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El Salvador Reisetipps

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Nicht viele Reisende verschlägt es in das kleinste Land Mittelamerikas – El Salvador. Dabei hat es mit seiner vielseitigen Landschaft einiges zu bieten: von Vulkanen, die zum Trekking einladen, bis hin zu einer 300 km langen Pazifikküste mit endlosen Stränden, an denen sich Surfer tummeln. Hinzu kommen hübsche, farbenfrohe koloniale Dörfer mit ländlichem Flair, in denen man Kunsthandwerk bestaunen kann, sowie einige Mayastätten wie das UNESCO Weltkulturerbe Joya de Cerén oder die Ausgrabungsstätten von San Andrés und Tazumal. Das schön an El Salvador sind die Distanzen. So hört man immer wieder, dass El Salvador das Land der einen Stunde ist, denn von San Salvador lässt sich fast jeder Ort in einer oder maximal zwei Stunden erreichen.

 

Stationen: San Salvador – Concepción de Ataco – Playa El Zonte – El Tunco / Puerto d La Libertad – Bahía de Jiquilisco – Santa Ana – Juayúa – Playa Esteron – Suchitoto

(Dieser Beitrag wird noch erweitert.)

Touristen prägen nicht unbedingt das Stadtbild von San Salvador, das mag einerseits an dem Ruf liegen, den die Hauptstadt El Salvadors hat, zum anderen aber auch daran, dass dieser Ort nicht unbedingt so hübsch wie andere Kolonialstädte ist, da er mehrfach von Erdbeben heimgesucht und zerstört wurde. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert wurde San Salvador mindestens sechsmal stark erschüttert und beinahe komplett zerstört. Im Jahr 1986 lag der Erdbebenherd nur knapp unterhalb der Stadt, so dass es zu 1500 Todesopfern und 60.000 zerstörten Häusern kam. Auch in San Salvador liegen zudem Armut und Reichtum wie in vielen vergleichbaren Großstädten in Zentralamerika eng beieinander. Während die Villen auf den Hügeln der Stadt thronen, liegen am Stadtrand die ärmeren Viertel. Trotzdem sollte man einen oder zwei Tage durchaus für San Salvador einplanen.

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Hostel Cumbres del Volcan (85 Av. Norte 637, Colonia Escalón, San Salvador)
Dieses kleine, ruhige Hostel in der sicheren Botschaftsnähe ist ein guter Platz, um erst mal in das Land reinzukommen. Der nette US-Besitzer hat zudem immer Tipps parat. Gute Restaurants befinden sich hier in Laufdistanz.

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Le Croissant
Hierbei handelt es sich um eine Patisserie-Kette, die man mehrfach in der Stadt findet. Leckereien für Süßmäuler gibt es genug!

Las Brumas
Speisen mit Aussicht. Auf 1640 m Höhe auf dem Vulkan San Salvador kann man wunderbar auf der Restaurant-Terrasse essen und gleichzeitig den Ausblick genießen.

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  • Museo de Arte de El Salvador (MARTE) (Colonia San Benito, Final Avenida la Revolución, San Salvador)
    Neben dem Sheraton in der Zona Rosa lädt das Museo de Arte de El Salvador zu einem Besuch ein. Moderne salvadorianische Kunst und diverse Wechselausstellungen sind gut präsentiert und sehenswert.
  • Iglesia El Rosario (Plaza Libertad)
    Die Iglesia El Rosario direkt am Parque Libertad fällt durch eine außergewöhnliche Architektur auf.  Dieser Baustil nimmt den Besucher im Innern mit seiner besonderen Atmosphäre ein. Früher stand hier eine Kolonialkirche, die durch ein Erdbeben zerstört wurde. In der Kirche, die 1964 bis 71 erbaut wurde, befindet sich auch das Grab des Vorreiters der zentralamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung Priester Matias José Delgado. Im Bürgerkrieg wurde die Kirche von Regierungsgegnern eingenommen. Einschusslöcher an der Fassade zeugen noch aus dieser Zeit.
  • Museo de Arte Popular (Av. San Jose 125, Av San Jose, San Salvador)
    Es handelt sich um ein kleines, sehr spezielles Museum, dass sich vor allem der Volkskunst der Sorpfesas widmet. Es zeigt Minischnitzereien, die in Eier versteckt sind. Das Museum befindet sich nahe dem Boulevard de Los Heroes.
  • Ausflug zum Vulkan Boquerón: Nahe der Hauptstadt San Salvador liegt mit dem Nationalpark Boquerón ein beliebtes Ausflugsziel. Hierzu gehört der Krater des 1800 m hohen Vulkans mit einem Durchmesser von 1,6 Kilometern und das umliegende Wandergebiet. Bis zu seinem höchsten Punkt, dem Picacho, führt auch eine Radroute. Wem dichte Natur nichts ausmachte, der kann auf einem Pfad die 558 Meter ins Innere des Kraters hinabsteigen.
  • Auf Spuren der Mayas in Joya de Cerén: 35 km nordwestlich von San Salvador liegt mit dem Juwel von Cerén eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätten Mittelamerikas. Das präkolumbische Dorf der Maya ist unter den Schichten von Vulkanasche erstaunlich gut erhalten blieb und zeigt (anders als viele andere Maya-Ruinen) das Leben des einfachen Volkes. Die Stätte zählt seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Mehr zu San Salvador und Umgebung:

