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Mompox, Kolumbien

Mein Kolumbien

Tipps von Madlen.

Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Kolumbien gesehen haben und warum?
In Kolumbien ist für jeden etwas dabei. Die Abwechslung macht es. Daher liebe ich dieses Land zum Reisen so sehr.
Berge? Voilà die Anden oder die Sierra Nevada de Santa Marta.
Wasser? Voilà Karibik, Pazifik, Amazonas oder die künstlich erschaffenen Seenlandschaft Guatapes.
Städte? Voilà Bogotá, Cali oder Medellin.
Kultur? Voilà San Agustin, Mompos, Cartagena oder die Zona Cafetera

Ein Ort hat sich für mich als besonders strategisch herausgestellt, Santa Marta. Die Stadt diente mir als Ausgangspunkt für viele abwechslungsreiche Unternehmungen – Trekking in der Sierra de Nevada de Santa Marta u.a. zur Ciudad Perdida, Kurzerholung an den Stränden des Tayrona National Parks, Paleminos oder Tagangas sowie ein mehrtägiger Ausflug auf die Halbinsel La Guajira.

Welches Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf?
Musik! Kolumbien ist für mich ein nicht enden wollendes Lied. Wer wie ich Salsa, Merengue, Cumbias oder auch Digital Cumbias mag, ist hier genau richtig. Und dazu muss man nicht einmal immer ausgehen, es reicht schon, das Fenster im Hotel oder Hostel zu öffnen, um die Musik in das Zimmer reinzulassen. Obligatorisch ist sie in den Bussen und Läden ein stetiger Begleiter.

Was war Deine größte Enttäuschung?
Eigentlich ist es schwer, etwas Negatives zu nennen. In einen emotionalen und ethischen Zwiespalt geriet ich bei meinem Ausflug in ein indigenes Dorf im Amazonasgebiet. Über diese Geschichte mit dem Affen im Topf habe ich bereits berichtet.

Die andere „kleine“ Enttäuschung war Medellin – das Zentrum der Stadt hat sich mir einfach nicht erschlossen. Kaum packte ich die Kamera aus, wurde ich von einem Polizsten dazu angehalten, diese schnell wieder wegzustecken. Wir fallen als Europäer so schon auf und hier sei viel kriminelle Energie unterwegs. Normalerweise mache ich mir nicht so viel daraus, aber als ich mich umschaute, ahnte ich, was der Polizist meinte. Leider habe ich mir durch diesen Einstieg auch gleich die Seilbahnfahrt und auch die Rolltreppenfahrt zur Comuna 13 entgehen lassen und suchten statt dessen das glattgebügelte Poblado auf.

Mein Hostel-/Hotel-Tipp:

  • Aluna – casa y cafe, Calle 21 Carrerra 5-72, Santa Marta
    Zentrale Lage im Herzen der Karibikstadt, bietet das Aluna ordentliche Zimmer über drei Etagen mit begrüntem Patio und Dachterrasse inkl. schnellem Internet. Es ist nicht zu überlaufen von jungen Partytouristen und war für mich ein erholsamer Ausgangspunkt zwischen meinen Ausflügen in die Umgebung.
  • Finca El Maco, San Agustin
    Schön gelegen am Ausgang des kleinen Ortes San Agustin, nur einen kleinen Spaziergang entfernt vom archäologischen Park. Inmitten eines ökologisch geführten Bauernhofes bietet das unter Schweizer Leitung geführte El Maco komfortable Cottages.
  • Hotel Amazon Bed & Breakfast, Leticia, Amazonas, Calle 12 nr 9-30
    Eine Oase der Ruhe und Erholung inmitten des Lärms der Hauptstadt des Departaments Amazonas. Es bietet sehr schöne und moderne Zimmer und Bungalows, die sich um einen grünen Patio reihen. Es ist zwar etwas teuer, aber manchmal bekommt man hier auch einen guten Preis.
  • La Casa Amarilla, Mompox, Bolívar, Colombia Carrera 1 #13-59 Albarrada con Cocosol.
    Wer es nach Mompox schafft, sollte das Casa Amarilla aufsuchen. Tolle Zimmer, schöner grüner Innenhof und bei den heißen Temperaturen ein Ort an dem man gern zwischen den Ausflügen verweilen möchte. Der englisch-kanadische Besitzer ist auch ein aktiver Blogger und Journalist mit spannenden Artikeln zu Kolumbien. Wer bei den schweißtreibenden Temperaturen etwas mit Pool sucht, kommt im Bioma Boutique Hotel gut unter.

Meine Restaurant- und Ausgehtipps:
Wer in Cali ist, kommt um Salsa nicht herum und sollte sich einfach darauf einlassen. Es gibt jeden Abend zahlreiche Geheimtipps. Wir fanden es im Tin Tin Deo sehr entspannt. Salsa klingt hot, aber dennoch ging es überraschenderweise sehr gediegen zu. Man wurde an Tischchen platziert und von aufmerksamen Kellnern bedient. Viele kamen schon als Paare. Daher wirkte die Atmosphäre nicht so flirtig, aber durch den typischen Salsa Caleña Stil sehr akrobatisch. Wir tanzten viel, aber schauten und staunten noch mehr.

In Bogotá mag ich abends die kleinen Kneipen um den Plazoleta del Chorro de Quevedo. Um die bekannten Ketten Crepes and Waffles und Juan Valdez kommt man ohnehin nicht vorbei.

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
Seit meiner ersten Reise nach Venezuela liebe ich Arepas. Wie schön, dass ich diese in Kolumbien wiederfand. Agua de Panela trinke ich zudem auch sehr gern und die zahlreichen Saftstände mit einer sagenhaften Auswahl an noch nie gehörten Früchten machen mich immer wieder entscheidungsunwillig. Lars liebt Lulo.

Was empfiehlst Du jemandem, der eine Reise nach Kolumbien plant?
Dass ich bei Kolumbien ins Schwärmen gerate, weiss sicherlich jeder, der meinen Blog regelmäßig liest. Dennoch ist es wichtig, nicht nur die Touristenbrille aufzubehalten. Ich finde es grundsätzlich wichtig, sich über die zu bereisenden Länder zu informieren und vor allem auch Interesse zu zeigen. Umso erschreckender war es für mich auf meiner letzten Reise, als ich einige Male auf Reisende traf, die so gar nichts über das Land wussten. Kolumbien hat Geschichte, Kultur und leider auch eine gewaltsame Vergangenheit, die das Land auch heute noch vor große Herausforderungen stellt. Bei aller Begeisterung für Kolumbien sollte man dies nicht ausblenden und sensibel damit umgehen.

Gereist
– mehrfach; in 2009, 2010, 2011, 2013, 2015
– jedes Mal 3 bis 4 Wochen
– allein und zu zweit

Mompox

 

Mehr zu Kolumbien findet Ihr unter Reisebericht Kolumbien.

 

Hiermit endet die Mottowoche „Mein Lateinamerika“.
Richtig, es gibt noch viel mehr Länder! Habt Ihr Lust, ein lateinamerikanisches Land vorzustellen, dann meldet Euch!
Denn auch wenn die Mottowoche nun beendet ist, die Reihe „Mein Lateinamerika“ wird fortgeführt…

Wie sieht „Dein Lateinamerika“ aus?

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Mein Peru

Interview mit Anja Beckmann.

Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Peru gesehen haben und warum?
Der Machu Picchu stand schon lange auf meiner Wunschziel-Liste. Es ist eine Inka-Ruinenstadt auf 2.400 Metern Höhe. Die Anlage mit ihren Häusern und Tempeln war sehr beeindruckend, außerdem streichelte ich dort ein Lama und sah ein Chinchilla.
Der Titicacasee auf 3.800 Metern ist der höchste schiffbare See der Welt. Ich überquerte ihn mit dem Boot auf dem Weg nach Bolivien. Toll fand ich die Schilfinseln, auf denen die Urus wohnen.
Auf der Felseninsel Amantani übernachtete ich bei der Einheimischen Valentina. Sie kochte in der engen Küchenhütte auf dem offenen Feuer. Vor der Hütte versammelten sich Esel, Schafe und Hühner – idyllisch!

Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf?
Ich hatte das Glück, Karneval in Südamerika zu erleben. In Peru gab es jede Menge Umzüge mit traditionellen Kostümen und Musik. Kinder und Jugendliche spritzen mit Wasserpistolen und warfen Wasserbomben. Sehr lachen musste ich über die Karnevals-Kühe mit bemalten Gesichtern und Ballons an den Hörnern.

Was war Deine größte Enttäuschung?
Der Titicacasee sah so einladend aus. Ich sprang hinein und war bei der großen Höhe schon auf Kälte gefasst. Doch bei dem eiskalten Wasser verfiel ich in Schockstarre, konnte nicht mehr atmen und musste zurück ins Boot gezogen werden. Kein schöner Augenblick…

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
Die Peruanerin Miriam hatte ich bereits in Santiago de Chile kennengelernt. Sie zeigte mir ihre Heimatstadt Lima. Dort ging sie mit mir Ceviche essen: in Limettensaft marinierte Fischstreifen, die mit gerösteten Maiskörnern und Süßkartoffeln serviert wurden. Es ist ein typisch peruanisches Gericht, also sollte es jeder mal probieren.
Gut zum Essen schmeckte Inca Kola, eine knallgelbe Brause. Für die Limonade Chicha Morada wurde lila Mais ausgekocht und u. a. mit Zucker, Limettensaft und Zimt verfeinert.
Pisco Sour (Traubenschnaps mit Limettensaft und Eiklar) fand ich superlecker. Allerdings täuscht der frische und süße Geschmack. Ich trank nicht viel davon, trotzdem entwickelte ich noch am selben Abend einen Kater – eine Premiere. 😉

Was empfiehlst Du jemanden, der eine Reise nach Peru plant?
Macht euch auf ein Farbfeuerwerk gefasst! Die traditionelle Kleidung ist wirklich beeindruckend. Wo man hinschaut, warten Fotomotive. Die Menschen erlebte ich als sehr freundlich und umgänglich. Das Reisen war recht einfach, nur die Höhe machte mir zu schaffen.
In Cusco ließ ich erst mal ein paar Tage lang ganz gemütlich angehen, bevor ich mit dem Zug zum Machu Picchu fuhr. Der Sauerstoffgehalt ist auf 3.400 Metern niedrig, da ist der langsame Spaziergang so anstrengend wie ein Dauerlauf.

Gereist
– vor fünf Jahren
– zwei Wochen
– allein

Weitere Tipps zu Peru findet Ihr auf Travel on Toast

Anja auf dem Machu Picchu

Anja auf dem Machu Picchu

puriy war auch in Peru unterwegs. Mehr zu dieser Reise findet Ihr unter Reisebericht Peru.

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Was empfehlt Ihr für eine Peru-Reise?

 

Mein Mexiko

Interview mit Nadine.

Welche drei Orte sollte man Eurer Meinung nach in Mexiko gesehen haben und warum?
> Mexiko-Stadt: Einfach eine richtig coole, riesige, laute, grüne, entspannte, bunte Stadt mit ganz viel Kunst, Restaurants und Bars.
> Teotihuacán: War mal die größte Stadt Amerikas (vor vielen Jahrhunderten) und dort findest Du die drittgrößte Pyramide der Welt – nur 45 km von Mexiko-Stadt entfernt.
> Tepoztlán, ein buntes Bergdorf nur 75km von Mexiko-Stadt entfernt. Total entspannt dort und berühmt für seine Sorbets.

Welches Ereignis oder Erlebnis geht Euch nicht aus Eurem Kopf?
Seit wir zum ersten Mal da waren, sind wir große Fans der lucha libre, dem mexikanischen Wrestling. Die Zuschauer überbieten sich in wilden Beschimpfungen der luchadores und vergessen so den Stress der Arbeitswoche. Ideal um Schimpfwörter zu lernen!

Was war Eure größte Enttäuschung?
Hmm… Dass Mexikaner, wenn sie mañana sagen, nicht unbedingt das deutsche „morgen“ meinen. Ehrlich, eine richtige Enttäuschung fällt uns nicht ein…

Unser Hostel-/Hotel-Tipp:
Wenn mexikanische Karibik, dann Isla Holbox oder Tulúm. Und wenn Tulúm und wenn es was richtig nettes sein soll, dann PapayaPlayaProject: Kleine cabañas, in denen Du das Meeresrauschen hörst, richtig leckeres Essen, abends elektronische Musik auf der Strand-Party-Tanzfläche. Jetzt, wo ich so drüber schreibe, will ich direkt wieder hin…

Unser Restauranttipp:
Puh, es gibt so viele in Mexiko-Stadt… Ich nehme mal eins, in dem es Bio-Essen und Vegetarisches gibt (aber auch Fleisch), weil so was nicht ganz so leicht zu finden ist: Orígenes Orgánicos. Leckeres Essen, entspannte Atmosphäre und sogar mit kleinem Bio-Lädchen. Top! Es gibt gleich zwei davon, und zwar in den Stadtteilen Condesa und Roma.

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
Pulque! Ein „alkoholisches Gärgetränk aus dem fermentierten Saft verschiedener Agaven“, wie Wikipedia so schön sagt. Am besten mit Frucht- oder Getreidezusatz probieren. Viele Europäer sind nicht so ganz überzeugt von Pulque, aber unbedingt probieren und selbst entscheiden!

Was empfehlt Ihr jemandem, der eine Reise nach Mexiko plant?
Mexiko ist das ideale Land zum Spanisch lernen: Mexikaner haben keinen starken Akzent und sprechen relativ langsam, so dass Du direkt gut verstehen kannst, was man so zu Dir sagt. Und die Leute versuchen eigentlich immer Dich zu verstehen, auch wenn Du noch nicht gut sprichst. Also, falls Du schon immer mal Spanisch lernen wolltest, mach es in Mexiko. Außerdem wirst Du dann überall in der spanischsprachigen Welt als „Mexikaner“ erkannt werden, wegen der vielen schönen mexikanischen Wörter, und hast mit neuen Bekanntschaften direkt ein schönes Gesprächtsthema. Órale!

Wohnen
– seit Januar 2012 in Mexiko-Stadt

Mehr Tipps zu Mexiko findet Ihr auf dem Blog Traumweltenbummler

Tepoztlan

Tepoztlan

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Was empfehlt Ihr für eine Mexiko-Reise?

Mein Bolivien

Interview mit Florian Blümm.

Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Bolivien gesehen haben und warum?
1. La Paz – El Alto: Die Feria El Alto 20 Minuten oberhalb von La Paz ist der wahrscheinlich größte Markt der Welt und die Stadt La Paz selbst ist nur ein Vorwand für Märkte und Verkaufsstände an allen Ecken und Enden. In La Paz ist immer was los und außerdem kann man unzählige Tagesausflüge machen:

* Titicaca See

* Tiwanacu Ruinen

* Coroico im Dschungel

* Death Road mit dem Rad

* Höchstes Ski Gebiet der Welt auf 5400m

* Huayna Potosi, ein einfacher 6000er

2. Potosi & Sucre: Bolivien war im 16. und 17. Jhd. als spanische Kolonie „Alto Perú“ unglaublich reich, was vor allem an den Silberminen von Potosi lag. Heute kann man die immer noch aktiven Silberminen im Cerro Rico in Potosi besichtigen und sich an der wunderschönen Kolonialstadt Sucre sattsehen, die „weiße Stadt“, die mit dem ganzen Silber gebaut wurde.

3. Salar de Uyuni: Die Salzwüste ist wie von einem anderen Planeten, ein unwirklicher Ort und nicht nur für Liebhaber von Naturlandschaften ein Erlebnis.

Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf?
Auf dem Weg zum Titicaca See, sind wir auf eine Strassensperre gestoßen. Die Straße zu blockieren gehört in Bolivien zum politischen Beteiligungsprozess, wie bei uns wählen zu gehen. Die Blockierer waren äußerst nett und haben uns gerne die politischen Probleme erklärt, es ging in diesem Fall um den Bau einer Brücke. Nur eilig sollte man es bei einer Blockade nicht haben, es hat 2 Wochen gedauert bis die Polizei die Strassensperren geräumt hat…

Was war Deine größte Enttäuschung?
Die Death Road ist die sogenannte gefährlichste Strasse der Welt. Was dabei immer verschwiegen wird, ist daß das für überladene bolivianische Uralt Busse gilt und nicht für die Fahrräder der Touristen, die jeden Tag in Hundertschaften die mittlerweile stillgelegte Strasse herunterfahren. Es ist wunderschön in wenigen Stunden immer bergab durch 3 Klimazonen zu fahren, aber Adrenalin sollte man keins erwarten.

Mein Hostel-Tipp:
Das Hostal El Carretero in der Calle Catacora in La Paz. Die Jongleure und Musiker, die man tagsüber an den Ampeln und auf den Plätzen der Stadt sieht, wohnen ziemlich wahrscheinlich in dieser Institution und machen gerne eine Abendshow. Sehr coole Atmosphäre und nur 4 Blocks vom Plaza Murillo. 30 Bs (3 EUR) pro Nacht für ein Zimmer mit verlässlichem WiFi

Meine Restaurantipps:
Wer Heimweh bekommt, sollte das deutsche Restaurant Reineke Fuchs in Sopocachi, La Paz aufsuchen. Für bolivianische Kost, am Besten ein Almuerzo oder Cena (Mittags-/Abendmenü mit Suppe) in einem lokalen Restaurant oder im Mercado Lanza bestellen für 6-12 Bs (~1 EUR). Die besten Chicharrones gibt es bei Dona Vicky ganz oben im Mercado Lanza am Plaza San Francisco.

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
Api und Pasteles zum Frühstück Pique Macho und Coke Personal zum Mittagessen Pacena und Chicharron zum gediegenen Abendessen Cunapes, Saltenas, Humintas oder Jawintas als Snack

Was empfiehlst Du jemandem, der eine Reise nach Bolivien plant?
Bring Zeit mit sonst übernimmst Du Dich leicht beim Versuch alle Regionen dieses äußerst facettenreichen Landes zu entdecken. Ein Spanisch Kurs verbessert das Erlebnis und wenn es nur eine Woche Intensivkurs ist in Sucre oder La Paz.

Gereist
– November 2012 und März 2013
– 4 1/2 Monate
– 2 1/2 Monate alleine | 2 Monate mit meiner Freundin

Mehr Tipps zu Bolivien findet Ihr auf dem Blog Flocblog

Florian am Titicaca-See

Florian am Titicaca-See

puriy war auch in Bolivien unterwegs. Mehr zu dieser Reise findet Ihr unter Reisebericht Bolivien.

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Was empfehlt Ihr für eine Bolivien-Reise?

 

Unsere Transsib-Reise – wir haben da noch ein paar Fragen

ENGLISH VERSION HERE
In drei Wochen geht es los, puriy goes east – so richtig east. Und wir sind bereits, wie soll man es anders sagen, aufgeregt und in heller Vorfreude. Wieder eine langersehnte Reise, die endlich umgesetzt wird. Reiseführer wurden bereits gewälzt, Videos und Fotos geschaut, im Internet recherchiert und nun haben wir uns noch einmal Infos aus erster Hand eingeholt – von Felix Willeke von der Lernidee. Wir hatten da noch ein paar Fragen, und die hat er uns hier beantwortet.

Eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn galt unter Globetrottern jahrzehntelang als das Nonplusultra. Für viele ist es wohl die Traumreise schlechthin. Ist dem immer noch so?
Ja, für viele Reiseinteressierte, und vielleicht auch solche, die in ihrer Jugend selber mal mit dem Interrail-Ticket in Europa unterwegs waren, ist die Transsib tatsächlich ein echter Mythos … oder, auf neudeutsch, eine Once-In-A-Lifetime-Experience. Und das ist auch nicht ganz falsch: Unsere Erfahrung zeigt tatsächlich, dass nur die wenigsten eine Transsib-Reise mehrmals in ihrem Leben machen – wohl auch, um die Erinnerungen an diese Reise als etwas einmaliges festzuhalten.

Was macht eine Fahrt mit der Transsib aus? Wie kommt dieser Mythos zustande?
Da spielen sicher zwei Faktoren eine Rolle: zum Einen die langsame, entschleunigte und sichere Art des Reisens, bei der gleichzeitig eine unendlich lang wirkende Distanz (je nach Route fast 10.000 km auf dem Landweg!) zurückgelegt wird. Diese Länge und die schiere Entfernung macht die Transsib als längste Bahnstrecke der Welt zu einem der „Must-Sees“ wie den Ayers Rock, den Zuckerhut in Brasilien oder New York City. Gleichzeitig spielt aber auch bei vielen Gästen die Tatsache eine Rolle, dass die Transsib zu Zeiten des Eisernen Vorhangs etwas nahezu unerreichbares war und sie so eine noch mystischere Aura umwehte. Davon ist jetzt noch in vielen Köpfen etwas übrig – und heute, wo die Grenzen seit über 20 Jahren offen sind, muss die Reise kein (unerfüllter) Traum mehr bleiben!

Sie bieten einerseits die Fahrt mit dem Zarengold an, andererseits unterstützen Sie aber auch Reisende bei ihrer Planung von Reisen mit dem Linienzug. Wie finde ich das passende Angebot für mich? Was sind die wesentlichen Unterschiede? Wo liegen die Vorzüge der jeweiligen Reiseform?
Grundsätzlich unterscheiden sich beide Reise-Arten auf der Transsib vor allem hinsichtlich Komfort auf der einen, und Flexibilität und Individualität auf der anderen Seite.

Ulaan Baatar

Alle, denen häufiges Kofferpacken lästig ist, und solche, die gerne gut betreut mit ständiger deutscher Reiseleitung und einem Arzt an Bord reisen möchten und zum Beispiel Wert auf eigene Dusche/WC am Abteil legen, für die eignet sich eher eine Fahrt im Zarengold-Sonderzug. Hier sind wir der „Herr der Dinge“ und legen Route und Fahrplan weitgehend selber fest. Kurz gesagt: wir halten tagsüber da, wo es Städte und Sehenswertes gibt, und durchfahren längere Strecken bei Nacht – um am Folgetag den nächsten Stopp einzulegen. Da die Gäste stets im gleichen Zug unterwegs sind, entfällt also häufiges Kofferpacken ähnlich wie auf einem Kreuzfahrtschiff. Hotelübernachtungen zum Beispiel in Moskau, Irkutsk, Ulaan Baatar und Peking sind aber dennoch fester Bestandteil des Programms.

Diejenigen, die lieber individuell und authentisch unterwegs sind, fahren gut, wenn sie sich für den Linienzug entscheiden. Hier ist man mit Einheimischen unterwegs und macht Bekanntschaften, und kann an Orten, die einen besonders interessieren, quasi beliebig lange bleiben. Jede Transsib-Reise im Linienzug ist also ein Unikat – Unvorhergesehenes kann immer passieren, aber zu Schaden ist noch nie einer unserer Gäste gekommen. Grundsätzlich ist Russland ebenso wie die Mongolei und China ein sicheres Reiseland – und die Einheimischen in der Regel gastfreundlich und herzlich.

Gibt es das eine Highlight der Reise, über das Einigkeit bei allen Reisenden herrscht?
Für alle Reisenden „das“ eine Highlight pauschal zu nennen, ist sicher nicht leicht. Große Einigkeit herrscht aber bei unseren deutschsprachigen und internationalen Reisegästen darüber, dass die Fahrt auf der alten Original-Trasse der Transsib direkt am Baikalsee zwischen Port Baikal und Sludjanka mit anschließendem Bahnsteig-Barbecue direkt am See ein unvergleichliches Erlebnis ist. Diesen Programmpunkt können nur die Reisenden mit dem Zarengold-Sonderzug exklusiv erleben.

