Jahr: 2016

Seattle Waterfront

Seattle zu Fuß – unterwegs in der entspannten US-Metropole

Grüner Ringelpullover, Softwarenerds von Microsoft, Boeing & der schlafende Mount Rainier – zugegeben das waren die einzigen Bilder, die ich bis vor kurzem mit Seattle verband. Eigentlich wollte ich auch nach Anchorage oder Vancouver fliegen. Doch dann blieb ich bei Seattle hängen. Ausgerechnet bei der Stadt des Regens wie alle bekundeten. Erst nach der Buchung begann ich ein wenig zu recherchieren, um mein „grungiges“ Bild von Kurt Cobain und Bergketten loszuwerden. Vielleicht auch die vom Regen. Gallerie-Szene am Pioneer Square Als ich kurz nach 18 Uhr in Seattle lande, kann ich mich als erstes meines Wintermantels und meiner Thermoklamotten, die ich noch von meinem Aufenthalt in Island dabei hatte, entledigen. Es sind 25 Grad und jeder ist sommerlich gekleidet. Kurz nachdem ich in einem Hotel am Pioneer Square eingecheckt habe, zieht es mich in die abendliche Frühlingsluft, und so spaziere ich von der 2. Ave zum Pioneer Square hinunter und dann zum Occidental Park. Häuser im viktorianisch-italienischen Backsteinstil prägen den Teil der Stadt, der quasi als Geburtsort gilt und einem großen Brand 1889 zum Opfer fiel. Im von Bäumen …

Nationalpark Ranomafana

Nationalpark Ranomafana und ein Slip voller Blutegel

Wir sind nicht lang auf dem Vatoharanana Treck im Sekundärwald des Nationalpark Ranomafana unterwegs, da meint Dauphin, sein Freund hätte weiter oben im Wald eine Gruppe Lemure entdeckt. Es klingt recht zufällig, was unsere Spannung steigert. Wir nehmen die Abkürzung, um schnell da zu sein. Und tatsächlich arbeiten wir uns durch das Geäst vor und entdecken bald darauf die angekündigten Goldenen Bambuslemure. Das ist nicht unbedingt üblich, bedenkt man, dass es sich dabei um eine Säugetierart handelt, die eine amerikanische und deutsche Forscherin erst in den 90er Jahren hier entdeckten und die Anlass zur Gründung des 416 km großen Nationalpark Ranomafana waren. Der Park erstreckt sich heute von der Ostküste bis hinauf auf 1.417 m und schützt den Bergregenwald. Nationalpark Ranomafana und ein Paradies für Lemure Drei junge madagassische Wissenschaftler stehen mit ihren Notizheften neben uns. Sie beobachten die Bewegungsabläufe dieser Lemure. Kaum sind wir wieder zurück auf dem gut ausgebauten Wanderweg, da bewegen sich über uns Red fronted Brown Lemure. Während ich fasziniert fotografiere, erblickt meine Schwester einen riesigen Blutfleck an meiner Wade und …

Barco Curioso

Inselhopping im Paradies. Mal schaukeln wir allein von unserer ganz privaten Robinsoninsel, mal gemeinsam mit alten und neuen Bekannten an einem der Treffpunkte. Täglich gehen wir schnorcheln und bewundern die Vielfalt der Unterwasserwelt. Bestaunen Korallen, Haie, Rochen, Schildkröten und die vielen bunten Rifffische. Ein Abwechslung bietet ein Ausflug den Rio Diablo hoch.

