Alle Artikel in: Allgemein

Zypern Aphrodite Felsen

Zypern – auf der Suche nach der Liebe

Wir unterqueren die Bundesstraße durch eine schmale Unterführung. Das grelle, einfallende Licht blendet mich und lässt mich leicht torkelnd den menschlichen Schatten folgen. Dann trete ich hinaus: vor mir liegt das aufgewühlte Meer. Ein Baum mit weißen Schleifen, die aus Tempotaschentücher geformt sind, biegt seine Äste in den starken Windböen, die auch mein Haar zerzausen. Ein paar Touristen haben sich eingefunden in der malerischen Bucht, in der drei gigantische Kalksteinbrocken aus dem Meer ragen, als wollen sie Erde und Himmel miteinander vereinen. Am Aphrodite Felsen Der rhythmische Wellenschlag pocht wie ein Herz. Ich laufe den steinigen Strandstreifen nach rechts – aus Steinen geformte Herzen zieren den Boden. Wäre es nicht so kalt, würde ich mich in die Wellen schmeißen. Vielleicht würde ich den Worten von Evkavi folgen, und gar dreimal um den Felsen schwimmen, um ewige Jugend zu erlangen. Doch ich bin zu spät, einen Tag um genau zu sein, um diesen Aberglaube in einer dazu erforderlichen Vollmondnacht auf seine Realitätsnähe zu testen. Denn den Rahmen bietet eine Vollmondnacht und die habe ich nun glatt …

Icelandair

Der Weg nach Nordamerika führt über Island mit Icelandair

Zwischen Europa und Nordamerika liegt der Atlantik! Nicht nur. Wenn es um einen Transatlantikflug geht, schon einmal an Island gedacht? Die Insel liegt ja schließlich im Atlantik, und noch besser, auf halbem Weg zwischen Europa und Nordamerika. Bei einer Reise nach Nordamerika habe ich bisher weder Island noch Icelandair in Betracht gezogen. Dabei ist diese Fluglinie durchaus konkurrenzfähig mit Direktflügen. Denn durch sehr kurze Umsteigezeiten (meine betrug auf dem Rückweg gerade einmal 40 Minuten), die man eher als kurzes „Beine vertreten“ verstehen kann, ist man in ca. 12 Stunden 9 Zeitzonen westlich. In Seattle zum Beispiel. Toll ist zudem die Möglichkeit auf einen bis zu siebentägigen Stopover in Island, ohne Aufpreis. Alles, was man selbst mitbringen muss, ist das extra Stück Zeit. Diese sollte man aber möglichst auf jeden Fall nutzen, und seien es auch nur 2-3 Tage, um einen ersten Eindruck von der Vulkaninsel im hohen Norden zu bekommen. Vielleicht ist man dann ja Wiederholungstäter und kommt zurück. Streckennetz Das Streckennetz von Icelandair besteht aktuell aus 42 Zielen. Dabei hebt die isländische Airline auch von …

Nuegambi use be noniki – Willkommen

Langsam wird es grauer im schillernden Farbenspiel von Kuna Yala. Die Regenzeit hat begonnen und mehr und mehr Wolken verhängen das sonst so strahlende Blau. Eigentlich wollen wir nur kurz einen Blick auf die eher traditionellen Islas Robeson werfen, doch die einzigartige Atmosphäre dieser Inseln schlägt uns gleich in ihren Bann.

