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Madagaskar Reisetipps – Madagaskar individuell entdecken

Madagaskar Reisetipps, Baobabs, Madagaskar von Rod Waddington

Madagaskar individuell entdecken – sicherlich ist das ein etwas beschwerlicher, aber auch abenteuerlicher Weg. In diesem Artikel teile ich meine Madagaskar Reisetipps, die ich vor, während und nach meiner dreiwöchigen Reise sammelte.

Meine Madagaskar Reisetipps

Warum Madagaskar?

Es gibt Ziele, die schwirren mir schon lange durch den Kopf. Manche haben dafür gar eine Liste. Und dann kommen mir hin und wieder Länder plötzlich in den Sinn – so wie mein nächstes Reiseziel. Da Kongo und Mali noch immer in weiter Ferne liegen und ich nicht abenteuerlich oder lebensmüde genug dafür bin, ich aber wieder Lust auf Afrika hatte, fielen mir Senegal, Mosambik und Madagaskar spontan ein. 2016 scheint das Jahr der Inseln zu sein – mit den Philippinen im Januar und meinem übernächsten Reiseziel – ist es nun der zweitgrößte Inselstaat der Welt, Madagaskar, geworden. Warum Madagaskar?

Durch die lange geografische Isolation bietet Madagaskar auch eine einmalige Tierwelt mit Lemuren, Fossas oder Falanuks. Giftschlangen kommen hingegen nicht vor. Auch wenn es damit eine Gefahrenquelle weniger gibt, kann das Reisen in der aktuellen Regenzeit trotzdem abenteuerlich werden. Vor allem, wenn ich die Taxi-brousses nutze. Was der Chicken Bus in Mittelamerika ist, ist der Taxi-brousse für die Madagassen. Statt Hühner sollen hier jedoch Enten an Bord sein. Und natürlich mehr Personen als Sitze (das kennt man ja schon). Sicherlich eine gute Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu kommen. Wären da nicht dieses Französisch & Malagasy. Seit meiner Ruanda-Reise 2006 dämmert der Französisch-Wortschatz ziemlich inaktiv vor sich hin und wartet nicht unbedingt darauf, geweckt zu werden. Einen ersten phonetischen Erfolg kann ich sicherlich verzeichnen, wenn ich morgen am Flughafen mein Reiseziel fließend aussprechen kann – Antananarivo. Zum Glück kann man die „Stadt der Tausend“ auch liebevoll Tana nennen.

Meine Reiseroute

Die günstigsten Flüge Ende Februar von Berlin nach Antananarivo gingen durchweg mit Kenya Airways mit Stopp in Nairobi in Kombination mit KLM (via Amsterdam) oder Air France (via Paris) und lagen um die 700 EUR. Alternativ fliegt seit kurzem auch Turkish Airlines Madagaskar über Mauritius an.

Bei drei Wochen konzentrierte ich mich auf die Süd-West-Route.

  • Zunächst blieb ich einen Tag zum „Reinkommen“ in der quirligen Hauptstadt Antananarivo, die mir immer einen Knoten in die Zunge bindet.
  • Dann ging es an die Westküste nach Morondavia, von wo aus ich die skurrile Baobab Avenue und den Kirindy Forest erkundete.
  • Zurück im Hochland legte ich einen Stopp in der Stadt der Therme ein – Antsirabe.
  • Mit dem Zug soll es von Fianarantsoa auch kurz an die Ostküste gehen. Die Micheline-Bahn – der Bus auf Rädern – fährt leider so selten, dass dieser nicht infrage kommt.
  • Dann ging es mit Taxi Brousse nach Fiarantsoa und weiter in den Südwesten nach Tulear.
  • Auf dem Weg besuchte ich den Ranomafana Nationalpark, den Anja Park und den Isalo Nationalpark. Wanderungen und jede Menge Lemuren erwarteten mich.
  • Dann ging es ans Wasser nach Anakao.

