Autor: Lars Dörfel

Unsere Transsib-Reise – wir haben da noch ein paar Fragen

ENGLISH VERSION HERE In drei Wochen geht es los, puriy goes east – so richtig east. Und wir sind bereits, wie soll man es anders sagen, aufgeregt und in heller Vorfreude. Wieder eine langersehnte Reise, die endlich umgesetzt wird. Reiseführer wurden bereits gewälzt, Videos und Fotos geschaut, im Internet recherchiert und nun haben wir uns noch einmal Infos aus erster Hand eingeholt – von Felix Willeke von der Lernidee. Wir hatten da noch ein paar Fragen, und die hat er uns hier beantwortet. Eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn galt unter Globetrottern jahrzehntelang als das Nonplusultra. Für viele ist es wohl die Traumreise schlechthin. Ist dem immer noch so? Ja, für viele Reiseinteressierte, und vielleicht auch solche, die in ihrer Jugend selber mal mit dem Interrail-Ticket in Europa unterwegs waren, ist die Transsib tatsächlich ein echter Mythos … oder, auf neudeutsch, eine Once-In-A-Lifetime-Experience. Und das ist auch nicht ganz falsch: Unsere Erfahrung zeigt tatsächlich, dass nur die wenigsten eine Transsib-Reise mehrmals in ihrem Leben machen – wohl auch, um die Erinnerungen an diese Reise als …

Peru Reisetipps – Im Schatten des Machu Picchus

Meine Peru Reisetipps habe ich auf meiner Peru Reise für euch zusammengetragen. Den Machu Picchu wollte ich eigentlich nicht sehen. Nicht, dass es mich nicht interessierte. Aber ich mag nun mal keine Orte, die in den Himmel gelobt werden, von dem sie am Ende nur wie ein fallender Star sinken. Die Ruinen der im 15. Jahrhundert erbauten Inkastadt Machu Picchu auf 2.360 Metern Höhe inmitten der Anden ziehen täglich ca. 2.000 Touristen an und zählen damit wohl zum Highlight einer jeden Peru-Reise. Und auch ich erlag meinem kleinen inneren Kampf und reihte mich in den Touristenstrom ein. Dennoch, Peru hat meines Erachtens viel mehr zu bieten als das  UNESCO-Weltkulturerbe, das 75 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco liegt.

Reiseführertest Amsterdam

Vom Fernreisenden mutieren wir immer häufiger zum Kurztripper. Und so reicht es auch einmal, „nur“ über die deutschen Grenzen zu schauen. Dieses Wochenende stand Amsterdam auf unserem Testplan. Kein neues Ziel für viele Deutsche. Jeder kann mitreden, jeder war schon dort. Wir zugegebenermaßen bisher nur ganz kurz – mal nachts, mal nur einen halben Tag. Da haben wir uns bisher wohl länger auf dem schönen Schiphol-Flughafen herumgetrieben, als im Herzen der Stadt. Dieses Mal eben gezielt – Amsterdam! Sicherlich eine Stadt, deren Vorzüge man im Frühling und Sommer noch mehr genießen könnte. Spielt sich das Leben doch an, auf und zwischen den kleinen, romantischen Grachten ab. Desto überraschter waren wir tatsächlich, als uns bereits Freitagabend Horden an U20jährigen fast überrannten. Wir sind uns von Berlin in den letzten Jahren wahrlich einiges gewöhnt, aber im überschaubaren Amsterdam verteilt sich leider der Sauf- und Rauchtourismus schlecht. Das ist aber nahezu das einzige Negativargument. Nahezu, weil da war noch etwas, dass nur denjenigen stört, der mit Auto anreist – Parkplätze bei einer Ankunft Freitagnacht! Wo Wasser ist, ist …

Die Welt ist Musik. Mit puriy zum SEEED-Konzert in die Wuhlheide

Die Welt ist Musik. Oder Musik ist die Welt – zumindest tauchen wir mit Euch bei unserer neuen Aktion in die Musikwelt ab. Und wer uns kennt, weiss um unsere Vorliebe für die Rhythmen Lateinamerikas und unsere Heimat Berlin. Seeed vereint beides. Wenn Ihr also am 22. August noch nichts vorhabt und nicht auf Reisen seid, nehmen wir Euch gern mit auf unsere kleine musikalische Reise – zum ausverkauften SEEED-Konzert in Berlin. puriy verlost zweimal zwei Freikarten für die Berliner Band mit jamaikanischem Sound. Doch bevor es auf die Reise geht, musst Du uns diese Frage richtig beantworten: Auf welchem Kontinent außerhalb Europas begeisterte SEEED schon seine Fans? Was ist zu tun, wenn ich gewinnen möchte? Schreibe die richtige Antwort in das Kommentarfeld unter diesen Artikel! Oder werde unser Fan auf Facebook UND schicke uns eine Direktnachricht mit der richtigen Antwort oder poste uns die richtige Antwort auf die Pinnwand unter den Aufruf. Du kannst uns auch per twitter die richtige Antwort schreiben an @puriyunterwegsmit den Hashtags #Verlosung #Seeed¡Disfruta! Die Verlosung läuft bis zum 15. Mai. …

