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Mompox, Kolumbien

Mompox ist ein Gefühl {DIARY}

Nur das Quietschen des Ventilators ist zu hören. Ansonsten Stille. Wir sind in Mompox. Zugegeben befinden wir uns eher am Ortsrand im Casa Amarilla – weg vom kleinstädtischen Leben. Auf dem Platz vor der Iglesia Santo Domingo herrscht ein anderes Bild. Hier wurden mit Sonnenuntergang Essens- und Saftstände aufgebaut. Hier bebt sozusagen das Leben. Durch die Calle Real del Medio und Calle de Atras rasen die Mopeds und Dreiräder – nicht ganz geräuscharm. Und auf dem Plaza Santa Barbara vor der verspielten Iglesia Barbara hat sich eine Gruppe an sportwilligen Damen zusammengerottet, um in der noch immer brütenden Hitze Zumba zu tanzen. An der etwas trostlosen, vermüllten Uferpromenade trinkt man noch einen kleinen Absacker bei guter Salsamusik. Doch hier im Hof des Casas schnurrt einzig und allein der Ventilator während sich die meisten der anderen Gäste in ihre mehr oder minder gekühlten Zimmer zurückgezogen haben.   Mompox ist heiß, das ist klar. Zählt diese Stadt gar zu den heißesten des Landes. Das und auch der eigentlich beschwerliche Weg hierher hielten uns jedoch nicht davon ab, …

Cartagena

Cartagena – Kunst oder künstlich {DIARY}

El Dorado ist nicht gleich El Dorado. Das merken wir am nächsten Tag als wir weiter nach Cartagena wollen. Der neue Flughafen, der vor vier Monaten seine Pforten öffnete, zeigt sich lediglich den internationalen Gästen von der schönen Seite. Will man jedoch einen Inlandsflug antreten, wird man am neuen Terminal herausgelassen und kämpft sich durch eine Baustelle zum alten, bisher bekannten Flughafengebäude. Hm, das wäre doch auch eine Idee für BER, lieber Hr. Wowereit? Schönefeld ist doch auch ums Eck! Leider sind mit dem Bau des neuen Gebäudes auch alle Läden im alten Terminal verschwunden. Und so laufen wir durch ein leeres Labyrinth zu unserem Gate. Cartagena, die Perle im Norden erwartet uns nur 1,5 Stunden später. Schwerfällig versucht meine Lunge den Sauerstoff aus der dicken Luft zu filtern. Mein Körper kämpft noch gegen die Schwüle an, während sich meine Sinne schon gänzlich auf die Perle des Nordens eingestellt haben. Cartagena ist Musik! Aus allen Türen besonders in Getsemani tönt Musik. Einst der größte Sklavenumschlagplatz Amerikas, tummeln sich heute Touristenscharen in den kolonialen Gemäuern der …

Bogotá, Cumbias-Combo

Kolumbien, das einzige Risiko ist, dass du zurückkehren willst. {DIARY}

Eigentlich war jetzt Mali und Burkina Faso dran, eigentlich… Stattdessen befinde ich mich wieder auf dem Weg über den Atlantik nach Kolumbien. Ich habe es mir auf einem dieser gemütlichen Schlafsessel im Aéroport Paris-Charles-de-Gaulle gemütlich gemacht während mein Blick immer wieder auf die Anzeigetafel mit den Zielen Bogotá und Ouagadougou schweift. Burkina Faso und Mali – ein kurzer melancholischer Augenblick. Ich zog das Bekannte dem Unbekannten vor. Wo man noch vor zwei Jahren unbeschadet reisen konnte, entwickelt sich schnell ein Krisenherd. Pläne werden durchkreuzt, bevor sie konkretisiert werden, verkommen zu einfachen Skizzen, ja Entwürfe, die schnell wieder verworfen werden, spielen die weltpolitischen Rahmenbedingungen nicht mit. Daher plane ich nicht wirklich meine Reisen. Kolumbien war spontan. Kolumbien tue ich nicht für meine Stempelbilanz im Pass und auch nicht, weil es auf meiner „List“ steht, wie ich das Wort Liste unter den jungen Reisenden hasse. Ich habe eine solche Liste nicht, denn jedes Land weckt Interesse, egal wo es liegt. Ich will keine Haken setzen, wenn ich von einer Reise zurückkehre. Ich will nicht Länder von einer …

