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Galapagos Reisetipps – Eindrücke von der Inselwelt Galapagos

Galapagos

Albatros, Delfin, Tölpel, Kormoran, Fregattvogel – auf der M/V Santa Cruz dreht sich alles um Tiere. Und um einen gut getakteten Plan. Denn wo 90 Menschen auf engstem Raum fünf Tage verbringen, spielt Organisation eine große Rolle. Um einen Eindruck von der Inselwelt Galápagos zu bekommen, wählen die meisten Touristen eine Kreuzfahrt. Das klingt ein wenig altbacken und nach wenig Freiraum. Den hat man hier ohnehin nicht. Wege sind klar abgesteckt, denn schließlich bewegen wir uns auf einem streng geschützten Gebiet. Für die Landgänge ist es gut zu wissen, dass es maximal zwei Pfade pro unbewohnter Insel gibt, auf  denen die Touristen laufen dürfen. Es ist generell natürlich auch verboten, Gegenstände von der Insel mitzunehmen oder aber Tiere anzufassen.

Um die Einzigartigkeit der Fauna und Flora noch lange zu erhalten, ist die Anzahl der Touristen und Schiffe begrenzt. Und auch ein Schiff der Größe unserer M/V Santa Cruz muss eben koordinieren. Somit gehen nicht plötzlich beispielsweise Passagiere von zwei Schiffen zeitgleich auf Landgang und bringen die sensible und teilweise endemische Tierwelt außer Fugen.

Wir werden in unseren fünf Tagen selbst zu Albatrossen – wir Deutschen, die da eine eigene 8 Personen starke Gruppe bilden. US-Amerikaner, Israelis, Briten, Franzosen, Ecuadorianer etc. verteilen sich auf die anderen Gruppen namens Delfine, Tölpel, Kormorane, Fregattvögel. Und es kommt nicht von ungefähr, dass wir Deutschen fast immer die erste Gruppe sind, die auf Landgang geht. „Deutsche Tugend“, lacht mir unser Guide Marycarmen entgegen. „Wir wissen, Ihr seid pünktlich und werdet manchmal auch ungeduldig, wenn sich die anderen Gruppen verspäten, deshalb steht Ihr meistens auf Position 1 bei unseren Landgängen.“ Aha, damit sei das also auch geklärt. Tatsächlich gibt es am Bord der M/V Santa Cruz immer einen Aushang, der den Tagesplan erklärt und allabendliche Besprechungen bringen zudem Klarheit bezüglich des Ablaufs am kommenden Tag. Bei jedem der 2-3 Landgänge pro Tag muss man sich übrigens in einer Gruppenliste am Ausgang ein- und austragen, so besteht auch keine Chance, auszubüchsen.

Was kostete mich Galápagos?

Flug (mit LAN): 315 USD
Einwanderungsgebühr (INGALA Transitkontrollkarte): 10 USD (aktuell 20 USD)
Nationalgebühr: 100 USD
Kreuzfahrt: 2.600 USD (Achtung, am Ende bekommt man noch einmal einen Hinweis bzgl. Trinkgeld, und das liegt bei diesem Preis natürlich auch ein paar Hundert USD hoch, sollte man also dringend mit einplanen)

