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Countdown T minus 30

Lange haben wir nichts mehr geschrieben. Das lag nicht daran, dass wir auf der faulen Haut lagen, nein, wir haben geackert wie die Wilden, dass die Finger und Köpfe abends so stark rauchten, dass sie einfach nicht mehr schreiben wollten. Viel ist passiert, viel hat sich bewegt. Wir haben jetzt diverse Scheine absolviert und der…

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Cartagena

Cartagena – wo Schönheit (k)eine Kunst ist

ENGLISH VERSION HERE Schwerfällig versucht meine Lunge den Sauerstoff aus der dicken Luft zu filtern. Mein Körper kämpft noch gegen die Schwüle an, während sich meine Sinne schon gänzlich auf die Perle des Nordens eingestellt haben. Cartagena ist Musik! Aus allen Häusern besonders in Getsemani tönt Musik.
 Einst der größte Sklavenumschlagplatz Amerikas, tummeln sich heute Touristenscharen in den kolonialen Gemäuern der wunderschönen kolumbianischen Stadt am Meer. Und da Cartagena de Indias nicht nur durch seine gut erhaltene und aufgemöbelte Kolonialarchitektur besticht, sondern auch durch seine atemberaubende Lage, bin ich nach drei Jahren wieder zurückgekehrt. Zunächst verbringe ich die kurze Zeit mit dem Auffrischen meiner Erinnerungen. Schon die Ankunft im Stadtteil Getsemani hält einige Überraschungen für mich bereit. Innerhalb drei Jahren hat sich hier nicht nur die Anzahl der umherschwirrenden Backpacker vervielfacht, sondern auch die gesamte Infrastruktur um Kneipen, Cafés und Hostels. Innerhalb der 11 km langen, gut erhaltenen Stadtmauer mischen sich Touristen mit den zahlreichen Besuchern aus der Kunst- und Literaturszene, die zum Hay Festival gekommen sind. Die Häuser sind meist zweistöckig, bunt, mit schönen …

Puriy goes on air…

Puriy goes on air – zumindest zwei unserer Geschichten. Wenn Du keine Lust hast, 199 Seiten zu lesen, dann lehne Dich zurück und lausche der Moderatorin und leidenschaftlichen Reisenden Susanne Rettig, wenn sie auf ihrer Sendung (K)östlich unterwegs aus unserem Buch „Puriysten auf Reisen – Berliner Weltsichten“ liest und Dich nach Afrika entführt. Wo? Auf  http://cba.fro.at/107479 über Malawi und Tansania und http://cba.fro.at/111033 über Somalia (Um die Sendung mit der dazu gehörigen Musik herunterladen zu können, braucht nur beim Schlosssymbol UNTERWEGS eingegeben zu werden.)

Kongo: Eine Geschichte

In zwei Momenten meines Lebens war ich dem Kongo schon ganz nah. Doch befand ich mich immer in den Staaten, die einen wesentlichen Einfluss über das Geschehen im Osten des Kongos haben. Das erste Mal feierte ich mit UN-Mitarbeitern am Kivu See auf ruandischer Seite Weihnachten. Der andere Moment war einige Monate später in Uganda, als ich mit meinem Wagen über das Ruwenzori Gebirge in den Semliki NP fuhr und in die schier unendliche Weite des grünen Kongos schaute. Natürlich habe ich in den letzten 15 Jahren schon einige Bücher über den Kongo und den Konflikt in den der Region der großen Seen gelesen, angefangen von Joseph Conrads „Heart of Darkness“ und zuletzt das Buch „Die Stunde der Rebellen: Begegnungen mit dem Kongo“ der belgischen Autorin Lieve Joris. Und nun liegen sie vor mir, Respekt einflößende 783 Seiten mit einem ausdrucksstarken Coverfoto. In den gut sechs Jahren Entstehungszeit des Buches führte der belgische Autor David van Reybrouck auf seinen zehn Reisen in den Kongo mehr als 500 Interviews. Dabei waren einfache Bürger ebenso unter seinen Gesprächspartnern …

