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Mongolei Reisetipps

Mongolei Reisetipps – Verloren in der Einsamkeit

Eigentlich sollte es mit der Transsibirischen Eisenbahn in die Mongolei gehen – ein Kindheitstraum. Etwas spät wird er erfüllt und zwar auch nur zu Teilen. Es geht mit dem günstig angepriesenen Direktflug nach Ulaanbaatar (einst sagte man noch Ulan Bator). Von hier starteten wir unsere 16tägige Tour erst in den Norden an den Khuvsgul See über Kharkorin und den Weißen See Richtung Gobi Wüste. Wir haben euch unsere Mongolei Reisetipps zusammengestellt, so dass ihr die Reise ggf. selbst nachreisen könnt. Dieses Asien ist anders. Und das mögen wir. Nie sah ich zuvor so große Pferde-, Kuh-, Schafs- und Ziegenherden. Schnell gewöhnten wir uns an das (aus touristischer Sicht) romantische Jurtenleben und die ungewöhnlich menschenleere Landschaft. Vor allem beeindruckte uns aber auch das (Über)leben in der größtenteils des Jahres herrschenden unwirtlichen Natur. Und der wiedererwachte, von der kommunistischen Herrschaftsriege lang unterdrückte, Buddhismus bereichert ebenso die zu bestaunende Kultur. Die Mongolei war – viel Fahrerei, aber auch Ruhe, Entspannung und eine ganze Portion Natur. Ein kleines Q&A zu unserer Mongolei Reise haben wir in einem weiteren Artikel …

Uruguay Reisetipps, Punta del Diablo

Uruguay Reisetipps – ein Hoch auf die Matetassen

ENGLISH VERSION HERE – „Uruguay – Let’s hear it for the mate cups!“ Irgendetwas mit GUAY sollte es sein. So machte ich einen Abstecher in das kleine südamerikanische Land, das von den Rucksacktouristen häufig auf dem Weg in den Süden links liegen gelassen wird. Ich hingegen verließ den Direktbus von Puerto Iguazu nach Buenos Aires an einem Abzweig bei Concordia und kam nach einer 26,5 stündigen Busfahrt im wohlklingenden Montevideo an. Meine Erfahrungen habe ich in meinen Artikel Uruguay Reisetipps für euch gesammelt. Ein Land bleibt mir meist so in Erinnerung, wie ich es bei meiner Einreise erlebe. Der erste Eindruck zählt. Wenn ich das auf Uruguay beziehe, dann wird die Erinnerung eher positiv sein. Uruguay schien es sehr gut mit mir zu meinen. Denn man wollte mir dieses Land sehr intensiv in einer ausdauernden Sightseeing-Tour nahe bringen. Das schien zumindest erklärtes Ziel von der Busgesellschaft Chadre zu sein. Denn die fast 600km legten wir in einer Bummelfahrt zurück. Von Beginn an zeichnete sich ab, dass wir mit viel Ruhe und Gelassenheit jedes Dorf, nein jede Hazienda anfahren. …

Oslo Reisetipps – Wenn der lange Winter endet

ENGLISH VERSION HERE – „When the long winter ends – springtime in Oslo“ Nach dem einstündigen und zehnminütigen Flug stehen wir nun in Rygge. Nicht so schlecht. Immerhin sind es hier ein paar Flecken Schnee weniger als in Berlin – und ein paar Grad wärmer auch. Verkehrte Welt! Es ist Ostern 2013 und wir entfliehen dem Dauer-Schneematschwetter gen Norden. Welcome to Norway! Welcome to Duty Free. Kaum einer, der den direktesten Weg zum Gepäckband oder Ausgang einschlägt. Stattdessen wimmelt es von Norwegern unserer Maschine im zollfreien Schlaraffenland. Was in Stockholm die Toiletten nach der Landung sind in Oslo die Duty Free Shops. Ich lobe mir den Pragmatismus, während bezahlbare Alkoholika und Süßwaren in die orangen Tüten rutschen. Nach einer Stunde durch das abendliche Niemandsland, das hier und da nur durch die Autobahnbeleuchtung in mein Blickfeld gerät, erreichen wir die Stadt am Fjord, Oslo. Überschaubar ist es hier und viel gebaut, bebaut, verbaut? Am Busbahnhof geht es zügig in das Taxi. The Thief? Noch nie gehört! Und auch Stranden sagt dem Norweger mit indischen Wurzeln nichts. Bei …