Concepción de Ataco ist eine Kleinstadt, die sich in eine hügelige Landschaft einfügt. Der Name bedeutet auch Ort der hoch gelegenen Quellen. Und so befinden sich in der Nähe tatsächlich kalte Quellen. In Ataco wächst und gedeiht bei angenehmem Klima auch guter Kaffee in der Nähe. Besonders begeistert war ich von dem kreativ gestalteten Ortskern. Bunte Malereien zieren die Hauswändeund geben dem Ort einen besonderen Anstrich. Was vor 20 Jahren begann, um Wahlkampfwerbung von Parteien vorzubeugen, ist heute ein schönes Schmuckwerk. Die Stadt war noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Zentrum der Pipil-Kultur.

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Misión de Ángeles
 (Concepción de Ataco)
Am Rande des Ortes befindet sich diese hübsche Anlage. Von meiner Terrasse habe ich einen schönen Blick über die üppige und grüne Vulkanlandschaft gehabt. Im kleinen Restaurant kann man auch gut speisen.

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  • Cementerio de Concepción de Ataco
    Farbenfroher Friedhof, dessen Besuch lohnt.
  • Besuch der Kaffeefarm El Carmen Estate

Mehr zu Concepción de Ataco:

Wer Ruhe sucht, der ist hier richtig. Ausladende, einsame Sandstrände, an denen man relaxen und spazieren kann.

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Esencia Nativa
Das Esencia Native liegt direkt am Strand. Hier kann man in einer der vielen Hängematten, die die Anlage zieren, relaxen. Auch einen schönen und vor allem sauberen Pool gibt es hier. Die Unterkunft wird von einem einheimischen Surfer geleitet und natürlich kann man hier auch direkt Surfstunden buchen bzw. Surfequipment ausleihen. Es gibt ein eigenes kleines Restaurant, in dem Frühstück, Lunch und Abendessen angeboten wird. In der Woche ist es sehr ruhig, an Wochenenden und Feiertagen gibt es viele Ausflugsgäste aus dem nahe gelegenen San Salvador.

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  • Surfen! Hierher kommt man hauptsächlich zum Surfen.

El Tunco ist ein kleines Surferparadies am Pazifik. Den Strand säumen hauptsächlich Backpackerunterkünfte. Auch Cafés und Surfshops gibt es hier reichlich. In der Nähe befindet sich die Stadt La Libertad, wo der Malecón zu einem Spaziergang einlädt. Am Pier ist morgens ein Fischmarkt, der einen Besuch lohnt. Wer von Wasser genug hat, der kann in dem nahe gelegenen Walter Thilo Deiniger Parque wandern. Verschiedene Wege mit unterschiedlichen Längen führen durch satte Natur.

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Tekuani Kal
 (Carretera El Litoral, KM. 45.9 SunzalTamanique)
Wer hier schläft, ist fast immer Surfer. Nettes Hotel direkt am Strand mit Meerblick vom Zimmerbett und Terrasse.

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La Hola Betos Playa Sunzal 
(Carretera El Litoral, KM. 45.9 SunzalTamanique)
Schöne Terrasse mit tollem Blick über den Ozean.

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  • Surfen! Hierher kommt man hauptsächlich zum Surfen.
  • Fischmarkt auf dem Pier von La Libertad
  • Wandern im Walter Thilo Deiniger Parque

Mehr zu El Tunco:

Behutsam bewegt sich unser Boot durch die Flussarme, die vom Mangrovenwald gesäumt sind. Der Hauptflussarm ist  43 km lang und 3 km breit. Kleine Siedlungen mit Holzhäusern lugen aus mancher breiten Stelle. Wir befinden uns zwischen dem Lempa Fluss und den Jucuarán Bergketten in der Bahía de Jiquilisco, einer wunderschönen Bucht, die zur Vogelbeobachtung einlädt. Aber nicht nur das, auch Karettschildkröte kommen immer wieder hierher, um Eier abzulegen. Da aus vielen Eiern einst Geld gemacht wurde, hat man sich in einer Aufzuchtstation dieser Problematik angenommen. Heute bringen die Einwohner die Eier gegen etwas Geld hierher, und so haben die Schildkröten wieder eine Chance. Nicht weit von den dichten Mangroven der Pazifikbucht befindet sich die Kakaoplantage San José Real de la Carrera. Dort wo keine schattenspendenden Bäume sind, drückt die glühende Hitze. Hier kann man im Rahmen einer Kakao-Tour die Entstehungsprozess unserer Schokolade kennenlernen.