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Madagaskar

Im Süden wartet die Wüste – Madagaskar am Wegesrand

Wir sind eine halbe Stunde unterwegs, als Lantu unsere Autotüren arretiert. Am Horizont inmitten der trockenen Grasbüschellandschaft zeichnet sich eine Stadt ab. Ilakaka – die Stadt, die um die Jahrtausendwende einen Saphirboom erlebte und von einer Siedlung zu einer mittelgroßen Stadt anschwoll. Und noch heute sammeln sich hier im verfluchten Tal der Saphire im Flusstal des Illaka die Menschen, die das Glück in den Edelsteinen suchen, die zu den besten der Welt gehören sollen. Reich geworden ist kaum einer der Gräber. Sri Lankesen, Inder, Thais – Ankäufer aus dem Ausland kamen schnell, um den Kuchen aufzuteilen. Bossis nennt man sie hier. „Gems“ zeigt jedes zweite Haus von Ilakaka an. Es ist immer ein Steinhaus mit diesem Schild. Dazwischen finden sich ärmliche Holzverschläge, der Rest wird hier gehandelt. Lantu fährt langsam durch den Ort. Durch die Scheibe hat die Welt da draußen die Wirkung einer Doku im Fernseher. Gefühle sind weggedimmt, weil man die Atmosphäre nicht spürt, weil man den Schweiß nicht sieht, weil man das Hecheln nicht hört in der glühenden Sonne. Dann zeigt er nach …

Bhutan

Bhutan – Eine Wanderung zum Tiger’s Nest

Der Abstieg ist immer einfacher als der Aufstieg. Und dem einen fällt es leichter als dem anderen. Tobgay jedenfalls überrascht mich. Mit Dribbelschritten meistert er den steilen Abhang, der uns durch das wilde Dickicht wieder zurück auf den ausgewiesenen Wanderweg führt. Leichtfüßig sieht das bei ihm aus – ich hingegen brauche meinen Wanderstock, den ich mir zu Beginn unseres gut vierstündigen Fußmarsches im Paro-Tal von einem einheimischen Händler gekauft habe, um den steilen Weg hinauf zum „Tiger’s Nest“ zu meistern. Der Muskelkater plagt mich schon jetzt, ein richtiger „Drachen“ ist das. Mensch, ich war auch schon mal fitter, denke ich mir. In Gedanken bin ich beim Blick hinab schon bei der nächsten Knie-OP, als Tobgay mir von unten zuruft, ich solle meine Beine einfach ihr Spiel spielen lassen und mir nicht allzu viele Gedanken machen. Ich befolge den Rat unseres Guides und siehe da, das Herz in die Hand genommen – und schon habe auch ich es geschafft. „Das war eine Abkürzung“, sagt Tobay und grinst. „Das war nicht ungefährlich“, denke ich mir. Und grinse …

Seattle Waterfront

Seattle zu Fuß – unterwegs in der entspannten US-Metropole

Grüner Ringelpullover, Softwarenerds von Microsoft, Boeing & der schlafende Mount Rainier – zugegeben das waren die einzigen Bilder, die ich bis vor kurzem mit Seattle verband. Eigentlich wollte ich auch nach Anchorage oder Vancouver fliegen. Doch dann blieb ich bei Seattle hängen. Ausgerechnet bei der Stadt des Regens wie alle bekundeten. Erst nach der Buchung begann ich ein wenig zu recherchieren, um mein „grungiges“ Bild von Kurt Cobain und Bergketten loszuwerden. Vielleicht auch die vom Regen. Gallerie-Szene am Pioneer Square Als ich kurz nach 18 Uhr in Seattle lande, kann ich mich als erstes meines Wintermantels und meiner Thermoklamotten, die ich noch von meinem Aufenthalt in Island dabei hatte, entledigen. Es sind 25 Grad und jeder ist sommerlich gekleidet. Kurz nachdem ich in einem Hotel am Pioneer Square eingecheckt habe, zieht es mich in die abendliche Frühlingsluft, und so spaziere ich von der 2. Ave zum Pioneer Square hinunter und dann zum Occidental Park. Häuser im viktorianisch-italienischen Backsteinstil prägen den Teil der Stadt, der quasi als Geburtsort gilt und einem großen Brand 1889 zum Opfer fiel. Im von Bäumen …