Wie ich Kannibalen, Taliban und die stärksten Frauen der Welt überlebte

Mit dem Titel hat Christoph Zürcher schon mein vollstes Interesse eingefangen. Endlich mal wieder ein lesenswertes Buch über das Reisen. Hier erwartet den Leser nicht die tausendste austauschbare Backpackergeschichte, sondern ungewöhnliche Reiseerzählungen. Zürcher sucht Abenteuer ohne in alter Abenteurermanier seine Heldentaten als den „hottest shit“ zu verkaufen. Vielmehr verpackt er seine häufig erlebten Niederlagen auf seinen Abenteuerreisen mit einer gute Schippe Humor zu witzigen Geschichten. Das macht mir Zürcher sympathisch. Dabei ist Abenteuer ein weitgedehnter Begriff, der nicht immer nur an die Grenzen der Physis geht, sondern häufig auch mit psychischer Überwindung im Zusammenhang steht. Die beweist der leidenschaftliche Hundebesitzer, als er in China neben Katze und Kobra auch Hund probiert und zugeben muss, dass dieser vorzüglich schmeckt. Oder als er in den USA beim Burning Man in einer kollektiven Onanierparty  landet. Aber dass er auch wahre Abenteuer in Angriff nimmt, beweisen seine außergewöhnlichen Reiseziele Pakistan, Afghanistan, Iran und Dschibouti. Oder seine gescheiterte Erklimmung des Ama Dablam in Nepal, der alles andere als das Matterhorn ist. Auch die Teilnahme am Ultramarathon im brasilianischen Amazonasgebiet bringt …

Auf den Spuren von Gabriel García Márquez am Boxi

ENGLISH VERSION HERE Die Welt in meinem Kiez kommt nicht ohne eine kolumbianische Empfehlung aus: Macondo – der Leseplatz am Boxi. Hier bin ich nun seit gut sieben Jahren treuer Stammgast. Hier träumte ich das erste Mal von Kolumbien, hier plante ich meine erste Reise in das südamerikanische Land, hier bastelten wir an unserem Buch und Blog, hier stille ich meinen Reisehunger nach jeder Rückkehr mit ein paar Arepas, Patacones und Empanadas. Das Macondo in meinerm Kiez ist alles andere als hundert Jahre Einsamkeit…   Fragen an den Café-Besitzer Jorge Rodriguez, 40: Was hat Dich nach Berlin gezogen und wie lange lebst Du schon hier? Meine Frau Julia habe ich in einem Hostel in Neuseeland kennengelernt. Wir sind dann gemeinsam durch Neuseeland gereist und in dem kleinen Ort Heastings beschlossen wir zusammenzubleiben. Ich wollte eigentlich nach Kolumbien zurück, aber sie wollte nicht. Also sind wir in ihrer Heimat, in Eisenach, gelandet, was für mich ein totaler Schock war. Ich komme aus der Großstadt Bogotá – aber in Eisenach ist einfach nach 15 Uhr alles tot. …

Die „Welt“ in meinem Kiez

ENGLISH VERSION HERE Puriy ist unterwegs, viel unterwegs. Inzwischen fragen sich Familie und Freunde, wann wir überhaupt mal zu Hause sind. Ganz einfach – nie. Denn eigentlich ist die Welt bei uns zu Hause, direkt im Kiez. Somit sind wir auch dann immer unterwegs und schauen, was Menschen anderer Kulturen machen, wenn wir nicht reisen. Wir gehen zu Cumbia Digital-Partys, tanzen zu Salsa und Merengue, essen am liebsten Äthiopisch, treffen uns mit Freunden beim „Kolumbianer“, besuchen brasilianische und afrikanische Filmfestivals, etc. Kulturen in der eigenen Stadt zu entdecken, das ist das Motto unserer Folge, die Ihr ab sofort auf unserem Blog findet. Hier stellen wir Euch in kurzen Interviews Leute aus aller Welt vor, die in unserem Kiez etwas auf die Beine stellen und uns ihre Kultur erleben lassen. Den Auftakt machen die zwei wunderbaren Cafés Louise Chérie und Homemade – beides sind kleine Ruheoasen. In den nächsten Wochen und Monaten folgen weitere Interviews. Und hier und da wird auch einmal der Blick über die Spree nach Kreuzberg geworfen. Denn hin und wieder gehen wir …

