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Wie ich Kannibalen, Taliban und die stärksten Frauen der Welt überlebte

Mit dem Titel hat Christoph Zürcher schon mein vollstes Interesse eingefangen. Endlich mal wieder ein lesenswertes Buch über das Reisen. Hier erwartet den Leser nicht die tausendste austauschbare Backpackergeschichte, sondern ungewöhnliche Reiseerzählungen. Zürcher sucht Abenteuer ohne in alter Abenteurermanier seine Heldentaten als den „hottest shit“ zu verkaufen. Vielmehr verpackt er seine häufig erlebten Niederlagen auf seinen Abenteuerreisen mit einer gute Schippe Humor zu witzigen Geschichten. Das macht mir Zürcher sympathisch. Dabei ist Abenteuer ein weitgedehnter Begriff, der nicht immer nur an die Grenzen der Physis geht, sondern häufig auch mit psychischer Überwindung im Zusammenhang steht. Die beweist der leidenschaftliche Hundebesitzer, als er in China neben Katze und Kobra auch Hund probiert und zugeben muss, dass dieser vorzüglich schmeckt. Oder als er in den USA beim Burning Man in einer kollektiven Onanierparty  landet. Aber dass er auch wahre Abenteuer in Angriff nimmt, beweisen seine außergewöhnlichen Reiseziele Pakistan, Afghanistan, Iran und Dschibouti. Oder seine gescheiterte Erklimmung des Ama Dablam in Nepal, der alles andere als das Matterhorn ist. Auch die Teilnahme am Ultramarathon im brasilianischen Amazonasgebiet bringt …

puriy zu Gast bei Travel on Toast

puriy war in der vergangenen Woche gleich zweimal Gast bei Travel on Toast. Zum einen stellte ich meinen schönsten und wohl prägendsten Reisemoment vor. Hier erfahrt Ihr, was mich in den 90er Jahren so faszinierte, dass ich die Finger vom Reisen nicht mehr lassen konnte. Neben mir sind hier noch acht weitere deutschsprachige Reiseblogger (Ulrike, Monika, Claudia, Ingo, Patrick, Peter, Martina und Anja) dabei. In einem weiteren Gastbeitrag bei Travel on Toast stelle ich unsere Reihe ‚Die „Welt“ in meinem Kiez‘ vor. Wenn wir nicht reisen, leben wir nämlich auch die Kulturvielfalt. Und die findet man in Berlin und speziell in unserem Basislager in Friedrichshain zum Glück reichlich. In unserer neuen Serie geht es um die kulturelle Mischung in unserer Stadt, in unserem Kiez.Bisher mit dem Café. Macondo, Homemade und Louise Chérie Café… Mein Dank an Anja von Travel on Toast! Zum schönsten Reisemoment Zum Gastbeitrag

ReiseführerTest Kroatien

DUMONT Reise-Handbuch IM FOKUS Wer eine Reise nach Kroatien plant, ist mit dem Reiseführer von Dumont bestens bedient. Dieses Buch hat uns mit vielen wichtigen Hintergrundinformationen zu Eigenheiten, Besonderheiten und Auffälligkeiten, denen wir auf unserer Tour begegnet sind, versorgt: seien es die Feierfreudigkeit der Kroaten, die uns bis tief in die Nacht mit Folklore beschallt haben oder die Traumata der jüngeren Geschichte, die sich noch heute in der Gesellschaft wieder finden. Viele der Stationen, die wir besichtigt haben – von Varaždin über Zagreb, Karlovac, Zadar, Rijeka und Rovinji – sind exzellent beschrieben und bieten neben einem kurzen geschichtlichen Abriss die notwendigen Informationen zur Orientierung. Selbst Wetterphänomene wie die Borawinde, die uns entlang der Küstenstraße zwischen Zadar und Rijeka überrascht haben, werden auf einer der gut gestalteten, überblicksartigen Themenseiten kurz und knapp erklärt. Eigene Bewertungen des Autors, die im Buch hier und da eingestreut sind, haben sich in den meisten Fällen mit unseren Erfahrungen gedeckt. Eine Ausnahme war da das Thema Rauchverbot. Im Reiseführer wird von einem strengen Rauchverbot in Cafés gesprochen, aber wir waren in …