Innerländischer Transport

Bei der Recherche tauchten immer nur die folgenden Transport-Optionen auf:

  • Taxi Brousse: Sicherlich die günstigste, längste und unkomfortabelste Lösung. Dafür zahlt man dann für siebenstündige Fahrten wie zwischen Antsirabe und Fianarantsoa nur 15.000 Ariary. Auch weiss man leider nie, wann es losgeht. Taxi Brousse unterscheidet man zwischen den regionalen und nationalen Varianten. Wählt man für eine Langstrecke das nationale Taxi Brousse, hat man i.d.R. einen Platz für sich, im regionalen sitzt man eher übereinander.
  • Air Madagascar: Wir haben im Vorfeld die Flugpreise für innerländische Verbindungen geprüft und immer wieder wurde einheitlich der Preis 260 EUR ausgegeben. Ziemlich viel, fanden wir. Als wir in Tuléar waren und nicht unbedingt auf eine Rückfahrt mit dem Taxi Brousse Lust hatten, fragten wir bei Air Madagaskar noch einmal direkt nach. Leider war angeblich die gesamte Woche schon die Economy Class ausgebucht und uns blieb nur die Business Class. Aus Scherz fragte ich nach dem Preis, der mit 220 EUR sogar unter dem in den Suchmaschinen lag. Jetzt hätte mich doch mal der Normalpreis für die Economy Class interessiert. Interessant war letztendlich, dass dort noch ein paar Plätze frei waren.
    PS: Es kommt gerade Konkurrenz auf den Markt. Die neue Fluglinie Madagasikara Airways will zuerst von Antananarivo nach Sainte Marie und Tamatave fliegen. Später sollen Antsiranana, Sambava, Tamatave, Fort Dauphin, Farafangana, Tulear, Majunga und Nossi-Be als Destinationen hinzukommen.
  • Mietwagen mit Fahrer: Für die erste Etappe nach Morondava hatten wir uns einen Mietwagen mit Fahrer angemietet. Eigentlich wollten wir nur eine Hinfahrt. Doch die Rückfahrt muss man für den Fahrer trotzdem zahlen. Da wir vor Ort sowieso ein Fahrzeug brauchen, haben wir dann einen Preis von 390 EUR für 4 Tage inkl. Benzin von Tana nach Morondava, vor Ort-Touren und den Rückweg nach Antsirabe bezahlt. Benzin inklusive. Anbieter war Madagascar Touring.
    Später in Ranomafana, den Ort mit den meisten Touristen, stellten wir fest, das alle mit Mietwagen unterwegs waren. Wir organisierten uns dann einen Fahrer aus Fiarantsoa und fuhren mit ihm 4 Tage Richtung Süden nach Tuléar mit Stopps im Anja Reservat und Isalo NP für 120.000 Ariary.

Antananarivo ist ein Gegensatz, der jeden erst einmal beschäftigt und vielleicht auch überfordert. Aus dem Flugzeugfenster erhascht man bereits einen Blick auf die satt grüne Umgebung, in die sich die Hauptstadt Madagaskars einfügt. Auf 12 Hügeln ist diese gelegen. Rote Ziegeldächer zieren die zweistöckigen Häuser aus Backstein. Was aus der Ferne idyllisch anmutet, legt im näheren Hinblick die bloße Armut offen. Varambas schieben sich durch die engen Straßen. Gezogen von Menschenhand. Oder Zebugespanne. Kinder spielen im Müll oder suchen dort nach etwas Essbarem. Und immer wieder hören wir die Warnung vor Diebstahl. Was zunächst etwas verunsichert, kann am Ende doch noch seine Schönheit beweisen. Es gibt Sonnen- und Schattenseiten – vor beiden sollte man in Antananarivo nicht seine Augen verschließen.

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Chez Aina 
(IVC 147A Ambatomitsangana, Antananarivo)
Dieses kleine, ruhige Maison im malagassischen Stil ist sehr liebevoll eingerichtet. Man wird in eine andere Zeit zurückversetzt. Sowohl im Wohnzimmer als auch im grünen Garten gibt es ausreichend Möglichkeiten, zu entspannen oder sich zu unterhalten. Wer es klein und persönlich mag, ist hier genau richtig. Einzig die Lage ist ein wenig solala, da man etwas abseits vom Geschehen ist.