Nationalpark Ranomafana

Nationalpark Ranomafana und ein Slip voller Blutegel

Wir sind nicht lang auf dem Vatoharanana Treck im Sekundärwald des Nationalpark Ranomafana unterwegs, da meint Dauphin, sein Freund hätte weiter oben im Wald eine Gruppe Lemure entdeckt. Es klingt recht zufällig, was unsere Spannung steigert. Wir nehmen die Abkürzung, um schnell da zu sein. Und tatsächlich arbeiten wir uns durch das Geäst vor und entdecken bald darauf die angekündigten Goldenen Bambuslemure. Das ist nicht unbedingt üblich, bedenkt man, dass es sich dabei um eine Säugetierart handelt, die eine amerikanische und deutsche Forscherin erst in den 90er Jahren hier entdeckten und die Anlass zur Gründung des 416 km großen Nationalpark Ranomafana waren. Der Park erstreckt sich heute von der Ostküste bis hinauf auf 1.417 m und schützt den Bergregenwald. Nationalpark Ranomafana und ein Paradies für Lemure Drei junge madagassische Wissenschaftler stehen mit ihren Notizheften neben uns. Sie beobachten die Bewegungsabläufe dieser Lemure. Kaum sind wir wieder zurück auf dem gut ausgebauten Wanderweg, da bewegen sich über uns Red fronted Brown Lemure. Während ich fasziniert fotografiere, erblickt meine Schwester einen riesigen Blutfleck an meiner Wade und …

Barco Curioso

Inselhopping im Paradies. Mal schaukeln wir allein von unserer ganz privaten Robinsoninsel, mal gemeinsam mit alten und neuen Bekannten an einem der Treffpunkte. Täglich gehen wir schnorcheln und bewundern die Vielfalt der Unterwasserwelt. Bestaunen Korallen, Haie, Rochen, Schildkröten und die vielen bunten Rifffische. Ein Abwechslung bietet ein Ausflug den Rio Diablo hoch.

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Mein Stopover in Island mit Buddy

Vor dem Parlamentsgebäude herrscht eine morgendliche Ruhe. Ein paar Vögel zwitschern bei erfrischenden frühlingshaften Temperaturen. Sigrun erklärt mir, dass das Parlament relativ wenig gesichert ist und man sogar durch den kleinen Parlamentsgarten spazieren kann, der hinter dem Haus liegt. Kaum einer,der sich heute, am Tag nach dem Rücktritt des Ministerpräsidents, noch für diesen Ort interessiert, wo noch vor zwei Tagen viele Tausende demonstrierten. Eine Gruppe Touristen steht am gegenüberliegenden Denkmal und lässt sich die Geschichte der Stadt erklären. Da kommt eine Asiatin zu mir herüber und fragt mich, ob dies der Ort mit den Demos sei, woraufhin sie auch gleich ein Foto schießt. Spaziergang durch Reykjavik Über Reykjavik ist Ruhe eingekehrt und die genieße ich bei einem Spaziergang durch die Stadt, für die mir auf meinem Weg nach Nordamerika genau 49 Stunden bleiben. 14 Stunden davon verbringe ich gemeinsam mit der jungen Icelandair-Pilotin Sigrun, die mir als Stopover Buddy zur Seite steht und mir ihre Lieblingsspots in und vor allem um Reykjavik zeigt. Da sich mein Hotel an der Marina befindet, zeigt mir Sigrun zunächst …

Island

Next Stopover Island – meine Reise nach Nordamerika

„Enthusiastic and friendly captain who loves cross country and city cycling, as well as speed racing through Iceland. Position: Captain Languages: English“ So liest sich nicht die Annonce in einer Partnerbörse, sondern das ist das Profil meines Buddys. Ich bin schon wieder reif für die Insel, aber dieses Mal habe ich Begleitung, eine ganz charmante scheint mir. Doch wohin geht es eigentlich und was mache ich da mit einem Buddy? Gerade steht bei mir alles ein bisschen Kopf, so auch meine Reisepläne. Ist es kalt und schneit es, reise ich auf die Philippinen und nach Madagaskar. Und kaum kündigt sich der Frühling an, zieht es mich in die Stadt des Regens – nach SEATTLE. 20 Jahre war ich nicht mehr in den USA und meine, es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Westküstenfeeling. Um einen langen Flug komme ich da wohl nicht herum, oder doch? Warum nicht einfach noch einen Kurzurlaub auf der transatlantischen Strecke einlegen?  Doch wo um Himmelswillen sollte man auf dem Atlantik halten? Ich fliege mit einer Fluglinie, die ich, um ehrlich zu sein, …