Alle Artikel in: Bücher

The Travel Episodes

The Travel Episodes – Das Buch zu Fernweh und Freiheit

Kennt Ihr das auch? Man plant die nächste Reise, sucht sich ein Ziel aus, bucht den Flug, liest viel im Internet und schaut sich vielleicht auch ein paar Fotos schon mal an. In den heutigen Zeiten alles ganz einfach. Und dann steigt man in der Ferne aus dem Flieger und es ist doch alles ganz anders. Weil Reisen mehr ist als nur zusammengetragene Informationen, Fotos oder ein Flugticket. Da sind Gerüche, Geräusche, Geschmack. Da ist man aber auch selbst. Auch wenn das Ziel doch das gleiche ist, gleicht keine Reise der anderen. Und doch lesen wir gern darüber, sind neugierig, lassen uns inspirieren. Ich lese wenige Blogs. Ich möchte mich wegträumen, ich möchte aus den Berichten wissen, wie das Land schmeckt, ohne das mir das Rezept vorgestellt wird, wissen wie es sich anhört, ohne das ich ein Video sehen muss. Das finde ich viel zu wenig und auf den vielen Tipp- und Infoseiten schon gar nicht. Auch möchte ich den Autor nicht aufdringlich im Fokus sehen (das mag an meinem Alter liegen). Vielleicht ist es das, …

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Eine kulinarische Entdeckungsreise Mecklenburg-Vorpommern

„Es gibt viel zu entdecken – nicht nur in den Töpfen der Köche, sondern auch auf den Bauernhöfen und in vielen kulinarischen Werkstätten. Das beste am Norden sind eben doch die Menschen.“ resümiert die Autorin des Buchs „Eine kulinarische Entdeckungsreise Mecklenburg-Vorpommern“, Hanna Bahra. Damit hat sie gleich meine Aufmerksamkeit. Seit vielen Jahren zieht es mich an den Wochenenden in den Norden, wo ich immer wieder auf der Suche nach liebevollen Cafés, schönen Hofläden und urigen Restaurants war. Dann entdeckte ich kürzlich gleich zweimal diesen Band – einmal in meinem Stammrestaurant in Granzin, dem Havelkrug, und im Gourmethof Below. Jedes Mal schmökerte ich und ließ mich inspirieren. Denn „Eine kulinarische Entdeckungsreise Mecklenburg-Vorpommern“ bietet nicht nur einfache Restaurantkritiken mit Adressen, sondern gilt zugleich als kleiner Bildband durch das Bundesland. Auf zwei, drei oder vier Seiten widmet sich die Autorin gemeinsam mit der Fotografin Angela Liebich jeder Lokalität. Dabei wird auch häufig das Augenmerk auf die Macher, eben die Menschen gelegt. Nicht nur Restaurants mit landestypischer oder gehobener Küche stehen im Fokus. Zwischendurch wird Mecklenburg auch mit Geschichten über …

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In den Himmel tauchen – Reisegeschichten von 5 Bloggerinnen

Kommt und taucht mit mir gemeinsam in den Himmel. Denn es ist vollbracht. Ein neues Projekt ist geboren und hat ein Buch hervorgebracht. Ein Werk von Bloggerinnen, die Geschichten lieben. Gemeinsam mit den lieben Kolleginnen Claudia, Elke, Nicole und Simone habe ich in den letzten Wochen aus der Ferne an unserem ersten gemeinsamen Buch „In den Himmel tauchen“ gewerkelt. Jetzt ist es fertig und ab sofort bestellbar unter Amazon Neobooks Weltbild Thalia Ebook Hugendubel Buecher.de Worum geht es? In unserem ersten gemeinsamen Buch möchten wir den Anfängen huldigen. Getreu dem Motto try something new – versuche etwas Neues, erzählen wir von 25 ersten Malen. Vermutlich, weil man auf Reisen eher vom Gewohnten abweicht, manchmal auch zwangsläufig. Die erste Hochzeit in Sibirien, der erste Törn mit einem Dreimaster, ein gälisches Tänzchen, eine Fahrt im VW-Bulli. Verzweifelte Versuche auf einem Surfbrett. Es wird lustig bis – im wahrsten Sinne des Wortes – atemberaubend bei der Gipfelbesteigung eines 5000ers. Es gibt skurrile Begegnungen, etwa mit einem Insel-Guru auf den Seychellen. Eine seltsame Nacht in der Wildnis. Angst? Wird irgendwie beiseite …

