Alle Artikel in: Blog

Salar de Uyuni

Per Roadtrip um die Welt

Zu einem Roadtrip gehört eigentlich eine Road. Was macht man aber, wenn die Road manchmal nicht da ist? Wenn man durch eine platte Landschaft fährt, ohne eine Straße auszumachen? Oder wenn sich plötzlich 20 verschiedene Spuren vor einem auftun? Oder man sich im Sand festfährt, weil man in eine Touristenfalle getappt ist? Oder der Reifen zum zehnten Mal platt ist und der Fahrer keinen Plan hat, wie man einen Reifen wechselt? Das Best-of meiner Roadtrips auf drei verschiedenen Kontinenten – in Bolivien – Äthiopien – Mongolei. Bolivien Gereist im: Februar 2010 Von/ Bis: Tupiza nach Uyuni Highlights: Endlich im Salar de Uyuni zu stehen. | Übernachtung im Salzhotel | Den Wind auf 5.000 m Höhe zu spüren. | Die monotone Vulkanlandschaft mit Lagunen als Kontraste. | Mondlandschaft El Sillar Pleiten – Pech – Pannen: Was macht man, wenn man einen Platten hat, der Fahrer/ Guide den Reifen nicht wechseln kann und der Ersatzreifen auch einen Platten hat? Dann wird die Tour auf jeden Fall abenteuerlicher und irgendwann endet sie in stop and go. Den Höhepunkt unserer Tour, den …

Mexiko: Das ist ein Liebeslied

Ich bin immer auf der Suche – nach schönen Stränden, bunter Landeskultur und leckerem Essen. In Mexiko wurde ich fündig. In meinem Blog Travel on Toast habe ich schon über viele Länder geschrieben. Allein 15 habe ich während meiner Weltreise besucht, davor und danach waren es noch ein paar mehr. Auf meinen Reisen frage ich immer andere nach ihren Lieblingsländern, um mir Tipps zu holen. Unter den Antworten war sehr oft Mexiko – zu Recht! Zehn Tage verbrachte ich jetzt auf der Halbinsel Yucatan, u. a. in Cancun, Playa del Carmen und im Hippie- und Backpackerort Tulum. 5 Gründe, warum ich Mexiko so mag: 1) Postkartenmotive an der Karibikküste Die Verführung läuft so: Der Strand schimmert weißgolden, die Palmen wiegen sich in den Hüften und das türkisfarbene Meer zwinkert mir zu. Beim Anblick der Maya-Ruinen am Strand von Tulum gebe ich mich endgültig geschlagen: Ich bin verliebt! Unterwegs treffe ich oft auf Motive, die ich unzählige Male fotografieren muss, weil sie einfach so schön sind: Etwa das Sydney Opera House, die Vulkane von Neuseeland oder …

Als Laufbloggerin in der großen weiten Welt unterwegs …

Reisen ist eine tolle Freizeitbeschäftigung – das steht außer Frage. Doch Reisen ist auch ein Hobby welches sich perfekt mit einer weiteren Leidenschaft kombinieren lässt und zwar dem Laufen. Schon viele Jahre lang entdecke ich die Welt durch das Reisen, doch seit etwa sieben Jahren stehen nicht nur Sehenswürdigkeiten in der Fremde auf dem Plan. Nein, jetzt sind bei fast jeder Reise immer die Laufschuhe im Gepäck dabei, denn ein Wettkampf steht an! Als ich im Sommer 2007 mit dem Laufen begann, hatte ich noch nicht damit gerechnet, wo ich mal überall laufen würde. Der erste Laufwettkampf überhaupt führte mich im Juli 2007 nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt von unserem Zuhause an die Spree in Berlin-Mitte zum Lichtenauer Wasserlauf. Als ich dort ins Ziel einlief (und nicht als Letzte ankam) wusste ich, dass ich das ab sofort häufiger erleben möchte. Die nächsten Läufe in Berlin waren schnell gefunden. Doch schon drei Monate später nahm die Anreise zum Lauf bereits etwas mehr Zeit in Anspruch – wir nahmen am Rügenbrückenlauf  in Stralsund teil. Und dieser Lauf …