Abgestempelt

Es ist nicht das erste Mal, dass ich Abschied nehme. Als ich vor fast zehn Jahren mein altes Reisedokument gegen ein frisches auf dem Bezirksamt Lichtenberg eintauschte, schmerzte es noch sehr. Hier entwertete ich das Dokument, das meine ersten ernsthaften Reiseaktivitäten belegte. Die größte Aufmerksamkeit in diesem Dokument zog damals noch mein einseitiges Visum für die USA auf sich. Mehrfach wurde ich auf Reisen von den afrikanischen und südamerikanischen Grenzposten gefragt, ob ich Amerikanerin sei. Nein, dieser Frage trauerte ich nicht mehr hinterher, aber ich konnte mir vor fast zehn Jahren schwer vorstellen, dass ich das neue, frische Dokument so schnell wieder ähnlich gut befüllen könnte, ohne den Anspruch einer Stempeltouristin erfüllen zu wollen. Denn darum geht es mir auf Reisen keineswegs. Blatt für Blatt füllte sich, die Ecken wetzten ab, die Seiten schmuddelten an, aufgesogen mit viel Schweiß, den ich auf meinen Reisen produzierte, übergebe ich ihn heute in die Hände des Amtsmitarbeiters. Auf dem Nachhauseweg blättere ich noch einmal durch die Seiten meines entwerteten Passes, bevor auch dieser im Nirvana meines Schranks verschwindet.    …

Eine kulinarische Reise nach Mexiko

ENGLISH VERSION HERE Mexikaner ist nicht gleich Mexikaner. Das ist uns klar, seit wir das erste Mal im Ta’Cabrón speisten. Hier stehen nicht nur die nullachtfünfzehn Burritos, Quesadillas und Tacos auf dem Speiseplan. Und sympathisch sind die Macher ohnehin, also Grund genug für ein Interview in unserer Rubrik die Welt in meinem Kiez. Interview mit Paco (Francisco Franco), 38. Er betreibt das Ta’Cabrón gemeinsam mit seinem Partner Joaquin, 38: Weshalb bist Du nach Berlin gezogen und wie lange lebst Du schon hier? Paco: Ich zog 2009 nach Berlin. Ich arbeitete aber auch in meiner Heimat bei einem deutschen Unternehmen, wo ich meine (deutsche) Frau kennenlernte. Ich kam häufiger nach Berlin, um Urlaub zu machen und ihre Familie zu besuchen. Zuerst zogen wir nach Charlottenburg. Doch das war gar nichts für mich. Kreuzberg passte mehr zu mir und so zog wir nach zwei Monaten um. Am Anfang wollte ich auf Grund der Sprache nur Kontakt zu Deutschen haben und hatte wenig Kontakt zur spanisch sprechenden Community. Das war echt hart, mir fehlte schon der Austausch aber …

Reiseführertest Amsterdam

Vom Fernreisenden mutieren wir immer häufiger zum Kurztripper. Und so reicht es auch einmal, „nur“ über die deutschen Grenzen zu schauen. Dieses Wochenende stand Amsterdam auf unserem Testplan. Kein neues Ziel für viele Deutsche. Jeder kann mitreden, jeder war schon dort. Wir zugegebenermaßen bisher nur ganz kurz – mal nachts, mal nur einen halben Tag. Da haben wir uns bisher wohl länger auf dem schönen Schiphol-Flughafen herumgetrieben, als im Herzen der Stadt. Dieses Mal eben gezielt – Amsterdam! Sicherlich eine Stadt, deren Vorzüge man im Frühling und Sommer noch mehr genießen könnte. Spielt sich das Leben doch an, auf und zwischen den kleinen, romantischen Grachten ab. Desto überraschter waren wir tatsächlich, als uns bereits Freitagabend Horden an U20jährigen fast überrannten. Wir sind uns von Berlin in den letzten Jahren wahrlich einiges gewöhnt, aber im überschaubaren Amsterdam verteilt sich leider der Sauf- und Rauchtourismus schlecht. Das ist aber nahezu das einzige Negativargument. Nahezu, weil da war noch etwas, dass nur denjenigen stört, der mit Auto anreist – Parkplätze bei einer Ankunft Freitagnacht! Wo Wasser ist, ist …

