Jahr: 2013

Diese Deutschen… Ein Chilene an der Ostsee

„Diese Deutschen, Ihr seid so verrückt!“ stellt unser chilenischer Freund bei seinem Besuch im CAMP4 fest. Diesen Ausspruch sollte ich an diesem Wochenende noch häufiger hören. Denn es geht an die Ostsee, mein zigstes Mal, sein erstes Mal. Ich liebe den Duft, der sich über die Autobahn legt, sobald man die Mecklenburger Seenplatte erreicht. Das platte Land zieht an uns vorbei und irgendwo dahinten lockt der Duft der Weite. Ich reise gern und Meer lässt mich immer wieder von der nächsten Reise träumen. Felipe wohnt inzwischen seit einigen Jahren in Deutschland, doch an der Ostsee war er noch nie. Die Weite scheint er hier nicht so recht zu spüren. Seit er meine Schwester kennenlernte, eine ausgesprochene Globetrotterin, musste er sich auch auf Ausflüge in die Natur einstellen. Und nun auch mit Campingequipment ausstatten. Diese Deutschen sind verrückt, was die nicht alles für einen Outdoorkrempel verkaufen und kaufen. Braucht man das wirklich alles für einen Ausflug an die Ostsee? Es soll doch nicht nach Patagonien gehen, und selbst da, weiss er, benötigt man diesen Schnickschnack nicht. …

Berlin – Bonn – Bang

Auf die Idee wäre ich wohl nicht von selbst gekommen. Bonn! Das Rheinland zählte bisher wahrlich nicht zu meiner deutschen Top-Destination. Und dann sind es noch nicht einmal die Großstädte Köln oder Düsseldorf – nein Bonn. Was sollte mir dazu einfallen? Berlin – Bonn – da gibt es doch ein paar Gemeinsamkeiten? Hauptstadt, Museen, Uni, Wasser, U-Bahn …. mein Brainstorming wirkte. So weit war Bonn plötzlich nicht mehr von meiner Heimatstadt weg. Und dann kamen mir wieder so Schlagwörter wie Dialekt, Humor, Provinz in den Kopf. Das Tourismusamt Bonn würde also alle Hände voll zu tun haben, wollte es mich überzeugen…   Und dann machte es Bang! Mitten in unsere musikalische 80er-Jahre-Nostalgiereise, die uns auf der Autobahn überkam, drängte sich ein lauter Knall. „Und es hat bumm gemacht.“ Hals und Kopf vibrierten entgegen dem Rhythmus von Talk Talk. Als ich mich gefangen hatte und in den Rückspiegel schaute, erblickte ich einen Motorradfahrer, der meines Erachtens seinen Sicherheitsabstand sträflichst vernachlässigt hatte. Nicht das noch! Das Wochenende ging ja schon super los. 26 Blogger würden sich in …

Im Interview: Barbara Wessel von PLAN über Patenschaften und die Arbeit vor Ort

Seit acht Jahren bin ich Patin von Janet – einem inzwischen 13jährigen Mädchen aus Uganda. Zusammengeführt hat uns PLAN International Deutschland. Im Rahmen eines Blogbeitrags, den ich vor zwei Wochen zu meinem Besuch bei Janets Familie verfasst habe, führte ich ein Interview mit Barbara Wessel von PLAN zu deren Arbeit vor Ort. Wie viele Paten suchen durchschnittlich den direkten, persönlichen Kontakt und besuchen Ihr Patenkind vor Ort? BW: Zwischen 500 und 600 Patinnen und Paten pro Jahr nehmen die Gelegenheit wahr, ihr Patenkind vor Ort zu besuchen. Besonders gerne besucht werden Länder, die auch für Reisende schon besser erschlossen sind, zum Beispiel Kenia, Vietnam, Thailand, Sri Lanka oder Peru. Gibt es Empfehlungen, was Sie den Paten an die Hand geben, wenn sie in das Land des Patenkindes reisen? BW: Die Besuchsvorbereitung gehört zum Aufgabenbereich des Teams der Patenbetreuung von Plan Deutschland. In enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort klären die Mitarbeiter im Hamburger Büro Fragen wie beispielsweise, ob sich die Familie an dem gewünschten Besuchstag überhaupt im Wohnort befindet. Die Plan-Teams vor …