Zimmerpreise variieren. Unser Zimmer mit Bad auf dem Flur: 32 €
Flughafentransfer: tags 18 € und nachts 20 €

Hôtel Restaurant La Ribaudière  (Rue Paul Dussac, Antananarivo )
Nachdem wir in Ansirabe in einem wundervollen Boutique Hotel genächtigt hatten und dort den Flyer für dieses Hotel in Tana fanden, wollten wir hier unbedingt übernachten. Leider waren wir etwas enttäuscht, da das Haus eng und dunkel wirkt und auch etwas in die Tage gekommen. Einen Garten gibt es in dem Sinn nicht. Nur einen kleinen Hof, der aber auch gleichzeitig als Restaurant genutzt wird. Das Haus ist sehr hellhörig, gerade wenn das Zimmer in der ersten Etage liegt. Das Zimmer ist funktional und gut. Da uns alle dazu rieten, unbedingt alle Wertsachen im Hotelsafe zu verstauen, war ich überrascht, dass es hier nur einen Mini-Safe auf dem Zimmer gibt. Der Safeschlüssel befindet sich wiederum am Zimmerschlüssel, den man beim Verlassen des Hotels abgeben muss. Jedoch liegen dann die Schlüssel an der Bar, wo man schnell mal eingreifen kann. Die Unterkunft ist nett, aber nicht ausgezeichnet. Besonders positiv ist jedoch das Restaurant. Mit die beste Küche, die wir auf der Reise erlebten und auch eine gute vegetarische Auswahl. Nicht zuletzt haben wir hier auch das beste Wifi gehabt.

Zimmerpreise variieren. Unser einfaches Zimmer im Haupthaus: 91.000 Ariary
Flughafentransfer: 60.000 Ariary

Sakamanga (Lot IBK7bis rue Ratianarivo, Antananarivo)
Die Top-Empfehlung für Antananarivo, glaubt man Guide Books, TripAdvisor & Co. Tatsächlich sind wir am Ende hierher geflohen.Die Lage ist zentral und das weitläufige Gelände verfügt über eine Vielzahl an Zimmern (wir haben das letzte erhalten und hatten hinsichtlich der Ausstattung keine Wahl) und ein großzügiges Gelände mit Swimmingpool und Massage-Haus. Es ist trotz der Größe super ruhig und herrscht eine angenehme, freundliche und professionelle Atmosphäre. Auch hier findet wieder eine Mischnutzung von Restaurantgästen an der etwas kleinen Poolarea statt. Etwas seltsam fand ich, dass man um 16 Uhr keine Speisen im Restaurant oder L’Espace Jardin ou Pool servierte, obwohl sich die Snacks und Desserts zu einem Kaffee gut gelesen haben.

Zimmerpreise variieren. Unser Standardzimmer mit Blick auf den Garten: 41 €
Flughafentransfer: 45.000 Ariary

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Pâtisserie Colbert
Die Kolonialzeit der Franzosen hat sich in dem morgendlichen Petit Dejeuner mit einer Schwemme an Baguettes festgesetzt und in den leckeren Süßspeisen. Letztere bringen mich fast in den 7. Himmel und so durfte auch ein Besuch der legendären Pâtisserie Colbert nicht fehlen. Hier gibt es leckere Törtchen, Pralinen und Eis zu vernünftigen Preisen.

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  • Rova – Le Palais de la Reine
    Wunderbarer Blick über die Stadt.
  •  Königshügel von Ambohimanga
    Bis 1794 war hier der Sitz der Könige der Merina und bis 1897 Grabstätte der Könige von Madagaskar. Seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe.

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  • In Antananarivo sollte man unbedingt ein Spa aufsuchen. Auch empfehle ich sehr eine dreistündige Tour (20.000 Ariary), um die Stadt etwas besser kennenzulernen und zu Fuß zu erkunden.