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Puerto Barillas 

Schöne, grüne Anlage direkt in der Bucht Bahía de Jiquilisco. Sechs geräumige Apartments und vier Baumhäuser stehen zur Auswahl. Ein kleines Restaurant ist angeschlossen.

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  • Kakao-Tour auf der Kakaoplantage San José Real de la Carrera
  • Besuch der Klammeräffchen
  • Besuch einer Schildkrötenaufzuchtstation der ICAPO –
    Eastern Pacific Hawksbill Initiative wie in Punta San Juan del Gozo
  • Vogelbeobachtung
  • Bootstouren

Mehr zu dieser Region u.a.:

Santa Ana ist nach San Salvador die zweitwichtigste Stadt El Salvadors. Die gotische Catedral de Santa Ana, das Rathaus und das Teatro de Santa Ana zählen zu den sehenswerten Gebäuden der 250.000 Einwohner zählenden Stadt im Nordwesten des Landes.

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Casa Verde
(7ª Calle Poniente, Entre 8 y 10 av. sur. #25, Santa Ana)
In dieser Casa kann man sich nur wohlfühlen. Dazu trägt besonders der supernette Besitzer Carlos bei. Das Hostel befindet sich direkt in der Altstadt, somit kann man alles gut in Laufdistanz erreichen. Es verfügt über eine Dachterrasse, einen kleinen Pool und Hängematten zum Relaxen. Auch die Küche kann mit genutzt werden.

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  • Parque Nacional Los Volcanes: Gute Sicht auf den Lago de Coatepeque.
  • Wandern am Cerro Verde: Durch den Nebelwald des erloschenen Vulkans Cuntetepeque oder auch Cerro Verde genannt wandern.

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  • Einen Besuch des Lago de Coatepeque selbst kann man sich sparen. Hier ist alles zugebaut.

Juayúa ist ein relaxter Ort inmitten der Hügellandschaft von der Ruta de las Flores mit etwas turbulenterer Geschichte. 1932 war er eine Hochburg der Bauernbewegung und die erste Stadt, die von aufständischen Bauern eingenommen wurde. Der Aufstand wurde nur nach drei Tagen niedergeschlagen. Es kam zu einem Massaker, dem Anfang 1932 in ganz El Salvador etwa 30.000 Menschen zum Opfer fielen. Heute lädt der Ort auf 1025 m Höhe zu Wanderungen in der Umgebung ein und ist berühmt für sein Food Festival. Sein Name bedeutet „Fluss der lila Orchideen“.

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Hotel Anáhuac (1a. calle poniente y 5a. avenida norte, Juayúa)
Dieses kleine Hotel befindet sich im Ortszentrum. Die Wände der Zimmer zieren einheimische Kunstwerke. Im Garten befinden sich wieder Hängematten. Und auch hier ist das Personal sehr freundlich.

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  • Ruta de las 7 Cascadas : Die sieben malerisch gelegenen Wasserfälle sind ein Ausflug wert. Touren kann man bspw. im Hotel Anáhuac buchen.
  • Gourmet Kaffee wird hier produziert.

Hier findet mehr als 10 km lange goldene Sandstrände, die zudem nahezu menschenleer sind. Der perfekte Pazifik-Traum, an dem man zur Ruhe kommen oder auch Sport treiben kann.

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La Tortuga Verde
 (La Tortuga Verde, Calle Pacifica)
Diese schöne, ökologische Unterkunft liegt direkt am Meer mit einem langen menschenleeren Strand. Es wird von einem netten New Yorker Ex-Big-Waveboarder geleitet. Es gibt ein kleines Restaurant, in von Frühstück bis Abendessen alles angeboten wird. Im La Tortuga Verde kann man auch Tagestrips buchen, zudem werden Surf- und Yoga-Stunden angeboten. Leider ist das Personal mitunter etwas inkompetent.