Alle denken bei der Transsib an einen Zug, der von Moskau nach Wladiwostok oder Peking fährt. Dem ist jedoch nicht so. Klären Sie uns bitte auf, was genau ist „die Transsib“?
Das ist in der Tat ein weit verbreiteter Irrtum. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die eigentliche Strecke der Transsib zwischen Moskau und Wladiwostok verläuft, also ausschließlich auf russischem Territorium stattfindet. Das ist auch heute noch bei einem Großteil der individuell Reisenden Fahrgäste eine besonders beliebte Strecke – und mit 9.288 km die längste. Um der Reise jedoch noch mehr Facetten hinzuzufügen, haben wir uns vor über 10 Jahren entschieden, die Sonderzugreise Zarengold zwischen Moskau und Peking, also auf der Transsibirischen und der Transmongolischen Eisenbahn durchzuführen. Vor allem die Mongolei mit ihren Naturschätzen und dem boomenden Ulaan Baatar ist auch für Vielgereiste eine weitere Reise wert – und China ohnehin. Aber auch in Kombination mit dem Zarengold-Sonderzug sind andere Varianten möglich – beispielsweise im Sonderzug von Moskau bis nach Ulan Ude, östlich des Baikalsees gelegen, und von da weiter im Linienzug ganz klassisch bis nach Wladiwostok

Wie viel Zeit sollte man mindestens mitbringen für eine Tour von Moskau nach Peking?
Im Zarengold-Sonderzug dauert die Reise ab/bis Deutschland 16 Tage. Im Linienzug sollte man erfahrungsgemäß sicher eine Woche mehr einplanen – es sei denn, man möchte „Transsib pur“ und ohne Hotelübernachtungen und Ausstiege in einem durchfahren.

Was sind Ihre TOP 5 an „Must have seen“ auf der Strecke?
Meine persönlichen? Gar nicht leicht! Immer wieder gern bin ich in der Mongolischen Schweiz – ein absoluter Traum! Mein Geheimtipp hier: eine urige Jurtenübernachtung. Und als Schlummertrunk eine Tasse vergorene Stutenmilch.

Weitere Höhepunkte empfinde ich immer wieder ähnlich wie viele Gäste, die zum ersten Mal mitfahren: Die Bahnfahrt auf der alten Trasse direkt am Baikalsee, die Fahrt durch das Selenga-Tal zwischen dem Baikalsee und der mongolischen Grenze, die unendlichen Birkenwälder zwischen Nowosibirsk und dem Baikalsee – und zu guter Letzt das Kneipen- und Nachtleben von Irkutsk. Unglaublich, wie offen, südländisch und lebenswert die Stadt tief in Sibrien daherkommt!

am_Baikalsee

Im Zug und auch bei unseren Stopps werden sich sicherlich viele Kontaktmöglichkeiten zu der russischen Bevölkerung bieten. Muss man etwas Besonderes beachten, vor allem auch, wenn man zu einer russischen Familie nach Hause eingeladen wird?
Ich kann nur empfehlen, dass man sich der Gastfreundschaft hingibt und sich auf das „Abenteuer Russland“ einlässt. Eine Einladung abzulehnen gilt als Affront – zurecht, wie man nach dem Tee in einer mongolischen Jurte mit der Hirtenfamilie oder dem ersten Wodka in der Datscha einer russischen Familie weiß! Und: bitte alle Ängste zuhause lassen! Wie eben schon erwähnt – von unseren Transsib-Gästen ist noch nie jemand ernsthaft zu Schaden gekommen.

Auf was sollte man in der Reisevorbereitung besonders achten?
Auch hier gilt: nicht nur Ängste, sondern auch Vorurteile zuhause lassen. Sich auf das Abenteuer einer Bahnreise auf der längsten Bahnstrecke der Welt einlassen. Wenn der Handy-Akku einmal alle ist und keine Steckdose in der Nähe – nicht gleich verzweifeln. (Übrigens: SIM-Karten können in Russland von Ausländern nicht einfach so gekauft werden). Ansonsten: genug Zeit in die Routenplanung investieren, ausreichend Zeit zur Visabeschaffung einplanen und ausreichend Speicherkarten und Objektive einpacken. Fotomotive gibt es nämlich auf allen Abschnitten der Strecke in Hülle und Fülle.

Welche drei Dinge sollten Ihrer Meinung nach im Gepäck eines Transsib-Reisenden nicht fehlen?
Bequeme Kleidung für längere „Fahr-Tage“ im Zug (natürlich immer nach dem Zwiebelschalenprinzip) – und für alle Fälle Feuchttücher, beispielsweise um bei einem kurzen Stopp das Abteilfenster von außen zu reinigen. Nur weniges ist ärgerlicher, als das Traummotiv sibirischer Weite nur mit einem Staubschleier auf der Speicherkarte zu haben, weil noch mongolischer Steppenstaub auf der Fensterscheibe war! Zu guter Letzt sollte das Transsib-Handbuch, dessen Mit-Autor unser Gründer und Inhaber Hans Engberding ist, nicht fehlen.

Wann sind die Hauptreisezeiten? Lohnt sich auch die Nebensaison, bzw. was habe ich im Winter zu erwarten?
Im Winter zeigt sich Sibirien von einer ganz anderen Seite. Viele Gäste vermuten, dass Sibirien auch im Sommer kalt ist. Das ist aber nicht der Fall – es sei denn, der Waggonschaffner meint es mit der Klimaanlage ein wenig zu gut. Im Sommer wird es durchaus 30°C und mehr heiß – im Winter zeigt das Thermometer dann die gleiche Zahl. Im Minusbereich. Das ist „Transsib für Fortgeschrittene“ – aber noch authentischer, und vielleicht noch beeindruckender. Unter dem Titel „Wintermächen“ veranstalten wir daher auch im Winter geführte Gruppenreisen auf der Transsib.

In der warmen Jahreshälfte hat jede Reisezeit ihren ganz eigenen Reiz: letzte Eisschollen im Mai auf dem Baikalsee zu erleben? Ein ganz besonderer Eindruck. Der mongolische und russische Indian Summer im September? Malerisch. Hochsommer in einer beinahe mediterran wirkenden Stadt wie Irkutsk? Ein ganz neues Russland-Erlebnis! Grundsätzlich fährt der Zarengold-Sonderzug zwischen Anfang Mai und Ende September – und auch Linienzugreisen erfreuen sich in diesem Zeitraum der größten Beliebtheit.

Abschließend noch eine wichtige Frage für uns Reiseblogger, wie gut sind die Züge mit Steckdosen ausgestattet?
Üblicherweise sind zumindest auf den Waggonfluren recht zuverlässige Steckdosen vorhanden. In modernen oder teureren Abteilen, bespielsweise im Sonderzug, gibt es auch Stecktdosen im Abteil. In jedem Fall empfiehlt sich aber ein guter Draht zum Provodnik – dem Waggonschaffner. Er versorgt nicht nur mit frischem Kaffee und Tee aus dem Samowar (Club Mate gibt’s nicht!), sondern hat im Zweifelsfall auch noch eine Steckdose in seinem Dienstabteil frei und ist hilfsbereit.

Felix_Lernidee

Wer uns auf unserer Reise begleiten mag, findet alles unter dem Hashtag #puriygoeseast.

Wir werden durch Lernidee auf unserer Reise unterstützt. Alle Ansichten sind unsere eigenen.
Zum Stöbern: www.transsibirische-eisenbahn.de

Autor: Lars Dörfel
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ENGLISH VERSION

Our trip with the Transsib – we’ve got a few more questions. Interview with Felix Willeke from Lernidee

We are starting in three weeks. Puriy goes east – really east. We are already, and there is no other way to put it, buzzing with excitement and anticipation. Another long-awaited trip is finally put into action. We already pored over guidebooks, watched videos and looked at photos, did research on the Internet and now we are gathering some first-hand information from Felix Willeke from Lernidee. We had some more questions and he answered them.

For decades, a ride with the Trans-Siberian Railway was considered the ne plus ultra for globetrotter. For most people, it was probably the trip of a lifetime. Is that still the case?
Yes. For a lot of people who are interested in travelling and maybe also for people who travelled around Europe with the InterRail pass during their youth, the Trans-Siberian Railway is actually a real myth… or a once in a lifetime experience. And that’s not entirely wrong: Our experience shows that only a few people go on a journey with the Transsib more than once in their life – maybe to keep the memories of the trip in mind as something unique.