Mehr zu Antananarivo und Umgebung:

700 km, 13 Stunden – ein Ausflug nach Morondava von Antananarivo ist wahrlich kein Katzensprung. Die Stadt selbst ist kein Augenschmaus, doch die Natur in der Umgebung umso mehr. Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha ist mit seiner  Karstlandschaft ein Anziehungspunkt, den man leider nur in der Trockenzeit anfahren kann. Doch das Wahrzeichen Madagaskars, die Avenue du Baobab, liegt nur 20 Minuten vor der Stadt. Fährt man hier weiter, erreicht man den Kirindy Forest Reserve, in dessen Trockenwald sich Fossas und Lemuren wohlfühlen. In Morondava gibt es die beste touristische Infrastruktur auf der vorgelagerten Halbinsel Nosy Be.

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Chez Maggie
Auf einem großzügigen Gelände am Meer finden sich Cottages verschiedener Ausstattung und Preise. Wir schliefen in den einfachsten Bungalow mit Ventilator (Nr. 14) direkt neben dem Pool. Die schönsten, komfortabelsten und teuersten Bungalows haben Strandblick. Es gibt ein Restaurant und dort hat man auch Wifi-Empfang.
Preis: 116.000 Ariary

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  • Kirindy Forest Reserve
    In diesem Trockenwald 60 km von Morondava entfernt kann man auf Nacht- oder Tagwanderungen Fossas und Lemure sehen.
    Park-Eintritt: 25.000 Ariary (p.P.)
    Guide: 20.000 Ariary tags / 30.000 Ariary nachts
  • Avenue du Baobab
    Besonders zum Sonnenuntergang oder -aufgang empfehlenswert. In der Regenzeit waren wir tagsüber und morgens allein hier. Hier muss man nur hoffen, dass es nicht regnet, aber hat das Glück, keine anderen Touristen zu sehen.
  • Nationalpark Tsingy de Bemaraha
    Park-Eintritt: 25.000 Ariary ein Tag / 37.000 Ariary zwei Tage
    Guide: je nach Strecke

Idyllisch im Hochland gelegen, strahlt diese Stadt ein wenig mehr Ruhe als Tana aus. Jedoch sind die Straßen hier nicht minder voll. Hier sieht man besonders viele Pousse Pousse. Wer hier etwas mehr Zeit verbringt, den locken sicherlich auch die Thermalbäder. Antsirabe ist schon in der Kolonialzeit gern dafür besucht wurden und galt als der Erholungsort.

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Couleur café,
Eine charmante Anlage, die als kleiner Ruhepool gerade nach einer langen Reise (wir kamen von Morondava) bietet.
Preis für Bungalow: 140.000 Ariary

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Tsara Guest House
 (BP 1373, Fianarantsoa)
Im schön restaurierten Gebäude mit Annex lässt es sich ruhig nächtigen. Vom Hof hat man einen schönen Blick auf die Haute Ville.
Preis in Suite: 140.000 Ariary (Zimmer ab 80.000 Ariary)

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Tsara Guest House 

Ausgezeichnete Küche. Viele Gäste kommen nur zum Speisen hierher.

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  • Hier lebt und arbeitet der berühmte Fotograf Pierrot Men, dessen Studio sich auch hier befindet und besucht werden kann. (Labo Men BP,1199
    Complexe Soafia, Fianarantsoa)

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Le Grenat

Hierbei handelt es sich um eine einfache Bungalowanlage im Ortskern. Wir bewohnten einen Bungalow direkt am Fluss und hatten von der kleinen Terrasse einen sehr schönen Blick in die Berge des Nationalparks. Da wir am Anfang einen ziemlich ekligen Kaffee und Saft serviert bekamen, haben wir hier nicht gespeist. Im Restaurant gibt es Wifi.
Bungalowpreis: 70.000 Ariary