Mitgebracht. Souvenirs aus Afrika

  Sommerzeit = Reisezeit. Rucksäcke und Koffer fliegen wieder rund um die Welt und kehren mit zahlreichen Souvenirs gefüllt in die Heimat zurück. Manche begeistern nur in dem Moment, in dem man sie erstanden hat, andere lassen uns noch Jahre später gern an die Reise zurückdenken. In meiner kleinen Fotoreihe „Mitgebracht“ stelle ich Euch sinnvolle und weniger sinnvolle Mitbringsel meiner Reisen vor. Einige sind schon weggetrunken, weggegessen oder einfach kaputt und schafften es somit nicht auf das Bild. Alle anderen findet ihr hier. Den Anfang meiner Souvenirreihe macht AFRIKA. Summer time = travel time. Backpacks and suitcases are flying around the world and return home filled with numerous souvenirs. Some only enthuse in the heat of the moment when you purchase them, others let us still reminisce about a trip years later. In my little photo series „Mitgebracht“, I introduce to you more or less meaningful souvenirs from my trips. Some are already drunk up, eaten up or merely broken, but you can find the ones that survived in the pictures here. My series of souvenirs starts with AFRICA. 1. Äthopischer Schal …

Was machen eigentlich Reiher so? Gedanken in einer Mittsommernacht

Zugegeben, das war ne ziemlich intensive und nette Woche. Der Sommer ist da und das nicht nur kalendarisch. Der Sommer war wirklich da, plötzlich mit voller Wucht. Und nach Feierabend hieß es dann, die Zeit voll zu nutzen. Und dabei gewann ich so einige neue Erkenntnisse. Am heißen Montagabend zum Beispiel lernte ich, dass einer meiner Lieblingsregisseure mit dem wunderbaren Ösi-Humor auch schlechte Filme ohne überhaupt einen Humor dreht. Am noch heißeren Dienstagabend während ganz Berlin zum Portisheadkonzert nach Spandau tingelte hüpfte ich mit Häschenkostüm durch eine Altbauwohnung im Prenzlauer Berg. Babysitten bei über 30 Grad macht besonders mit Kostümierung Spaß. Irgendwann wird man etwas gaga. Am Mittwoch, dem heißesten Abend, ging es mit Freunden auf dem Wannsee segeln. Die Freunde verlassen uns bald auf eine Weltreise im Segelboot und hinterlassen meinem Freund gemeinsam mit einem anderen Freund das kleine Segelboot. Wie es ist, ein Segelboot ohne Segelschein zu besitzen, das ist eine andere Geschichte. Der Segelschein ist dann auf dem Plan für 2014. Es war eine  laue Nacht und wunderschön, vom Boot aus in …

Auf dem Amazonas – eine Reise von Tabatinga nach Manaus

Zwei Flugstunden trennen die kolumbianische 9 Millionen Metropole Bogotá von diesem ruhigen Fleck im südlichen Zipfel des Landes. Ist Bogotá das pulsierende Herz, fliegen wir nun in die Lunge – in die grüne Lunge der Welt. Nur ein paar Wolken ziehen immer wieder einen Vorhang über die fantastische Szenerie, die aus einem monotonen Grünton besteht und so viel Leben in sich verbirgt. Ein Regenbogen scheint bei unserer Landung in diesem grünen Feld einen Akzent zu unserer Begrüßung setzen zu wollen. Willkommen im Paradies, willkommen im Dschungel! Keine Straße, die uns hier wieder herausführen könnte. Von weitem sehen wir unter uns eine schmale Schlängellinie, die sich uns nähert und an Form, Farbe und Größe gewinnt. Wir sind umschlossen von einem grünen Teppich, der nur durch diese Wassergewalt unterbrochen wird – den wasserreichsten Fluss der Welt, den Amazonas. Diese Reise beginnt als wir die Treppe vom Flugzeug hinabsteigen und gegen eine schwüle Wand laufen. Erst jetzt sind wir wirklich weg. Erst jetzt heißt es, ausgetretene Pfade zu verlassen. Von nun an ist unser Weg das Wasser. Vorbereitung …

Cartagena

Cartagena – wo Schönheit (k)eine Kunst ist

ENGLISH VERSION HERE Schwerfällig versucht meine Lunge den Sauerstoff aus der dicken Luft zu filtern. Mein Körper kämpft noch gegen die Schwüle an, während sich meine Sinne schon gänzlich auf die Perle des Nordens eingestellt haben. Cartagena ist Musik! Aus allen Häusern besonders in Getsemani tönt Musik.
 Einst der größte Sklavenumschlagplatz Amerikas, tummeln sich heute Touristenscharen in den kolonialen Gemäuern der wunderschönen kolumbianischen Stadt am Meer. Und da Cartagena de Indias nicht nur durch seine gut erhaltene und aufgemöbelte Kolonialarchitektur besticht, sondern auch durch seine atemberaubende Lage, bin ich nach drei Jahren wieder zurückgekehrt. Zunächst verbringe ich die kurze Zeit mit dem Auffrischen meiner Erinnerungen. Schon die Ankunft im Stadtteil Getsemani hält einige Überraschungen für mich bereit. Innerhalb drei Jahren hat sich hier nicht nur die Anzahl der umherschwirrenden Backpacker vervielfacht, sondern auch die gesamte Infrastruktur um Kneipen, Cafés und Hostels. Innerhalb der 11 km langen, gut erhaltenen Stadtmauer mischen sich Touristen mit den zahlreichen Besuchern aus der Kunst- und Literaturszene, die zum Hay Festival gekommen sind. Die Häuser sind meist zweistöckig, bunt, mit schönen …