Der frühe Vogel – Anflug auf Galapagos

Wer nach Galápagos fliegt, für den zählt jeder Tag – dies müssen sich die Fluggesellschaften auch mal gedacht haben. Also heißt es auch für uns, der frühe Vogel fängt den Wurm, als wir um 5.10 Uhr in der Altstadt von Quito abgeholt werden. 15 Minuten später steigen wir am Hotel Hilton in Mariscal noch einmal in einen anderen Shuttle um, und dann geht es gemeinsam auf 45 minütige Fahrt zum Flughafen. Dort kommen Galápagos Passagiere zunächst in eine separate Zone (rechts halten). Es gilt an einem Schalter Consejo de Gobierno del Regimen Especial de Galápagos noch die Einwanderungsgebühr von 10 USD zu zahlen und dann geht es zum Check-In. Dazwischen wird noch der Rucksack auf verbotene Lebensmittelmitnahme kontrolliert. Nicht, dass man hier bei einer Schiffsreise allein eincheckt. Nein, gleich kümmert sich der Touranbieter wie bei uns Metropolitan Touring mit eigenem Personal und nimmt die Pässe an sich. Wir werden gemeinsam am separaten Schalter eingecheckt und dann folgt das normale Prozedere. Wir fliegen über Guayaquil – auf dem 45 minütigen Flug haben wir einen herrlichen Blick auf die schneebedeckten Andengipfel unter uns. In Guayaquil steigen weitere Passagiere zu und nach 45 Minuten heben wir wieder ab. 1,5 Stunden später landen wir auf dem Flughafen von Baltra. Nach unserer Landung müssen wir an der Passkontrolle gleich noch die Nationalparkgebühr von 100 USD begleichen. Dann geht es zum Gepäckband. Unser gesamtes Gepäck wird dort aufgestapelt. Wir Passagiere schauen mit ca. 5 Meter Abstand respektvoll hinüber, während die Hunde über Koffer und Rucksäcke schnüffeln und laufen. Erst als kein Hund auf Grund verbotener, eingeschleuster Früchte anschlägt, ist das Gepäck für uns freigegeben. Und die Uhren müssen auch noch eine Stunde zurückgedreht werden. Dann geht es zu den Bussen, die uns zum Hafen bringen.

Stationen unserer Tour: Baltra – Las Bachas  (Insel Santa Cruz) – Buccaneer Cove (Insel Santiago) – Puerto Egas (Insel Santiago) – Red Beach  (Insel Rábida) – Insel Bartolomé – Prince Phillip Steps  (Genovesa) – Darwin Bay (Genovesa) – Puerto Baquerizo Moreno (San Cristóbal)

(Dieser Beitrag wird noch erweitert.)

M/V Santa Cruz im Schnellüberblick

Die M/V Santa Cruz wurde 1979 gebaut und fährt seitdem nur im Galápagos Archipel. Sie verfügt über vier Decks (Sonnendeck, Schiffsdeck, Oberes Deck, Hauptdeck), auf denen sich 46 Zimmer für 90 Personen verteilen.
Neben den Standard-Kabinen auf dem Oberen- und dem Hauptdeck befinden sich auf dem Schiffsdeck 2 Master-Suiten mit Doppelbetten und privatem Balkon, 2 Junior-Suiten mit 2 separaten Betten, 4 Superior-Kabinen mit Doppelbetten oder zwei Einzelbetten.

Besonderheiten

  • Auf See kann man schnell seekrank werden. Um dem vorzubeugen, steht an der Kaffeestation nicht nur Kaffee, Tee, Milch und Zucker bereit, sondern auch eine Dose mit Reisetabletten.
  • Überall ist purifiziertes Wasser auf dem Schiff im Einsatz. Man erhält am ersten Tag eine Wasserflasche aus Plastik, die wir dann immer wieder an Wasserspendern auffüllen.
  • Auf dem Sonnendeck befindet sich ein Jacuzzi. Leider habe ich ihn nie selbst getestet, da wir durch die vielen Landgänge wenig an Bord waren und abends war der Jacuzzi immer gut besucht.
  • Dreimal täglich gibt es Zimmerservice. Abends bringt dieser sogar einen Betthupferl.
  • Wer auf Galápagos ist, möchte am liebsten tauchen. Doch dafür muss man am Bord eines expliziten Tauchschiffs sein. Beachte, dass Galápagos nur etwas für Fortgeschrittene ist – auf Grund der Strömung kann man schnell abdriften, was ich schon beim Schnorcheln bemerkt habe. An Bord der „normalen“ Kreuzfahrtschiffe befindet sich aber meist Schnorchelausrüstung für die täglichen Schnorchelausflüge. Das Wetsuite, das sich besonders in der kälteren Jahreszeit (deutscher Herbst) empfiehlt, kostet 16 USD extra.
  • An Bord gibt es natürlich auch eine Eiswürfelmaschine (wofür auch immer, mir war es chronisch zu kalt, da wollte ich er Tee trinken) und einen Wäschetrockner.
  • Die M/V Santa Cruz verfügt über eine kleine Bibliothek. Wer also abends nicht zu müde ist, kann sich hier noch einmal einlesen und zwei PCs stehen dort auch.
  • Es soll manchmal auch Wifi geben, aber davon haben wir nie etwas mitbekommen. Hinter vorgehaltener Hand wurde uns gesagt, es gibt zwar Wifi, aber eher für die Crew. Aber wer will auch schon ständig auf den Bildschirm schauen, wenn man vor sich das Paradies liegen hat?
  • Und ein Arzt ist auch an Bord.