Chez Gaspar
Diese Bungalowanlage aus einfacheren Hütten befindet sich auch im Ortskern und ist noch etwas günstiger als Le Grenat. Hier haben wir auch immer gegessen. Das Personal war sehr freundlich. Wir haben uns gegen eine Übernachtung hier nur deshalb entschieden, weil wir 3 Tage hier verweilten und nach Wanderungen gern auf einem Balkon, Terrasse oder einem Garten relaxen wollten. Doch an einem Außenbereich mit Sitzflächen mangelt es hier leider.
Bungalowpreis: 55.000 Ariary

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  • Nationalpark Ranomafana:
    Neben Lemuren und Vögel zeigt der Nationalpark seine Besucher auch wegen der Wasserfälle und Thermalbäder an.
    Parkeintritt: 25.000 Ariary
    Guide für Vatoharanana Trek (6h): 105.000 Ariary

Mehr zu Ranomafana:

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La Varangue Betsileo an der (RN7 8km hinter Ambalavao und 4km vor dem Anja Park)
Eine der schönsten Unterkünfte, in der wir schliefen. Liebevoll von einem französischen Pärchen betrieben, hat man einen wahnsinnig schönen Blick auf die Felsformationen der Umgebung. Wir relaxten einen halben Tag am Pool und genossen einfach nur das Ambiente.

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Aux Bougainvillées (Face Gare Routiere AntsinanamandaAmbalavao)
Im Ortskern von Ambalavao gibt es auf dem Gelände der Papiermanufaktur Unterkünfte und dieses Restaurant.

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  • Anja Reserve
    Das Anja Reserve ist ein kleiner Community betriebener Park mit idealer Lage für Durchreisende Richtung Süden. Von hier kann man auf den Lago de Coatepeque sehen. Ein dreistündige Wanderung führt über viele Felsabschnitte, so dass auch leichte Klettereinlagen erforderlich sind. Der Blick von den Felsen ist grandios. Wir waren umzingelt von vielen Kattas und fanden auch eine Boa.
    Parkgebühr: 12.000 Ariary
    Guide für Circuit E – Coline Amboalady: 60.000 Ariary

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  • Mittwoch und Donnerstag ist Zebu-Markt in Ambalavao.
  • Mittwoch und Samstag ist Markt im Ortskern.
  • Besuch der Papiermanufaktur und Soalandy Atelier der Seidenproduktion

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Isalo Range Lodge

Wir waren schon fast etwas von den vielen Negativeintragungen auf Tripadvisor abgeschreckt und waren am Ende froh, doch hier genächtigt zu haben. Die erste Nacht waren wir die einzigen Gäste. Wir wurden superfreundlich willkommen geheißen, die Anlage inklusive Bungalows sind sehr gepflegt und die Vielzahl an Pflanzen sind sogar beschriftet. Der Swimmingpool und der Blick auf die Felsen des Isalo NP sind das eigentliche Highlight. Auch das Essen im Restaurant war ausgezeichnet und man bot uns immer flexibel eine vegetarische Variante an. Wifi nur an der Rezeption.
Bungalowpreis: 140.000 Ariary

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  • Isalo NP: sechsstündige Wanderung des Crest Treck mit Guide Daddy Albert.
    Guide Fee: 120.000 Ariary
    Parkgebühr: 65.000 Ariary

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Hotel Serena
 (Boulevard Philibert Tsiranana BP:91, Tuléar)
Mitten im Zentrum der Stadt und unweit des Meeres befindet sich dieses moderne Hotel, dass von außen vielleicht etwas abschreckt, aber von innen gut designt daherkommt.
Zimmerpreise: variabel, wir zahlten für unser Doppelzimmer auf der 2. Etage 90.000 Ariary

L’Arboretum d’Antsokay (RN7)
Wer nicht zwingend in der Stadt Tuléar sein muss, dem würde ich diese Alternative empfehlen. Ca. 12 km vor Tulear etwas abseits der RN7 findet man im Arboretum eine botanische Sammlung, ein wunderbares Restaurant und einen kleinen Pool zum Ausspannen.
Bungalowpreis: 100.000 Ariary