San Blas

San Blas Inseln – Mehr Meer geht nicht

Gedanken zu einer Reise ins Paradies, zu den San Blas Inseln in Panama… Zugegeben, ich habe schon viel Meer in meinem Leben gesehen. Blaues, türkisfarbenes, braunes, schwarzes – alle Nuancen kenne ich. Ich sitze gern am Strand und schaue in die Weite hinaus, dann packt mich die Sehnsucht. Aber der Traum von einer kleinen Coconut-Insel reizt mich nur für einen bis maximal drei Tage. Dann setzt bei mir der Strandkoller ein und der Inselkoller gleich mit. Ich brauche ein Hinterland zu dem Strand, an dem ich mich neben ein paar Bikinistunden noch austoben kann… Doch ist man einmal in Panamá, dann kommt man um Meer nicht herum. Fast alles ist „Strandstreifen“. Und wenn man einmal am immerwährenden Strandstreifen ist, dann sollte man auch nicht den Strand der Strände verpassen! So zum Beispiel die von den San Blas Inseln. Anreise nach San Blas Ciudad de Panamá – Flughafen Albrook. Die Schlange für die Maschinen der Air Panamá wird nicht kleiner. Erst werden die Daten inklusive Passagiergewicht (nein, nicht das des Gepäcks) akribisch handschriftlich aufgenommen, um dann in …

Gestrandet

Es ist Silvester 2010. Ich sitze in einem Starbucks im Zentrum Madrids. Widerwillig nippe ich an meinem Latte Soja aus der amerikanischen Kaffeekette. Den würde ich jetzt gern in einem Juan Valdez Café im Zentrum Bogotás trinken. Bogotá war mein  Ziel, aber Bogotá ist weit. Schuld ist der Schnee. Oder vielmehr eine schlecht gewählte Airline. Oder vielmehr meine Unvernunft, mein Gepäck bei einem Zwischenstopp mit ins Hotel zu nehmen. Schuld ist…  Es gibt viele Gründe, warum ich hier in Madrid festsitze. Ich starre hinaus in das Treiben der spanischen Metropole. Ich habe nichts gegen Land und Leute hier, aber jetzt, in diesem Moment, bin ich nur wütend und meine Wut richtet sich gegen alles, was ich sehe. Anspannung lag bereits am Abend des 27. Dezembers in der Luft, als ich erschöpft mit dem Zug von Leipzig nach Berlin reiste. Auf der  Reise von Leipzig hatte ich erfahren, dass dies der letzte Zug nach Berlin sein würde – aufgrund der Vereisungen. Ich war ein Glückskind! Beinah meinen Flug verpasst, aber eben nur beinah. Aber schon im …

Die Welt ist Musik. Mit puriy zum SEEED-Konzert in die Wuhlheide

Die Welt ist Musik. Oder Musik ist die Welt – zumindest tauchen wir mit Euch bei unserer neuen Aktion in die Musikwelt ab. Und wer uns kennt, weiss um unsere Vorliebe für die Rhythmen Lateinamerikas und unsere Heimat Berlin. Seeed vereint beides. Wenn Ihr also am 22. August noch nichts vorhabt und nicht auf Reisen seid, nehmen wir Euch gern mit auf unsere kleine musikalische Reise – zum ausverkauften SEEED-Konzert in Berlin. puriy verlost zweimal zwei Freikarten für die Berliner Band mit jamaikanischem Sound. Doch bevor es auf die Reise geht, musst Du uns diese Frage richtig beantworten: Auf welchem Kontinent außerhalb Europas begeisterte SEEED schon seine Fans? Was ist zu tun, wenn ich gewinnen möchte? Schreibe die richtige Antwort in das Kommentarfeld unter diesen Artikel! Oder werde unser Fan auf Facebook UND schicke uns eine Direktnachricht mit der richtigen Antwort oder poste uns die richtige Antwort auf die Pinnwand unter den Aufruf. Du kannst uns auch per twitter die richtige Antwort schreiben an @puriyunterwegsmit den Hashtags #Verlosung #Seeed¡Disfruta! Die Verlosung läuft bis zum 15. Mai. …