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Circuito chico {DIARY}

Bariloche

Heute ist ein aktiver Tag. Nicht, dass wir sonst nicht aktiv sind. Aber heute geht es mächtig ans Schwitzen. Wir machen eine Radtour – den Circuito chico. Diese führt uns herausfordernde 30 Kilometer zwischen Lago Nahuel Huapi, Lago Moreno Oueste und Este. Es geht bergauf und bergab. Aber so richtig hügelig. Zunächst müssen wir zudem mit dem Verkehr kämpfen, der uns immer wieder von der Straße abdrängt. Zu unserer Sicherheit sollen wir auch lieber auf dem staubigen und sandigen Nebenstreifen fahren. Wozu, wenn ich daneben eine Teerstraße habe? So muss ich eben das Hupkonzert in Kauf nehmen.

Im Park Llao-Llao wird es weniger an Autos. Wollen die meisten auch nur zum Hotel Llao-Llao oder zur Fähre zur Insel Victoria. Diese passieren wir nur. Immer wieder stoppen wir an schönen Aussichtspunkten. Am Strand Villa Tacul verweilen wir etwas länger. Hier steigen Rauchwolken in den Himmel. Wir haben uns für das Strandstück mit Tocones entschieden, ohne zu wissen, was Tocones ist. Wir finden heraus, es sind Feuerstellen, auf denen mächtig gebrutzelt wird. Argentinisches Picknick. Es windet sehr und das Wasser ist kalt. Somit geht nahezu niemand in das Wasser. Aber Luftmatratzen und Schwimmhilfen zieren den Strand. Der gutgemeinte Wille ist alles. Wir quälen uns weiter voran und treffen auf einer Aussichtsstelle wieder unseren deutschen Sitznachbarn vom Flug nach Ushuaia. Wunderschöne Ausblicke eröffnen sich uns. Türkisfarbene Seen und schneebedeckte Gipfel wechseln sich ab. Dazwischen das Grün der Wälder. Hier können das Auge und die Seele ruhen. Wieder haben wir ein glücksbringendes Wetter, nur der Wind wirkt unseren Kräften entgegen.

Am Abend suchen wir im Zentrum von Bariloche das Restaurant Vegetariano auf. Sehr liebevoll gemacht in einem Wohnhaus, wickelt uns der Besitzer umgehend um den Finger. Es gibt ein Menü mit zwei Suppen zur Auswahl und dann einen Salat und eine Hauptspeise. Ehe wir uns versehen, verkauft er uns peu à peu von einem vermeintlichen Menu, das es so aber gar nicht gibt. Die Bestandteile wollen alle einzeln bezahlt werden. Am Ende essen wir das Doppelte von dem, was unser Magen an Platz frei hat. Aber lecker war es allemal. Alles frisch und selbstgemacht. Aus der Küche tönt der Pürierstab anstatt das Klingeln einer Mikrowelle. Wir sahen vielleicht verwöhnungsbedürftig aus. Im Steakland scheint ein besonderer Bedarf nach leichter Kost zu bestehen, denn die Plätze füllen sich schnell. Die Heimfahrt zu unserem B&B an Kilometer 4,5 stellt sich als etwas tricky heraus. Die Busse fahren nicht die Routen so, wie sie in unserem Plan eingezeichnet sind und halten schon gar nicht, wenn man den Arm herausstreckt. So sehen wir mehrfach 50er Busse an uns vorbeifahren, ohne das wir sie zum Halten bringen und müssen eine Weile suchen, um eine Haltestelle zu finden.

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