What is special about a ride with the Transsib? How does this myth come about?
There are probably two factors playing a role here: on the one hand the slow, decelerated and safe way to travel, with which you cover a seemingly endless distance (almost 10.000 kilometres by land, depending on the route). This length and the sheer distance make the Trans-Siberian Railway as the world’s longest railway track to one of the “must-sees” like the Ayers Rock, the Sugarloaf Mountain in Brazil or New York City. At the same time, though, the fact that the Transsib was something virtually unattainable in times of the Iron Curtain and therefore had something mystical about it is also very appealing for the tourists. There is something left of that in many heads – and today, as the borders are open for over twenty years now, the trip doesn’t have to stay a(n) (unfulfilled) dream.

On the one hand you offer the ride with the Zarengold, but on the other hand also support travellers with their plans to take the normal train. How do I find the appropriate offer for me? What are the crucial differences? What are the advantages of the respective ways to travel?
The two ways to travel with the Transsib basically differ in terms of comfort on the one and of flexibility and individuality on the other hand. For all those who don’t like packing their suitcase all the time, who want to be constantly taken care of with German travel guides and a doctor aboard and who appreciate their own shower/toilet, I would definitely recommend a ride with the Zarengold-train. We are the “Lord of the Rings” here and decide on the route and the schedule mostly ourselves. Simply put: we stop where there are cities and sights during the day and travel through the long distances at night – so we can make the next stop the following day. Because the guests are always on the same train, they don’t have to pack their bags all the time, just like on a cruise liner. Overnight stays at hotels in Moscow, Irkutsk, Ulan Baatar and Beijing are still a regular feature of the programme, though.

Those who like to travel individually and authentically should take the regular train. You travel with locals here, make new acquaintances and you are able to stay in all the interesting places as long as you want. Therefore, every trip in a regular Transsib-train is unique. Unforeseen events can always happen, but never got one of our guests hurt. Russia is, just as Mongolia and China, generally a safe travel destination – and the locals are usually welcoming and sincere.

Is there one significant highlight on the trip everyone agrees on?
To name “the” one highlight of all the travellers is probably not easy. But our German-speaking and international travellers agree upon the fact that the drive on the original train path of the Transsib directly next to Lake Baikal between Port Baikal and Sludjanka with a platform-barbecue afterwards is an unforgettable experience. Only travellers with the Zarengold-train can experience this exclusive item on the agenda.

Everyone thinks that the Transsib is a train going from Moscow to Wladiwostok or Beijing. But that is not the case. Please clarify for us, what exactly is “the Transsib”?
That is as a matter of fact a widespread misapprehension. The actual route of the Transsib runs between Moscow and Wladiwostok, so solely on Russian territory. This is still a very popular route for the majority of individual travellers – and with 9.288 kilometres the longest one. But in order to add a few more facets to the trip, we decided to operate the journey with the special train Zarengold between Moscow and Beijing, so on the Trans-Siberian and Trans-Mongolian Railway, over ten years ago. Especially Mongolia with its natural resources and the booming Ulaan Baatar is worth a visit – and China anyway – even for people who travelled a lot already. But other alternatives in combination with the Zarengold-train are also possible – for example with the special train from Moscow to Ulan Ude, located east of Lake Baikal, and from there continuing very classical with the regular train until Wladiwostok.

How much time should one have for a tour from Moscow to Beijing?
The trip with the Zarengold-train from/till Germany takes 16 days. Based on experience, you should arrange for at least one week more when going with the regular train – unless you want to experience the “pure Transsib” and travel through all at once without an overnight stay in a hotel or any stops.

What are the TOP 5 of the “Must have seen” on the route?
My personal ones? Not easy! I love going to the Mongolian Switzerland again and again – an absolute dream! My personal tip here: A rustic overnight stay in a yurt. And as a nightcap a fermented cup of mare’s milk. My additional highlights coincide with the ones of the guests who travel with us for the first time: The ride on the old train track directly at Lake Baikal, the drive through the Selenga valley between Lake Baikal and the Mongolian border, the endless birch forests between Nowosibirsk and Lake Baikal – and last but not least the bars and nightlife of Irkutsk. It is unbelievable how open, southern and worth living the city in the heart of Siberia seems to be.

We are probably going to have a lot of opportunities to make contact with the Russian people on the train and also during our stops. Do we have to pay particular attention to something, especially when a Russian family is inviting us?
I can just recommend to accept the hospitality and to engage in the “Russian adventure”. To turn down an invitation is considered an affront – with good reason, as you will know after a cup of tea with the family of shepherds in a Mongolian yurt or the first vodka in the dacha of a Russian family. And: please leave your fears at home! Like I just mentioned – not one of our Transsib-guests got ever seriously hurt.

To what should one pay special attention during travel preparations?
The same is valid here: do not only leave your fears but also your prejudices at home. Engage in the adventure of a train journey on the longest train track of the world. If the battery of your phone should die and there is no plug socket around – don’t become desperate right away. (by the way: foreigners can’t just buy SIM cards in Russia) Apart from that: put enough time into planning your route and getting your visas and pack enough memory cards and lenses, as there are plenty of perfect sceneries for taking pictures all over the route.

Which three things do you think shouldn’t be missing in the baggage of a Transsib-traveller?
Comfortable clothes for longer “driving-days” on the train (of course always according to the principle of layered clothing) – and, just in case, wet wipes, e.g. for cleaning the compartment window from the outside during a short stop. Nothing is more annoying than having the ideal photo of the Siberian vastness with a layer of dust on your memory card, because there was some Mongolian steppe dust left on the windowpane. Last but not least, you should definitely take the Trans-Siberian handbook with you. Its coauthor is our founder and owner Hans Engberding.

When are the peak travel periods? Is the off-season worthwhile, too, or what can be expected in winter?
Siberia presents itself in a totally different light during winter. A lot of travellers think that it is cold in Siberia during summer, too. That’s not the case – unless the wagon conductor means too well with the air conditioning. The temperature can definitely get up to 30 degrees and more during summer – the thermometer shows the same number during winter. Below zero. That’s “Transsib for advanced people” – but more authentic and maybe even more impressive. That’s why we arrange guided group tours on the Transsib with the title “A Winter’s Tale”. During the warm half of the year, every travel time has something special about it: witness the last ice floes on Lake Baikal in May? A very special impression. Mongolia’s and Russia’s Indian Summer in September? Picturesque. Midsummer in a seemingly Mediterranean city like Irkutsk? A brand new Russian experience. The Zarengold-train basically runs between May and the end of September – and also the regular trains enjoy great popularity during that period.

In conclusion, an important question for travel bloggers: how well are the trains equipped with plug sockets?
There are usually quite reliable sockets, at least in the wagon corridors. In modern or more expensive compartments, e.g. on the chartered train, there are also plug sockets in the cabins. In every case, I recommend having a good rapport with the Provodnik – the wagon conductor. He not only provides you with fresh coffee and tea from the Samowar (there is no Club Mate!), but has a plug socket in his guard’s van, too.

Who would like to accompany us on our trip can find everything under the hashtag #puriygoeseast.

We are being supported on our trip by Lernidee. All opinions are our own ones.

Have a look here: www.transsibirische-eisenbahn.de

 

Mein Chile

Interview mit Inka Chall.

Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf?
Ohdumeinegüte, das sind so viele: Die netten Leute vom Hostel in Puerto Natales, wo ich mich richtig heimisch gefühlt habe und der Hostelmanager jeden Abend mit Gitarre und seiner fantastischen Stimme Privatkonzerte gab. Sowieso viele interessante Begegnungen. Das krasseste Klo, was ich in meinem Leben gesehen habe (im Torres del Paine Nationapark). Der unfassbar schöne Anblick des Grey-Gletschers unter mir am sonnigen Morgen nach einer Horror-Passüberquerung am Tag zuvor und einer eiskalten Nacht im Camp. Feuerland mit seinen Südbuchen. Die Vielfalt der Farben und die Weite der Atacama-Wüste. Die Erfahrung, dass ich sogar mit einer Gruppe reisen kann, obwohl ich immer gedacht habe, dass mir das auf den Keks geht, denn ich bin sonst immer gerne alleinereisend.