Die Gegend um Suchitoto im District Chalatenango hat eine bewegte Geschichte. Heftig tobten hier in den 80 Jahren die Kämpfe zwischen FMLN-Guerilla und Armee. Wer weg konnte, floh – auch in die USA. Nur die Älteren blieben einst zurück. Heute mag man in dem beschaulichen 16.000 Einwohner zählenden Städtchen 47 km nördlich von San Salvador nur bleiben, so friedlich liegt es im Abendlicht, als ich aus dem Auto steige.

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El Gringo
 (Calle Francisco Morazán, #27, Suchitoto)
Diese Unterkunft ist mit ihren zwei Zimmern sehr klein und auch häufig belegt. Dennoch ist der Besitzer Robert eine gute Anlaufstelle, auch wenn man Rat und Tipps benötigt oder Touren buchen möchte. Mir hat er eine andere Unterkunft vermittelt.

Los Almendros de San Lorenzo (4a. Calle Poniente 2b, Suchitoto)
Dieses Boutique-Hotel in einem mehr als 200 Jahre alten Kolonialgebäude versprüht einen besonderen Charme, der sich wunderbar in die alten Gassen des beschaulichen Städtchens einpasst. Die schön ausgestatteten Zimmer säumen einen Garten. In einem zweiten Garten befindet sich die kleine Bar und ein Swimming Pool.

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Pupuseria Santa Lucia Café
Einfaches Lokal mit der leckeren salvadorianischen Köstlichkeit – Pupusas. In dieser Pupuseria sind auch Tischchen im Hinterhof aufgestellt, und so kann man der Köchin über die Schulter schauen. Preis zwischen 0,60 und 1 USD.

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  • Ausflug rund um den Volcán Guazapa. Hier erkundet man auch das ehemalige Versteck der FMLN im Wald.
  • Cerrón Grande, auch liebevoll Suchitlán See genannt: Von Suchitoto sind es nur 20 Minuten zu Fuß – einfach die 3a Avenida Norte entlangwandern. Dort, wo der Rio Lempa aufgestaut wird, um Energie zu gewinnen, lässt sich eine Vogelschar von Kormoranen ins Wasser plumpsen und übernimmt den Dienst der Fischer. Hat man Glück und ist zur rechten Zeit hier, kann man die Migration der Vögel beobachten – Adler und Falken sind auch dabei.

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  • Unbedingt Pupusas probieren!

Mehr zu Suchitoto:

Gereist: Madlen im Mai 2014 und Ninette im März 2015.

Praktisches Wissen zu El Salvador

Fläche: 20.742 km²

Einwohnerzahl: 6.757.408

Zeitzone: GMT-6

Strom: 115 V, 60 Hz

Wetter: In El Salvador herrscht überwiegend warmes Wetter. Die Regenzeit von Mai bis Oktober eignet sich weniger für Wanderungen in den Vulkangegenden, da es auch meist neblig und dunstig ist.

Visum: Für Deutsche Staatsbürger ist der Aufenthalt in El Salvador bis zu 90 Tage visafrei.

Flughafen: Der Aeropuerto Internacional El Salvador „Monseñor Óscar Arnulfo Romero“ liegt etwa 40 km südöstlich von San Salvador im Gemeindegebiet von Comalapa in der Nähe zur Pazifikküste. Somit bietet sich auch nach der Ankunft eine Fahrt direkt zu einen der Strandorte an.

Geld: Seit Anfang 2001 ist der US-Dollar neben dem salvadorianischen Colón offizielle Landeswährung. Ich besitze die DKB-VISA-CARD und setze diese beim Reisen seit 2015 aktiv im Ausland ein. Meist konnte ich auch problemlos und gebührenfrei Bargeld am Automaten im Ausland abheben. Zu meinen Erfahrungen mit der Karte folgt demnächst auch ein ausführlicher Bericht.

Impfungen: Bei der Einreise sind keine Pflichtimpfungen erforderlich, außer man reist aus gelbfieberendemischen Gebieten nach El Salvador ein. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei längeren Aufenthalten auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Ganzjährig besteht ein sehr geringes Risiko an der Grenze zu Guatemala in der Provinz Santa Ana, Ahuachapán und La Unión. Alle übrigen Gebiete gelten als malariafrei.

Sicherheitshinweise: Die meisten fragen sich sicherlich, ist El Salvador nicht gefährlich? Jeder hat sicherlich schon von Jugendbanden wie den „Maras“ gehört. Es ist aber nicht so, dass man als Reisender unbedingt auf sie trifft. Liest man die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes und informiert sich in den Medien über El Salvador, wird man sicherlich von einer Reise absehen. Ja, die Gefahren sind da, auch wenn sie uns auf unseren Reisen nicht begegnet sind. Umso wichtiger ist es, sich genauestens zu informieren, wohin man innerhalb des Landes wann und wie reisen kann. Am Ende muss jeder selbst abwägen, ob er mit dem Risiko reisen möchte, durch ein Land mit einer der höchsten Kriminalitätsraten weltweit zu reisen.

