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Der Ort, von dem die Filme sind

Wir verlassen am späten Vormittag Marrakesch und suchen unseren Weg raus gen Ourzazate. Vor uns tun sich bereits schneebedeckte Berge auf, in die wir bald hineinfahren werden, aber die wir nicht überfahren. Wir lassen den Toubkal westlich liegen. Vor Marrakesch ist der Bauboom genauso entfacht wie auch in der Stadt. Die Straßen sind zunächst noch leer und füllen sich bald, wenn wir uns die Serpentinen hochschrauben. Zunächst fahren wir in Oasen-Tälern entlang, die der Karge der hohen Berge ihr sattes Grün entgegensetzen wollen. Doch bald bewegen auch wir uns in die Büschellandschaft hinein, die eine Kakteenreiche Landschaft abwechselt. Rote Lehmbauten, die Ton in Ton mit ihrer Umwelt eins werden, bilden von nun an Ortschaften. Ich habe ein Déjà-vu und das heißt Bolivien. Nur die sich ewig hinziehende Hochebene erreichen wir hier nicht so recht, stattdessen immer wieder Hügel an Hügel, oder Berg an Berg. Langsam bewegen wir uns in unserem Suzuki nur vorwärts, während Jeeps und Touristenbusse an uns vorbeiheizen. Wir sind hier auf touristischen Pfaden, daran besteht kein Zweifel. Selbst die erste angesteuerte Raststätte …

In der Medina

Die Muezzingesänge wecken uns gegen 5 Uhr morgens. Dominanter als die arabische Romantik sind jedoch die intensiven Vogelgesänge. Die zwei Stunden Zeitverschiebung tun ihr übriges, mich früh genug aufstehen zu lassen. Der Hof erwacht sowieso gegen 7 Uhr. Wir lassen es uns im Hof und auf der Dachterrasse gutgehen, bevor wir durch die Souks gen Place Djamaa al-Fna starten. Man lässt sich treiben und wird getrieben zum Hauptplatz des Ortes. Wer sich verläuft ist selber schuld, verliert sich vielleicht zu sehr in eigenen Verhandlungsgeschicken und ehe er sich versieht, hat er die Orientierung verloren. Heute steht das übliche Touristenprogramm auf dem Plan. Wir gehen in die südliche Medina und zunächst verlieren wir die sonst so zahlreichen vorhandenen Touristen aus den Augen. Die Ecke wird dubioser, in Lateinamerika schon längst zu dubios, um sie offenherzig mit Fotoapparat gewappnet und Geld in der Tasche zu durchschreiten. Aber hier trifft man ein paar Ecken weiter am Bab Agnaou – dem wohl schönsten Tor der Stadtmauer – oder den Saadiergräbern die europäischen Besucher wieder. Der Ansturm ist verhalten verglichen …

Auf dem Weg nach Marrakesch

Die Muezzins wiegen uns auch sanft in den Morgen. Langsam erwacht das Riad. Wir frühstücken hier und lassen es im schönen Innenhof ruhig angehen. Ein kleiner Franzosenjunge unterhält uns wunderbar und wir fragen uns, wer hier wen die ganze Zeit verarscht, denn irgendwie scheint er nicht zu merken, dass wir so gar kein Französisch können. Bevor wir die Route nach Marrakesch einschlagen fahren wir noch kurz gen Norden auf der Route weiter nach Taghazout. Noch bekannter unter Surfern als der unsrige Ort. Und wo Surfer ein Territorium erobern, tut es sobald auch die gesamte Infrastruktur. Neben Havaiannas an zahlreichen Ecken gibt es auch eine Handvoll netter Cafés mit Blick über den Fischerstrand. Boote werden aus dem Wasser in schwerer Arbeit gehievt, Fisch verkauft unter zufriedenen Touristenblicken. Wir fahren in Richtung Tamaraght zurück und halten auf dem Weg noch einmal am Strand. Weit und breit ist nur eine Handvoll Menschen. Der Himmel lockert nur langsam seine Wolkendecke. Wir spazieren ein wenig entlang. Das Autobewacherbakschisch ist auch hier obligatorisch. Dezent, unaufdringlich – so präsentiert sich Marokko an unserem …

Neujahrsgruß im JW Marriott Bogotá

Der letzte Tag 2011 und unserer Reise {DIARY}

Abreise – aber wenigstens komfortabel. Denn wir haben den Flieger nach Bogotá gewählt. Nach dem Frühstück lassen wir uns in das ca. 30 km Rio Negro zum Flughafen fahren. Noch weiter kann eine solche Stadt nicht ihren Flughafen bauen. Aber interessant ist es schon zu sehen, wie die Medellinos ihren Samstagmorgen verbringen – nämlich radelnd. Die Capital de la Montaña liegt von hohen Bergen umgeben im Aburro-Tal. Zahlreiche Rennradfahrer und Mountainbiker zieht es morgens um 8 Uhr auf die Berge, nur um dann wieder nach unten zu fahren. Nach 45 Minuten erreichen wir den Flughafen und begeben uns sofort an den Schalter. Die Dame von Avianca hat eine super Idee. Wir könnten, wenn wir wollten, doch den Flieger um 9.30 Uhr anstatt um 10.30 Uhr nehmen. Natürlich wollen wir und so ziert unsere Boardingkarte nun die Flugnummer des 9.30 Uhr-Fliegers. Darüber freuen wir uns sehr. Doch die Freude bleibt nicht lang. Denn kaum haben wir die Kontrollen passiert und stehen am Gate, sehen wir, dass hier noch lange nicht geboardet wird. Unser Flugzeug steht zwar …