Reiseführer Wien

ReisefuehrerTest Wien

Wenn die Welt schon untergeht, dann soll sie dies wenigstens gemächlich tun. Und so fiel meine Wahl des Ortes, an dem ich auf den Weltuntergang wartete, auf den südlichen Nachbarn Deutschlands. Und so ging am Abend des 20. Dezembers 2012 mein Flieger nach Wien. Immerhin meiner mit Air Berlin ging, was man von den gewählten Fliegern anderer puriysten nicht behaupten konnte. Als Sparfüchse hatten wir uns auf unterschiedliche Maschinen gebucht. Mein Reisepartner hatte damals Austrian Airlines gewählt, wie sich herausstellte, wirklich die schlechtere Wahl. Als ich mit meinem neuen Handgepäckrolli, der schon als Eigengewicht gefühlte 10 kg auf die Waage brachte, mich durch die S-Bahnen Berlins quälte, kam mir die geniale Idee, lass doch einfach mal unsere Handgepäckstücke tauschen. Du lieber Lars nimmst meinen Rolli und ich Deinen. Und so rollte ich auf Gate C mit Herrenausstattung ein, während Lars 20 Minuten später Richtung Gate A mit meiner Damenkollektion einchecken wollte. Ja, wollte. Denn auch die puryisten sind nicht immer so Internet affin und beugen sich der zunehmenden Unsitte, online einzuchecken. Bei Austrian Airlines durchaus …

Wien von oben im Prater Riesenrad

Wien im Schnee

Wenn die Welt schon untergeht, dann soll sie dies wenigstens gemächlich tun. Und so fiel meine Wahl des Ortes, an dem ich auf den Weltuntergang wartete, auf den südlichen Nachbarn Deutschlands. Und so ging am Abend des 20. Dezembers 2012 mein Flieger nach Wien. Immerhin meiner mit Air Berlin ging, was man von den gewählten Fliegern anderer puriysten nicht behaupten konnte. Als Sparfüchse hatten wir uns auf unterschiedliche Maschinen gebucht. Mein Reisepartner hatte damals Austrian Airlines gewählt, wie sich herausstellte, wirklich die schlechtere Wahl. Als ich mit meinem neuen Handgepäckrolli, der schon als Eigengewicht gefühlte 10 kg auf die Waage brachte, mich durch die S-Bahnen Berlins quälte, kam mir die geniale Idee, lass doch einfach mal unsere Handgepäckstücke tauschen. Du lieber Lars nimmst meinen Rolli und ich Deinen. Und so rollte ich auf Gate C mit Herrenausstattung ein, während Lars 20 Minuten später Richtung Gate A mit meiner Damenkollektion einchecken wollte. Ja, wollte. Denn auch die puryisten sind nicht immer so Internet affin und beugen sich der zunehmenden Unsitte, online einzuchecken. Bei Austrian Airlines durchaus …

Wien – die besondere Melange

Wenn die Welt schon untergeht, dann soll sie dies wenigstens gemächlich tun. Und so fiel meine Wahl des Ortes, an dem ich auf den Weltuntergang wartete, auf den südlichen Nachbarn Deutschlands. Am Abend des 20. Dezembers 2012 ging mein Flieger nach Wien. Immerhin meiner mit Air Berlin ging, was man von den gewählten Fliegern anderer Puriysten nicht behaupten konnte. Als Sparfüchse hatten wir uns auf unterschiedliche Maschinen gebucht. Mein Reisepartner hatte damals Austrian Airlines gewählt, wie sich herausstellte, wirklich die schlechtere Wahl. Als ich mit meinem neuen Handgepäckrolli, der schon als Eigengewicht gefühlte 10 kg auf die Waage brachte, mich durch die S-Bahnen Berlins quälte, kam mir die geniale Idee, lass doch einfach mal unsere Handgepäckstücke tauschen. Du lieber Lars nimmst meinen Rolli und ich Deinen. Und so rollte ich auf Gate C mit Herrenausstattung ein, während Lars 20 Minuten später Richtung Gate A mit meiner Damenkollektion einchecken wollte. Ja, wollte. Denn auch die Puriysten sind nicht immer so internetaffin und beugen sich der zunehmenden Unsitte, online einzuchecken. Bei Austrian Airlines durchaus ein Problem. Vor …

Wenn die Welt schon untergeht, dann bin ich in Wien

Wenn die Welt schon untergeht, dann soll sie dies wenigstens gemächlich tun. Und so fiel meine Wahl des Ortes, an dem ich auf den Weltuntergang wartete, auf den südlichen Nachbarn Deutschlands. Und so ging am Abend des 20. Dezembers 2012 mein Flieger nach Wien. Immerhin meiner mit Air Berlin ging, was man von den gewählten Fliegern anderer puriysten nicht behaupten konnte. Als Sparfüchse hatten wir uns auf unterschiedliche Maschinen gebucht. Mein Reisepartner hatte damals Austrian Airlines gewählt, wie sich herausstellte, wirklich die schlechtere Wahl. Als ich mit meinem neuen Handgepäckrolli, der schon als Eigengewicht gefühlte 10 kg auf die Waage brachte, mich durch die S-Bahnen Berlins quälte, kam mir die geniale Idee, lass doch einfach mal unsere Handgepäckstücke tauschen. Du lieber Lars nimmst meinen Rolli und ich Deinen. Und so rollte ich auf Gate C mit Herrenausstattung ein, während Lars 20 Minuten später Richtung Gate A mit meiner Damenkollektion einchecken wollte. Ja, wollte. Denn auch die puryisten sind nicht immer so Internet affin und beugen sich der zunehmenden Unsitte, online einzuchecken. Bei Austrian Airlines durchaus …