Schlafen am Airport: Holiday Inn Airport Düsseldorf

Wir waren zu früh da. Das macht nichts, das Zimmer ist dennoch bezugsfertig. Nein, was ich meine ist wir waren eine Woche zu früh dran, um das Highlight dieses Hotels nutzen zu können – den Sommergarten mit seinem Außenpool. Pünktlich zum ersten Mai wird dieser eröffnet. Dennoch konnten wir in der lauen Frühlingsnacht die erholsame Ruhe nach einem anstrengenden Business-Tag hier ausgezeichnet genießen. Um den Sommergarten herum sind alle Zimmer in einem einstöckigen Gebäude untergebracht. Die Zimmer sind außergewöhnlich geräumig und bieten die klassische Ausstattung von Vier-Sterne-Häusern. Ist das Bad nur mit Duschbad ausgestattet, findet man doch den Hinweis, weitere Artikel fürs Bad kostenlos bestellen zu können. Einziges Manko für Design- und Technikliebhaber: hier macht dieses Hotel Abstriche. Farblich findet man keine Akzente, wer Design liebt, ist hier falsch. Auch der Röhrenfernseher ist in Hotels dieses Klasse nicht mehr Standard.    Aber uns kam es auf einen geruhsamen Schlaf an und den findet man hier direkt in Airport- und Autobahnnähe wunderbar. Nicht zuletzt ist das Holiday Inn eine gute und günstige Alternative für diejenigen, die …

Damit auch Ihr auf den kolumbianischen Geschmack kommt… Verlosung

Heute gibt es etwas zu gewinnen. Yippie! Zum Welttag des Buches schenken Blogger Lesefreude. Auch puriy macht mit. Für meine treuen Blogleser ist es sicherlich kein Geheimnis mehr, ich bin verliebt – in Kolumbien. Gern möchte ich meine Euphorie ein bisschen mit Euch teilen und heute einmal nicht nur mit einer Geschichte. Salsa, Cumbias, Merengue, Vallenato – so klingt Kolumbien. Aber wie schmeckt Kolumbien? Und was gibt es hier zu entdecken? Wenn Ihr mehr über das Land erfahren wollt und womöglich bereits Eure nächste Reise nach Kolumbien plant, dann könnt Ihr bei uns einen Vorgeschmack bekommen. Erst diese Woche kam unsere Puriysten Ninette aus Kolumbien zurück und gibt hier Tipps zu kolumbianischen Orten abseits ausgetretener Pfade. Wir  verlosen zwei Sets mit – einem deutschsprachigen Lonely Planet Reiseführer Kolumbien und – einem Set JUNA-Nektare 4-Früchte-Auswahl (Guanábana, Lulo, Mango, Mora) Was ist zu tun, wenn ich gewinnen möchte? 1. Schreibe in das Kommentarfeld unter diesen Artikel, warum Du nach Kolumbien reisen möchtest! 2. Oder schreibe uns eine persönliche Nachricht an reisen@puriy.de, warum Du nach Kolumbien reisen möchtest oder über https://www.facebook.com/puriyunterwegs, 3. Du …

Auf den Spuren von Gabriel García Márquez am Boxi

ENGLISH VERSION HERE Die Welt in meinem Kiez kommt nicht ohne eine kolumbianische Empfehlung aus: Macondo – der Leseplatz am Boxi. Hier bin ich nun seit gut sieben Jahren treuer Stammgast. Hier träumte ich das erste Mal von Kolumbien, hier plante ich meine erste Reise in das südamerikanische Land, hier bastelten wir an unserem Buch und Blog, hier stille ich meinen Reisehunger nach jeder Rückkehr mit ein paar Arepas, Patacones und Empanadas. Das Macondo in meinerm Kiez ist alles andere als hundert Jahre Einsamkeit…   Fragen an den Café-Besitzer Jorge Rodriguez, 40: Was hat Dich nach Berlin gezogen und wie lange lebst Du schon hier? Meine Frau Julia habe ich in einem Hostel in Neuseeland kennengelernt. Wir sind dann gemeinsam durch Neuseeland gereist und in dem kleinen Ort Heastings beschlossen wir zusammenzubleiben. Ich wollte eigentlich nach Kolumbien zurück, aber sie wollte nicht. Also sind wir in ihrer Heimat, in Eisenach, gelandet, was für mich ein totaler Schock war. Ich komme aus der Großstadt Bogotá – aber in Eisenach ist einfach nach 15 Uhr alles tot. …

Meer sehen in Kolumbien – Abseits ausgetretener Pfade

Auf meiner allerersten Südamerikareise, die mich in den 90er Jahren nach Venezuela führte, habe ich mich in diesen Kontinent verliebt. Danach ließ mich diese Region nicht mehr los und es folgten noch viele weitere Reisen dorthin. Aber besonders in Kolumbien ergriff mich die Faszination vor allem wegen der vielfältigen Landschaft und Natur, aber auch aufgrund der offenen, lebensfrohen und herzlichen Menschen. Diese Erfahrung steht im harten Kontrast zu den Bildern, die noch immer in vielen deutschen Köpfen vorherrschen, wenn sie KOLUMBIEN hören. Ja, es gibt die Farc und auch Kokain – aber es gibt noch viel mehr. Und genau das MEHR zu entdecken ungetrübt der Medienbilder aus vergangenen Zeiten, das nehmen sich zunehmend auch deutsche Touristen vor. Gerade aufgrund dieser negativen Bilder beginnt Kolumbien erst in den letzten Jahren für den Tourismus interessant zu werden. Das Land hat viel zu bieten, dennoch sieht man die Reisenden an den immer gleichen Plätzen – in der Karibik wie Cartagena und Tayrona Parque, in den Großstädten wie Bogotá und Medellin und in den Kolonialstädten wie Popayan und Villa da …