Das Schöne: Immer wieder fällt mir etwas anderes ein, achja, das war ja auch noch…

Was war Deine größte Enttäuschung?
Kann man auf Reisen so richtig enttäuscht sein? Das hängt ja immer von den eigenen Erwartungen ab. Ich versuche, möglichst offen zu reisen, deshalb gibt es wenig Enttäuschungen sondern viel eher Überraschungen. Manches kann ich doof finden, vielleicht ist etwas total krass oder ich bin geschockt. Der Torres del Paine war mir persönlich viel zu überlaufen im letzten Drittel des Treks, das wusste ich aber vorher.

In Chile ist es relativ schwierig, low budget und ohne eigenen Mietwagen an interessante Stellen zu kommen, die nicht touristenüberlaufen sind. Ich bin nicht auf eine noch aktive Schaf-Farm gekommen und habe keine Gauchos gesehen. An vielen interessanten Orten bin ich mit dem Bus vorbeigefahren. Toll wäre da ein Auto, wo man sagt: Hier fahr ich mal ab und schaue mir die und die Farm an und quatsche mit den Leuten. Dazu hätte ich aber etwas mehr Geld und vor allem viel mehr Zeit gebraucht, um sowas zu organisieren.

Vielleicht ernüchternd war die Erkenntnis, dass es Menschen gibt, die anscheinend nur der Coolness wegen um die Welt reisen, und die selbst nach monatelangem Reisen immer noch nicht kapiert haben, dass Selbstdarstellung doch wohl kaum der Sinn des Lebens sein kann. Das Schöne aber: Auf Reisen kann man jederzeit allen Idioten aus dem Weg gehen. 🙂

Mein Hostel-Tipp:
In Puerto Natales das oben schon erwähnte Hostel „Patagonie Adventure“ (Thomás Rogers 179). Es geht sehr persönlich zu, das muss man mögen, ich fands toll. Es gibt allerdings keine abschließbaren Schränke. Aber das Hostel ist gemütlich, WLAN funktioniert gut und vorallem sind die beiden Jungs wahnsinnig nett, tierische Sportskanonen und organisieren auf Wunsch tolle Touren. Einen Tag, nachdem ich abgefahren bin, sind sie auf einen der Torres geklettert, das muss man sich mal vorstellen!

Mein Restaurant-Tipp:
In Punta Arenas: Das La Luna, O’Higgins 1017. Tolles, tolles, tolles Essen und eine wunderbare Atmosphäre. Das Steak war besser als in Argentinien!

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
In Chile ist Pisco Pflicht, ein ziemlich süßer und sehr leckerer Weinbrand, von dem immer erst ein bisschen für Pacha Mama geopfert wird.

Was empfiehlst Du jemanden, der eine Reise nach Chile plant?
Viel Zeit! Ich hatte mir vorgenommen, Chile Nord-Süd unbedingt über Land zu machen. Wie wahnsinnig viel Zeit das kostet, habe ich trotz Recherche unterschätzt: Meine längste Bustour am Stück war 37 Stunden, da ist dann auch das Geruchslevel vom Busklo einigermaßen hoch… Weniger zu empfehlen.

Entweder also viel Zeit mitbringen oder sich für den Norden oder den Süden entscheiden, wobei mir die Entscheidung schwer fallen würde. Oder, wie es viele machen, Flüge nehmen und die Mitte auslassen, wobei man dann leider die großartigen Marble Caves verpasst. Unbedingt Feuerland einplanen, und zwar den chilenischen Teil südlich von Ushuaia! Und nicht alles vorher buchen sondern sich vor Ort bei Locals erkundigen. Ich hätte noch tausend schöne Dinge machen können.

Gereist
– 2012/13
– 10 Wochen insgesamt, mit Länderhopping zwischen Chile, Bolivien, Argentinien und der Antarktis.
– Die ersten 18 Tage war das eine organisierte Fototour im Norden. Den Rest der Zeit bin ich alleine weitergereist.

Mehr Tipps zu Chile findet Ihr auf dem Blog Blickgewinkelt

 

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Was empfehlt Ihr für eine Reise nach Chile?

Mein Uruguay

Interview mit Doris Neubauer.

Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Uruguay gesehen haben und warum?
> Cabo Polonio – das kann ich nicht in einem Satz sagen, darüber habe ich einen ganzen Blogpost verfasst. 

> Casapueblo, das Haus des Künstlers Carlos Páez Vilaró. bei Sonnenuntergang. Es liegt in der Nähe von Punta del Este, dem wohl touristischsten aller Küstenorte Uruguays. Den Ort selbst würde ich nur als Basis für Ausflugsziele wie eben dieses an Hundertwasser erinnernde Haus machen – oder fürTagestouren nach La Barra oder San Ignacio

> Montevideo – die Hauptstadt befindet sich ohnehin meist auf der Reisereoute, ist aber auch tatsächlich einen Abstecher wert. Alte Gebäude, große Plätze, abseits der Innenstadt viel Grünflächen und eher eine entspannte Ruhe, wie ich sie nur aus Altstädten Europas kenne. Hier ticken die Uhren noch anders, die meisten Leute sind weniger hektisch unterwegs und vor allem hilfsbereit – was sich in meinem Fall nicht nur an den Taxifahrern bemerkbar macht, die mir mit meinem Riesenrucksack geholfen haben, sondern auch daran, dass mir in der Wäscherei eine Ladung geschenkt wurde, weil sie eine Stunde zu spät dran waren.

Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf?
Ich verbinde viele wunderschöne, entspannende und bereichernde Momente mit Uruguay. Doch alles hat einmal einen Anfang: Und mein Start in Uruguay war besonders gut. Da stieg ich nämlich zum ersten Mal in den öffentlichen Bus von Colonia nach Montevideo – und hatte plötzlich Wifi. Das mag sich seltsam anhören, aber nach 7 Monaten in Kolumbien, Ecuador und vor allem Bolivien, wo Funktionierendes eine Seltenheit war, hat mich das wirklich in Höchststimmung versetzt! Ein guter Einstieg…

Was war Deine größte Enttäuschung?
Die größte Enttäuschung war wohl, dass in der sonst empfehlenswerten Nebensaison März, in der ich gefahren bin, ein paar Attraktionen nicht offen waren, die mir von Freunden empfohlen wurden und die ich dementsprechend bei meinem Besuch eingeplant hatte. Unter anderem der Monte de Ombues: Ombú ist ein einheimischer Baum aus Uruguay, der ganz eng mit der Geschichte und vor allem der Tradition der Gauchos – der südamerikanischen „Cowboys“ – verbunden ist. Erreichbar ist der Wald dieser außergewöhnlichen, großen Bäume an der Küste der Laguna de Castillos und ausschließlich per Boot. Man steigt bei der Bushaltestelle von Cabo aus, muss eine Strecke entlang der Straße zu den Häusern an der Brücke laufen, wo dann die Touren angeboten wurden. So der Plan. So habe ich es auch gemacht – bis ich leider an der Brücke vor verschlossenen Häusern stand und mir die Herrschaften, die dort an einem Imbiss ein paar Kleinigkeiten verkauft haben, sagen mussten: Sorry, die Touren finden derzeit nur nach Vereinbarung statt. Generell der Tipp: Wer einen Besuch zum Monte de Ombues machen möchte, sollte vorab mit einigen anderen eine Gruppe bilden und einen Termin für eine Tour vereinbaren. Dann geht alles etwas einfacher.