Medellin, Botero Plaza

Medellin – Boteros Kampf gegen die Hässlichkeit {DIARY}

Ein Tag in Medellin. Da wir im In-Viertel Poblado wohnen, wollen wir heute mal einen Ausflug in die Innenstadt machen. Ich sage schon bewusst nicht „Altstadt“, denn alte Baustruktur erwarte ich nicht so wirklich. Aber wenigstens ein bisschen Kunst, kommt doch Kolumbiens bekannter Künstler Botero aus Medellin und hat der Stadt viele Skulpturen geschenkt, die nun u.a. den Plaza Botero zieren. Das soll auch unser Ausgangspunkt im Zentrum sein. Der Weg hierhin führt schon eher durch Handwerksecken. Aber es kann ja noch schön werden, denn wir sind schließlich in Kolumbiens Wirtschaftsmetropole Medellin. Doch geht unser beider Kinnklappe runter, als wir bereits auf dem Plaza ankommen, ohne es großartig zu bemerken. Dieser Platz hat zwar Palmen, Parkbänke, Straßenverkäufer etc., was er aber nicht hat, ist ein schöner, säumender Rand. Hässlichkeit à la Cali schlägt uns entgegen. Sind wir einfach Bogota verwöhnt mit seiner schönen Altstadt der Candelaria? Oder erwarten wir zu viel, nach den süssen Ortschaften und Kleinstädten? Kein Wunder, dass Botero nicht zu schönen, schlanken Motiven mit Pinsel und Farbe griff. Der Platz ist voller …

Guatapé

Wasserspaß in Guatapé {DIARY}

Ein ruhiger Ort verspricht viel Erholung und somit auch Schlaf. Das sollte eigentlich unsere vorletzte Nacht auf dem Land sein, der nur noch Städteaufenthalte folgen. Sie ist jedoch die letzte. In Medellin schläft man auf jeden Fall erholsamer als im El Encuentro. Zunächst herrschte ab 23 Uhr zumindest in unserem Haus Ruhe, nur um gegen 2 Uhr dann richtig laut zu werden, als unsere Zimmernachbarn angeheitert heimkamen und stundenlange Gespräche nebenan führen mussten. Um 4 Uhr wurde aus dem Hauptraum dann richtig laut gegrölt und gesungen. Alles nicht schlimm, ich kann ja ausschlafen, dachte ich mir. Aber so dachten nicht die lieben Bauarbeiter, die punkt 7 Uhr aufschlugen, ihr Radio aufdrehten und drauflos hämmerten. Da helfen auch Ohropax nicht mehr. Wir gingen rüber ins Haupthaus, denn hier herrschte Stille. Man hatte verpasst, uns den Code für die Tür mitzuteilen. So klopften und klingelten wir, aber vergeblich. Alles schlief inzwischen um 8.30 Uhr seeelenruhig. Dieses Backpackerleben macht mich wahnsinnig und vor allem noch dann, wenn die Besitzer genau solche Schnarchnasen sind. Als wir später endlich in …

Radtour zum Piedra del Peñol

Guatapé & Radtour zum Piedra del Peñol – Tausend kleine Inseln und ein Fels {DIARY}

Am Morgen nehmen wir uns nach dem schönen Frühstück im Hotelgarten ein Taxi zum Terminal Norte. Wir kommen um 9.35 Uhr am Schalter an und um 9.45 Uhr fährt unser Bus ab. Das ist mal flüssig, ohne daß wir das wussten. Leider ist das Wetter fast ebenso flüssig, denn inzwischen beginnt es zu schütten. Das ist ja das optimale Wetter, um ins Medelliner Umland zu fahren. Die Straße ist auf dem ersten Teilstück super – ist ja auch die Trasse nach Bogota. Nach einer Stunde windet sich die Straße wieder schmaler und serpentinenartig um die Berghänge. Auch Kneipen und Unterkünfte sieht man nun öfter. Die Landschaft ist idyllisch und topt alles, als wir endlich den Blick über den riesigen gefluteten Teil der Landschaft erhaschen. Mich erinnert die Region um Guatapé an den Lake Bunyoni in Uganda. Eine riesige Seenlandschaft, aus der tausend kleine Hügelinseln herausragen. Wir sind sofort fasziniert. Inzwischen hat auch der Regen aufgehört uns es klart langsam auf. Wir nehmen uns ein Mototaxi zum El Encuentro. Unser Zimmer ist noch nicht fertig, aber …