Verlosung! Kolumbien an der Wand

puriy liebt Südamerika und teilt gern diese Leidenschaft. Daher verlosen wir drei Wandkalender Kolumbien für 2014 von STÜRTZ. Habt Ihr Lust auf Südamerika und seid Ihr noch auf der Suche nach einer dekorativen Wandgestaltung, die Euch mit superschönen Fotos von Christian Heeb von Kolumbien träumen lässt?  Dann macht mit!  Was musst Du tun, wenn Du gewinnen möchtest? -> Schreibe uns, was Dein schönstes Reisemitbringsel war! Entweder in das Kommentarfeld unter diesen Artikel oder als persönliche Nachricht an reisen@puriy.de oder über https://www.facebook.com/puriyunterwegs, oder per twitter an @puriyunterwegs mit den Hashtags #Verlosung #Mitbringsel Bitte vergiss nicht, uns Deine E-Mail oder Kontakdaten mitzuteilen, damit wir Dich, solltest Du zu den Gewinnern zählen, benachrichtigen können. ¡Disfruta! Die Verlosung läuft bis zum 26. Juli. Unter allen Teilnehmern mit deutschem Wohnsitz/ Anschrift werden die Gewinner gezogen und per E-Mail informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Vielen Dank an das Verlagshaus Würzburg für die Bereitstellung der drei schönen Wandkalender!   Mit diesem großformatigen Bildkalender könnt Ihr das ganze Jahr etwas „Kolumbien“ erleben! Jedes Motiv wird durch eine Bildlegende und ein dreisprachiges Kalendarium ergänzt. Das Kalendarium zeigt Mondphasen, Sternzeichen und die wichtigsten Feiertage …

Mitgebracht. Mitbringsel aus Lateinamerika

Sommerzeit = Reisezeit. Rucksäcke und Koffer fliegen wieder rund um die Welt und kehren mit zahlreichen Souvenirs gefüllt in die Heimat zurück. Manche begeistern nur in dem Moment, in dem man sie erstanden hat, andere lassen uns noch Jahre später gern an die Reise zurückdenken. In meiner kleinen Fotoreihe „Mitgebracht“ stelle ich Euch sinnvolle und weniger sinnvolle Mitbringsel meiner Reisen vor. Einige sind schon weggetrunken, weggegessen oder einfach kaputt und schafften es somit nicht auf das Bild. Alle anderen findet ihr hier. Im zweiten Teil meiner Souvenirreihe stelle ich Euch Mitbringsel aus LATEINAMERIKA vor. Summer time = travel time. Backpacks and suitcases are flying around the world and return home filled with numerous souvenirs. Some only enthuse in the heat of the moment when you purchase them, others let us still reminisce about a trip years later. In my little photo series „Mitgebracht“, I introduce to you more or less meaningful souvenirs from my trips. Some are already drunk up, eaten up or merely broken, but you can find the ones that survived in the pictures here. In the 2th part …

Mein Kind in Afrika

Reise und tue Gutes. So ungefähr war wohl bei mir vor acht Jahren der Gedanke gereift, irgendetwas oder irgendjemanden in Afrika oder Lateinamerika unterstützen zu wollen. Ich wollte etwas zurückgeben, nachdem mich jede einzelne Reise bereichert hatte. Außerdem war es mit Ende zwanzig Zeit für ein Kind – ein Patenkind. Land, Geschlecht, Alter – egal. Am Ende war es reiner Zufall, dass sich Janets Weg mit dem meinigen kreuzte. Eine wunderbare Begegnung, die noch heute nachklingt, mit jedem Brief, den ich an Janet schreibe, mit jedem Geschenk, das ich ihr zum Weihnachtsfest schicke. Nicht zuletzt ist es aber ein Projekt, für das Janet Modell steht. Es ist ein Projekt, von dem mehrere etwas haben. Nicht nur Janet, nicht nur ich, sondern die Gemeinschaft… Wie läuft so eine Begegnung ab, die nur wenige Monate nach Aufnahme einer Patenschaft in Kamuli stattfand? Am Morgen des 5. Dezember 2005 war es soweit. Nach nur einem Brief war bereits viel Neugierde gewachsen, wie würde es wohl sein, plötzlich dem Patenkind gegenüberzustehen? Ein Kind, das ich nur von einem Foto kannte. …