Es war einmal Meck-Pom

Mich treibt es nicht nur in die Ferne, sondern auch in der direkten und unmittelbaren Umgebung suche ich nahezu wöchentlich die Natur auf. Das heißt mehr oder weniger auch, in den Sommermonaten immer freitags das Zelt zu schnappen, um dann gen Norden nach Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern zu fahren. Meck-Pom ist wie Reisen. Immer wieder gab es die letzten Jahre Neues zu entdecken. Immer wieder schlugen wir woanders unsere Zelte auf. Bis wir einen Flecken entdeckten, der uns immer wieder anzog. Und so häufte es sich, dass wir anstatt ganz mobil unterwegs zu sein, immer mehr genau an diesen einen Ort zurückkehrten. Da können wir uns doch dann gleich etwas Fixes nehmen! Fix war allenfalls unsere Idee von einem Bauwagen. Nach einigen Monaten des Grübelns über diese Option, verwarfen wir sie letztendlich. Ein Aufenthalt in der Mongolei brachte uns letztendlich auf die nächste Idee, ein kleines Häuschen, dass man auch in der Winterzeit bewohnen könnte, inmitten der Natur. Am besten mit Kamin, denn der Ofen in der mongolischen Jurte brachte ein besonderes Maß an Romantik. Doch …

Nachtrag

Seit 1,5 Stunden sind wir nun in der Luft, unter uns die schneebedeckten Bergketten. Eigentlich hätte jetzt die Reise erst beginnen können, wo sie nun endet. Die Mongolei besticht durch ihre Ruhe und Natur. Doch die rauen Seiten gerade dieser lässt man schnell aus dem Blick, wenn die Sonne fast ungehindert tagelang scheint und die Temperaturen zumindest tagsüber einem guten deutschen Sommer gleichen. Doch während mein Blick auf die Berge fällt, wird mir auch klar, was nur in wenigen Wochen die Hürden eines Lebens genau hier sein würden. Klirrende Kälte, wie wir sie in Deutschland nicht kennen. Ein normaler mongolischer Wintertag überbietet mehrfach einen Extremtag im deutschen Winter in seiner Temperatur. Wie findet ein Jurtenalltag in einem mongolischen Winter abseits von Ulaanbaatar statt. Gern würde ich dies noch einmal erleben. Was bleibt hängen von einem Land, das sich meinem Eindruck nach aktuell in einem Aufbruch befindet? Straßen wären nicht schlecht. Doch da ist man dran. Die Bauzeiten reduzieren sich auf wenige Monate im Jahr, so lässt sich schlecht abschätzen, wann Straßen nach Dalanzagdad oder Murun …

Der letzte Tag

Heute wartete noch einmal ein ganzer Tag Ulaanbaatar auf uns. Unweit des Bahnhofs zu schlafen, hieß auch, viel Verkehrslärm und mitternächtliche Bahnhofsansagen. Ein bißchen dem Traum näher – ganz nah an der Transsib, aber das Highlight hebe ich mir für das nächste Mal auf. Denn aktuell geht die Reise zu Ende. Mongolei kompakt. Für heute haben wir einen Ausflug zum Zaisanhügel geplant. Erst einmal zum Bayangol Hotel laufen, von wo aus wir Bus Nr. 7 zum Unigebäude nehmen. Die Busse sind knallvoll, denn anders als bei unserer Ankunft lebt die Stadt inzwischen wieder von den Studenten. Der Unibetrieb wurde wieder aufgenommen. Der Zaisanhügel auf der südlichen Seite des Tuul-Flusses ist nahezu vollständig zugebaut bzw. besser gesagt, wird gerade total zugebaut. Überall Bauzäune und Baustellen. Wir steigen westlich aus und begehen den Fehler, gen Süden zu laufen. So müssen wir fast eine Runde um den Hügel drehen, bis wir eine Lücke in einem Holzzaun finden. Nach Süden hin hätte es etwas versteckt auch eine Treppe gegeben. Aber wir hatten ja bereits gelernt, überall wo ich fahre …