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Shangri-La Vancouver

Shangri-La Vancouver – Schlafen im höchsten Gebäude der Stadt

Als Gast des Shangri-La Vancouver legt man die Großstadt nicht an der Türschwelle ab, sondern bleibt selbst im Zimmer noch Teil der riesigen Skyline von Vancouver. Dies kommt nicht von ungefähr, ist das Gebäude, das das Shangri-La Vancouver beheimatet, auch mit 201 m das Höchste der Stadt. Die Architektur und Zimmerausstattung erlauben es, die Ruhe eines gehobenen Hotels zu genießen und doch zugleich den City Lifestyle zu integrieren. Das gefällt mir. Und was mir noch besonders gefällt? Selten beginne ich eine Kritik mit einer Badewanne. Doch beim Shangri-La Vancouver muss ich eine Ausnahme machen, denn nach einem Tag im Großstadttrubel komme ich hier genau an. Ich schaue beim abendlichen Bad direkt durch die Verglasung des Badezimmers in die Häuserschlucht von Downtown Vancouver und überblicke vom Living Shangri-La das rege Treiben auf den Straßen. Zimmer – Doppelbalkon und Badewanne mit Ausblick Ein Marmor- und Granit-Badezimmer mit Wow-Effekt. Nicht nur, dass vom großen Badezimmer ein kleiner Balkon abgeht, sondern der Blick aus der Badewanne und der dahinterliegenden verglasten Dusche gibt einem das einmalige Gefühl, inmitten der Hochhäuser ins Wasser abzutauchen. Natürlich kann …

Mein Stopover in Island mit Buddy

Vor dem Parlamentsgebäude herrscht eine morgendliche Ruhe. Ein paar Vögel zwitschern bei erfrischenden frühlingshaften Temperaturen. Sigrun erklärt mir, dass das Parlament relativ wenig gesichert ist und man sogar durch den kleinen Parlamentsgarten spazieren kann, der hinter dem Haus liegt. Kaum einer,der sich heute, am Tag nach dem Rücktritt des Ministerpräsidents, noch für diesen Ort interessiert, wo noch vor zwei Tagen viele Tausende demonstrierten. Eine Gruppe Touristen steht am gegenüberliegenden Denkmal und lässt sich die Geschichte der Stadt erklären. Da kommt eine Asiatin zu mir herüber und fragt mich, ob dies der Ort mit den Demos sei, woraufhin sie auch gleich ein Foto schießt. Spaziergang durch Reykjavik Über Reykjavik ist Ruhe eingekehrt und die genieße ich bei einem Spaziergang durch die Stadt, für die mir auf meinem Weg nach Nordamerika genau 49 Stunden bleiben. 14 Stunden davon verbringe ich gemeinsam mit der jungen Icelandair-Pilotin Sigrun, die mir als Stopover Buddy zur Seite steht und mir ihre Lieblingsspots in und vor allem um Reykjavik zeigt. Da sich mein Hotel an der Marina befindet, zeigt mir Sigrun zunächst …

Island

Next Stopover Island – meine Reise nach Nordamerika

„Enthusiastic and friendly captain who loves cross country and city cycling, as well as speed racing through Iceland. Position: Captain Languages: English“ So liest sich nicht die Annonce in einer Partnerbörse, sondern das ist das Profil meines Buddys. Ich bin schon wieder reif für die Insel, aber dieses Mal habe ich Begleitung, eine ganz charmante scheint mir. Doch wohin geht es eigentlich und was mache ich da mit einem Buddy? Gerade steht bei mir alles ein bisschen Kopf, so auch meine Reisepläne. Ist es kalt und schneit es, reise ich auf die Philippinen und nach Madagaskar. Und kaum kündigt sich der Frühling an, zieht es mich in die Stadt des Regens – nach SEATTLE. 20 Jahre war ich nicht mehr in den USA und meine, es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Westküstenfeeling. Um einen langen Flug komme ich da wohl nicht herum, oder doch? Warum nicht einfach noch einen Kurzurlaub auf der transatlantischen Strecke einlegen?  Doch wo um Himmelswillen sollte man auf dem Atlantik halten? Ich fliege mit einer Fluglinie, die ich, um ehrlich zu sein, …