Louise Chérie – Ein Hauch Frankreich in meinem Kiez

ENGLISH VERSION HERE Die Tricolore ist gehisst. Ganz klar, hier sind Franzosen eingezogen. Unweit des Boxhagener Platzes bereichert seit Juni 2012 das kleine Café Louise Chérie den Kiez und versprüht einen Hauch französisches Lebensgefühl. Zugegeben, wir haben das kleine Café erst kürzlich für uns entdeckt, seitdem verzaubert es uns aber mit seinen köstlichen Quiches und Tartes. Im Louise Chérie entstand übrigens bei einem Cappuccino à la Parisienne die Idee zu der Reihe „Die Welt in meinem Kiez“. Bei so viel Inspiration, die uns das Café gab, ist es doch Grund genug, hier mit der neuen Reihe zu starten. Et voilà!   Interview mit den Besitzern Carole Gautron, 43 und Eric Gautron, 39: Warum und wann seid Ihr nach Berlin gekommen? Carole: Eric, mein Bruder, ist letztes Jahr nach Berlin gekommen. Ich bin schon seit 2007 hier. Damals hatte ich Freunde in Berlin-Friedrichshain besucht und mich sofort in die Stadt verliebt. Zwei Wochen nach unserem Wochenendtrip haben wir eine Wohnung hier in Friedrichshain gefunden. Ich habe sofort all meine Sachen gepackt und bin mit meinem Freund …

Homemade – Make your own…

ENGLISH VERSION HERE Zu Ostern tauchte ein neues gemütliches Café auf der Simon-Dach-Straße auf, über das wir ziemlich froh sind. Mit dem Homemade zog endlich mal Kreativität und Individualität in die monotone Café- und Restaurantlandschaft auf der Touristenmeile ein, die wir uns loben. Alles ist selbstgemacht und (fast) alles kannst Du Dir auch selbst machen, nach dem Prinzp „make your own…“. Interview mit den Machern Dunja Zigic, 30 und Hüsseyin Boran, 32: Euren Laden gibt es erst seit zwei Wochen? Wie ist die Idee entstanden? Dunja: Hüsseiyn ist ein leidenschaftlicher Gourmet und ich ein großer Fan von einem gesunden Lebensstil. Wir sind beide der Überzeugung, dass ein gutes Leben mit einer richtigen Ernährung beginnt. Frische, gesunde und kreative Küche, die die Seele beglückt und den Körper belebt, das ist unsere Leidenschaft. Wir leben beide in Friedrichshain und wollten unserem Kiez und unseren Nachbarn hochwertiges Essen und eine ruhige Atmosphäre bieten. Welches ist Euer Lieblingsgericht und -getränk im Laden? Dunja: Unsere Lieblingsgerichte wechseln ständig, genau wie auch unser Angebot wöchentlich wechselt. Ich liebe unsere Salatkreationen am meisten, aber vor allem …

The Thief in Oslo … Du hast unser Herz gestohlen.

ENGLISH VERSION HERE Wo sich einst im 18. Jahrhundert Diebe und Räuber in Oslo aufhielten, ist heute ein kleines Kunstparadies entstanden, inmitten dessen sich mit dem The Thief seit Januar 2013 das einzige Hotel befindet. Mit klarem Design wird hier das ästhetische Empfinden des Hotelgastes angesprochen. Das durchgestylte Interior des Designhotels lässt hier den Gast zur Ruhe kommen und den Blick über den Fjord genießen. Ob im Foyer, im Aufzug, im Restaurant in den Zimmern – Kunst ist überall. Nicht zuletzt auch durch die enge Partnerschaft mit dem Astrup Fearnley Museum nebenan gibt es einige Leihgaben aus der Sammlung, so findet man beispielsweise im Restaurantbereich einen Andy Warhol. Auf den Zimmern befinden sich weitere Kunstwerke und auch im Fahrstuhl fährt Kunst mit. Lage Die Lage des Hotels ist einzigartig, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auf dem modernen Tjuvholmen hat das The Thief eine Alleinstellung als Hotel. So kann man den traumhaften Blick über den Fjord direkt gegenüber der Festung wohl auch nur von diesem Hotel aus so genießen. Kanäle, moderne Gebäude, Bootsanleger und ganz …