Abgestempelt

Es ist nicht das erste Mal, dass ich Abschied nehme. Als ich vor fast zehn Jahren mein altes Reisedokument gegen ein frisches auf dem Bezirksamt Lichtenberg eintauschte, schmerzte es noch sehr. Hier entwertete ich das Dokument, das meine ersten ernsthaften Reiseaktivitäten belegte. Die größte Aufmerksamkeit in diesem Dokument zog damals noch mein einseitiges Visum für die USA auf sich. Mehrfach wurde ich auf Reisen von den afrikanischen und südamerikanischen Grenzposten gefragt, ob ich Amerikanerin sei. Nein, dieser Frage trauerte ich nicht mehr hinterher, aber ich konnte mir vor fast zehn Jahren schwer vorstellen, dass ich das neue, frische Dokument so schnell wieder ähnlich gut befüllen könnte, ohne den Anspruch einer Stempeltouristin erfüllen zu wollen. Denn darum geht es mir auf Reisen keineswegs. Blatt für Blatt füllte sich, die Ecken wetzten ab, die Seiten schmuddelten an, aufgesogen mit viel Schweiß, den ich auf meinen Reisen produzierte, übergebe ich ihn heute in die Hände des Amtsmitarbeiters. Auf dem Nachhauseweg blättere ich noch einmal durch die Seiten meines entwerteten Passes, bevor auch dieser im Nirvana meines Schranks verschwindet.    …

San Blas

San Blas Inseln – Mehr Meer geht nicht

Gedanken zu einer Reise ins Paradies, zu den San Blas Inseln in Panama… Zugegeben, ich habe schon viel Meer in meinem Leben gesehen. Blaues, türkisfarbenes, braunes, schwarzes – alle Nuancen kenne ich. Ich sitze gern am Strand und schaue in die Weite hinaus, dann packt mich die Sehnsucht. Aber der Traum von einer kleinen Coconut-Insel reizt mich nur für einen bis maximal drei Tage. Dann setzt bei mir der Strandkoller ein und der Inselkoller gleich mit. Ich brauche ein Hinterland zu dem Strand, an dem ich mich neben ein paar Bikinistunden noch austoben kann… Doch ist man einmal in Panamá, dann kommt man um Meer nicht herum. Fast alles ist „Strandstreifen“. Und wenn man einmal am immerwährenden Strandstreifen ist, dann sollte man auch nicht den Strand der Strände verpassen! So zum Beispiel die von den San Blas Inseln. Anreise nach San Blas Ciudad de Panamá – Flughafen Albrook. Die Schlange für die Maschinen der Air Panamá wird nicht kleiner. Erst werden die Daten inklusive Passagiergewicht (nein, nicht das des Gepäcks) akribisch handschriftlich aufgenommen, um dann in …

Gestrandet

Es ist Silvester 2010. Ich sitze in einem Starbucks im Zentrum Madrids. Widerwillig nippe ich an meinem Latte Soja aus der amerikanischen Kaffeekette. Den würde ich jetzt gern in einem Juan Valdez Café im Zentrum Bogotás trinken. Bogotá war mein  Ziel, aber Bogotá ist weit. Schuld ist der Schnee. Oder vielmehr eine schlecht gewählte Airline. Oder vielmehr meine Unvernunft, mein Gepäck bei einem Zwischenstopp mit ins Hotel zu nehmen. Schuld ist…  Es gibt viele Gründe, warum ich hier in Madrid festsitze. Ich starre hinaus in das Treiben der spanischen Metropole. Ich habe nichts gegen Land und Leute hier, aber jetzt, in diesem Moment, bin ich nur wütend und meine Wut richtet sich gegen alles, was ich sehe. Anspannung lag bereits am Abend des 27. Dezembers in der Luft, als ich erschöpft mit dem Zug von Leipzig nach Berlin reiste. Auf der  Reise von Leipzig hatte ich erfahren, dass dies der letzte Zug nach Berlin sein würde – aufgrund der Vereisungen. Ich war ein Glückskind! Beinah meinen Flug verpasst, aber eben nur beinah. Aber schon im …