Alle Artikel in: Südafrika

Berichte aus Südafrika

kapstadt sehenswürdigkeiten

Was Du in und um Kapstadt nicht verpassen solltest

Anfang des Jahrhunderts habe ich einige Monate in Kapstadt gelebt und gearbeitet. Jetzt bin ich nach über zehn Jahren zurückgekehrt und es hat sich viel verändert. Kapstadt ist besonders eine szenisch wunderbar gelegene Stadt, aber man kann auch viel erleben – hier meine Top 10 der Kapstadt Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für euren nächsten Kapstadt Aufenthalt. Meine Top 10 der Kapstadt Sehenswürdigkeiten {1} Pinguine schauen am Boulders Beach Wenn Du Lust auf ein tierisches Abenteuer hast, das Du nur auf der Südhalbkugel erleben kannst, dann schau doch einfach mal bei den Brillenpinguinen in Boulders Beach vorbei. Ca. 30 Minuten von Kapstadt entfernt liegt Simon’s Town auf der Kap-Halbinsel und hier tummeln sich am Strand viele Brillenpinguine – 2500 soll die Kolonie zählen. Die beliebten Vögel im Frack sind zwar hinter einem Zaun zu bewundern, doch das hindert sie nicht daran, nach Einbruch der Dunkelheit auch den Ort zu erkunden. In unmittelbarer Nähe des abgesperrten Bereichs  kannst Du auch selbst ins Wasser springen. Der Strandabschnitt ist Teil des Table-Mountain-Nationalpark. Fast jeder verbindet einen Stopp in Boulders Beach mit seiner Fahrt ans Kap der Guten …

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Kapstadt: Hipster City oder Villa Kunterbunt

Stell dir vor, dein Nachbar lebt in einem lilafarbenen Haus, sein Nachbar in einem hellblauen und sein Nachbar wiederum in einem schrill-grünen. Lauter kleine farbige Kästchen reihen sich Straße für Straße zu einer kunterbunten Kette auf, die dich durch das Straßengewirr leitet. So kannst du dich entscheiden, ob du heute einfach mal der blauen Farbe folgst. Es ist wie eine Schnitzeljagd ohne Schnipsel. Lässig hängt ein Mann an einem Seil und streicht die Hausfassade lila. Das ist hier nichts Außergewöhnliches. Vielmehr reiht sich sein Haus in eine Farbwelt ein, die mich an Pippis Villa Kunterbunt erinnert. Der Straßenzug leuchtet in Gelb, Rot, Blau. Ich bin in Kapstadts buntem Viertel Bo-Kaap, auch Cape Malay Quarter genannt. Verschleppte Sklaven aus Indonesien, Sri Lanka, Indien und Malaysia besiedelten dieses vor ungefähr 200 Jahren. Später gaben sie ihrem neuen Leben in Freiheit einen frischen Anstrich, der auch der einfachen Orientierung diente. Stolz sind die Einwohner Bo-Kaaps noch heute, auf ihr Viertel und auch auf ihr Leben. In jeder zweiten Straße sei eine Moschee, scherzt mein Guide. Doch inzwischen leben hier nicht mehr nur …

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Die Stadt vor der Stadt – Kapstadts Flats

Langa, Khayelitsha, Gugulethu – es sind diese Namen, die einem bei der Fahrt vom Flughafen Kapstadts ins Zentrum als erstes begegnen, aber in diese Orte wird es kaum einen Touristen ziehen. Es sind die Flats vor der Stadt, in die die Bewohner mit der „falschen“ Hautfarbe mit dem „Group Area Act“ von 1958 zwangsumgesiedelt wurden. Den ältesten Township Langa, der schon 1923 vor diesem Gesetz eröffnet wurde, besuchen wir vom City Center, der Long Street, aus mit einer LaGuGu Tour, die Touristen einen Einblick in das Leben der Townships Langa und Gugulethu gibt. Mit einem auffälligen roten Hop on-Hop off-Bus werden wir hineingefahren, um dann durch die Straßen Langas zu laufen. Kaum jemand, der von unserer Gruppe explizit Notiz nimmt, außer die Kinder, die auf uns zugeströmt kommen. In Langa leben 80.000 bis 100.000 Menschen. Einfache Häuser mit Vorgarten mischen sich mit Wellblechhütten und Wohnkomplexen, die besonders durch die Anzahl der Personen, die die Zimmer bewohnt, schockieren. In diesen einstigen „Hostels“ gibt es jeweils drei enge Zimmer, die sich Küche und Bad teilen. In einem …