Zimmerausstattung

Hier kommt man nicht weg! Das mag wohl auch der Grund dafür sein, dass man auf der M/V Santa Cruz auf Zimmerkarten oder -schlüssel verzichtet. Doch was verbirgt sich hinter der Tür einer „normalen“ Kajüte, wie wir sie bewohnt haben?

  • zwei getrennte Betten (außer in der Suite, sind hier alle Kajüten mit getrennten Betten ausgestattet)
  • unter den Betten jeweils ein Aufbewahrungskasten
  • Schrank mit Kleiderstangen und Safe
  • Schreibtisch mit Stuhl und Logitech-Box für Mobilgeräte
  • zwei Steckdosen (110 V amerikanisch und europäisch)
  • Klimaanlage
  • Telefon
  • zwei Nachttischlampen und eine Schreibtischlampe
    Bad:
  • Dusche mit ökologisch abbaubarem Shampoo, Conditioner und Duschgel
  • Waschbecken
  • Toilette
  • zwei Handtuchhalter und Kleiderhaken
  • Fön
  • Spiegel
  • Kleenex-Tücher
  • Handtücher (blau) und Strandtücher (grün)

Wir landen auf der kleinen Insel Baltra, die sich mit dem größten Flughafen des Archipells und einer touristischen Infrastruktur im Zentrum der Inselwelt befindet. Nach der Ankunft auf Baltra gehen wir an Bord der M/V Santa Cruz. Auf dem Sonnendeck gibt es noch eine Sicherheitsübung, bevor wir nach einer 20 minütigen Fahrt im Norden der Insel Santa Cruz ankern. Eine erste Nasslandung steht uns am Playa Las Bachas bevor. Hier waren einst amerikanische Flugzeugträger stationiert, die als Namensgeber für dieses Strandstück herhalten mussten. Reste einer Mole findet man noch auf der Insel. Die Lagunen werden durch eine kleine Anhöhe vom Strandstreifen getrennt, in der die Meeresschildkröten nisten. Gleich hinter dem weißen Strandstreifen befinden sich Lagunen, die den Flamingos eine gute Nahrungsgrundlage bieten.

Mehr zu Baltra und Santa Cruz:

Über Nacht haben wir die Insel Santiago (oder auch James genannt) in einer 5,5 stündigen Fahrt erreicht. Die Steilküste Buccaneer Cove bietet uns das perfekte Setting für den ersten Schnorchelgang. Bei einer Wassertemperatur von ca. 19 Grad steigen wir ins Wasser, das zu dieser Jahreszeit der Humboldtstrom kühlt. Korallen gibt es hier keine. Dennoch sehen wir bunte Fischschwärme von Soldaten-, Papagei- und Falterfischen an uns vorbeiziehen, die Farbe in die Unterwasserwelt bringen.

Nach der Mittagspause am Bord der M/V Santa Cruz booten wir mit dem Ziel Puerto Egas aus. Dort machen wir eine Nasslandung im schwarzen Sand. Erst schwimmen wir, bevor wir ca. 1 km durch vulkanische Tuffsteinlandschaft laufen, um den Lebensraum von Leguanen, Seelöwen, Ohrenrobben, Seebären und Pelzrobben zu erkunden. Nur Schildkröten sehen wir nicht.

