà die Anden oder die Sierra Nevada de Santa Marta. Wasser? Voilà Karibik, Pazifik, Amazonas oder die künstlich erschaffenen Seenlandschaft Guatapes. Städte? Voilà Bogotá, Cali oder Medellin. Kultur? Voilà San Agustin, Mompos, Cartagena oder die Zona Cafetera Ein Ort hat sich für mich als besonders strategisch herausgestellt, Santa Marta. Die Stadt diente mir als Ausgangspunkt für viele abwechslungsreiche Unternehmungen – Trekking in der Sierra de Nevada de Santa Marta u.a. zur Ciudad Perdida, Kurzerholung an den Stränden des Tayrona National Parks, Paleminos oder Tagangas sowie ein mehrtägiger Ausflug auf die Halbinsel La Guajira. Welches Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf? Musik! Kolumbien ist für mich ein nicht enden wollendes Lied. Wer wie ich Salsa, Merengue, Cumbias oder auch Digital Cumbias mag, ist hier genau richtig. Und dazu muss man nicht einmal immer ausgehen, es reicht schon, das …

Mein Peru

Interview mit Anja Beckmann. Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Peru gesehen haben und warum? Der Machu Picchu stand schon lange auf meiner Wunschziel-Liste. Es ist eine Inka-Ruinenstadt auf 2.400 Metern Höhe. Die Anlage mit ihren Häusern und Tempeln war sehr beeindruckend, außerdem streichelte ich dort ein Lama und sah ein Chinchilla. Der Titicacasee auf 3.800 Metern ist der höchste schiffbare See der Welt. Ich überquerte ihn mit dem Boot auf dem Weg nach Bolivien. Toll fand ich die Schilfinseln, auf denen die Urus wohnen. Auf der Felseninsel Amantani übernachtete ich bei der Einheimischen Valentina. Sie kochte in der engen Küchenhütte auf dem offenen Feuer. Vor der Hütte versammelten sich Esel, Schafe und Hühner – idyllisch! Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf? Ich hatte das Glück, Karneval in Südamerika zu erleben. In Peru gab es jede Menge Umzüge mit traditionellen Kostümen und Musik. Kinder und Jugendliche spritzen mit Wasserpistolen und warfen Wasserbomben. Sehr lachen musste ich über die Karnevals-Kühe mit bemalten Gesichtern und Ballons an den Hörnern. Was …

Mein Bolivien

Interview mit Florian Blümm. Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Bolivien gesehen haben und warum? 1. La Paz – El Alto: Die Feria El Alto 20 Minuten oberhalb von La Paz ist der wahrscheinlich größte Markt der Welt und die Stadt La Paz selbst ist nur ein Vorwand für Märkte und Verkaufsstände an allen Ecken und Enden. In La Paz ist immer was los und außerdem kann man unzählige Tagesausflüge machen: * Titicaca See * Tiwanacu Ruinen * Coroico im Dschungel * Death Road mit dem Rad * Höchstes Ski Gebiet der Welt auf 5400m * Huayna Potosi, ein einfacher 6000er 2. Potosi & Sucre: Bolivien war im 16. und 17. Jhd. als spanische Kolonie „Alto Perú“ unglaublich reich, was vor allem an den Silberminen von Potosi lag. Heute kann man die immer noch aktiven Silberminen im Cerro Rico in Potosi besichtigen und sich an der wunderschönen Kolonialstadt Sucre sattsehen, die „weiße Stadt“, die mit dem ganzen Silber gebaut wurde. 3. Salar de Uyuni: Die Salzwüste ist wie von einem anderen Planeten, ein unwirklicher Ort und nicht nur für Liebhaber von Naturlandschaften ein Erlebnis. Welches …

Mein Chile

Interview mit Inka Chall. Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf? Ohdumeinegüte, das sind so viele: Die netten Leute vom Hostel in Puerto Natales, wo ich mich richtig heimisch gefühlt habe und der Hostelmanager jeden Abend mit Gitarre und seiner fantastischen Stimme Privatkonzerte gab. Sowieso viele interessante Begegnungen. Das krasseste Klo, was ich in meinem Leben gesehen habe (im Torres del Paine Nationapark). Der unfassbar schöne Anblick des Grey-Gletschers unter mir am sonnigen Morgen nach einer Horror-Passüberquerung am Tag zuvor und einer eiskalten Nacht im Camp. Feuerland mit seinen Südbuchen. Die Vielfalt der Farben und die Weite der Atacama-Wüste. Die Erfahrung, dass ich sogar mit einer Gruppe reisen kann, obwohl ich immer gedacht habe, dass mir das auf den Keks geht, denn ich bin sonst immer gerne alleinereisend. Das Schöne: Immer wieder fällt mir etwas anderes ein, achja, das war ja auch noch… Was war Deine größte Enttäuschung? Kann man auf Reisen so richtig enttäuscht sein? Das hängt ja immer von den eigenen Erwartungen ab. Ich versuche, möglichst offen zu reisen, deshalb …

