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Crestasee

Meine Wanderung in der smaragdgrünen Bergsee-Welt von Flims

Wanderer sind die glücklicheren Menschen und dem gibt auch die Medizin recht. Bewegung, Konzentration … Gehirnzellen und Motorik werden geölt. Meine Zeit in Graubünden dient also als Rezept für das Glück und für meine Gesundheit. Nach meiner Wanderung auf einem Teil des Sardona-Welterbe-Wegs führt mich mein letzter Tag in Graubünden noch einmal in die Wälder von Flims. Mit dem Postbus fahre ich früh am Morgen von Chur in die nahe Ortschaft, deren Name auf Flüsse verweist. Tatsächlich steht das Wasser im Mittelpunkt meiner Wanderung. Denn südlich von Flims findet man im Großwald vier wunderschöne Seen: Caumasee, Lag Prau Pulté, Lag Prau Tuleritg und Crestasee. Vom Flimser Waldhaus starte ich auf dem „Kulinarik-Trail Wald & Wasser“, der Bewegung mit Genuss verbinden soll. Den kulinarischen Teil lasse ich aus, denn in meinem Rucksack befindet sich ein Lunchpaket für unterwegs. Picknicken und Natur sind eine wunderschöne Kombination, der ich mich hier hingebe. Mein heutiger Weg führt mich durch die Wälder auf dem Schuttkegel des Flimser Bergsturzes – über den Caumasee der Rheinschlucht entlang nach Conn, zum Crestasee und dann via Felsbachschlucht zurück zum Flimser Waldhaus.  …

Segnaspass, Graubünden

Allein in den Bergen in Graubünden – meine Wanderung auf dem Sardona-Welterbe-Weg

„Nur noch wenige Meter, dann hast Du es geschafft. Bei schönem Wetter kann es einem nur gut gehen!“ ruft die Wirtin der Segnespass Mountain Lodge der abgekämpften Wanderin zu, die noch den letzten steilen Abschnitt auf Geröll bewältigen muss, bevor sie sich auf der Terrasse mit dem Blick über die Tschinglen Alp ausruhen kann. Die Wirtin dreht sich dann zu uns um und meint: „Du kannst den Weg noch so oft hochgehen, er tut immer wieder weh.“ Zufrieden nippe ich an meinem Kaffee, den ich mir in allen Lebenslagen gönne. Nur wenige Minuten zuvor habe ich mich an der Tschinglen Alp und der Brünschegg abgearbeitet. Immer die Tschingelhörner und das Martinsloch mit der feinen, aber deutlichen Linie der Glarner Hauptüberschiebung vor mir, ging ich den Aufstieg zu ehrgeizig an. Schnell erreichte ich den Punkt, an dem sich das Hirn ausschaltet, um alle Kräfte in die Beine zu entsenden. So gern ich das Wandern zum Nachdenken nutze, so merkte ich, dass dies erst nach der Passüberschreitung gelingen konnte, als der Automatismus auf den Beinen wich und …