Salar de Uyuni

Per Roadtrip um die Welt

Zu einem Roadtrip gehört eigentlich eine Road. Was macht man aber, wenn die Road manchmal nicht da ist? Wenn man durch eine platte Landschaft fährt, ohne eine Straße auszumachen? Oder wenn sich plötzlich 20 verschiedene Spuren vor einem auftun? Oder man sich im Sand festfährt, weil man in eine Touristenfalle getappt ist? Oder der Reifen zum zehnten Mal platt ist und der Fahrer keinen Plan hat, wie man einen Reifen wechselt? Das Best-of meiner Roadtrips auf drei verschiedenen Kontinenten – in Bolivien – Äthiopien – Mongolei. Bolivien Gereist im: Februar 2010 Von/ Bis: Tupiza nach Uyuni Highlights: Endlich im Salar de Uyuni zu stehen. | Übernachtung im Salzhotel | Den Wind auf 5.000 m Höhe zu spüren. | Die monotone Vulkanlandschaft mit Lagunen als Kontraste. | Mondlandschaft El Sillar Pleiten – Pech – Pannen: Was macht man, wenn man einen Platten hat, der Fahrer/ Guide den Reifen nicht wechseln kann und der Ersatzreifen auch einen Platten hat? Dann wird die Tour auf jeden Fall abenteuerlicher und irgendwann endet sie in stop and go. Den Höhepunkt unserer Tour, den …

Mexiko: Das ist ein Liebeslied

Ich bin immer auf der Suche – nach schönen Stränden, bunter Landeskultur und leckerem Essen. In Mexiko wurde ich fündig. In meinem Blog Travel on Toast habe ich schon über viele Länder geschrieben. Allein 15 habe ich während meiner Weltreise besucht, davor und danach waren es noch ein paar mehr. Auf meinen Reisen frage ich immer andere nach ihren Lieblingsländern, um mir Tipps zu holen. Unter den Antworten war sehr oft Mexiko – zu Recht! Zehn Tage verbrachte ich jetzt auf der Halbinsel Yucatan, u. a. in Cancun, Playa del Carmen und im Hippie- und Backpackerort Tulum. 5 Gründe, warum ich Mexiko so mag: 1) Postkartenmotive an der Karibikküste Die Verführung läuft so: Der Strand schimmert weißgolden, die Palmen wiegen sich in den Hüften und das türkisfarbene Meer zwinkert mir zu. Beim Anblick der Maya-Ruinen am Strand von Tulum gebe ich mich endgültig geschlagen: Ich bin verliebt! Unterwegs treffe ich oft auf Motive, die ich unzählige Male fotografieren muss, weil sie einfach so schön sind: Etwa das Sydney Opera House, die Vulkane von Neuseeland oder …

Als Laufbloggerin in der großen weiten Welt unterwegs …

Reisen ist eine tolle Freizeitbeschäftigung – das steht außer Frage. Doch Reisen ist auch ein Hobby welches sich perfekt mit einer weiteren Leidenschaft kombinieren lässt und zwar dem Laufen. Schon viele Jahre lang entdecke ich die Welt durch das Reisen, doch seit etwa sieben Jahren stehen nicht nur Sehenswürdigkeiten in der Fremde auf dem Plan. Nein, jetzt sind bei fast jeder Reise immer die Laufschuhe im Gepäck dabei, denn ein Wettkampf steht an! Als ich im Sommer 2007 mit dem Laufen begann, hatte ich noch nicht damit gerechnet, wo ich mal überall laufen würde. Der erste Laufwettkampf überhaupt führte mich im Juli 2007 nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt von unserem Zuhause an die Spree in Berlin-Mitte zum Lichtenauer Wasserlauf. Als ich dort ins Ziel einlief (und nicht als Letzte ankam) wusste ich, dass ich das ab sofort häufiger erleben möchte. Die nächsten Läufe in Berlin waren schnell gefunden. Doch schon drei Monate später nahm die Anreise zum Lauf bereits etwas mehr Zeit in Anspruch – wir nahmen am Rügenbrückenlauf  in Stralsund teil. Und dieser Lauf …