mittelamerika

Mittelamerika

Auf meiner kürzlichen Mittelamerikareise durch Honduras, El Salvador und Guatemala hat mein Fotoapparat versagt. Aber auch mit funktionierender Kamera hätte ich wohl nicht solche atemberaubenden Bilder wie Christian Heeb von seinen Reisen mitgebracht. Kleine Déjà-Vu prägen das Blättern durch den neusten Bildband Mittelamerika aus dem Verlagshaus Stürtz. So nimmt uns der Bildband von Mexiko ausgehend mit in die Kakteenwüsten der Baja California über die zerklüftete Sierra Madre über Vulkanlandschaften Guatemalas, Korallenbänken des Belize Barrier Reef, Dschungels von Honduras, zentralen Hochland und Kolonialstädten Nicaraguas, den Traumstränden Costa Ricas bis zum Panama-Kanal und zeigt uns auf 347 Bildern Mittelamerikas Vielseitigkeit. In acht Specials ergänzen eindrückliche Berichte die Bildgewalt: Natur Baja California, Künstlerehepaar Frida Kahlo und Diego Riviera, Mythen und Legenden um das Volk der Azteken, Indigene Völker wie Emberá und Kuna, die Kultur der Maya, Vulkanismus, Naturparadiese des Regenwaldes und der Korallenriffe sowie der Panamakanal. Das Eintauchen in diesen Bildband weckt gewiss Reiselust, und das sage ich nicht nur, weil ich fast selbst Teil dieses wunderbaren Projekts geworden wäre. Christian Heeb | Verlagshaus Würzburg – Stürtz | …

Uluru & Kata Tjuta Tagestour 046

{Buchverlosung} Frauen reisen solo

Ich bin mal wieder weg. Frau reist nicht solo, aber mit einem Buch im Gepäck, das nun schon seit Wochen auf meinem Laptop schlummert und endlich mal gelesen, nicht nur überflogen werden will: „Frauen reisen solo“. 250 Seiten habe ich allerdings schon geschafft – von den recht kurzweiligen 500 Seiten, in denen es von der Vorbereitung einer Reise bzw. Auszeit über das Reisen selbst bis hin zur Rückkehr geht. Ein Rundumschlag mit viel Spirit, Motivation und Information. Wer schon allein unterwegs war, mag an vielen Stellen mit dem Kopf nicken, manchmal schmunzeln und hin und wieder doch auch Einspruch erheben, weil man auf andere Erfahrungen zurückschaut. Nicht zuletzt fiel mir gerade in den letzten Jahren auf wie wenige wirklich alleinreisende Frauen ich auf meinen Reisen in Südamerika traf, mit Frauen Ü30 war es noch schwieriger. Vielleicht braucht es genau dieses Stück Motivation, das Carina mit diesem Buch bietet. Denn ich gebe ihr recht, allein reisen ist noch mal eine ganz andere Lebenserfahrung, aber sicherlich nicht für jeden DER Weg. Auch wenn Frau groß drauf steht, …

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Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich {Lesung}

Es ist wieder soweit – ein neues Buch von Helge Timmerberg. Und ich erwartete also in Vorfreude die Lesung dazu. Wie immer sprühte die Veranstaltung vor humorvollen Passagen aus seinem Leben, die die vorgelesenen Stellen aus dem Buch wie in einem Guss ergänzten. Dieses Mal stand alles in Verbindung mit dem Buch, auch die frei erzählten Stories. Ausgangspunkt stellte eine Klage vor einem Hamburger Gericht da wegen 5,6g Haschischbesitzes. Genau 0,6g zu viel für Eigenbedarf. Dort faszinierte Helge Timmerberg Staatsanwältin und Richter mit seinen interessanten Reisegeschichten. Natürlich wurde daraufhin die Klage fallengelassen. Aber wichtiger als die fallen gelassene Anklage ist die Tatsache, dass ihn diese Situation dazu animierte, einen Film drehen zu wollen. Da sein eigentliches Vorhaben, einen Antitatort zu drehen, nicht auf offene Ohren stieß, musste er einen anderen Stoff finden. Und dieser Stoff fand sich in Form einer deutschen Frau, die sich als Mann verkleidet vor unzähligen Jahren einer Karawanserei in der Türkei anschloss, um den dortigen Geschichtenerzählern zu folgen. Diese Geschichte erzählte er auch einer Frau, die sich danach sofort in Helge …

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Der Mann, der den Tod auslacht

Die Ereignisse der letzten Woche prägen die Lesung „Der Mann, der den Tod auslacht“, die im Oktober 2013 in der Galerie Listros stattfand . Tatsächlich erscheint der Titel des neuen Buchs von Philipp Hedemann gerade im Hinblick auf die Geschehnisse des untergegangenen Flüchtlingsschiffs vor der Küste der italienischen Insel Lampedusa in einem anderen Licht. Tod und Fröhlichkeit – alles steckt hier drin. Und so liest Hedemann auch zunächst aus dem nachdenklichen Kapitel „Auf der Flucht ins Paradies“ – erfolglose Flüchtlingsgeschichten von Eriträern, die alle im Flüchtlingslager Mai Aini im Norden Äthiopiens enden. Hier traf Hedemann auch die junge Yordanos, deren Geschichte ein Happy End in der Schweiz finden sollte. Äthiopien lässt auch heute noch in unseren Generationen Bilder entstehen, die mit Flüchtlingsgeschichten, Hunger und Elend zu tun haben. Und so besucht Hedemann auch den Ort Korem, aus dem die Bilder von der Hungerkatastrophe 1984 um die Welt gingen. Dass aber Äthiopien mehr ist und sogar den amtierenden Lachweltmeister hervorgebracht hat, mag überraschen. Hedemann bringt dem Leser Äthiopiens Menschen, Kultur und Natur auf unterhaltsame Weise näher …