Mehr zur Insel Santiago:

Die rote Farbe der Insel Rábida sticht morgens gleich ins Auge. Das vulkanische Material enthält hier besonders viel Eisen, das der Insel die leuchtende Farbe verleiht. Palosanto bäume schmücken die Landschaft und schenken ihr mit den Kakteen zusammen durch das leichte Blattwerk grüne Farbe. Wieder schnorcheln wir, doch die Strömung ist hier ziemlich intensiv.
Am Nachmittag steuern wir Bartolomé an, dort wollen auf die 114 m hohe Erhebung hinaufwandern. Hölzerne Treppenstufen sollen den Aufstieg erleichtern. Einmal oben angekommen, hat man tatsächlich mit der Felsnadel ein Bilderbuchmotiv vor sich, das auch häufig für Magazine und Reiseführer genutzt wird.

Mit einem weiteren Highlight schließen wir den Tag ab. An uns flitzen immer wieder Pinguine vorbei, die sich vom Felsen in das Wasser plumpsen und dann blitzschnell an unserer Panga vorbeischwimmen. Ca. 1500 Pinguine soll es auf Galápagos insgesamt geben, 30 davon leben hier.

Mehr zur Insel Rábida und Bartolomé:

Am 4. Tag wachen wir im Vulkankegel auf. Über Nacht haben wir den Äquator passiert und befinden uns nun auf der Nordhalbkugel. Um uns herum erhebt sich eine Steilküste, die wir hinaufsteigen. Da die Besucherzahl aufgrund strikter Regeln noch stärker beschränkt ist, als ohnehin schon auf den Galapagosinseln, darf die fast 90 köpfige Besatzung unseres Schiffes nur etappenweise die Insel betreten. Wir legen an den Prince Phillip Steps an, wo wir Boot mit Stufen tauschen. Ein kurzer Anstieg ist zu passieren, dann sind wir auf dem Kraterrand, der voller Balsamo-Bäumen und Nestern von Nazcatölpeln gesät ist. Der 1 km lange, ausgeschilderte Weg führt einmal durch diese grau-braune Szenerie bis wir die raue Lavaküste zum offenen Meer erreichen. Hier wimmelt es in der Luft vor Vögeln.

Unser letzter Schnorchelgang inmitten des Vulkankegels verspricht uns sogar den Blick auf Hammerhaie. Die Strömung ist stark und der Kampf gegen diese enorm, so dass ich nicht lange durchhalte. Aber einen Riffhai sehe ich weit unter mir ruhen.
Am Abend verabschieden wir uns zwischen vielen Seelöwen am Darwin Beach mit einem großartigen Sonnenuntergang von Galápagos. Nach Genovesa kommt man als Tourist aufgrund der Lage nur mit einem Kreuzfahrtschiff.

Mehr zu Genovesa:

Unsere Tour endet in der Hauptstadt der Galápagos Provinz, wo wir in einen Bus umsteigen. Dieser bringt uns 20 km in den Südosten der Insel San Cristobal, wo sich die Forschungs- und Aufzuchtstation für Riesenschildkröten Galapaguera am Fuße des Cerro Colorado befindet. Sie ist eine von drei solcher Zentren auf Galápagos. Dass es in der Aufzuchtstation nicht nur Schildkröten gibt, versteht sich von selbst. Auch endemische Pflanzen sind zu bewundern. 89 Schildkröten leben hier. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs (2014) wurden 13 Eier ausgebrütet. Ca. fünf Jahre bleiben die Schildkröten maximal hier, bevor sie in den natürlichen Lebensraum entlassen werden. Nachdem wir uns anfänglich über jede einzelne Schildkröte freuten, kommen uns am Ende unseres Rundgangs gleich ein Dutzend schmatzender Schildkröten entgegen.

Vor unserem Rückflug am frühen Nachmittag, spazieren wir noch etwas durch die Straßen von Puerto Baquerizo Moreno. Die Avenida Charles Darwin ziert eine gut gemachte, neue Promenade. Natürlich reihen sich hier auch Souvenirläden, Tauchschulen, Restaurants und Hostels aneinander. Dennoch ist das kein typischer Backpacker-Ort, wenngleich man von hier individuell und etwas günstiger in sein Galápagos-Abenteuer starten kann, in dem man sich einen Flug hierher bucht, ein Hostelzimmer nimmt und dann Tagestouren unternimmt. Schließlich leben im Gewässer um San Cristóbal Delfine, Haie und Rochen – und auf der Insel selbst neben den Riesenschildkröten auch zahlreiche Seelöwen, Blau- und Rotfußtölpel und Leguane. Wer keine Kreuzfahrt buchen will, für den ist das ein idealer Ausgangspunkt seiner Galápagos-Aktivitäten.

