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Der städtische Tourist

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T-Centralen heißt die Endstation unserer trostlosen Reise nach Stockholm. Weshalb ein 100 Kilometer entfernter Flughafen überhaupt die Berechtigung hat, Flughafen Stockholm zu heißen, ist mir ein Rätsel. Nach 90 Minuten sind wir im Stadtzentrum. Wohin nun? So sehen wir uns in alle Richtungen um, um ein Zeichen für die Metro zu suchen. Doch die Tunnelbahn ist weit und breit nicht zu sehen. Und in diesem Moment unserer Ahnungslosigkeit passt uns gleich ein überaus freundlicher, älterer Schwede ab. Ob er uns helfen könne, fragt er. Wir sagen ja. Wir suchen nämlich ein Nahverkehrsmittel. Oh ja, ohne weiterzufragen erklärt er im freundlichsten Stakkato, wo sich die schwedische Tunnelbahn befindet, nämlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite unter dem Bahnhof. Also wir müssten runtergehen, denn unter dem Bahnhof ist noch ein Bahnhof, der Tunnelbahnbahnhof. Das sei vielleicht etwas ungewöhnlich, wir müssten nur Ausschau nach einem T halten, eben für Tunnelbahn. Hier in Stockholm gibt es eben einen normalen Bahnhof und einen für Tunnelbahnen. Naja, by the way interessiert nach langen ungläubigen Blicken unsererseits den netten Schweden, woher wir denn kämen. Oh natürlich, ich sage Deutschland, Lars sagt Berlin. Der nette Herr schaut nun ungläubig in unsere Gesichter. You are used to big cities, you will find your way und zieht peinlich berührt von Tannen. Lieb gemeinte Hilfsbereitschaft erstickt in einem einzigen Wort – BERLIN.

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