Bevölkerung: In El Salvador gibt es fast keine indigene  Bevölkerung und so fällt besonders die helle Haut der Menschen auf. Tatsächlich sind knapp 90 % der Bevölkerung Mestizen, 9 % europäischer Abstammung und nur 1 % Indigene. Dies war bis in die 1930er Jahre zur Zeit der Matanza noch anders – bis dahin gehörten etwa 20 % der Bevölkerung indigenen Völkern an. Doch ab 1932 wurden Menschen mit indigenen Sprachen und traditioneller Kleidung zu einem verfolgt. Dies führte dazu, dass die indigene Bevölkerung ihre Identität und Sprache verleugneten. Heute wird in El Salvador kaum noch eine indigene Sprache wie Nahuatl gesprochen.

Kurioses Wissen: Einer der seltsamsten „Kriege“ geht auf das Konto von El Salvador und seinem Nachbarn Honduras – der Fußballkrieg oder auch der „Hundert-Stunden-Krieg“.Dieser 100 Stunden andauernde Krieg fand vom 14. Juli 1969 bis 18. Juli 1969 statt und kostete 3.000 Menschen das Leben. Seit längerem wurden Landwirtschaftshelfer aus El Salvador von der Regierung Honduras‘ für die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich gemacht, worauf dieser Konflikt zurückzuführen ist.

Gastfreundschaft: Fast auf jeder Reise ist man von der Freundlichkeit und Offenheit der Einheimischen begeistert. Doch in El Salvador scheint diese ehrliche Herzlichkeit noch einmal stärker als anderswo zu sein. Meist sind es die Orte, an die nicht so viele Touristen kommen, an denen man diese findet. Ob in einer einheimischen Kneipe oder auf der Straße, immer war Neugierde und ein nettes Gespräch im Spiel. Fragt man nach dem Weg, begnügt man sich nicht mit Beschreibungen, sondern läuft einfach mit. Erst wenn der Gast am Ziel angekommen ist, ist der El Salvadorianer zufrieden. Es versteht sich von selbst, dass Ninette auf ihrer Weiterreise nach Guatemala mit Auto mitgenommen wurde und das, obwohl der freundliche Herr gar nicht nach Guatemala Stadt fahren musste. Wem der Kontakt zu anderen Reisenden wichtig ist, für den ist El Salvador weniger das richtige Land. Die meist nord- und südamerikanischen Touristen findet man fast ausnahmslos an den Stränden.

Kurz zur Geschichte: Leider sind noch heute Nachwehen des von 1980 bis 1991 herrschenden Bürgerkriegs zu spüren, in dem rund 70.000 Menschen starben. Die damalige Militärdiktatur wurde von der US-Regierung unterstützt. Dieser standen Streitkräfte der Guerilla gegenüber, die sich aus einzelnen Verbänden von Kommunisten, Christen und Gewerkschaftern zusammensetzte, die und als FMLN agierten. Viele flohen damals ins Exil, vor allem nach Nordamerika.
Vorausgegangen war 1983 die Beschränkung des Landeigentum auf 245 ha. Diese Landreform wollten Teile der 14 Grundeigentümerfamilien El Salvadors mit Terror durch Todesschwadronen stoppen. Der prominente Kritiker des Militärregimes, Erzbischof Óscar Romero wurde am 24. März 1980 ermordet. Viele kirchlich, politisch oder gewerkschaftlich organisierte Menschen wurden Opfer der Todesschwadronen.
Auch nach Ende des Bürgerkrieges sind die sozialen Probleme groß. Neben den Unterschieden zwischen arm und reich, prägen eine hohe Gewaltrate das Land und auch Kindesentführungen sind verbreitet. Viele Kämpfer wurden durch den Friedensvertrag von 1992 arbeitslos, knapp eine Million Waffen sind noch im Umlauf und prägen die Sicherheitslage im Land.

5 Kommentare

  1. Ich überlege für den Winter, nach Mittelamerika zu reisen. Habe mich beim Recherchieren schon des Öfteres gefragt, wie es denn in El Salvador so sein mag. Danke!

  2. Tolle Photos und ein hoch-interessanter Bericht. Vielen Dank. Wir leben gerade im Norden von Peru, da ist El Salvador eigentlich gar nicht so weit :) Liebe Grüsse aus Chachapoyas, Martina

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