Die „Welt“ in meinem Kiez

ENGLISH VERSION HERE Puriy ist unterwegs, viel unterwegs. Inzwischen fragen sich Familie und Freunde, wann wir überhaupt mal zu Hause sind. Ganz einfach – nie. Denn eigentlich ist die Welt bei uns zu Hause, direkt im Kiez. Somit sind wir auch dann immer unterwegs und schauen, was Menschen anderer Kulturen machen, wenn wir nicht reisen. Wir gehen zu Cumbia Digital-Partys, tanzen zu Salsa und Merengue, essen am liebsten Äthiopisch, treffen uns mit Freunden beim „Kolumbianer“, besuchen brasilianische und afrikanische Filmfestivals, etc. Kulturen in der eigenen Stadt zu entdecken, das ist das Motto unserer Folge, die Ihr ab sofort auf unserem Blog findet. Hier stellen wir Euch in kurzen Interviews Leute aus aller Welt vor, die in unserem Kiez etwas auf die Beine stellen und uns ihre Kultur erleben lassen. Den Auftakt machen die zwei wunderbaren Cafés Louise Chérie und Homemade – beides sind kleine Ruheoasen. In den nächsten Wochen und Monaten folgen weitere Interviews. Und hier und da wird auch einmal der Blick über die Spree nach Kreuzberg geworfen. Denn hin und wieder gehen wir …

Louise Chérie – Ein Hauch Frankreich in meinem Kiez

ENGLISH VERSION HERE Die Tricolore ist gehisst. Ganz klar, hier sind Franzosen eingezogen. Unweit des Boxhagener Platzes bereichert seit Juni 2012 das kleine Café Louise Chérie den Kiez und versprüht einen Hauch französisches Lebensgefühl. Zugegeben, wir haben das kleine Café erst kürzlich für uns entdeckt, seitdem verzaubert es uns aber mit seinen köstlichen Quiches und Tartes. Im Louise Chérie entstand übrigens bei einem Cappuccino à la Parisienne die Idee zu der Reihe „Die Welt in meinem Kiez“. Bei so viel Inspiration, die uns das Café gab, ist es doch Grund genug, hier mit der neuen Reihe zu starten. Et voilà!   Interview mit den Besitzern Carole Gautron, 43 und Eric Gautron, 39: Warum und wann seid Ihr nach Berlin gekommen? Carole: Eric, mein Bruder, ist letztes Jahr nach Berlin gekommen. Ich bin schon seit 2007 hier. Damals hatte ich Freunde in Berlin-Friedrichshain besucht und mich sofort in die Stadt verliebt. Zwei Wochen nach unserem Wochenendtrip haben wir eine Wohnung hier in Friedrichshain gefunden. Ich habe sofort all meine Sachen gepackt und bin mit meinem Freund …

Homemade – Make your own…

ENGLISH VERSION HERE Zu Ostern tauchte ein neues gemütliches Café auf der Simon-Dach-Straße auf, über das wir ziemlich froh sind. Mit dem Homemade zog endlich mal Kreativität und Individualität in die monotone Café- und Restaurantlandschaft auf der Touristenmeile ein, die wir uns loben. Alles ist selbstgemacht und (fast) alles kannst Du Dir auch selbst machen, nach dem Prinzp „make your own…“. Interview mit den Machern Dunja Zigic, 30 und Hüsseyin Boran, 32: Euren Laden gibt es erst seit zwei Wochen? Wie ist die Idee entstanden? Dunja: Hüsseiyn ist ein leidenschaftlicher Gourmet und ich ein großer Fan von einem gesunden Lebensstil. Wir sind beide der Überzeugung, dass ein gutes Leben mit einer richtigen Ernährung beginnt. Frische, gesunde und kreative Küche, die die Seele beglückt und den Körper belebt, das ist unsere Leidenschaft. Wir leben beide in Friedrichshain und wollten unserem Kiez und unseren Nachbarn hochwertiges Essen und eine ruhige Atmosphäre bieten. Welches ist Euer Lieblingsgericht und -getränk im Laden? Dunja: Unsere Lieblingsgerichte wechseln ständig, genau wie auch unser Angebot wöchentlich wechselt. Ich liebe unsere Salatkreationen am meisten, aber vor allem …