Essen:
Mary`s Cakes & Coffee

In der Calle José de Villamil befinden sich mehrere Cafés und Restaurants. Hier haben wir noch unser letztes Lunch auf Galapgos im Mary`s Cakes & Coffee gehabt.

Empfehlenswert:

  • Besuch der Forschungs- und Aufzuchtstation für Riesenschildkröten Galapaguera
  • Wandern (ca. 3,5 Stunden) zur Laguna El Junco, dem größten Süßwassersee des Galápagos- Archipels

Praktisches Wissen zu den Galápagos Inseln

Fläche: Landfläche von ca. 7.880 km²

Einwohnerzahl: ca. 19.000 Einwohner

Zeitzone: Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Galápagosinseln beträgt 7 Stunden (Winterzeit). Das ist eine Stunde mehr als zu Festland Ecuador.

Wetter: Grundsätzlich kann man die Galápagos Inseln ganzjährig bereisen. Von Juni bis November ist es etwas kühler. Der leichte Nieselregen Garua kommt häufiger vor und es ist stärker bewölkt. Nachts können die Temperaturen unter 15° C fallen. Von Dezember bis Mai ist es wärmer und sonniger, dennoch fallen dann die Regenschauer heftiger aus.

Flughafen bzw. Anreise: Es gibt zwei Flughäfen, die vom ecuadorianischen Festland angeflogen werden: Insel Baltra, die nördlich von Santa Cruz liegt, und Puerto Baquerizo Moreno auf der Insel San Cristóbal. Diese werden von Guayaquil und Quito angeflogen.

Geld: Die Währung auf den Galápagos Inseln ist wie in Ecuador auch der US-Dollar. Bankautomaten und Banken gibt es in Puerto Ayora (Santa Cruz) und Puerto Baquerizo Moreno (San Cristóbal).

Galápagos günstig

Wer zeitlich flexibel ist, sollte vor Ort sich nach Touren umschauen. Ein Mitpassagier hat beispielsweise bei einem Touranbieter in Quito einen Restplatz auf der M/V Santa Cruz für 900 USD in der günstigsten Zimmerkategorie (shared room) ergattert, nachdem er mehrere Tage verschiedene Touranbieter abgeklappert hatte. Außerdem muss es nicht unbedingt eine Kreuzfahrt sein. Klar spart man hier Zeit, da man nachts unterwegs ist und somit immer woanders aufwacht und wird rundum versorgt, doch sollte man auch in Erwägung ziehen, sich nur ein Flugticket von Quito oder Guayaquil zu besorgen und dann in einem der Hauptorte Puerto Ayora (Santa Cruz), Villamil (Isabela) oder Puerto Baquerizo Moreno (San Cristóbal) seine Basis aufzuschlagen. Die Inseln werden mit Wassertaxen verbunden. Diese kosten ungefähr 30 USD pro Person und dauern ca. zwei bis vier Stunden. Doch will man die Fauna der Inseln im vollen Umfang genießen, wird man nicht an vor Ort gebuchte Tagestouren vorbeikommen. Denn die Galápagos Inseln sind in drei Zonen eingeteilt: Die komplett geschützte Zonen sind nur wissenschaftlichen“ Besuchern vorenthalten und Naturschutz-Zonen dürfen nur mit einem staatlichen Reiseführer des Nationalparks besucht werden. Nur die öffentlichen Zonen auf den bewohnten Inseln von Baltra (Seymour Sur), Floreana (Santa Maria), San Cristóbal und Isabela kannst Du ohne Touren individuell besuchen.