Urwaldgezwitscher – Eine Insel im Grünen

Mompox, Leticia, Villa de Leyva, San Agustin, Ushuaia, Tupiza, Fort Portal, Lushoto, Colonia del Sacramento, Pisco, Mirow, Copacabana, Nong Khai, Kharkhorin, Puerto Iguazú, Rheinsberg, Sinaia, Oberhof, Sighișoara, Liepāja, Jurmala, Neuruppin, Plau… Brainstorming. Meine Gedanken fließen, mein Kopf explodiert. Bilderkino. Kathedrale in Granada, bunte Dächer und Holzzäunchen in Mörön, Dekompressionskammer in Útila Town, Felskirchen in Lalibella, Flusstauchen in Bonito, mit besoffenen UNO-Mitarbeitern in Kibuye unterwegs… Viele Erlebnisse meiner Reisen finden sich in Krakelschrift im Notizblock niedergeschrieben. Zu lange her, zu wenig Zeit, sie in meinem Blog noch einmal zum Leben zu erwecken. Mir fehlen die Bilder, mir fehlt das Gefühl. Mir fehlen die Gerüche, die Klänge. Kleine Städte schrecken mich zum Leben und Wohnen ab, auf Reisen sind sie jedoch wunderbar. Im Urlaub will ich Klein. Je kleiner desto besser. Je kleiner desto erholsamer, je kleiner desto heimeliger, je kleiner, desto näher bin ich an der Natur. Und das schließlich zählt. Ich schaukle in der Hängematte auf meinem kleinen Balkon hin und her. Mein Blick starrt auf den Baum auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Aus diesem zwitschert es seit Stunden. …

The Thief in Oslo … Du hast unser Herz gestohlen.

ENGLISH VERSION HERE Wo sich einst im 18. Jahrhundert Diebe und Räuber in Oslo aufhielten, ist heute ein kleines Kunstparadies entstanden, inmitten dessen sich mit dem The Thief seit Januar 2013 das einzige Hotel befindet. Mit klarem Design wird hier das ästhetische Empfinden des Hotelgastes angesprochen. Das durchgestylte Interior des Designhotels lässt hier den Gast zur Ruhe kommen und den Blick über den Fjord genießen. Ob im Foyer, im Aufzug, im Restaurant in den Zimmern – Kunst ist überall. Nicht zuletzt auch durch die enge Partnerschaft mit dem Astrup Fearnley Museum nebenan gibt es einige Leihgaben aus der Sammlung, so findet man beispielsweise im Restaurantbereich einen Andy Warhol. Auf den Zimmern befinden sich weitere Kunstwerke und auch im Fahrstuhl fährt Kunst mit. Lage Die Lage des Hotels ist einzigartig, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auf dem modernen Tjuvholmen hat das The Thief eine Alleinstellung als Hotel. So kann man den traumhaften Blick über den Fjord direkt gegenüber der Festung wohl auch nur von diesem Hotel aus so genießen. Kanäle, moderne Gebäude, Bootsanleger und ganz …

Eiersuche am Holmenkollen – Ostern in Oslo

Zugegeben – Städte am Wasser haben es bei mir leicht. Ich bin ein Wassertyp. Und wie kann man schöner geweckt werden, als von Möwen am Morgen. Schnell den Vorhang auf und so sehe ich sie hinter der riesigen Panoramascheibe direkt über unserem Balkon kreisen. Die Sonne scheint heute noch kräftiger. Das The Thief Hotel hat uns schon durch seine Kooperation mit dem Astrup Fearnley-Museum auf den Geschmack gebracht. Hier hängen in den Fluren, im Restaurant und den Zimmern Kunstwerke aus der Astrup-Sammlung. Da die Füße vom Vortag noch schmerzen, ist es natürlich naheliegend, erst einmal den Tag auf dem Tjuvholmen zu starten und das benachbarte Astrup Fearnley-Museum zu besuchen. Ob Jeff Koons berühmte Skulptur „Michael Jackson and the Bubble“ oder der Totenkopf und die in Formaldehyd eingelegte Kuh mit Kind („Mutter und Kind, getrennt“ von Damien Hirst… in den beiden modernen Gebäuden, die vom Stararchitekten Renzo Piano entworfen wurden, sammeln sich viele interessante Kunstobjekte der Gegenwart, die teilweise provozieren – von indischen und japanischen Künstlern bis eben zu denen der genannten Berühmtheiten. Das Museum ist …