Honduras Reisetipps, Copan

Honduras Reisetipps – das vergessene Land Mittelamerikas

Honduras ist ein bisschen das vergessene Land in Mittelamerika, folgt man den Reiserouten der Touristen. Das mag ein wenig an der medialen Abdeckung liegen, die jedes Jahr auf’s Neue Städte wie San Pedro Sula oder Tegucigalpa in die Hitliste der gefährlichsten Städte einordnet. Honduras – zu gefährlich zum Bereisen? Und gibt es in dem zweitgrößten Land Mittelamerikas überhaupt etwas zu sehen? Meine Erfahrungen habe ich in meinen Honduras Reisetipps für euch gesammelt. Meine Honduras Reisetipps Gereist bin ich im Februar/März 2001 und Mai 2014. Reiserouten inkl. Tipps zum Nachreisen 2001: von Nicaragua kommend (Esteli) nach Tegucigalpa – über San Pedro Sula nach Copan – weiter nach Guatemala – zurück nach Omoa – Tesla – La Ceiba – Útila 2014: San Pedro Sula – Copan – Tela – La Ceiba – Roatan Touristisch interessante Orte Islas de la Bahía oder Bay Island: Kaum ein Tourist, der Honduras bereist, ohne auf einer der Inseln Útila, Roatán und Guanaja Halt zu machen. Die drei Inseln in der Karibik sind mit der Korallenvielfalt des Belize Barrier Reef ein Muss für Schnorchel- und  Tauchfans. Roatán ist …

Banaue – Ein Bett im Reisfeld

„Willkommen in Las Vegas“ lacht mich der Busfahrer an und winkt mich zur Tür. Seit einer Stunde starrt er schweigend vor sich her und kaut genüsslich auf seinem Betelbissen herum. Seine Lippen sind rot getränkt, er öffnet kaum den Mund, so dass man ihn nur schwer versteht. Doch Las Vegas höre ich ganz deutlich und springe mit meinem Rucksack nach vorn. Hier sollte ich aussteigen, meinte Jappan, in dessen Homestay ich die nächsten Tage verweilen werde. Bellende Hunde, krähende Hähne, knatternde Tricycles, brummende Jeepneys – am Morgen meiner Ankunft in Banaue geht es auf den Straßen wuselig zu. Doch kaum ein Tourist mischt sich zu dieser Uhrzeit unter die Einheimischen. Kaum zu glauben, dass zwischen den Berghängen das „achte Weltwunder“ liegt – die von Lehmmauern umschlossenen Reisterrassen von Banaue. 4 km von der Kleinstadt entfernt in Richtung Bontoc liegt der Aussichtspunkt, von dem aus ich das wunderschöne Panorama der Berglandschaft mit ihren Reisterrassen genieße. Ins Tal hinein streuen sich Punkte – die Häuser von Banaue. Seit ca. 2000 Jahren bebauen die Ifugao ihre kunstvoll angelegten Reisfelder …

Anakao

Anakao, das Meer und Fifty Shades of Blue

Zebukarren fahren am schmalen Strandstreifen entlang und kommen vor uns zum Stehen. So ganz will ich nicht verstehen, bis ich sehe, dass der erste beladene Karren zum Boot nach Anakao übersetzt. Nun sind wir an der Reihe. Mein Rucksack wird gerade auf das Boot geladen, als mir der Mann auf dem Karren seine Hand reicht. Ich solle aufspringen. 15-20 m ziehen uns zwei Zebus durch das flache Wasser – gewiss mein ungewöhnlichstes Boarding bisher. Ich reiche dem Mann auf dem Zebu einen Schein, als am hinteren Ende des Karrens drei weitere Gesichter auftauchen und behaupten, an unserer Überfahrt beteiligt gewesen zu sein, was sie sich belohnen lassen möchten. Auf dem Schnellboot, das uns in einer Stunde nach Anakao bringen soll, sitzt nur eine italienische Familie, die wir bereits im Isalo NP trafen. Über das ruhige Meer gleiten wir einmal über den südlichen Wendekreis. Dorfleben von Anakao Als wir nach einer Stunde um eine Bucht fahren, sehe ich von Weitem schon die braun-beigen Strohdächer am Strand. Dort muss es sein – Anakao, das kleine Paradies südlich …

Reif für die Insel!

Unser Leben ist endlich wieder blau, türkisblau um genau zu sein! Um uns herum erstrahlt in allen Blautönen die karibische See, hier und da unterbrochen von einer kleinen Palmeninsel mit weissen Stränden. Am Aussenriff brechen sich wild rauschend und schäumend die Wellen, die hier erstmals nach ihrem langen windigen Weg über die Karibik auf Land…

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