Mein Hostel-/Hotel-Tipp:
Nachdem ich jedem empfehlen würde, nach Cabo Polonio (siehe erste Empfehlung) zu fahren und dort etwas Zeit zu empfinden, kann ich das Hostel „Cabo Polonio Hostel“ sehr empfehlen. Es gibt unzählige Unterkünfte – Hostels, Hotels, Apartments – in Cabo, aber nicht alle sind mit direkter Sicht aufs Meer wie das Cabo Polonio Hostel. Außerdem passt zu dem ursprünglichen, einsamen Ort eine einfache, eher kleine Unterkunft meiner Meinung nach am besten: Man schläft ohnehin schon um 20.00 Uhr ein und steht beim ersten Sonnenstrahl auf. Dann frühstückt man gemeinsam und kann sich vielleicht später noch in die Hängematten vors Haus legen – Blick aufs Meer inkludiert: http://cabopoloniohostel.com –> Adressen gibt es in Cabo nicht

Mein Restaurant- oder Ausgehtipp:
In Montevideo sollte man meiner Meinung nach den Markt am Hafen nicht versäumen: Wer sich jetzt einen hektischen, durcheinander schreienden Obst- und Gemüsemarktplatz à la Ecuador z.B. erwartet, liegt eher falsch. Stattdessen stehen überall kleine Lokale, die Wein ausschenken und Häppchen anbieten. Zum Durchkosten, Ausprobieren und vor allem Leute treffen ist diese überdachte Markthalle hervorragend geeignet!

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
Gut, Fleischesser – wie mein uruguayanischer Freund Gaston zum Beispiel – würden natürlich das Rindfleisch von Uruguay empfehlen. Die Kultur ist stark von Fleisch geprägt, selbst in Montevideo war ich mit Einheimischen zweimal im selben Restaurant, weil es das Einzige mit einem größeren Angebot für Vegetarier war. Aber nachdem Uruguay stark italienisch beeinflusst wurde, bekommt man dort – anders als in anderen südamerikanischen Ländern – immer Pasta und Co., eine Alternative für mich als Vegetarierin.

Woran man aber nicht vorbei kommt – und auch nicht vorbei kommen sollte – ist Mate. Die Uruguayer laufen tatsächlich mit Thermoskannen samt ihrem heißgeliebten Mate durch die Straßen und nutzen jede Gelegenheit, dieses Teegetränk zu sich zu nehmen. Tipp: Niemals die Einladung zu einer Tasse Mate ausschlagen, du könntest etwas versäumen!

Süßer und üppiger als Mate sind Alfajores – und generell alles, was mit Dulce de Leche gemacht wird. Hier wie überall sonst „streiten“ die Uruguayer mit den großen argentinischen Nachbarn um den Ursprung. Mir ist das egal, Hauptsache, es ist gut – und Alfajores, diese mit Dulce de Leche gefüllten Kalorienbomben, sind sogar sehr gut.

Was empfiehlst Du jemandem, der eine Reise nach Uruguay plant?
Ich bin in der Nebensaison gefahren – also im März. Ich glaube, das ist eine wirklich gute Zeit – abgesehen davon, dass ich eben ein paar Dinge nicht machen konnte (siehe Enttäuschungen), läuft alles einfach noch entspannter in Uruguay ab. Die Strände sind leerer, es ist einfach, ein Zimmer in den Unterkünften zu bekommen, du bist zum Beispiel in Cabo viel mehr mit Einheimischen unterwegs: Ich habe es also durchaus genossen! Wer also nicht notwendigerweise auf stundenlanges Sonnenbaden, Action und Co. aus ist, dem kann ich die Zeit guten Gewissens empfehlen. Und es ist zwar nicht drückend heiß, aber noch immer angenehm warm, um am Strand zu liegen und – zumindest – die Füße ins Wasser zu halten…

Gereist
– 12. – 23. März 2012
– 11 Tage
– allein

Weitere Tipps zu Uruguay und rund ums nachhaltige Reisen findet Ihr auf Littlemissitchyfeet

Doris beim Yoga am Strand

Doris beim Yoga am Strand

 

puriy war auch in Uruguay unterwegs. Mehr zu dieser Reise findet Ihr unter Reisebericht Uruguay.

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Was empfehlt Ihr für eine Uruguay-Reise?

 

Mein Brasilien

Interview mit Ute Kranz.

Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Brasilien gesehen haben und warum?
Brasilien ist ein riesiges und absolut faszinierendes Land! Ich habe bisher den Norden und Nordosten kennengelernt und auf dieser Reise drei ganz besondere Orte ins Herz geschlossen:
> Fernando de Noronha! Vulkaninsel und Meeresnationalpark mit traumhaften Stränden und Tauch- und Schnorchel-Highlights mit Delfinen, Schildkröten und Haien. Mit coolen Buggys kann man über die Insel heizen und den Abend bei Chillout-Musik, Caipirinhas und Ceviche ausklingen lassen. Gehört definitiv zu meinen Top 10 Inseln weltweit!

> Jericoacoara! Ein Hippie-Dorf zwischen Dünen am Meer. Man übernachtet in kleinen Pousadas, sitzt am Strand, während Esel-Karawanen an einem vorbeiziehen und wartet am Abend oben auf der Düne mit einem Caipi to go auf den Sonnenuntergang. Und feiern kann man hier bis in die Puppen.

> Salvador da Bahia! In der historischen Altstadt wohnen und rund um die Uhr mit brasilianischen Klängen im Rhythmus bleiben. Bunte Häuser im Kolonialstil, kleine Gassen mit Backsteinpflaster und fröhliche Menschen sind neben dem größten Straßenkarneval der Welt definitiv einen Besuch wert!

Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf?
Das war in einem Hostel in Jericoacoara. Ein Pärchen im Nebenzimmer hatte mitten in der Nacht gefühlte zwei Stunden lauten Sex. Seitdem reise ich nicht mehr ohne Oropax 😉

Was war Deine größte Enttäuschung?
Gar nicht so leicht, weil es insgesamt eine wunderschöne Reise war. Etwas schwierig empfand ich es zeitweise, gesunde Nahrung aufzutreiben. Das Essen war in den meisten Fällen ziemlich fettlastig.

Mein Hostel-/Hotel-Tipp:
Jericoacoara = Pousada dos Corais, Rua Sao Fransisco: Süße Pousada mit Hängematten und chilliger Atmosphäre in zentraler Lage, ganz in der Nähe vom Strand (EZ ab 22 €, DZ ab 39 €).

Salvador = Pousada Terra Nossa, Rua Leovigildo de Carvalho, 3, Pelourinho (historische Altstadt), Salvador: Sicheres Hostel mit super Betreuung mit perfekter Lage in der Altstadt (Dorm 14 €, DZ ab 37 €).

Mein Restaurant- oder Ausgehtipp:
Fernando de Noronha = Restaurant Mergulhao, Porto Santo Antonio: Meines Erachtens das beste Restaurant der Insel. Bei cooler Musik sitzt man bei Sonnenuntergang mit einem unglaublichen Ausblick auf die Bucht auf chilligen Möbeln bei ausgefallenem Essen und guten Drinks. Wer dort sitzt, möchte am liebsten für immer auf der Insel bleiben.

Jericoacoara = Restaurant Pimenta Verde, Rua Sao Francisco: Perfekte Lage, schöne Atmosphäre, gute Drinks und alles wird frisch zubereitet.

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
Natürlich bekommt man hier super Meeresfrüchte! Ceviche gehört zu meinen persönlichen Lieblingsgerichten, das ist klein geschnittener, roher Fisch in Limettensaft eingelegt. Und dann gibt es da noch eines der Nationalgerichte: Bacalhoada! Stockfisch mit in Olivenöl mit Oliven, gekochten Ei-Hälften und Kartoffeln. So einfach und so lecker…

Was empfiehlst Du jemandem, der eine Reise nach Brasilien plant?
Man sollte die Größe dieses Landes nicht unterschätzen. Wem nicht gerade ein paar Monate zur Verfügung stehen, sollte sich auf ein oder zwei Bereiche beschränken, z. B. Urwald in Amazonasgebieten, Wassersport wie Surfen oder Tauchen in Fernando de Noronha oder Recife, Städtetrips nach Rio de Janeiro, Salvador oder Florianapolis. Je weiter südlich man kommt, umso europäischer wird das Land. In einem Ort namens Blumenau gibt es z. B. ein waschechtes Oktoberfest. Im Norden wird eher wenig Englisch gesprochen. In Sachen Sicherheit hatte ich während der Reise überhaupt keine Probleme. Die Brasilianer sind sehr kommunikativ und es macht einfach großen Spaß, dieses Land zu bereisen. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, den Süden kennenzulernen.