Zwischen den Schließzeiten – Ostern in Oslo

So sehr uns Oslo am ersten Abend begeistert, vor einer Herausforderung steht man dennoch. Drei Tage sind viel zu kurz, um die Stadt zu erkunden. Museum oder Skulpturenpark? Festung oder Holmenkollen? Schloss oder Shoppen in Grünerlokka? Inseln oder Uferzone des Tjuvholmen? Die Liste könnte endlos fortgeführt werden. Das herrliche Frühlingswetter tut sein übriges, uns nicht nur in die Museen der Stadt zu spülen. Nein, Oslo ist auch Natur und die wollen wir ebenso erkunden. Alles in drei Tagen. Oslo bedarf zudem einer guten Planung. Lass ich mich sonst eher treiben, sind wir hier ein wenig Getriebene der eingeschränkten Öffnungszeiten. 11 bis 16 Uhr – höchstens 17 Uhr heißt es hier häufig. Das wäre als Berlin verwöhnter Mensch bereits auch neben den hohen Preisen die einzige Kritik an dieser Stadt. Wenigstens tun einem hier aufgrund der Grö

Oslo am Osterwochenende – wenn der lange Winter endet

Ostern in Norwegen – klingt zugegebenermaßen nicht ganz reizvoll. Da muss man ja die Eier unterm Schnee frei kratzen. Als wir uns am Karfreitag aber aus dem verschneiten Berlin auf dem Weg in die norwegische Hauptstadt gemacht hatten, war uns bereits klar, wir fliegen der Sonne entgegen und diese verzauberte unsere Bäckchen zum Dank mit einer leichten Röte. In Oslo ist der Frühling angekommen, dies ließ uns auch die Rezeptionistin des The Thief-Hotels wissen. Spätestens bei unserem ersten Rundgang durch die Stadt war uns klar, was ein langer, kalter Winter bedeuten kann. Die Norweger scheinen hart im Nehmen zu sein und so saßen sie alle draußen in leichten Klamotten, um sich der Sonne bei trotz allem frischen Temperaturen zu erfreuen. Und was macht man sonst noch in einer Stadt, über die wir vor unserer Reise gesagt bekamen, dass sie über die Ostertage leergefegt sei? Die Aussage von visitOslo hat uns neugierig gemacht und unseren Ehrgeiz geweckt, die „leere“ Stadt mit Leben gefüllt zu sehen. Wo ist das Leben? Was macht der Reisende, wenn die Einwohner …

Gefangen auf der Diebesinsel – Ostern in Oslo

Über eine Stunde stehen wir nun schon in der Schlange. Aber bis wir durch den Sicherheitscheck kommen, dauert es noch immer ne Weile. Es ist Ostern! Yes, da wollen viele verreisen oder Urlaub machen. Oder woran liegt es, dass zur Peak-Reisezeit nur zwei Sicherheitsschleusen geöffnet haben und diese in bester Schluffigkeit bedient werden. Es ist eben Ostern. Wäre ich nicht mit Ryan Air unterwegs, wäre es mir egal. Aber Ryan Air war die Airline, die mich schon zweimal stehen lassen hatte, wegen meiner angeblichen Unpünktlichkeit. Da darf man doch mal nachfragen. Nach 1 h und 10 minütigem Flug stehen wir nun in Rygge. Nicht so schlecht. Immerhin sind es hier ein paar Flecken Schnee weniger als in Berlin – und ein paar Grad wärmer auch. Verkehrte Welt! Es ist Ostern 2013 und wir entfliehen dem Dauer Schneematschwetter gen Norden. Das hatten wir uns nicht träumen lassen, als wir im Februar nach unserem Kolumbientrip den Flug in den vermeintlichen Winter nach Oslo buchten. Die Idee haben aber wohl so viele andere auch gehabt, denn der Flieger …

Der andere Blick – Neues kolumbianisches Kino

Am 4. März startete die Kolumbianische Filmreihe „Der andere Blick – Neues kolumbianisches Kino“ im Babylon Kino Berlin mit dem Kurzfilm „Los Retratos“ und dem Spielfilm „Sofía y el Terco“. Schon der Auftaktabend am Montag traf auf großes Interesse beim Berliner Publikum. Der wunderbare Kurzfilm handelt von einer armen Rentnerin, die ihrem Mann anstatt ein Huhn zum Essen eine Polaroidkamera, die sie in einer Tombola gewonnen hat, mit nach Hause bringt. Sehnsucht spielt eine große Rolle in dem Eröffnungsfilm, in dem die Hauptdarstellerin Sofía von einer Reise ans Meer träumt. Doch ihr Ehemann sucht vor jeder Reise eine Ausrede, so dass Sofía schließlich die Sache selbst in die Hand nimmt und sich ihren Traum erfüllt. Wunderschöne Landschaftsbilder und eine gute Portion Humor vereinen sich in diesem Film. Wir sind gespannt auf Mehr. Schon am nächsten Montag geht es mit dem Film „Riverside“ weiter. Die Filmreihe läuft noch bis zum 15. April. Hier präsentiert sich Kolumbien einmal von der „anderen“ Seite bzw. soll sie den Außenblick auf das südamerikanische Land schärfen. So hat der Staat gerade …