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Lalandaka
Nachdem wir nach einer Alternative zu Peter Pan suchten, wurden wir am nördlichen Ortsrand fündig. Ruhig gelegen direkt am Meer laden die Holz- und Steinhäuser zum Verweilen ein. Drei der Hütten sind sogar direkt am Strand – jede mit eigenem Balkon. Nicht nur die eigenen Hütten und der offene und freundliche Gemeinschaftsbereich haben uns hier gleich wohl fühlen lassen. Auch der Umgang ist super zuvorkommend und äußerst freundlich – von den Angestellten bis zu den Besitzern. Wer es etwas ruhiger mag, dem kann ich diesen Ort nur empfehlen.
Preis pro Hütte: 85.000 – 115.000 Ariaray (Französisch wird gesprochen)

Peter Pan
Die Top Choice des LP hat sich für uns eher als Enttäuschung herausgestellt. Da wir mindestens vier Tage hier verweilen wollten, hatten wir uns auf eine Hütte mit Meerblick gefreut. Bei unserer Ankunft wurde uns dann trotz Reservierung die letzte freie Hütte in der hintersten Reihe angeboten, die auch von der Ausstattung trotz gleichem Preis einfacher gehalten war. Die ohnehin kleine Matratze war super durchgelegen und bog sich nach oben. Das Pricing hat sich uns hier nicht erschlossen. Gerade auch, wenn man diese Unterkunft mit anderen im Ort vergleicht, die nur unwesentlich teurer sind, dafür aber alle Meerblick haben und meist auch besser ausgestattet sind. Auch die Gemeinschaftsarea ist hier nicht wie bei anderen luftig frei, sondern in einem Holzhaus, das lediglich ein Lüftchen durch die offenen Fenster reinlässt. Peter Pan ist die einzige Unterkunft neben Chez Emilie, die im Ort ist und somit auch wirklich den Strand mitten im Dorf hat. Die Unterkunft selbst wird von zwei jungen Italienern geführt, wir lernten nur einen kennen. Sie versprüht ein bisschen die Abhängatmosphäre, die viele Backpacker suchen. Mit der Kokosnuss in der Hängematte findet man auch den Besitzer tagsüber. Und so kann man es ihm in den Hängematten oder Liegestühlen am Strandstreifen gleichtun. Das Karte des Restaurants liest sich gut unsere vegetarische Pasta war lecker. Und auch Aktivitäten werden hier angeboten. Sicherlich ein Treff, um mit anderen Reisenden ins Gespräch zu kommen – bei uns waren es vornehmlich Italiener.
Preis pro Hütte: 70.000 Ariaray (Englisch wird gesprochen)

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  • Ausflug nach Nosy Ve

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  • In Anakao ist es so heiß, dass noch nicht mal das Wasser Abkühlung bietet. Daher lohnt immer ein Besuch bei Mad Nad, dem Eisladen am Ortsausgang.

Mehr zu Anakao:

Einreisebestimmungen

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum. Erhältlich ist dieses z.B. bei der Botschaft der Republik Madagaskar in Berlin:

Botschaft der Republik Madagaskar
Seepromenade 92
14612 Falkensee (Brandenburg)
Tel.: (03322) 231 40
Fax: (03322) 231 429
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de

Für Aufenthalte bis zu 30 Tagen erhält man das Visum jedoch auch vor Ort direkt bei der Einreise. Infos hier -> http://www.botschaft-madagaskar.de/de/top/visaangelegenheiten

Visagebühren

  • Visum für einen Aufenthalt bis 30 Tage oder weniger: 30,76€
  • Visum für einen Aufenthalt von 31 bis 60 Tage: 47,65€
  • Visum für einen Aufenthalt von 61 bis 90 Tage: 67,28€

Impfungen

Neben den Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps-Masern-Röteln (MMR)), die man immer wieder überprüfen sollte, werden als Reiseimpfungen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Malaria