Mein Uruguay

Interview mit Doris Neubauer. Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Uruguay gesehen haben und warum? > Cabo Polonio – das kann ich nicht in einem Satz sagen, darüber habe ich einen ganzen Blogpost verfasst.  > Casapueblo, das Haus des Künstlers Carlos Páez Vilaró. bei Sonnenuntergang. Es liegt in der Nähe von Punta del Este, dem wohl touristischsten aller Küstenorte Uruguays. Den Ort selbst würde ich nur als Basis für Ausflugsziele wie eben dieses an Hundertwasser erinnernde Haus machen – oder fürTagestouren nach La Barra oder San Ignacio > Montevideo – die Hauptstadt befindet sich ohnehin meist auf der Reisereoute, ist aber auch tatsächlich einen Abstecher wert. Alte Gebäude, große Plätze, abseits der Innenstadt viel Grünflächen und eher eine entspannte Ruhe, wie ich sie nur aus Altstädten Europas kenne. Hier ticken die Uhren noch anders, die meisten Leute sind weniger hektisch unterwegs und vor allem hilfsbereit – was sich in meinem Fall nicht nur an den Taxifahrern bemerkbar macht, die mir mit meinem Riesenrucksack geholfen haben, sondern auch daran, dass mir in der Wäscherei …

Mein Brasilien

Interview mit Ute Kranz. Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Brasilien gesehen haben und warum? Brasilien ist ein riesiges und absolut faszinierendes Land! Ich habe bisher den Norden und Nordosten kennengelernt und auf dieser Reise drei ganz besondere Orte ins Herz geschlossen: > Fernando de Noronha! Vulkaninsel und Meeresnationalpark mit traumhaften Stränden und Tauch- und Schnorchel-Highlights mit Delfinen, Schildkröten und Haien. Mit coolen Buggys kann man über die Insel heizen und den Abend bei Chillout-Musik, Caipirinhas und Ceviche ausklingen lassen. Gehört definitiv zu meinen Top 10 Inseln weltweit! > Jericoacoara! Ein Hippie-Dorf zwischen Dünen am Meer. Man übernachtet in kleinen Pousadas, sitzt am Strand, während Esel-Karawanen an einem vorbeiziehen und wartet am Abend oben auf der Düne mit einem Caipi to go auf den Sonnenuntergang. Und feiern kann man hier bis in die Puppen. > Salvador da Bahia! In der historischen Altstadt wohnen und rund um die Uhr mit brasilianischen Klängen im Rhythmus bleiben. Bunte Häuser im Kolonialstil, kleine Gassen mit Backsteinpflaster und fröhliche Menschen sind neben dem größten Straßenkarneval der Welt …

Mein Lateinamerika

Wenn ich an Lateinamerika denke, höre ich Musik. Endlose Busfahrten, die mir immer mit einem Schwall an Lebensfreude verschönert wurden. Wenn mir wieder Hühner unter den Sitz geschoben wurden und der Kopf des Nachbarn auf meine Schulter fiel, dann stimmte mindestens ein Passagier in ein Salsa- oder Cumbias-Lied ein und zauberte ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Das ist „mein Lateinamerika“, wie ich es liebe. Von den sommerlichen Temperaturen inspiriert starte ich diese Woche die neue Serie „Mein Lateinamerika„. Von Mexiko bis Chile – soll dabei die Reise gehen. Und da nicht nur ich mein Herz jenseits des Atlantiks verloren habe, lass ich dieses Mal andere Reiseblogger zu Wort kommen. In dieser Woche stellt Euch jeden Tag ein Reiseblogger ein lateinamerikanisches Land vor und gibt Tipps und Einblicke. Und auch danach wird diese Rubrik gefüllt. Den Anfang macht Steve von Back-Packer.org, der uns „sein Argentinien“ vorstellt. Montag    Ute von Bravebird stellt uns „ihr Brasilien“ vor. Dienstag   Doris von Littlemissitchyfeet stellt uns „ihr Uruguay“ vor.  Mittwoch    Inka von Blickgewinkelt stellt uns „ihr Chile“ vor. Donnerstag    Florian von flocblog stellt uns „sein Bolivien“ vor.  Freitag   Nadine von Traumweltenbummler …