Was man dabei haben sollte

Jeder packt seine sieben Sachen individuell, daher bin ich kein Freund von Packlisten. Dennoch ein paar Tipps, was man neben der Technik (Kamera und Fernglas) noch mit dabei haben sollte:

Jeder denkt, auf Galápagos ist es warm. Ist es häufig auch, aber das hängt von der Wetterlage und der Jahreszeit ab. Wir waren im grizzeligen September dort und da war es meist etwas frischer und der Himmel bedeckt. In der Zeit vom August bis Oktober kommt man häufiger in den Genuss vom Garua (Nieselregen). Daher lieber mal Longsleeve und Regenjacke mit zu den Shorts und T-Shirts packen. Bei mir hat sich das Zwiebelprinzip auf den Landgängen gut bewährt. Denn wenn die Sonne dann mal raus kam, dann war sie gnadenlos. Sonnencreme, Sonnenbrille und Hut bzw. Tuch nicht vergessen und für die Landgänge bieten sich Trekking- oder Turnschuhe an. Zusätzlich sollte man für nasse Landungen auch Flip Flops dabei haben. Außerdem bieten sich für die Schnorchel- und Strandausflüge natürlich Badesachen an.

Galápagos Handgriff – in 3 Schritten Bootswechsel

In drei Schritten auf’s Boot – das ist auf Galápagos eine Regel. Wo manch eine Strömung uns schnell wegtragen würde, muss jeder Handgriff beim Borden sitzen. Daher ist das oberste Gebot, nur mit zwei freien Händen zwischen unserem Schiff M/V Santa Cruz und Panga (dem Beiboot) zu wechseln und das immer in drei Schritten.

Gereist: Madlen und Lars im September 2014. 

Unser Galápagos-Aufenthalt auf dem Schiff Santa Cruz, das durch Windrose und Studiosus im Deutschland gebucht werden kann, wurde von Metropolitan Touring unterstützt.

4 Kommentare

  1. Wir waren noch nie auf Galapagos, hatten die Inseln eigentlich absichtlich ausgelassen, weil es uns sehr teuer vorkam. Deine Beschreibung der Kreuzfahrt hört sich für mich jetzt nicht super begeistert an. Meinst Du, eine Reise auf die Galapagos lohnt sich wirklich für eine Familie mit 2 Kindern ?

    • Liebe Martina, ich hatte bei meiner ersten Reise nach Ecuador Galápagos auch bewusst ausgelassen, weil mir die Kosten zu hoch waren. Ich war bei dieser Reise sehr von der Fauna begeistert, vor allem von der Unterwasserwelt. Zugegeben landschaftlich ist die Inselwelt doch sehr karg – vielleicht hat man daher nicht aus jedem Satz meine Begeisterung herauslesen können. Auf dem Kreuzfahrtschiff waren nahezu 90 Passagiere, drunter befanden sich neben älteren Paaren auch hauptsächlich Familien. Diese kamen vornehmlich aus den USA und Südamerika. Ich hatte das Gefühl, die Kinder haben sich sehr wohl gefühlt und die täglichen Ausflüge sehr genossen. Es kommt natürlich auch immer auf das Alter an, denn die 5 Tage waren – auch wenn das komisch klingt – sehr abwechslungsreich und „stressig“. Man kommt in der kurzen Zeit gar nicht zu so etwas wie einem Schiffskoller 😉 Wenn man die Kosten außer Acht lässt bzw. bereit ist, diese zu zahlen, sind die Galápagos-Inseln ein einmaliges Erlebnis, das man wohl nie vergessen wird. Günstiger ist es natürlich, wenn man sich einen Ort auf einer bewohnten Insel sucht und von dort aus in Tagestouren die Inselwelt entdeckt. LG, Madlen

  2. Die Tierbilder sehen einfach toll aus. Vor allem dieser flauschige weiße Vogel und der brüllende/gähnende Seelöwe. Je mehr ich lese von Galapagos um so unsicherer bin ich mir, ob lieber Kreuzfahrt oder lieber Inselhopping. Hattet Ihr mit Seekrankheit zu tun?
    Liebe Grüße, Tabitha

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