Im gesamten Land einschließlich der Städte herrscht Malaria-Risiko. Bezüglich der Stärke gibt es hier je nach Quelle unterschiedliche Aussagen, nach dem Auswärtigen Amt und meiner Ärztin ist das Malariarisiko im Hochland (auch um Antananarivo) eher gering – so dass die Mitnahme eines Stand by-Medikaments reichen dürfte. Jedoch sagen andere Quellen, dass sich auch die Hochland-Malaria immer mehr ausbreitet und daher in allen Regionen eine Prophylaxe unbedingt empfohlen wird. Das Infektionsrisiko ist an der Ostküste am höchsten. Nachdem ich auf meinen letzten Reisen immer nur auf Stand by gesetzt hatte, habe ich mich dieses Mal doch wieder für eine Prophylaxe entschieden und zwar für das in Deutschland nicht für Malaria-Prophylaxe zugelassene Medikament Doxycyclin. Alternativ kann man als Malaria-Medikamente Malarone und Lariam zur Prophylaxe einnehmen. In ihrer Wirkung sind alle Arzneimittel relativ ähnlich, doch von der Verschreibung von Lariam nehmen inzwischen viele Ärzte Abstand, auf Grund der psychischen Begleiterscheinungen, die das Medikament hervorrufen kann.

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber sind von Mücken auf Menschen übertragbare Erkrankungen, die in den letzten Monaten (2015) insbesondere in den Küstenregionen wieder vermehrt aufgetreten sind. Schutzimpfungen gegen diese Krankheiten gibt es nicht, allein der Schutz vor Mückenstichen kann die Erkrankung verhindern.

Pest

Die Pest ist eine durch den Rattenfloh übertragene Erkrankung. In Madagaskar treten ganzjährig Pesterkrankungen auf. Erhöhtes Übertragungsrisiko herrscht in der Regenzeit in den Monaten November – April. In seltenen Fällen können Lungenpestfälle auftreten, die sehr gefährlich sind. Die Pest ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die Beulenpest tritt regelmäßig in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina auf.

Währung/ Geld

Ariary (MAG) – 1 EUR = 3.575,7 MGA // 1.000 MGA = 0,27967 EU, Stand Februar 2016

In den größeren Städten kann man überall unkompliziert Geld abheben, jedoch liegt häufig die Grenze bei 400.000 Ariary. Das erfordert dann meist mehrere Abbuchungen, so dass hierfür auch erhöhte Gebühren anfallen. Daher empfehle ich die Nutzung der  DKB-VISA-CARD, die ich erst seit 2015 aktiv im Ausland einsetze. Meist konnte ich auch problemlos und gebührenfrei Bargeld am Automaten im Ausland abheben, habe jedoch auch immer eine Zweitkarte dabei. Weshalb, erfahrt Ihr demnächst in einem ausführlichen Bericht. Mal schauen wie es mir in Madagaskar ergehen wird.

Zum Land

Hauptstadt: Antananarivo (auch Tana genannt)
Sprache: Malagasy, die von der Mehrheit gesprochen wird. Neben Malagasy ist Französisch Amtssprache (alleinige Amtssprache der Kolonialzeit).

Meine Packliste

Ich werde in Kürze zusammenstellen, was sich bewährt hat und was ich nicht hätte mitnehmen müssen. Auf jeden Fall war es hot, hot, hot.

Meine Reiseführer

Mit diesen Reiseführern bereitete ich mich vor. Vor- und Nachteile der einzelnen Reiseführer folgen nach der Reise.

Weitere Informationen zu Madagaskar Reisen

  • Landesinformationen zu Madagaskar auf wikipedia

Foto: Headerbild von Rod Paddington.

2 Kommentare

  1. Hi Mad,

    Sooo soooo soooooo spannend. Wünsch dir schon jetzt eine supercoole Reise, viele spannende Erlebnisse und ganz viel Spass :-)

    Liebe Grüsse,
    Reni

  2. Wie spannend! Madagaskar steht auch noch auf meiner To-go-Liste. Allerdings muss ich zugeben, dass mich die Sache mit der Pest ein bisschen abgeschreckt hat … Bin seeehr gespannt, was Du berichten wirst! Gute Reise!

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