Mein Argentinien

Interview mit Steve Hänisch. Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Argentinien gesehen haben und warum? Die Landschaft Patagoniens ist einfach atemberaubend, daher liegen meine drei Empfehlungen allesamt im Süden. Ushuaia gilt als südlichste Stadt der Welt und als perfekter Einstieg für Outdoorabenteuer mit dem Tierra del Fuego Nationalpark. Weiter im Norden findet ihr dann El Chaltén, die Trekkinghauptstadt Argentiniens wartet mir grandiosen Wanderrouten und Campingspots auf – der Monte Fitz Roy ist das Wahrzeichen dieser Gegend. Bariloche liegt im Seengebiet und damit im nördlichen Patagonien – der perfekte Ort für Radtouren, Wanderungen und Wassersport – zudem das Wintersportmekka Südamerikas. Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf? Die Grenzquerung Argentinien-Chile und die anschließenden zwei Wochen per Anhalter auf der Carretera Austral. Das besondere an diesem Abenteuer: in der entlegensten Region dieser beiden Länder ist eine Überquerung der Grenze nur zu Fuß möglich. Mit vollem Gepäck und Campingausrüstung ging es 14 km durch undefiniertes Gebiet – umgeben von Geltschern, Wäldern und einsamen Seen. Die letzte Etappe legt man in einer vierstündigen …

Mitgebracht. Mitbringsel aus Lateinamerika

Sommerzeit = Reisezeit. Rucksäcke und Koffer fliegen wieder rund um die Welt und kehren mit zahlreichen Souvenirs gefüllt in die Heimat zurück. Manche begeistern nur in dem Moment, in dem man sie erstanden hat, andere lassen uns noch Jahre später gern an die Reise zurückdenken. In meiner kleinen Fotoreihe „Mitgebracht“ stelle ich Euch sinnvolle und weniger sinnvolle Mitbringsel meiner Reisen vor. Einige sind schon weggetrunken, weggegessen oder einfach kaputt und schafften es somit nicht auf das Bild. Alle anderen findet ihr hier. Im zweiten Teil meiner Souvenirreihe stelle ich Euch Mitbringsel aus LATEINAMERIKA vor. Summer time = travel time. Backpacks and suitcases are flying around the world and return home filled with numerous souvenirs. Some only enthuse in the heat of the moment when you purchase them, others let us still reminisce about a trip years later. In my little photo series „Mitgebracht“, I introduce to you more or less meaningful souvenirs from my trips. Some are already drunk up, eaten up or merely broken, but you can find the ones that survived in the pictures here. In the 2th part …

Mompox, Kolumbien

Mompox ist ein Gefühl {DIARY}

Nur das Quietschen des Ventilators ist zu hören. Ansonsten Stille. Wir sind in Mompox. Zugegeben befinden wir uns eher am Ortsrand im Casa Amarilla – weg vom kleinstädtischen Leben. Auf dem Platz vor der Iglesia Santo Domingo herrscht ein anderes Bild. Hier wurden mit Sonnenuntergang Essens- und Saftstände aufgebaut. Hier bebt sozusagen das Leben. Durch die Calle Real del Medio und Calle de Atras rasen die Mopeds und Dreiräder – nicht ganz geräuscharm. Und auf dem Plaza Santa Barbara vor der verspielten Iglesia Barbara hat sich eine Gruppe an sportwilligen Damen zusammengerottet, um in der noch immer brütenden Hitze Zumba zu tanzen. An der etwas trostlosen, vermüllten Uferpromenade trinkt man noch einen kleinen Absacker bei guter Salsamusik. Doch hier im Hof des Casas schnurrt einzig und allein der Ventilator während sich die meisten der anderen Gäste in ihre mehr oder minder gekühlten Zimmer zurückgezogen haben.   Mompox ist heiß, das ist klar. Zählt diese Stadt gar zu den heißesten des Landes. Das und auch der eigentlich beschwerliche Weg hierher hielten uns jedoch nicht davon ab, …