Gereist
– Februar 2012
– 2 1/2 Wochen
– allein

Mehr Tipps zu Brasilien und anderen wundervollen Reisezielen findet Ihr auf dem Blog Bravebird

Ute in Brasilien

Ute in Brasilien

 

puriy war auch bereits kurz einmal in Brasilien unterwegs. Mehr zum Brasilien-Aufenthalt findet Ihr unter Reisebericht Brasilien.

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Was empfehlt Ihr für eine Brasilien-Reise?

Mein Lateinamerika

Wenn ich an Lateinamerika denke, höre ich Musik. Endlose Busfahrten, die mir immer mit einem Schwall an Lebensfreude verschönert wurden. Wenn mir wieder Hühner unter den Sitz geschoben wurden und der Kopf des Nachbarn auf meine Schulter fiel, dann stimmte mindestens ein Passagier in ein Salsa- oder Cumbias-Lied ein und zauberte ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Das ist „mein Lateinamerika“, wie ich es liebe.

Von den sommerlichen Temperaturen inspiriert starte ich diese Woche die neue Serie „Mein Lateinamerika„.
Von Mexiko bis Chile – soll dabei die Reise gehen. Und da nicht nur ich mein Herz jenseits des Atlantiks verloren habe, lass ich dieses Mal andere Reiseblogger zu Wort kommen. In dieser Woche stellt Euch jeden Tag ein Reiseblogger ein lateinamerikanisches Land vor und gibt Tipps und Einblicke. Und auch danach wird diese Rubrik gefüllt.

Steve in Argentinien Den Anfang macht Steve von Back-Packer.org, der uns „sein Argentinien“ vorstellt. Montag
 Brasilien_bravebird  Ute von Bravebird stellt uns „ihr Brasilien“ vor. Dienstag
 Uruguay Doris von Littlemissitchyfeet stellt uns „ihr Uruguay“ vor.  Mittwoch
 TorresDelPaine  Inka von Blickgewinkelt stellt uns „ihr Chile“ vor. Donnerstag
 Florian radelt um den Titicaca See  Florian von flocblog stellt uns „sein Bolivien“ vor.  Freitag
 KLEIN_Traumweltenbummler_tepoztlan Nadine von Traumweltenbummler stellt uns ihr Mexiko vor.  Samstag
Anja in Peru Anja von TravelonToast stellt uns ihr Peru vor. Sonntag
Bogota … und puriy stellt Euch mein Kolumbien vor. Montag
 SAMSUNG CSC Alex und Sandra von NIEDblog stellen Euch ihr Panama vor.
 happybackpacker_Granada_klein Anja von Happybackpacker stellt uns ihr Nicaragua vor.

 

Hiermit endet die Mottowoche „Mein Lateinamerika“.
Richtig, es gibt noch viel mehr Länder! Habt Ihr Lust, ein lateinamerikanisches Land vorzustellen, dann meldet Euch!
Denn auch wenn die Mottowoche nun beendet ist, die Reihe „Mein Lateinamerika“ wird fortgeführt…

Und wie sieht „Dein Lateinamerika“ aus?

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Mein Argentinien

Interview mit Steve Hänisch.

Welche drei Orte sollte man Deiner Meinung nach in Argentinien gesehen haben und warum?
Die Landschaft Patagoniens ist einfach atemberaubend, daher liegen meine drei Empfehlungen allesamt im Süden. Ushuaia gilt als südlichste Stadt der Welt und als perfekter Einstieg für Outdoorabenteuer mit dem Tierra del Fuego Nationalpark. Weiter im Norden findet ihr dann El Chaltén, die Trekkinghauptstadt Argentiniens wartet mir grandiosen Wanderrouten und Campingspots auf – der Monte Fitz Roy ist das Wahrzeichen dieser Gegend. Bariloche liegt im Seengebiet und damit im nördlichen Patagonien – der perfekte Ort für Radtouren, Wanderungen und Wassersport – zudem das Wintersportmekka Südamerikas.

Welches Ereignis oder Erlebnis geht Dir nicht aus Deinem Kopf?
Die Grenzquerung Argentinien-Chile und die anschließenden zwei Wochen per Anhalter auf der Carretera Austral. Das besondere an diesem Abenteuer: in der entlegensten Region dieser beiden Länder ist eine Überquerung der Grenze nur zu Fuß möglich. Mit vollem Gepäck und Campingausrüstung ging es 14 km durch undefiniertes Gebiet – umgeben von Geltschern, Wäldern und einsamen Seen. Die letzte Etappe legt man in einer vierstündigen Bootsquerung zurück.

Was war Deine größte Enttäuschung?
Salta – dieser Ort im Norden hat eigentlich recht viel zu bieten und ist auch recht schön. Ich kam jedoch nach einer einwöchigen Tour durch Bolivien und den Norden Chile’s dort an, es hatte um die 40 Grad. Nach den unvergesslichen Eindrücken der Uyuni Tour war die Motivation, sich auch hier ähnliches anzusehen, leider nicht mehr enorm hoch.

Mein Hostel-Tipp:
Hostel Achalay in Bariloche war in jeglicher Hinsicht mein Favorit in Argentinien: Pablo, der Eigentümer ist einfach Klasse – zudem sind die Zimmer nett und das Essen überragend (zum Frühstück gibt es jeden Tag selbstgemachtes Brot, mehrmals in der Woche werden gemeinsame Abendessen angeboten).
Adresse: Morales 564, Bariloche, Argentina

Mein Restaurant-Tipp:
Für richtig gutes Steak in der Hauptstadt empfehle ich Las Cabras in Palermo. Im Gegensatz zu vielen anderen Steak-Restaurants isst man hier günstig und viel – das Hauptklientel sind Einheimische, was schon für sich spricht. Allerdings lässt man sich meist nach Ankunft auf eine Warteliste setzen (Wartezeit war meist um die 30 Minuten).
Adresse: Fitz Roy 1795 Buenos Aires, Capital Federal, Argentina

Was sollte man unbedingt einmal gegessen oder getrunken haben?
Trinken – an gutem Malbec führt kein Weg vorbei in Argentinien. Der vollmundige Rotwein ist günstig und passt perfekt zum Asado (BBQ).
Essen – Empanadas sind auch in Argentinien ganz beliebt und äußerst lecker. Meine Empfehlung, da man diese an jeder Ecke relativ schnell und günstig bekommt (probiert unbedingt die Empanadas mit Roquefort!).

Was empfiehlst Du jemandem, der eine Reise nach Argentinien plant?
Der beste Tipp ist, die Landessprache zu lernen. Das Reiseerlebnis ist soviel werthaltiger, wenn man mit den Einheimischen kommunizieren kann, das Reisen fällt einfacher und der Spaßfaktor ist höher. Als Deutscher lernt sich Spanisch relativ einfach (für mich war es einfacher als Latein oder Französisch) und man erzielt schnell Erfolge.
Wenn Ihr es vorher nicht geschafft habt, denkt über einen mehrwöchigen Kurs vor Ort nach. Rosario ist hierfür ein guter Ort – „Spanish in Rosario“ eine empfehlenswerte Schule.

Gereist
– von Dezember 2012 bis Juni 2013
– 6 Monate (mit Abstechern nach Uruguay und Chile)
– allein

Mehr Tipps von Steve zu Argentinien findet Ihr auf seinem Blog Back-Packer.org
sowie in seinen Videos zu Südamerika und Guides zu Südamerika.

Steve vor dem Fitz Roy mit Laguna de los tres

Steve vor dem Fitz Roy mit Laguna de los tres

puriy war auch bereits in Argentinien unterwegs. Mehr zur Argentinien-Reise findet Ihr unter Reisebericht Argentinien.

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Was empfehlt Ihr für einen Argentinien-Trip?