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Im südafrikanischen Busch

Seit Minuten schaue ich über die weite, leicht gewellte Buschlandschaft. Die steife Brise, die über das Land jagt, kann den robusten Gewächsen nichts anhaben. Wie Turnerinnen biegen sich die kleinen Ästchen und Halme im Wind. Sie trotzen nicht nur den Böen, sondern auch der sengenden Sonne. Kaum zu glauben, dass diese karge Buschlandschaft im Frühjahr von einem Blütenmeer überschwemmt wird. Von Juli bis September erleuchten die Wildblumenwiesen in verschiedensten Farben und inspirierenden Formen und Mustern. Jetzt hingegen schaue ich in eine grün-beige Fynbos-Landschaft, die sich am Horizont in eine wüstengleiche Dünenlandschaft ergießt. Am frühen Morgen waren wir kurz nach Sonnenaufgang von unseren Duinepos Chalets den Dawid Bester Trail entlanggewandert, der direkt in die riesigen Sandberge führt. Was wir heute sehen, ist morgen schon nicht mehr da. Formen und Farben bleiben Spiel der Natur. Der Wind weht die Dünen hin und her und zieht auch an unseren Kopfbedeckungen. Die Sonne wirft ihre Schatten nach Tageszeit und Lust und Laune. Immer wieder finde ich tote Panzer von kleinen Schildkröten. Muscheln im Sand deuten darauf hin, dass dieser …

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Wohin die Reise geht

So war das eigentlich alles nicht geplant. Ich schaue in das Päckchen von meiner Mutter, in das sie liebevoll Weihnachtsgebäck und Stollen gelegt hat. In einer Woche ist Advent und ich bin (wieder mal) nicht da – nicht am 1., nicht am 2., nicht am 3. Ich fliehe gen Süden. So richtig gen Süden – einmal über Afrika hinweg an die Spitze des Kontinents. Dem Weihnachtstrubel wird man dort auch nicht gänzlich entkommen. Das weiss ich aus meiner Erinnerung. Denn genau vor 14 Jahren war ich schon einmal am Kap – auch in der Vorweihnachtszeit. Es ist eine kleine Rückkehr in die Vergangenheit, die mich erwartet. Inzwischen hat sich dort sicherlich vieles verändert. Schließlich ist Kapstadt dieses Jahr auch Welt-Design-Hauptstadt und Woodstock, wo ich damals mein Praktikum machte, ein Kreativzentrum bzw. In-Viertel. Ich folge bei dieser Reise einer Einladung, sie war eigentlich wirklich nicht geplant. Dies ist auch der Grund dafür, dass ich jetzt so verstohlen in dieses Weihnachtspäckchen schaue. Und eigentlich wollte ich auch nur eine Woche verreisen. Aber da ich schon mal in der …

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Mitgebracht. Souvenirs aus Afrika

  Sommerzeit = Reisezeit. Rucksäcke und Koffer fliegen wieder rund um die Welt und kehren mit zahlreichen Souvenirs gefüllt in die Heimat zurück. Manche begeistern nur in dem Moment, in dem man sie erstanden hat, andere lassen uns noch Jahre später gern an die Reise zurückdenken. In meiner kleinen Fotoreihe „Mitgebracht“ stelle ich Euch sinnvolle und weniger sinnvolle Mitbringsel meiner Reisen vor. Einige sind schon weggetrunken, weggegessen oder einfach kaputt und schafften es somit nicht auf das Bild. Alle anderen findet ihr hier. Den Anfang meiner Souvenirreihe macht AFRIKA. Summer time = travel time. Backpacks and suitcases are flying around the world and return home filled with numerous souvenirs. Some only enthuse in the heat of the moment when you purchase them, others let us still reminisce about a trip years later. In my little photo series „Mitgebracht“, I introduce to you more or less meaningful souvenirs from my trips. Some are already drunk up, eaten up or merely broken, but you can find the ones that survived in the pictures here. My series of souvenirs starts with AFRICA. 1. Äthopischer Schal …