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Kolumbien fürs Handgepäck

Ein Buch, das ich auf meiner dritten Reise durch Kolumbien tatsächlich in meinem Handgepäck verstaute, hieß Kolumbien fürs Handgepäck. Reiseführer benötigte ich inzwischen ohnehin nicht mehr und so nutzte ich meine tägliche Lesezeit mit der Lektüre dieses Buches. Die Bücher fürs Handgepäck vom Unionsverlag sollen zudem einen Schlüssel liefern, was man sieht, hört und erlebt. Sie öffnen laut des Verlags den Blick für das, was unter der Oberfläche eines fremden Landes liegt. Tatsächlich bin ich immer neugierig und an dem Land, das ich bereise, nicht nur als (Durch-)Reisende interessiert. Über Kolumbien bin ich vielleicht auch schon generell zu gut informiert gewesen, dass ich in dieses Buch nicht so richtig reinkommen mag. Die Auswahl der Geschichten wirkt auf mich sehr willkürlich und beliebig. Und leider gibt sie auch keinen Einblick in die gewünschten Hintergründe, sondern setzt viel mehr Kenntnisse über die politischen, historischen und gesellschaftlichen Verhältnisse voraus. Ich vermisse eine Einordnung der Geschichten, einen Rahmen. Hier entführt uns Alexander von Humboldt noch über das Quindio-Gebirge, im nächsten Augenblick befinden wir uns ein Jahrhundert später auf Guajira …

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Reise durch Bolivien

Ein Bildband über eines der ärmsten Länder Südamerikas, von dem kaum jemand in unseren Breitengraden weiss, welch Schatz einst unter der Erde lag und vielleicht auch heute noch liegt. Was einst der Silberschatz war, könnte bald das Lithium werden – so hofft es zumindest Evo Morales. Doch die Geschichte lehrte, was es heisst, den Schatz nicht selbst zu heben. Der Exkurs „Potosí und der Silberberg“ gibt nicht nur über die einst so prosperierende Stadt Auskunft, sondern stellt dem die Tragik des Lebens in und mit der Silbermine in der Gegenwart gegenüber – in Bildern sehr treffend festgehalten. Wer einmal in der Mine war und sei es auch nur als Tourist, zollt der täglichen Arbeit im Berg viel Respekt. Und so erkenne ich in all den Fotos diesen traurigen Monet wieder, in dem ich den Minenarbeitern selbst gegenüber saß, wohlwissend, dass diese Mine (über)lebenswichtig für sie ist und doch auch ihr Leben kosten wird. Weitere Spezialseiten widmen sich den Themen Titicacasee, der ethnischen Vielfalt und dem Zauber der Flora und Fauna. 240 Bilder zeigen das facettenreiche …

Leichendieb

Leichendieb

Leichendieb spielt in der Grenzregion Brasilien und Bolivien. In Corumba im Bundesstaat Mato Grosso am Rande des Pantanals, dem Schauplatz des Romans, gibt es nur Hitze. Die tägliche Bewegung wird hier zur Herausforderung und dieses Gefühl sprießt aus jeder Pore des Protagonisten. Der Roman, den ich während unserer Transsib-Reise an einem Nachmittag im Zug verschlang, bietet die typische Mischung eines Thrillers aus Lateinamerika: Zufälle, Drogen, Mafia und Erotik. Doch von der ersten Seite an zeigt uns die Autorin Patricia Melo, dass ihr Kriminalroman mehr ist als ein Abziehbild, das alle Clichés erfüllt. Im schnellen Tempo erzählt der geschickt konzipierte Roman in einfacher und direkter Sprache über Gut und Böse in dieser vor Hitze atemraubenden Gegend. Doch diesmal ist der Protagonist nicht Kind der Favelas sondern ein gefallener Manager. Ein getriebener Paulistano auf der Flucht vor seinem Leben in der Großstadt. Soll man Mitleid mit ihm haben? Ist er ein Aussteiger oder ein Nichtsnutz? Durch einige Zufälle wird der Ich-Erzähler Zeuge eines Flugzeugabsturzes – das typische Spiel, „im falschen Moment am falschen Ort zu sein. Im …